Wärmepumpen Kosten: Ratgeber zur Berechnung

11. Oktober 2021
Wärmepumpen gelten als umweltfreundlich und sparsam im Verbrauch. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, der hört jedoch sehr viele unterschiedliche Meinungen zu den möglichen Kosten einer Wärmepumpe. Finden Sie hier einen Überblick zu den Anschaffungskosten sowie den Betriebs- und Stromkosten von Erdwärmepumpen, Luftwärmepumpen und Warmwasser-Wärmepumpen. Erfahren Sie außerdem, wie Sie selbst vor dem Kauf einer Wärmepumpe die Kosten berechnen können – und welche Ersparnis mithilfe von Wärmepumpen-Förderung möglich ist.
Dieser Artikel wurde von
Gina Doormann für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpePreise & Kosten

Inhalt

Tabelle: Wärmepumpen Kosten im Überblick

Erdwärme-pumpe

Luftwärme-pumpe

Brauchwasser-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Hybridheizung Gas-Luftwärmepumpe

Anschaffungskosten

ca. 10.000 bis 12.000 EUR

ca. 8.000 bis 15.000 EUR

ca. 2.000 bis 3.000 EUR

ca. 9.000 bis 12.000 EUR

ca. 10.000 bis 22.000 EUR

Installationskosten

ca. 2.000 bis 20.000 EUR

ca. 3.000 bis 6.000 EUR

ca. 350 EUR

ca. 15.000 bis 22.000 EUR

ca. 4.300 bis 13.000 EUR

Stromkosten (Haus 120 qm)

ca. 900 EUR/p. a.

ca. 1.200 EUR/p. a.

ca. 60 EUR/Person/Jahr

ca. 720 EUR/p. a.

ca. 1.200 EUR/p. a.

Wartungskosten

ca. 150 EUR/p. a.

ca. 200 EUR/p. a.

nicht vorgegeben

ca. 150 EUR/p. a. zzgl. Prüf- und Genehmigungsgebühren

ca. 300 EUR/p. a.

JAZ

4

3

3

5

3

förderfähig?

ja

ja

nein

ja

ja

Wärmepumpen: Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Wärmepumpe Compress 7400i AW am Backsteinhaus | Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

Wenn Sie die Investition in eine Wärmepumpe auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen möchten, ist es mit den Anschaffungskosten nicht getan. Auch die Betriebskosten müssen Sie bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen für eine neue Wärmepumpe unbedingt berücksichtigen. Denn was viele nicht bedenken: Zwar nutzen Wärmepumpen die regenerative Energie aus der Umwelt für Heizenergie – doch für diesen Prozess benötigen Wärmepumpen Strom. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, was es mit den verschiedenen Kostenpunkten auf sich hat.

Anschaffungskosten einer Wärmepumpe

Die Anschaffungskosten sind alle Kosten, die mit dem Kauf und der Lieferung der Wärmepumpe in Verbindung stehen. Die Höhe der Anschaffungskosten hängt dabei vom Typ der Wärmepumpe ab. Hierauf gehen wir im Folgenden noch genauer ein. Insgesamt schwanken die reinen Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe im Allgemeinen zwischen 8.000 und 15.000 Euro.

Die Preise für die Installation einer Wärmepumpe bewegen sich zwischen etwa 2.000 und 3.000 Euro. Interessant wird es bei den Preisen für die Erschließung: Je nach Art der jeweiligen Wärmepumpe müssen Sie als Erschließungskosten bis zu 10.000 Euro einkalkulieren.

  • Die gesamten Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe inklusive Erschließung und Einbau belaufen sich auf rund 10.000 bis 25.000 Euro.

Wärmepumpe: Betriebskosten und Stromkosten

In den Bereich der Betriebskosten fallen die Stromkosten zum Betrieb der Wärmepumpe, aber auch Wartungs- und Reparaturkosten. Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ist der größte Posten. Hier gilt: Stimmen Dämmung des Hauses, Art der verwendeten Heizkörper und der Gesamtwärmebedarf nicht, so kann es in punkto Stromkosten ein böses Erwachen geben. Denn in diesem Fall, wie es leider oft in einem Altbau mit Wärmepumpe vorzufinden ist, schnellen der Stromverbrauch und damit die laufenden Kosten schnell in ungeahnte Höhen.

