Solarthermie Systeme für Warmwasser, Heizung & Bäder

9. November 2020
Solarthermie Systeme gewinnen Wärme aus der täglichen Sonneneinstrahlung. Sie übernehmen die Warmwasserbereitung zu großen Anteilen oder unterstützen die Heizung mit Energie aus der Sonne. Auch im Bäderbetrieb sind Solarthermie Anlagen für den heimischen Pool oder städtische Schwimm- und Freibäder im Einsatz. Wir zeigen gängige Anlagenkonzepte und Vertiefungsinformationen im Überblick.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenSolarthermieSysteme

Solarthermie Systeme im Überblick

Solarheizung mit Kombispeicher für warmes Wasser
und Heizungswärme, Bild: © guukaa - Fotolia.com

Solarthermie ist eine erprobte Technologie, die in vielen Einsatzbereichen erfolgreich umweltfreundliche Wärme bereitstellt. Solarkollektoren wandeln Sonneneinstrahlung in Wärme um und geben sie an die Solarflüssigkeit ab. Eine Solarpumpe befördert die Wärme via Solarflüssigkeit zum Speicher.

Drei Solarthermie Systeme trifft man besonders oft an: Warmwasser-Anlagen, heizungsunterstützende Anlagen und Anlagen, die ihre Wärme einem Pool oder Schwimmbad zur Verfügung stellen. Im Folgenden stellen wir die drei Solarthermie Systeme kurz vor. Dort finden Sie Links mit vertiefenden Informationen zu dem jeweiligen Thema.

Solarthermie Systeme: Warmwasser-Anlagen

Eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung deckt den häuslichen Warmwasserbedarf sehr gut ab. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, 50 - 70% der Energie für die Warmwasserbereitung durch die Solarthermieanlage decken zu können. 

Vom Platzbedarf und den technischen Komponenten her stellt sich eine Warmwasseranlage recht unkompliziert dar: vier bis sechs Quadratmeter Kollektorfläche (meist Flachkollektoren) und ein Speicher mit Volumen um die 300 bis 400 Liter reichen in den meisten Fällen aus, um die Warmwasserbereitung kraftvoll zu unterstützen. Die Preise für diese Solarthermie Systeme liegen meist bei 3.000 bis 6.000 Euro. Die folgende Grafik zeigt, wie hoch der solare Anteil beim einem Warmwasser-System im Schnitt ausfällt:

Beispiel für die durchschnittliche Ertragsdeckung durch Warmwasser-Solarthermie-Systeme,
Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

  

Solarthermie-Systeme: Solarheizungen vereinen Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung

Das zweite Hauptsystem ist die Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung. Hier stellt die Solaranlage die Wärme nicht nur der Warmwasserbereitung, sondern auch der Heizung zur Verfügung. 

Obgleich heizungsunterstützende Solarthermie Systeme deutlich mehr Wärme beisteuern, decken sie den Wärmebedarf eines Hauses nicht ab. Der Heizwärmebedarf ist in den Wintermonaten am höchsten - genau in diesem Zeitraum ist allerdings die Leistung einer Solarthermieanlage am niedrigsten. Das ist zwar auch bei Warmwasseranlagen der Fall, aber hier fällt die Diskrepanz zwischen Solarertrag und Wärmebedarf besonders auf. Daher werden Solarheizungen als Zusatzsystem für eine klassische Heizungsanlage mit Gas- oder Öl eingesetzt. Auch in Kombination mit Wärmepumpen oder Pelletheizungen sind Solarheizungen sinnvoll, um Heizkosten zu sparen.

Da die Solarthermieanlage mehr Energie bereitstellen muss, fällt die Kollektorfläche größer aus als bei Warmwassersystemen. Auch der Speicher wird größer: um die 600 bis 1000 Liter oder mehr sollte solch ein Speicher schon fassen. Das wirkt sich jedoch auf den Preis aus: Solarheizungen kosten ungefähr das doppelte einer Warmwasseranlage. 6.000 bis 12.000 Euro sind nicht unüblich.

