Kollektormontage: die Aufdachmontage

Solarkollektoren sind hierzulande zu einem gewohnten Bild geworden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um den weithin sichtbaren Aufdachkollektor. Diese bieten den Vorteil, dass sie sich verhältnismäßig leicht montieren lassen und somit auch noch nachträglich, also beispielsweise an Altbauten, auf dem Dach montieren lassen. Dennoch sollte es nicht Sache ambitionierter Heimwerker sein, einen Aufdachkollektor zu installieren - hier sind Profis gefragt!
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenSolarthermieMontageAufdachkollektor

Der Aufdachkollektor - die sichere Kollektormontage auf dem Dach

Eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle bei der Kollektormontage spielt die Statik des Daches, da Kollektoren ein zusätzliches Gewicht mit sich bringen, welches einer zusätzlichen Last von ca. 300 Newton pro Quadratmeter entspricht. Darüber hinaus müssen die einzelnen Dachsparren stabil genug miteinander verbunden sein, um ein Abgleiten unter Schneelast zu verhindern. Gefahr kann auch durch Sturmböen drohen, durch welche der Aufdachkollektor fortgetragen werden könnte. Zudem sollten punktuelle Belastungen einzelner Dachziegel vermieden werden, da auch dies die Stabilität der Anlage negativ beeinflusst.

Das Praktische an der Montage von einem Aufdachkollektor ist, dass die Dachhaut des Gebäudes relativ wenig beansprucht wird, da keine allzu tiefgreifenden Eingriffe notwendig sind, um die Anlage zu stabilisieren. Das gilt auch dann, wenn Defekte an der Anlage selbst auftreten, sei es Glasbruch oder Undichtigkeiten. Das Dach selbst nimmt dadurch in den meisten Fällen keinerlei Schaden.

Aufdachkollektor versus Indachmontage - was ist besser?

Aber auch der Preis einer Anlage spielt eine Rolle, und dabei punktet der Aufdachkollektor erneut. Denn im Gegensatz zu einer Kollektormontage im Dach ist diese Variante sehr kostengünstig. Das schon allein deswegen, weil, wie bereits erwähnt, keine nennenswerten strukturellen Eingriffe am Dach selbst vorgenommen werden müssen. Eine Indachmontage der Kollektoren selbst kann zwar durchaus Vorteile optischer Art mit sich bringen, die Umsetzung ist jedoch eher bei Neubauten lohnenswert. Bei einer Montage an bestehenden Dächern müssten weite Teile des Daches ab- und wieder eingedeckt werden. Die Amortisationszeit der gesamten Anlage würde sich dadurch erheblich verlängern, was vor allem bei fremdfinanzierten Anlagen eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Deswegen ist gerade bei einer Nachrüstung die Montage von einem Aufdachkollektor die geeignetere Alternative, da Kosten und Ertrag hier in einem weit besseren Verhältnis stehen.

Solarthermie Fachbetriebe helfen Ihnen bei der Entscheidung zwischen Aufdachkollektor oder der Indachmontage. Im Solarthermie Forum können Sie kostenfrei mit Fachleuten und Anlagenbetreibern Fragen stellen und mitdiskutieren.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Temperatur in Kollektoren über 200 Grad - was kann man tun?

Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Kollektoren SKR 6.1 CPC und SKR 12.1 CPC 2 mal 18 Röhren insgesamt ca. 8 m² Fläche , Frischwasserspeicher HS 750. Anlage wurde 2014 eingebaut. Im Sommer fällt die Anlage regelmäßig aus. Fehleranzeige A51/6028, die Anlage muß dann durch die Firma entlüftet werden. Was könnte man ändern, um das Problem abzustellen? Die Temperatur der Kollektoren steigt teilweise über 200 ° C an, es bildet sich Luft in der Anlage, was zur Folge hat, daß die Pumpe das Fluid nicht mehr umpumpt. Vielen Dank!
Antwort von Heizung Sanitär Vogler

welche Temperatur hat der Speicher da bei

Gasheizung ohne Solar im Neubau noch erlaubt?

Darf ich in meinem Neubau (Baustart nach Wärmetechnischen Nachweis möglich) mit Erdgasanschluss überhaupt noch mit Gas heizen? Solar oder sonstiges auf dem Dach ist nicht erlaubt (Stadtbild)!
Antwort von Rauscher GmbH & Co. KG

Ausschließlich mit Gas (ohne Solarwärme) ist nicht mehr erlaubt.

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