Ein erfahrener Heizungsinstallateur sollte im Vorfeld berechnen, ob eine Wärmepumpe in Ihrem Fall die gegebenen Ersparnis-Versprechen auch einlösen kann. Für diese Feststellung wird er die folgenden drei Punkte berücksichtigen:

  • Gesamtwärmebedarf: Wie viel Energie braucht Ihr Haushalt im Jahr für Heizung und Warmwasser?
  • Jahresarbeitszahl (JAZ): Hier geht es um das Verhältnis, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe mithilfe einer Kilowattstunde elektrischer Energie erzeugen kann.
  • Strompreis: Je höher der Strompreis ist, desto schlechter ist das Gesamtkostenergebnis Ihrer Wärmepumpe. Spezielle Tarife für Wärmepumpenstrom, die bei einigen Stromanbietern möglich sind, können hier Abhilfe schaffen. Eine lukrative und zugleich klimafreundliche Variante ist zudem, die Wärmepumpe mit dem Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage zu betreiben.

Tipp: Entscheidendes Charakteristikum einer Wärmepumpe ist es, dass in aller Regel die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch und die Betriebskosten eher niedrig sind. Allerdings gibt es für die Anschaffungskosten von Wärmepumpen sehr hohe Förderungen während die Höhe der Betriebskosten von vielen Faktoren abhängt.

Das beste Beispiel ist die Frage, ob eine Wärmepumpe in einem gut gedämmten Neubau oder einem zugigen Altbau zum Einsatz kommt. Ein direkter Vergleich zwischen den Gesamtkosten einer Wärmepumpe mit einem fossilen Energieträger wie z. B. einer Gasheizung ist also nur sehr allgemein möglich.

Wärmepumpe Stromkosten: JAZ/COP

Die Stromkosten, welche eine Wärmepumpe verursacht, sind ein zentraler Aspekt beim Bewerten der Rentabilität einer Wärmepumpe. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Begriffe Jahresarbeitszahl (JAZ) und COP ("Coefficient of Performance") und ihre Bedeutung zu kennen. Dabei wichtig zu wissen: COP und JAZ sind nicht identisch.

COP ("Coefficient of Performance")

Der COP drückt das Verhältnis der Nutzwärme zur benötigten Strommenge aus – anhand fest definierter Normen. Lufttemperatur und Vorlauftemperaturen sind zu Normbedingungen festgelegt. Der COP wird explizit für eine bestimmte Wärmepumpe verwendet. Dabei sollte der COP-Wert wenigstens bei 3 liegen. Alles darunter ist unwirtschaftlich.

JAZ (Jahresarbeitszahl)

Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem zugeführten Strom und der erzeugten Heizungswärme über die Dauer eines Jahres. Damit ist die JAZ eine wichtige und relevante Kenngröße, um die Wirtschaftlichkeit Ihres Heizsystems mit Wärmepumpe darzustellen.

Lesen Sie mehr über die Effizienzfaktoren von Wärmepumpen

Wärmepumpen Kosten-Rechner: Jetzt die Kosten für Ihre Wärmepumpe berechnen

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Erdwärmepumpe Kosten

Haus mit Erdwärmepumpenheizung. | Bildquelle: © AdobeStock_costazzurra

Die Kosten einer Erdwärmepumpe bestehen aus drei Aspekten:

  • Anschaffungskosten
  • Erschließungskosten
  • Betriebskosten

Erdwärmepumpe Anschaffungskosten

Für den Kauf einer Erdwärmepumpe, oder auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt, müssen Sie mit Kosten von etwa 10.000 bis 12.000 Euro rechnen. Dabei unterscheiden sich die Kaufpreise anhand der jeweiligen Effizienz und Leistungsklasse. Die Wärmepumpen selbst sind bei vielen Herstellern ähnlich aufgebaut und unterscheiden sich häufig nur durch technische Zusatzfeatures. Mit intensiver Beratung durch einen Fachmann und gründlichem Vergleichen lassen sich an diesem Punkt einige Kosten sparen.

