Wärmetauscher: Funktionsweise, Vor- & Nachteile & Kosten

20. September 2021
Der Wärmetauscher ist ein wichtiger Bestandteil in der modernen Heizungstechnik. Er macht es möglich, dass zum Beispiel Energie, die in Gasen steckt und ungenutzt als Abwärme verloren geht, wiederverwendet werden kann. Der Wärmetauscher wird in der Heiztechnik dafür genutzt Wasser (auch Brauchwasser) für die Heizung zu erwärmen. Die Technik entfaltet das größte Potential im Zusammenspiel mit einer Brennwerttherme. Insgesamt steigert es die Effizienz des Heizsystems und senkt die Heizkosten.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!

Wie funktioniert ein Wärmetauscher?

Bildquelle: DieTerHoeven GmbH

Der Wärmetauscher wird in der Fachsprache auch "Wärmeübertrager" genannt. Mit seiner Hilfe kann Energie von einem Material zum anderen übertragen werden (im Fachjargon spricht man von "Rekupation"). Das Besondere hierbei ist, dass die Körper nicht miteinander in Kontakt kommen. Die Wärme wird in diesem Fall durch eine Flüssigkeit oder ein Gas übertragen.

Wärmetauscher in der Heizungstechnik

In Heizkörpern wird eine indirekte Wärmeübertragung genutzt, da die Stoffströme (also erwärmtes Heizungswasser und Luft auf der anderen Seite) durch eine wärmedurchlässige Wand (das Material des Heizkörpers) getrennt werden. Wärmetauscher kommen zum Beispiel im Hausgebrauch vor, um Brauchwasser oder Wasser für Heizungen zu erwärmen.

Eine Gastherme erhitzt Wasser mit einer Gasflamme. Dabei wird die Wärmeenergie der Flamme über einen Wärmetauscher auf das durchlaufende Wasser übertragen. Von der Heiztherme erhitzt und angetrieben strömt das Wasser durch das Rohrsystem der Heizungsanlage und bildet dabei einen Kreislauf. Über den so genannten Wasserzulauf läuft es in den Heizkörper, weiter über den Wasserrücklauf und schließlich zurück in die Therme, wo es von neuem erhitzt wird.


Wärmetauscher in der Brennwerttechnik

Moderne Gasheizungen sind mit der Brennwerttechnik ausgestattet. Im Gegensatz zu alten Nieder- und Konstanttemperaturkesseln wird dadurch eine Energieeinsparung zwischen 25% und 30% ermöglichst. Bei der Brennwerttechnik ist die Vorgehensweise wie folgt: Hier werden die warmen Abgase der Therme genutzt, in den Wärmetauscher abgeleitet und in einem wärmespeichernden Behälter aufgefangen. Das Rohr für den Wasserrücklauf der Heizung führt genau durch diesen Behälter. Durch warmes Kondenswasser wird das Wasser auf seinem Rückweg aus der Heizung bereits wieder vorgewärmt. Eine Brennwerttherme mit einem Wärmetauscher nutzt das Maximum der eingesetzten Energie für den Heizprozess aus. Der Vorteil dieser Technik ist, dass dass die Therme weniger Energie verbraucht, um das kalte Rücklaufwasser wieder auf Heiztemperatur zu bringen. Auf diesem Weg werden bei Gasheizungen bis zu 10% und bei Ölheizungen rund 5% der getauschten Energie nutzbar gemacht, in dem diese für den Heizzyklus nutzbar gemacht wird. Unterm Strich senkt das die Heizkosten und spart Geld. Dadurch macht sich eine Investition z.B. in eine Gasheizung mit Brennwerttechnik schnell bezahlt.

Vorteile und Nachteile eines Wärmetauschers

Die Anwendung des grundsätzlich simplen Prinzips hinter einem Wärmetauscher hat in der Heiztechnik hat grundsätzliche viele Vorteile.

Vorteile Nachteile
Abwärme wird sinnvoll genutzt Komplizierter in Bedienung
Heiße Flüssigkeiten werden wirksam gekühlt Öffnung des Fensters macht Anlage wirkungslos
Energieaufwendungen sinken Höhere Kosten bei Anschaffung
Heizkosten werden gesenkt
Wartungsfreundlichkeit und hohe Effizienz

Welches Material wird für den Wärmetauscher verwendet?

