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Drainback & Frostschutz für Solarthermie im Winter

Bei Temperaturen unter null Grad im Winter besteht die Gefahr, dass der Wärmeträger im Kreislauf der Solarthermie-Anlage gefriert und so großen Schaden anrichtet. Hersteller bieten verschiedene Lösungen, um dies zu vermeiden. Die Betriebsweisen unterscheiden sich nach druckhaltenden Systemen und dem sogenannten Drainback-System.
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Solarthermie: Winter stellt besondere Anforderungen an den Betrieb

Solarthermie WinterIn Solarthermie Anlagen sind hinter den Absorberblechen Kupferröhren angebracht, welche die Wärmeträgerflüssigkeit trans­portieren.

Im Winter kann die Flüssigkeit einfrieren, wenn keine besonderen Schutzmaßnahmen vom Hersteller vorgesehen sind. Es gibt zwei Möglichkeiten, die das Einfrieren der Solarflüssigkeit verhindern:

- Frostschutz im Winter bei druckerhaltenden Systemen (mit Frostschutzmittel oder thermischem Frostschutz)
- Frostschutz im Winter bei Drainback Systemen

Frostschutzmittel oder thermischer Frostschutz schützen die Solarheizung im Winter

Die einfachste und deshalb auch am meisten verbreitete Methode, um die Solarthermie Anlage im Winter zu schützen, ist das Frostschutzmittel Glykol, das der Wärmeträgerflüssigkeit beigemischt wird. So kann die Wärmeträgerflüssigkeit im Sommer und Winter im Solarkreislauf verbleiben.

Statt des Glykols kann in der Solarthermie Anlage auch ein druckerhaltendes System verwendet werden, bei dem warmes Wasser, das in einem konventionellen Heizkessel erwärmt worden ist, zum Kollektor transportiert wird und so das Einfrieren im Winter verhindert. Ob das energetisch sinnvoll ist, hängt von den spezifischen Gegebenheiten der Solarthermie Anlage ab.

Drainback-Systeme entfernen den Wärmeträger bei Stillstand aus dem Kollektor

Solarthermie Anlagen mit Drainback-System sind so konstruiert, dass das Wasser oder ein anderwertiger Wärmeträger abgelassen wird, wenn die Solarheizung nicht im Betrieb ist. Dafür muss die Solarheizung aber so gebaut sein, dass die Solarrohre fallend vom Kollektor wegführen. Die Wärmeträgerflüssigkeit läuft dann bei Abschaltung der Solarthermie Anlage von selbst heraus und wird in einem Behälter aufgefangen.

Diese baulichen Anforderungen an die Solarheizung können meist nur bei Neuanlagen erfüllt werden, da sonst meist die fallenden Rohre nicht zur Verfügung stehen. Um Schäden an der Solarthermie Anlage zu vermeiden, wird der Wärmeträgerflüssigkeit manchmal Glykol beigemischt, damit Restwasser in den Rohren im Winter nicht einfrieren kann. Die Effizienz einer Solarthermie Anlage mit Drainback ist geringer als bei einer anderen Solarheizung, weil bei jedem Betriebsbeginn die Solarpumpe zunächst Wasser in die Anlage pumpen muss.

Solarthermie Fachbetriebe erstellen eine genaue Analyse, welche Betriebsweise für die individuellen Gegebenheiten am wirtschaftlichsten ist.

 


Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de