Heizungspumpe austauschen – oft eine gute Idee

Wer in seinem Heizsystem die Heizungspumpe austauschen lässt, macht einen sehr wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem energieeffizienteren Heizsystem. Aber man sollte sich möglichst das Gesamtsystem anschauen, bevor man sich für Maßnahmen wie den Austausch der Umwälzpumpe entscheidet.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenHeizsystemPumpe austauschen

Heizungspumpe austauschen – Arbeitsschritte & Hinweise

Vergleicht man den Pumpenstromverbrauch alter Heizungspumpen mit dem neuerer, stößt man auf immense Unterschiede. Lässt man die Heizungspumpe austauschen, trägt es dazu bei, Heizwasser effizienter zu den Heizkörpern zu transportieren und den Stromverbrauch deutlich zu senken. Was wirklich durch einen Austausch gewonnen wird, hängt von der Umwälzpumpe ab, die aktuell installiert ist. Handelt es sich um eine ungeregelte Heizungspumpe, die gegen eine Hocheffizienzpumpe getauscht wird, wird die jährliche Einsparung höher sein, als wenn man eine ältere geregelte gegen eine neuere geregelte Pumpe tauscht. Trotzdem amortisiert sich das Austauschen einer Umwälzpumpe generell nach wenigen Jahren, wenn man einige Dinge beachtet.

© Intelligent heizen

Kurzanleitung „Heizungspumpe austauschen“

Bevor man die Heizungspumpe austauschen lässt oder selbst austauscht, sind vorbereitende Arbeiten wichtig. Dazu gehört es einerseits, den Strom abzuschalten. Andererseits muss der Vor- und der Rücklauf des Wassers vor einem Austausch abgedreht werden.

  • Bei abgeschaltetem Strom (!) sollte man die Stromleitung abklemmen und entfernen.
  • Möchte man die Heizungspumpe austauschen, werden anschließend die Schrauben aufgeschraubt, mit denen die alte Pumpe montiert wurde. Die alte Umwälzpumpe kann nun entfernt werden.
  • Die Rohr-Enden, an denen die alte Umwälzpumpe befestigt gewesen ist, sollte man säubern und falls nötig von Rost befreien.
  • Nun kann man die alte gegen die neue Heizungspumpe austauschen, indem man die neue in die entstandene Lücke zwischen den Rohr-Enden einpasst.
  • Die Schrauben werden wieder festgezogen, so dass die neue Umwälzpumpe fest montiert ist.
  • Anschließend können Vor- und Rücklauf wieder aufgedreht werden. Zudem wird der Pumpenstecker montiert, um die Stromzufuhr für die Hocheffizienzpumpe zu gewährleisten. Der Austausch ist beendet.

Die hier skizzierten Arbeitsschritte, mit denen sich eine Heizungspumpe austauschen lässt, lassen sich von handwerklich begabten Laien ausführen. Allerdings sollte man sich aus mehreren Gründen auf den Einbau durch einen Fachbetrieb verlassen, denn zum Austausch einer Heizungspumpe gehört eigentlich in vielen Gebäuden ein hydraulischer Abgleich dazu, um wirklich Geld sparen zu können.

Heizungspumpe austauschen - das Gesamtsystem ist wichtig!

Wer eine Heizungspumpe tauschen lässt, sollte die Arbeiten eventuell mit einem hydraulischen Abgleich verbinden, wenn im Heizsystem noch keiner gemacht wurde. Vereinfacht ausgedrückt, sorgt ein hydraulischer Abgleich dafür, dass an jedem Heizkörper diejenige Menge Heizwasser ankommt, die benötigt wird. Auch der Pumpenbetrieb kann sich dann variabel an den Bedarf anpassen und die Pumpe läuft nicht durch. Heizungspumpe austauschen: Das macht bisweilen ohne hydraulischen Abgleich nicht wirklich Sinn.

Insgesamt gilt: Wer effizient heizen und dabei auch Strom sparen möchte, sollte erst nach einem Blick aufs gesamte Heizsystem entscheiden, welche Maßnahmen die Effizienz der Anlage steigern und ob der Austausch der Umwälzpumpe zu den sinnvollen Maßnahmen gehört. Eventuell kann das Ergebnis solch einer Analyse tatsächlich sein, dass man am besten die Heizungspumpe austauschen lässt. Eventuell sind daneben weitere Maßnahmen sinnvoll oder aber der Austausch macht auch gar keinen Sinn, weil die Pumpe im Prinzip gut ist, aber beispielsweise der Heizungskessel nicht.

Fachbetriebe für Heiztechnik unterstützen Sie beim Austauschen der Heizungspumpe und der Optimierung des gesamten Heizsystems.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Heizungspumpe austauschen

Ist beim Pumpenaustausch ein hydraulischer Abgleich Pflicht?

Ich habe in meiner bestehenden Heizungsanlage in unserem Einfamilienhaus die alte Heizungspumpe durch eine neue hocheffiziente Heizungspumpe austauschen lassen. Diese Maßnahme wird durch das Bundesamt enstprechend der Richtlinie über der Förderung der Heizungsoptimierung gefördert. Der Förderantrag und Unterlagen (Rechnung der Heizungsfirma) sind bereits versendet worden. Heute kam Post vom Amt mit dem Hinweis, dass Unterlagen fehlen bzw. unvollständig sind. Speziell geht es dabei um den Nachweis der Duchführung des hydraulischen Abgleichs in Verbindung mit dem Pumpenaustausch. Weiterhin wird angeführt, dass eine Förderung nur mit einem hydraulischen Abgleich möglich wäre. Dieser Sachverhalt erschließt sich mir nicht aus der Förderrichtlinie (ich habe diese schon mehrfach durchgelesen). In der Richtlinie werden beiden Maßnahmen (Pumpentausch oder hydraulischer Abgleich) gleichberechtigt als mögliche Maßnahmen aufgeführt. Ich musste leider etwas ausholen, um den Sachverhalt zu beschreiben. Meine eigentliche Frage lautet: Muss bei einem Pumpenaustausch zwingend ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden um die Förderung zu bekommen?
Antwort von Schleiting Anlagenbau GmbH

Nein, der hydraulischen Abgleich ist nicht zwingend mit dem Pumpenstausch durchzuführen. Damit kann der Pumpentausch separat durchgeführt und gefördert werden. Darüber hinaus ist so ein Abgelich natürch sinnvoll.

Das von Ihnen genannte Problem tritt auf, wenn Sie bei der Beantragung der ID sowohl den Pumpentausch als auch den Abgleich auswählen, später aber nur den Pumpentausch in der Rechnung ausweisen. Wir sind halt in Deutschland. Aber die Erfahrung zeigt, dass ein klärender Anruf bei der BAFA den Sachverhalt wieder datentechnisch korrigiert.

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