Grundsätzlich werden Wärmetauscher aus Metall gefertigt. Während bei der Wartungsfreundlichkeit keine Unterschiede zu erkennen sind, ist die Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit.

Wärmetauscher aus Edelstahl können schlechter rosten, sind elektrochemisch robuster und man muss weniger den pH-Wert des Heizwassers im Auge behalten. Auch Kupfer wird daher oft als Material genutzt.

Sofern Aluminium genutzt wird, muss das Heizungswasser mehr im Auge behalten werden, da sich das Material zersetzen kann, wenn die Werte außerhalb des engeren Toleranzkorridors liegen. Für Aluminium spricht als Material spricht dagegen die bessere Wärmeleitfähigkeit oder die besseren Gestaltungsmöglichkeiten.

Da der Wärmetauscher ein wichtiges Bauteil der Heizung ist, sollte bestenfalls jährlich eine Wartung erfolgen.

Was kostet ein Wärmetauscher für die Heizung?

Die Kosten für einen Wärmetauscher lassen sich nicht pauschal angeben. Diese sind abhängig von folgenden Faktoren:

  • Heiztechnik
  • Hersteller
  • Material

Kosten des Wärmetauschers

Die Kosten können dabei zwischen 200 Euro bis 800 Euro ohne Montagekosten reichen. Achten Sie beim Kauf eines Wechselrichters auf die Länge (meistens 10 Jahre) und die Bedingungen (häufig Wartungsprotokoll) des Herstellers.

Wir helfen Ihnen beim Preisvergleich über unseren Angebotsservice für Heizungen.


Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmetauscher

Kalte Fußbodenheizung trotz Warmwasser von der Gastherme: Wer kann helfen?

Unsere Fußbodenheizung bleibt kalt. Warmes Wasser von der Gastherme kommt am Wärmetauscher an. Der Wärmetauscher wird warm. Die Wärme geht weiter über ein Rohr zum Thermostat. Der schaltet die Pumpe ein. Das warme Wasser wird direkt aus dem Wärmetauscher gezogen. Es kommt nur kaltes Wasser nach. Das kann defekt sein? Wer kann mir helfen?
Antwort von Peters Sanitär und Heizung

Ich kann ihnen helfen
die Leitungen können verstopft sein und die Pumpe kann defekt sein

Kombinationsmöglichkeit von Hackschnitzelanlage und Luft-Wasser Wärmepumpe?

Ich habe für unseren Ferienhof eine 80 KW Hackgut Heizung. Jetzt wollen wir expandieren, und im Ersten Schritt 4, im 2.Schritt 6 Ferienhäuser ( je 110m2) für jeweils 6 Personen bauen. Heizen mit Fußbodenheizung, Trinkwasser mit Plattenwärmetauscher. Gibt es eine Kombinationsmöglichkeit von Hackschnitzelanlage und Luft-Wasser Wärmepumpe in einem Wärmenetz? Mein Hackgutkessel wird nicht alles schaffen, könnte man mit einer Wärmepumpe quasi Vorheizen und dann die fehlende Leistung durch den Hackgutkessel ergänzen?
Antwort von FET Fleischer EnergieTechnik

Sehr geehrter Herr Harm,
die Unterschiede zwischen einem Niedrigtemperatursystem und einem Hochtemperatursystem habe ich Ihnen erklärt!!!
Was sollen diese Fragen jetzt hier im Netz??????
Auch hatte ich Ihnen angeboten, bei der Planung Hilfe zu leisten!!!!
Mit freundlichem Gruß D. Fleischer

Kachelofen mit Pelletsofeneinsatz umbauen

Möchte gerne meinen vorhandenen Kachelofen umbauen auf einen Pelletofeneinsatz. Was muss ich dabei beachten? Der aktuelle Wärmetauscher für Abgase ist ums Eck gefertigt und somit nicht demontierbar. Wie groß ist ein Pellets-Behälter für die Tagesfüllung eines Kachelofens?
Antwort von Ralf Schröder Innovative Energiesysteme

Hallo,

Umbau ist sehr teuer u. macht in dieser Konstellation wenig Sinn.

nähere Infos: www.bioheizung.bayern

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Heizungen
Jetzt Frage stellen