Erschließungskosten für eine Erdwärmepumpe: Bohrkosten

Es gibt für eine Erdwärmepumpe grundsätzlich zwei Erschließungsarten: die Erdsonde und die Erdkollektoren. Sie unterscheiden sich dabei nicht nur technisch, sondern auch preislich.

  • Erdsonde: Die Tiefenbohrung für eine Erdsonde geht etwa 100 Meter in die Tiefe. Sie kostet ca. 8.000 bis 10.000 Euro. Ist der Ertrag des Bodens ungenügend, gibt es mehrere Bohrungen. Das erhöht die Kosten entsprechend. Pro Meter Erdsondenbohrung können Sie in Bodenschichten bis 100 Meter Tiefe mit Kosten von 50 bis 100 Euro rechnen. Bei einer Erdwärmepumpe mit 2 x 100 Meter Bohrung muss dann mit Bohrkosten von mindestens 10.000 Euro gerechnet werden.

In süddeutschen Gesteinsböden ist von rund 100 Euro Kosten pro Bohrmeter auszugehen. Veranschlagen Sie hier also eher das Doppelte. In diesen Kosten sind dann aber die Bohrlochverfüllung mit Bentonit und die Hauseinführung schon einkalkuliert.

  • Erdwärmekollektor: Für das Verlegen eines Erdwärmekollektors ist anstelle von Tiefe Fläche notwendig. Die Kollektoren liegen nur rund1,2 bis 1,5 Meter unter der Erde. Rechnen Sie insgesamt mit etwa 2.000 bis 4.000 Euro. Das bedeutet: Pro Grabmeter fallen 25 bis 50 Euro an.

Installationskosten für eine Erdwärmeheizung

Die Montagekosten einer Erdwärmeheizung sind etwas höher als die Kosten, die man für die Installation einer Gas- oder Ölheizung einplanen muss. Dies liegt an der aufwändigeren Anbindung der Sole-Leitung, der Verkabelung der Elektrik der Wärmepumpe und der Anbindung an den Speicher und den Heizkreis. Bei der Erdsonde sind die Kosten für die Installation in der Regel bereits inbegriffen.

Für die Anschaffung und Installation einer Erdwärmepumpe müssen Sie daher insgesamt (mindestens) mit Kosten von rund 12.000 bis 22.000 Euro rechnen – je nach Erschließungsart und Bodenbeschaffenheit. Im Altbau liegen diese Kosten meist höher, da die Erdwärmepumpe an die entsprechenden Gegebenheiten angepasst werden muss. Gehen Sie außerdem beim Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau generell von höheren Kosten aus: bei Montage und Betrieb!

Stromkosten der Erdwärmepumpe

Eine Erdwärmepumpe ist besonders effizient und verursacht daher sehr geringe Stromkosten. Um die Kosten dieser Wärmepumpe zu berechnen, gilt die folgende Formel. (Eine JAZ von 4 ist typisch für Erdwärmepumpen.)

  • Jährlicher Heizbedarf in kWh/JAZ = Stromverbrauch p. a.
  • Stromverbrauch p. a.*Stromkosten in € pro kWh = jährliche Stromkosten in Euro

Rechenbeispiel Stromkosten Erdwärmepumpe:

  • 12.000 (12 kW)/4 = 3.000 kWh Stromverbrauch p. a.
  • 3.000 kWh*0,3 € pro kWh = 900 € Stromkosten p. a.

Mit einem Standard-Stromtarif fallen in einem etwa 120 qm großen Haus mit einer Erdwärmepumpe pro Jahr etwa 900 Euro an Stromkosten an. Mit einem speziellen Wärmepumpentarif kann dies weniger sein.