Beispiel für die durchschnittliche Ertragsdeckung durch Kombi-Solarthermie-Systeme,
Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
 

Solarthermie Systeme für Bäderbetriebe: Warmwasser für Pools & Schwimmbäder 

Auch zur solaren Beheizung eines Pools oder eines Schwimmbads kann man Solarthermie nutzen. Eine Solarheizung für einen Pool ist sehr unkompliziert aufgebaut. Der offene Pool dient als Speicher und Schwimmbadkollektoren aus schwarzen Gummimatten mit Kunststoffschläuchen sammeln Wärme. 

Diese Schwimmbadabsorber sind deutlich einfacher aufgebaut als Flach- oder gar Vakuumröhrenkollektoren - sie haben beispielsweise keine zusätzliche Wärmedämmung und erreichen nicht so hohe Betriebstemperaturen. Da die meisten Pools oder Schwimmbäder nur eine Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius benötigen, ist das vollkommen ausreichend und hält die Materialkosten niedrig. Bei diesen Solarthermie-Systemen ist auch das Problem, dass im Sommer Wärmeüberschüsse nicht genutzt werden können, nicht so stark ausgeprägt. Hier liegt ein konstanter Wärmebedarf vor.

Für den größer angelegten Bäderbetrieb werden oft eine große Anzahl an Flachkollektoren und externe Speicher installiert, da der Wärmebedarf eines Schwimmbads um einiges größer ist als der eines Pools, weil das Schwimmbad auch im Winter und in den Übergangsmonaten genutzt wird.

Solarthermie Systeme richtig planen

Warmwasser- und Heizungsunterstützungsanlagen gibt es inzwischen auch fertig zusammengestellt. Diese Solarpakete decken die gängigsten Anforderungsprofile ab und verwenden kompatible Komponenten eines einzigen Herstellers. Vor allem bei der Modernisierung von alten Heizsystemen greift man gerne auf diese fertig geschnürten Paketlösungen zurück. Sie sind vielleicht nicht immer optimal auf die individuellen Gegebenheiten angepasst, aber dafür kann man sich sicher sein, dass alle Bauteile miteinander harmonieren und auch beim Preis hat eine standardisierte Lösung ihre Vorteile. 

Wenn Sie überlegen, eine Solarwärmeanlage zu beschaffen, haben wir in unserem Artikel Solarthermie kaufen die wichtigsten Hinweise auf dem Weg zur eigenen Solarablage zusammengestellt. Diese Informationen zu Solaranlagen finden Sie auch in unserer Solarthermie Checkliste zum Nachschlagen.

Beraten Sie sich mit einem Fachbetrieb für Solarthermie Systeme, bevor Sie zum Kauf schreiten und lassen Sie sich möglichst mehrere Angebote verschiedener Experten zukommen, damit Sie sicher vergleichen können.

 

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

Kann ich eine Solaranlage ganz für mich betreiben, wenn ich eine Eigentumswohnung habe?

Kann ich eine Solaranlage ganz für mich betreiben, wenn ich eine Eigentumswohnung und kein Eigenheim habe? Und wenn, würde dazu das Satteldach von 4m Breite und ca. 8m gemessen vom First bis zu Dachrinne reichen, wenn sich darunter meine Maisonette-Wohnung befindet?
Antwort von GEBA Wärme GmbH

Ja, grundsätzlich denkbar, wenn die anderen Eigentümer dem zustimmen.

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Höhere Wirtschaftlichkeit bei Pelletheizung mit Photovoltaik als mit Solarthermie?

Ich habe ein Einfamilienhaus mit einer 30Jahre alten Gasheizung. Ich überlege nun, auf eine Pellet-Heizung umzusteigen. Nun habe ich gehört, dass die Kombination mit Photovoltaik wirtschaftlicher sei als die Kombination mit Solarthermie. Gibt es dazu Anhaltspunkte / Rechenmodelle? Welche Erfahren haben Sie gemacht?
Antwort von Rolf Schlechter Haustechnik GmbH

Wenn Ihre Anlage 30 Jahre alt ist , sind Sie verpflichtet diese zutauschen , ob eine Umrüstung auf Pellet sinnvoll ist , muss ein Fachmann vor Ort klären , pauschal ist diese Frage nicht seriös zu beantworten .

auch kann der Kollege dann klären , ob es sinnvoll ist mit P V oder Solarthermie zu arbeiten , für beides gilt das selbe wie oben .

