Kollektormontage im Überblick

Solarkollektoren passen auf - fast - jedes Dach. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Möglichkeiten der Kollektormontage entwickelt, um für die meisten Anforderungsprofile eine Lösung zu finden. Auf den meisten Dächern kommen bewährte Aufdach- oder Indachmontagen zum Einsatz. Aber auch Flachdächer und sogar Fassaden können zu Trägern der Sonnenwärmesammler umfunktioniert werden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenSolarthermieMontage

Kollektormontage: Aufdach, Indach, Flachdach & Fassade

Die gängigste Kollektormontage ist derzeit - vor allem im Bestandsgebäude - die Aufdachmontage. Die Kollektoren werden dachparallel über der Dachhaut angebracht, beispielsweise mit Dachhaken oder Dachklammern auf den Dachsparren. Die Aufdach-Kollektormontage ist vergleichsweise preiswert und schnell erledigt.

Aufdachmontage von Solarkollektoren, Quelle: Youtube / Sonnenkraft.de

Bei der Indachmontage ersetzen die Kollektoren auf der zu installierenden Fläche die Dacheindeckung. Die Solarkollektoren bilden somit eine relativ einheitliche Fläche mit dem Dach, was einen harmonischen Eindruck erzeugt und auch die Statik vorteilhaft beeinflusst. Allerdings ist diese Kollektormontage bedingt durch den Neigungswinkel nicht für ein Flachdach geeignet.

Weitere Techniken der Kollektormontage für Flachdächer & Fassaden

Bei der Kollektormontage auf einem Flachdach greift man auf eine Aufständerung zurück. Die Kollektoren werden auf einem Gerüst mit vorteilhafterem Neigungswinkel und besserer Ausrichtung montiert. Damit es nicht zum Schattenwurf zwischen den Kollektoren kommt, muss zwischen einzelnen Reihen allerdings ein Mindestabstand eingehalten werden. Bei manchen Vakuumröhrenkollektoren kann man durch Rotation der Röhren stellenweise den ungünstigen Neigungswinkel eines Flachdaches ausgleichen und eine Aufständerung vermieden oder einfacher gestaltet werden.

Eine weitere moderne Form der Kollektormontage ist die Fassadenintegration - allerdings bislang sehr selten bei Ein- oder Mehrfamilienhäusern im Einsatz. Hier sind die Kollektoren Bestandteil der Außenwand eines Gebäudes. Der Ertrag ist generell geringer als bei geneigter Installation (allerdings ist auch geneigte Fassadenintegration möglich), im Winter kann der Ertrag jedoch höher sein. Vor allem bei gewerblich genutzten, mehrstöckigen Häusern ist diese Montageart hin und wieder zu sehen. Auch hier ist natürlich besonderes Augenmerk auf potentielle Verschattung durch nahestehende Gebäude oder Bäume zu achten.

Gleich, welche Kollektormontage zum Einsatz kommt: achten Sie darauf, dass Schäden am Dach VOR der Montage behoben werden. Nach der Installation ist eine Reparatur des Daches deutlich aufwändiger als wenn dies vorher erfolgt.

Fachbetriebe für Solarthermie-Anlagen helfen bei der Berechnung der Dachlastreserve und übernehmen die sichere Montage des Systems.


Weiterlesen zum Thema "Aufdachkollektor"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Temperatur in Kollektoren über 200 Grad - was kann man tun?

Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Kollektoren SKR 6.1 CPC und SKR 12.1 CPC 2 mal 18 Röhren insgesamt ca. 8 m² Fläche , Frischwasserspeicher HS 750. Anlage wurde 2014 eingebaut. Im Sommer fällt die Anlage regelmäßig aus. Fehleranzeige A51/6028, die Anlage muß dann durch die Firma entlüftet werden. Was könnte man ändern, um das Problem abzustellen? Die Temperatur der Kollektoren steigt teilweise über 200 ° C an, es bildet sich Luft in der Anlage, was zur Folge hat, daß die Pumpe das Fluid nicht mehr umpumpt. Vielen Dank!
Antwort von Heizung Sanitär Vogler

welche Temperatur hat der Speicher da bei

Gasheizung ohne Solar im Neubau noch erlaubt?

Darf ich in meinem Neubau (Baustart nach Wärmetechnischen Nachweis möglich) mit Erdgasanschluss überhaupt noch mit Gas heizen? Solar oder sonstiges auf dem Dach ist nicht erlaubt (Stadtbild)!
Antwort von Rauscher GmbH & Co. KG

Ausschließlich mit Gas (ohne Solarwärme) ist nicht mehr erlaubt.

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