Erdwärmepumpe: Wartungs- und Betriebskosten

Eine Erdwärmeheizung ist nahezu wartungsfrei und bedarf in aller Regel auch keiner mit einer fossilen Heizung vergleichbaren Reparaturen. Lediglich in den ersten Betriebsjahren ist das Nachfüllen der Sole in den Sonden notwendig. Man geht im Jahr von ca. 150 Euro an Wartungs- und Betriebskosten aus.

Tabelle: Typische Kosten einer Erdwärmepumpe für ein Einfamilienhaus

POSITIONEN

KOSTEN

Bohrkosten

50 bis 100 € pro Bohrmeter

Sole/Wasser-Wärmepumpe Anschaffung

10.000 bis 12.0000 €

Montagekosten inkl. Material

Inkludiert in Installation

Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus)

rund 900 € pro Jahr

Wartungs- und Betriebskosten

ca. 150 € pro Jahr

Luftwärmepumpe Kosten

Eine Luftwärmepumpe ist flexibler als andere Wärmepumpen zu installieren und auch deutlich günstiger. Dafür erreicht eine Luftwärmepumpe aber nicht die hohe Effizienz einer Erdwärmepumpe. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Höhe der Betriebskosten der Luftwärmepumpe – und letztlich auf die mit der Investition in eine Wärmepumpe einhergehenden Gesamtkosten.

Luftwärmepumpe von Buderus in Split-Aufstellung. | Bildquelle: © Bosch Thermotechnik GmbH, Buderus Deutschland

Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe

Die Kosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sind davon abhängig, für welchen Luftwärmepumpen-Typ Sie sich entscheiden. Split-Geräte sind in der Regel günstiger als Monoblock-Wärmepumpen. Darüber hinaus unterscheiden sich Luftwärmepumpen in Luft-Wasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen. Bei ersteren ist das Wärmemedium Wasser, während es bei letzterer Luft ist.

  • Die Preise für eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus beginnen bei rund 8.000 Euro für eine Luft-Luft-Wärmepumpe und gehen hoch bis 15.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Luftwärmepumpe: Montagekosten

Die Installationskosten hängen davon ab, für welches Gerät Sie sich entscheiden. Bei einem Split-Gerät muss lediglich ein Mauerdurchbruch gestemmt werden. Bei einem Monoblock-Gerät muss hingegen ein Fundament gegossen und die Erdleitungen wärmegedämmt ins Haus geführt werden. Hinzu kommt eine ähnlich aufwändige elektrische Installation, sodass hier mit Installationskosten inklusive Montagematerial ab etwa 3.000 Euro bis rund 6.000 Euro zu rechnen ist.

Stromkosten der Luftwärmepumpe

Die Stromkosten einer Luftwärmepumpe lassen sich ähnlich berechnen wie bei einer Erdwärmepumpe. Als Faustformel können Sie daher auch wieder oben genannte Rechnung anwenden. Die typische JAZ einer Luftwärmepumpe liegt bei 3.

  • Jährlicher Heizbedarf in kWh/JAZ = Stromverbrauch p. a.
  • Stromverbrauch p. a.*Stromkosten in € pro kWh = jährliche Stromkosten in Euro

Rechenbeispiel Stromkosten Luftwärmepumpe:

  • 12.000 kWh (12 kW)/3 = 4.000 kWh Stromverbrauch p. a.
  • 4.000 kWh*0,3 € pro kWh = 1.200 € Stromkosten p. a.

Mit einem Standard-Stromtarif fallen in einem etwa 120 qm großen Haus mit einer Luftwärmepumpe jährlich etwa 1.200 Euro an Stromkosten an. Mit einem speziellen Wärmepumpentarif kann dies weniger sein. Die Stromkosten einer Luftwärmepumpe sind höher als die einer Erdwärmepumpe – der deutlich geringere Anschaffungspreis macht jedoch so einiges wett.

Luftwärmepumpe: Wartungs- und Betriebskosten

Die Wartungs- und Betriebskosten einer Luftwärmepumpe fallen tendenziell höher aus als die einer Erdwärmepumpe. Mit einzukalkulierender Kostenblock sind vor allem eine professionelle Reinigung des Luftwärmetauschers. Dies sollte in etwa alle 3 Jahre durchgeführt werden. Hierfür ist mit Kosten von etwa 200 Euro zu rechnen. Ansonsten ist auch eine Luftwärmepumpe nahezu wartungs- und reparaturfrei.