Vakuum Röhrenkollektor: Wasser wird nicht warm genug erhitzt

Wir haben seit 5 Jahren eine Solar Vakuumröhre HP65 für Warmwasser. Das Problem ist schon immer, dass das Wasser nie so richtig heiß geworden ist, wenn die Sonne nicht scheint. Aktuell erreicht das Wasser sogar nur noch eine Temperatur von etwa 40 Grad, die dann aber konstant bleibt. Was könnte da die Ursache sein ? Der Kessel wird noch mit Gas erhitzt bei zu wenig Sonne. Ist vielleicht der Fühler defekt?
Antwort von Rolf Schlechter Haustechnik GmbH

Also , keine Sonne kein Ertrag , wenn die Kollektoren nicht richtig ausgerichtet sind , geht der Wirkungsgrad in den Keller .
Des weiteren kann die Anlage auch falsch eingelitert sein , bzw. Fehler in der Installation vorliegen , bei starker Sonneneinstrahlung sollte die Anlage in jedem Fall höhere Temperaturen erzielen . Wartung und Pflege sind auch ein Faktor . Auch Solaranlagen müssen jährlich gewartet werden . Isolation der Verrohrung , kann auch eine Fehlerquelle darstellen . Unbedingt einen Fachmann kommen lassen .

Neubau & EEWärmeG: Gasheizung und Solarthermie mit Heizungsunterstützung oder nur für Warmwasser

Ich plane, nächste Jahr mit meinem Neubau zu beginnen. Ich habe mich für eine Gasheizung entschieden. Nun meine Frage, muss ich laut Gesetz (EEWärmeG) eine Gasheizung mit Solarthermie + Heizungsunterstützung nehmen oder reicht es wenn ich eine Gasheizung mit Solarthermie für nur Warmwasser nehme?
Antwort von Buderus Deutschland

Laut EEWärmeG muss bei Neubauten ein bestimmter Mindestanteil des gesamten Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt werden.(bei Solar sind es derzeit mindestens 15 Prozent)
Entscheidend ist der Jahresenergiebedarf des neuen Wohngebäudes (rechnerischer Nachweis durch EnEV2016 erforderlich). Hier sollten Sie sich an einen Energieberater oder Fachplaner wenden. Aus der Berechnung ist ersichtlich, wie hoch der Anteil ist und wie die Dimensionierung ausfällt.In vielen Fällen wird Solarthermie zur Warmwasser und Heizungsunterstützung eingebaut.

