Einsatzbereiche von Solarthermie Anlagen im Themenüberblick

Solarthermie Anlagen sind vielseitig: im privaten Bereich können Ein- und Mehrfamilienhäuser eine Solarthermieanlage nutzen, um Warmwasser zu gewinnen oder die Heizung zu entlasten. Um Kosten zu sparen ist die Nutzung von solarer Nahwärme eine attraktive weitere Möglichkeit, Sonnenwärme einzusetzen. Gemeinden und Städte profitieren durch die großflächige Anwendung von Solarthermie Anlagen und können ihre Budgets entlasten. Solarthermieanlagen gewinnen auch im industriellen Bereich durch die Nutzung von Prozesswärme weiter an Boden.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenSolarthermieEinsatzbereiche

Solarthermie Anlagen im Ein- und Mehrfamilienhaus

Solarthermieanlagen sind nicht nur für Steildächer geeignet -
mit einer Aufständerung sind sie auch auf Flachdächern sehr
effektiv, Bild: ROTEX Heating Systems GmbH
Die Solarthermie im Einfamilienhaus ist der bekannteste Einsatzbereich für Solarthermie. Schon rund 6 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland haben bereits eine thermische Solaranlage. Die gewonnene Wärme wird entweder zur Bereitung von Warmwasser durch Solarthermie genutzt oder die Solarheizung unterstützt zusätzlich das Heizungssystem.

Eine Solarthermie Anlage ist kein Primärheizsystem, sondern entlastet das jeweilige Hauptsystem. Eine Ausnahme bilden Solaraktivhäuser, die ihre Wärme komplett über eine Solarheizung gewinnen.

Die Solarthermie im Mehrfamilienhaus hat für alle Parteien den Vorteil, dass die Heizungsanlage modernisiert und effizienter wird. Für den Mieter sorgt es für eine bessere Wohnqualität und geringere Heizkosten. Da der Vermieter die Anschaffungskosten für die Solarheizung auf die Miete aufschlagen kann, erhöht sich jedoch die Kaltmiete geringfügig.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellt für alle obigen Zwecke Gelder zur Solarthermie Förderung zur Verfügung. Dort ist auch eine Liste der förderfähigen Kollektoren erhältlich. Die KfW-Bankengruppe fördert Solarthermie Anlagen nur indirekt, wenn durch Sanierungsmaßnahmen der Standard eines KfW-Effizienzhauses erreicht wird.

Solarthermie für öffentliche Gebäude und Gebäudezusammenschlüsse

Als Einsatzbereich ist außerdem die Solarthermie in Gemeinden und Städten möglich. Dabei installiert die Gemeinde thermische Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, beispielsweise auf Rathäusern, Frei- und Schwimmbädern. Außerdem betreiben viele Städte eine umfangreiche Bildungsarbeit stellen Fördergelder für Solarthermie zur Verfügung. Auch wenn die Gemeinde nicht direkt Solarheizungen für den Eigengebrauch verwendet, kann sie ihre öffentlichen Dachflächen an private Investoren vermieten, die darauf eine Solarheizung installieren.

Viele Kommunen sorgen mit Solarsiedlungen für eine effiziente großflächige Nutzung von Solarthermie Anlagen,
Bild: wagner-solar.com

In Siedlungen ist außerdem die solare Nahwärme möglich. Dabei schließen sich mehrere Gebäude zusammen, die dann von einer zentralen thermischen Solaranlage mit Wärme versorgt werden. Um einen möglichst hohen solaren Deckungsgrad zu erzielen, ist oft ein Großspeicher für ein Netz zur solaren Nahwärme erforderlich.

Die Solarthermie in Industrie und Gewerbe

Die Nutzung von Solarthermie in der Industrie kann zum Beispiel in solarer Prozesswärme bestehen. Dabei wird die Solarthermieanlage genutzt, um Wärme für industrielle Prozesse zu gewinnen. Besonders gut geeignet ist die Solarthermie dabei für Vorgänge, die Wärme von einer Temperatur von unter 100 Grad Celsius benötigen. Im Handwerksgewerbe besteht die Chance, sich auf Solarthermieanlagen zu spezialisieren und so Montage und Wartung von Solartechnik als Nebenerwerb zu nutzen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Temperatur in Kollektoren über 200 Grad - was kann man tun?

Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Kollektoren SKR 6.1 CPC und SKR 12.1 CPC 2 mal 18 Röhren insgesamt ca. 8 m² Fläche , Frischwasserspeicher HS 750. Anlage wurde 2014 eingebaut. Im Sommer fällt die Anlage regelmäßig aus. Fehleranzeige A51/6028, die Anlage muß dann durch die Firma entlüftet werden. Was könnte man ändern, um das Problem abzustellen? Die Temperatur der Kollektoren steigt teilweise über 200 ° C an, es bildet sich Luft in der Anlage, was zur Folge hat, daß die Pumpe das Fluid nicht mehr umpumpt. Vielen Dank!
Antwort von Heizung Sanitär Vogler

welche Temperatur hat der Speicher da bei

Gasheizung ohne Solar im Neubau noch erlaubt?

Darf ich in meinem Neubau (Baustart nach Wärmetechnischen Nachweis möglich) mit Erdgasanschluss überhaupt noch mit Gas heizen? Solar oder sonstiges auf dem Dach ist nicht erlaubt (Stadtbild)!
Antwort von Rauscher GmbH & Co. KG

Ausschließlich mit Gas (ohne Solarwärme) ist nicht mehr erlaubt.

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