Tabelle: Typische Kosten einer Luftwärmepumpe für ein Einfamilienhaus

POSITIONEN

KOSTEN

Luft-Wasser-Wärmepumpe Anschaffung

8.000 bis 15.000 €

Montagekosten inkl. Material

Rund 2.000 bis 3.000 €

Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus)

rund 1.200 € pro Jahr

Wartungs- und Betriebskosten

200 € alle 3 Jahre

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Brauchwasser-Wärmepumpe Kosten

Brauchwasserwärmepumpen oder auch Warmwasser-Wärmepumpen dienen dazu, warmes Wasser für den Haushalt zu erzeugen: Duschen, Händewaschen, Spülen. Brauchwasser-Wärmepumpen gewinnen als eine Art günstige Einstiegsoption in den Bereich an Beliebtheit.

Als Energiequelle für die Brauchwasserwärmepumpe dient die warme Luft aus dem Gebäudeinnern. Diese Art von Wärmepumpe ist nicht geeignet zur Heizungsunterstützung.

Warmwasser-Wärmepumpe Compress 5000 | Bildquelle: © Bosch Thermotechnik GmbH

Anschaffungskosten einer Brauchwasserwärmepumpe

Der Anschaffungspreis für eine Warmwasser-Wärmepumpe liegt bei etwa 2.000 bis 3.000 Euro. Das ist im Vergleich mit anderen Arten von Wärmepumpen eine sehr geringe Summe. Die Brauchwasser-Wärmepumpe ist die günstigste unter den Wärmepumpen. Allerdings müssen Sie dabei bedenken, dass eine solche Wärmepumpe andererseits keinen Beitrag zur Heizungsunterstützung leistet – sodass es an dieser Stelle kein weiteres Einsparpotenzial gibt.

Brauchwasserwärmepumpe: geringe Montagekosten

Die Montagekosten sind für eine Warmwasser-Wärmepumpe mit etwa 350 Euro sehr gering. Denn sie wird einfach in einem geeigneten Innenraum aufgestellt – zum Beispiel dem Heizungsraum oder einem anderen Raum, in dem ohnehin viel Wärme vorhanden ist. Durch die unkomplizierte Innenaufstellung entfallen große und kostenintensive Aufwendungen für die Erschließung oder auch Bohrarbeiten, wie es bei anderen Wärmepumpen der Fall ist.

Warmwasser-Wärmepumpe: die Stromkosten

Die Stromkosten einer Brauchwasserwärmepumpe können Sie ebenfalls berechnen. Beachten Sie dabei aber, lediglich den Stromverbrauch für die Warmwassererzeugung zu berücksichtigen. Außerdem ist relevant, wie viel Warmwasser eine Person pro Tag im Durchschnitt verbraucht. Hier geht man von 40 Litern aus. Das sind durchschnittlich 14.600 Liter Warmwasser im Jahr. Bei einer gewünschten Warmwassertemperatur von 45 Grad Celsius sind dies 1,67 kWh pro Tag – also im Jahr etwa 610 kWh. Mit diesen Werten lassen sich wieder die Stromkosten für die Brauchwasserpumpe berechnen.

Hier für eine Person in einem Jahr und einer JAZ von 3:

  • 610 kWh/3 = 203,3 kWh Stromverbrauch p. a.
  • 203,3 kWh*0,3 € pro kWh = 61 € Stromkosten p. a.

Hier für vier Personen in einem Jahr und einer JAZ von 3:

  • (610 kWh*4 = 2.440 kWh)/3 = 813,3 kWh Stromverbrauch p. a.
  • 813,3 kWh*0,3 € pro kWh = 244 € Stromkosten p. a

Auch bei der Warmwasser-Wärmepumpe ist die Jahresarbeitszahl entscheidend – je höher, umso geringer die Stromkosten. Die JAZ der Brauchwasser-Wärmepumpe lässt sich erhöhen, wenn sie in einem warmen Raum wie dem Heizungskeller aufgestellt wird. Auch eine gezielte Abführung der erzeugten Kaltluft erhöht die Effizienz.