Probleme mit Reparatur einer Vitoladens 300-C

Meine Viessmann-Heizung Vitoladens 300-C 19,3kW Vitofl.300 (rlu-k) u. Vitronic 200 (kW6) mit Solarunterstützung wurde im Juni 2009 eingebaut. Seitdem habe ich jedes Jahr zu Beginn der Heizungsperiode im Oktober, nachdem die Heizungswartung gemacht wurde, Probleme, dass die Heizung hochfährt und aufheizt. Der Monteur kommt dann meistens 1 bis 3 Mal, tauscht meist die Düse aus oder reinigt sie, verändert die Einstellungen oder sonst was. Die Heizung fährt bis zur 1. Stufe hoch, blubbert zwei bis drei Mal, die Flamme geht aus und die Anlage kommt gar nicht bis zur zweiten Stufe. Dies passiert bis zu vier Mal und dann läuft die Heizung auf Störung. Morgens gehe ich als erstes in den Keller und schaue nach, läuft die Heizung oder steht sie auf Störung. Da ich die Ein- und Ausschaltzeiten für die ganze Woche programmiert habe, wiederholt sich das Spielchen auch am späten Nachmittag oder auch zwischendurch, da die Fußbodenheizung nach der Außensteuerung anspricht. Weil ich dieses Jahr nach der Wartung wieder die gleichen Probleme hatte, kam der Monteur, tauschte dann beim zweiten Mal die Ölpumpe ATE2V 45C 9355 6P 07 00 und die Ölschläuche für Vor- und Rücklauf aus. Es brachte aber auch nicht den gewünschten Erfolg. Der Seniorchef kam dazu und besprach sich in meiner Anwesenheit mit dem Monteur, dass sie bei manchen dieser Viessmann Anlagen das Originalflammrohr, die Dralleinrichtung und die Düse gegen ein Viessmann Flammrohr VC3 27 kW mit Dralleinrichtung 12/18 kW und Düse 0,40/80" LE austauschen mussten, damit die Heizung wieder problemlos lief. Sie bestellten gleich die Teile, da die Heizung auf Störung stand und nicht lief. Am nächsten Tag bauten sie die Teile ein, stellten die Heizung ein und bis jetzt läuft die Heizung plötzlich ohne Probleme. Laut Rechnung soll ich nun die eingebauten Teile bezahlen (nach 8 Jahren Probleme), da nach tel. Rücksprache mit dem Juniorchef das alte Flammrohr mit der Dralleinrichtung durchgeglüht sei und deshalb nicht mehr funktioniert. Ich habe die Teile noch bei mir, kann aber als Laie leider nicht feststellen, ob sie durchgeglüht oder noch in Takt sind. Können Sie mir bitte einen Tipp geben und kann das nach 8 Jahren bereits sein?
Antwort von Hümmer GmbH Heizungsbau - Sanitär

Ich würde um diese Frage zu beantworten mich mit der Fa. Viessmann in Verbindung setzen bzw. ihre Heizungsbauerfirma.

Was soll ich tun, wenn das Überdruckventil meiner Solaranlage anfängt zu schlagen?

Ich bin im Besitz eine Solaranlage für Warmwasser. Solarfläche: 4 qm mit einer Boilergrösse von 300 ltr. Durch die Sonneneinstrahlung zeigt die Ausgangstemperatur manchmal über 140°C an und das Überdruckventil fängt zu schlagen an. Die Kesseltemperatur bleibt konstant bei 60°C. Mein Monteur sagt, ich soll 2qm Solarfläche im Sommer abdecken, dann schlägt das Überdruckventil nicht mehr. Wie ist Ihre Meinung?
Antwort von Energietechnik Schoden

Der Fehler ist sehr wahrscheinlich ein zu geringer Durchfluss im Solarkreislauf. In der Solarstation sollte ein Durchflussmesser eingebaut sein, wo man auch den Durchfluss (L/min) einstellen kann. Bei neueren Systemen ist eine Solarsteuerung eingebaut, welche die Pumpe in Ihrer Drehzahl dem Delta T anpasst und somit verhindert, dass die Temperatur im Kollektor davon zieht. Zudem haben alle Solarsteuerungen einen Schutz, welcher die Solarpumpe bei einen Kollektortemperatur von über 125° abschaltet.
Natürlich sollte das Ausdehnungsgefäß den richtigen Vordruck (2,5bar) und auch die richtige größe haben (18L).
Durch die hohe Temperatur im Kollektor wird die Solarflüssigkeit Dampfförmig und der Druck im System steigt uber den Druck des Sicherheitsventils, welches dann öffnet und Solarflüssigkeit aus dem Kreislauf ablässt.

Beschattung einer Solaranlage

Unsere Solaranlage ist sehr groß und kann im Sommer die entstehende Wärme nicht bewältigen. Wir würden sie daher gerne beschatten wollen, aber es gibt keine Systeme auf dem Markt bzw habe ich noch keine gefunden. Können Sie da weiterhelfen?
Antwort von Heizung - Sanitär - Elektro Schmitten

Je schneller die Solaranlage den Pufferspeicher ( für Heizungsunterstützung ) oder den Brauchwasserspeicher erwärmt, desto höher der Komfort und die Ersparnis an notwendigen Energien.
Man hätte bei der Anschaffung der Anlage eventuell eine kleinere Wählen können.
Die Anlage dürfte aber nicht Überhitzen da die Regelung vorher die Umwälzpumpe abschalten sollte.
Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.
Mit freundlichem Gruß
Udo Schmitten

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