  • Tipp: Eine Warmwasser-Wärmepumpe lohnt sich, wenn die JAZ der Wärmepumpe höher ist als der Quotient aus Strompreis und Gas- oder Heizöl-Preis. Dieser Richtwert gilt übrigens für alle Wärmepumpen.

Also:

Strompreis/Gas- oder Heizölpreis < JAZ

Wartungs- und Betriebskosten der Brauchwasserwärmepumpe

Es gibt keine gesetzlichen Wartungsvorgaben. Lediglich, wenn Sie Garantieansprüche erhalten wollen, ist eine regelmäßige Wartung vorgeschrieben. Da es aber keine Verpflichtung zur Wartung der Brauchwasser-Wärmepumpe gibt, kann hier keine fixe Summe für die Wartung der Warmwasser-Wärmepumpe genannt werden.

Tabelle: Typische Kosten einer Brauchwasser-Wärmepumpe

POSITIONEN

KOSTEN

Brauchwasser-Wärmepumpe Anschaffung

2.000 bis 3.000 €

Montagekosten

rund 350 €

Stromkosten

rund 60 € pro 1 Person/Jahr

Wartungs- und Betriebskosten

sehr gering

Wasser-Wasser-Wärmepumpe Kosten

Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen handelt es sich um die effizientesten Wärmepumpen. Sie arbeiten mit der thermischen Energie aus dem Grundwasser und einem Zwei-Brunnen-System. Der Wirkungsgrad kann bei bis zu 500 Prozent liegen – das bedeutet, die Jahresarbeitszahl beträgt 5. Im Vergleich mit beispielsweise einer Luftwärmepumpe, deren JAZ bei etwa 3 liegt, ist das viel. Dafür sind bei einer Grundwasserwärmepumpe die Kosten für Anschaffung und Installation im Vergleich mit anderen Wärmepumpensystemen eher hoch.

Die Grundwasser-Wärmepumpe arbeitet mit einem Zwei-Brunnen-Prinzip. | Bildquelle: © AdobeStock_Dirk Schumann

Anschaffungskosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Kosten für die Anschaffung einer Grundwasserwärmepumpe betragen rund 9.000 bis 12.000 Euro. Diese Summe allein macht die Wasser-Wasser-Wärmepumpe noch nicht zu einer teuren Anschaffung. Zumal die hohe Effizienz auch höhere Anschaffungskosten leicht wieder wettmacht.

Erschließungs- und Installationskosten einer Grundwasserwärmepumpe

Die Installationskosten der Wasser-Wasser-Wärmepumpe betragen ungefähr 2.000 bis 3.000 Euro. Hinzu kommen Ausgaben für die Erschließung von Saug- und Sickerbrunnen. Hierzu gehören Bohrungen und der Brunnenbau selbst. Die Kosten hierfür hängen in einem hohen Maß von der Bodenbeschaffenheit ab und bewegen sich zwischen etwa 4.000 und 7.000 Euro. Alles in allem beläuft sich der Kostenpunkt der Erschließung und Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe auf etwa 15.000 bis 22.000 Euro.

Tipp: Mit einer staatlichen Förderung können Sie bis zu 45 Prozent der Anschaffungs- und Erschließungskosten für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe sparen. Dasselbe gilt für (fast) alle anderen Wärmepumpen ebenfalls.

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Stromkosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Die Stromkosten sind dank der hohen Jahresarbeitszahl einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe die geringsten unter den Wärmepumpen. Denn die typische JAZ einer Grundwasserwärmepumpe liegt bei etwa 5.

  • Jährlicher Heizbedarf in kWh/JAZ = Stromverbrauch p. a.
  • Stromverbrauch p. a.*Stromkosten in € pro kWh = jährliche Stromkosten in Euro

Rechenbeispiel Stromkosten Wasser-Wasser-Wärmepumpe:

  • 12.000 kWh (12 kW)/5 = 2.400 kWh Stromverbrauch p. a.
  • 2.400 kWh*0,3 € pro kWh = 720 € Stromkosten p. a.

Mit einem Standard-Stromtarif fallen in einem etwa 120 qm großen Einfamilienhaus mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe etwa 720 Euro an jährlichen Stromkosten an. Mit einem speziellen Wärmepumpentarif lässt sich diese Summe sogar noch reduzieren. Die Grundwasserwärmepumpe wiegt den höheren Anschaffungspreis durch hohe Effizienz auf.

Wartungs- und Betriebskosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Im Vergleich mit anderen Wärmepumpensystemen sind laufende Überprüfungen einer Grundwasserwärmepumpe aufwändiger und teurer. Es gilt zum Beispiel, die Grundwasserqualität sowie dessen Menge zu analysieren und zu überprüfen. Zudem müssen entsprechende Genehmigungen bei der Unteren Wasserbehörde eingeholt werden. Für all diese Schritte fallen Kosten in unterschiedlicher Höhe an. Die Wartung selbst hingegen verursacht bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ähnliche Kosten wie andere Wärmepumpensysteme.

Tabelle: Typische Kosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus

POSITIONEN

KOSTEN

Wasser-Wasser-Wärmepumpe Anschaffung

rund 9.000 bis 12.000 €

Montagekosten inkl. Material

rund 15.000 bis 22.000 €

Stromkosten

rund 720 € pro Jahr

Wartungs- und Betriebskosten

ca. 150 € pro Jahr

Hybridheizung Gas/Wärmepumpe: die Kosten

Ein bivalentes Heizungssystem nutzt zwei verschiedene Energiequellen. Typischerweise handelt es sich dabei um einen Mix aus einer fossilen und einer regenerativen Energiequelle. Ein solches System macht sich bezahlt, da es zum einen förderfähig ist und zum anderen dauerhaft günstige und umweltfreundliche thermische Energie nutzt.

Ist eine solche Hybrid-Wärmepumpe gut dimensioniert und abgestimmt, kann sie dauerhaft die Heizkosten senken. Im Gegenteil zu reinen Luftwärmepumpen eignet sich eine Hybridheizung aus Luftwärmepumpe und Gasbrennwert auch für schlecht gedämmte Altbauten, wo eine höhere Vorlauftemperatur notwendig ist.

Anschaffungskosten einer Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe

Die Kosten für den Kauf einer Hybrid-Wärmepumpe aus Gasheizung und Wärmepumpe belaufen sich auf etwa 10.000 bis 22.000 Euro. Die Kombination aus Gasheizung und Luftwärmepumpe ist dabei die günstigste Variante.

Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Montagekosten

Die Installationskosten für eine Gasheizung variieren stark. Haben Sie bereits eine Gasbrennwertheizung, die lediglich für den bivalenten Betrieb mit einer Luft-Wärmepumpe umgerüstet werden muss, sind die Kosten geringer. Für die Installation einer neuen Gasbrennwertheizung fallen Kosten von ca. 1.300 bis 7.000 Euro an.

Für die Montage der Luftwärmepumpe kommen ca. 3.000 bis 6.000 Euro hinzu. Rechnen Sie also für die Installation einer kompletten Gas-Hybridheizung mit Luftwärmepumpe etwa 4.300 bis 13.000 Euro ein.

  • Tipp: Mit einer staatlichen Förderung können Sie bis zu 30 Prozent der Anschaffungs- und Erschließungskosten für eine Gas-Hybridheizung sparen. Wenn Sie im Zuge der Heizungsmodernisierung auch eine Ölheizung austauschen, erhöht die Förderung sich auf 40 Prozent.

Laufende Kosten einer Gasheizung mit Wärmepumpe

Die laufenden Kosten für eine Gasbrennwertheizung setzen sich zusammen aus dem (schwankenden) Gaspreis, dem individuellen Gasverbrauch, dem CO2-Preis und den Wartungskosten. Hinzu kommen die Kosten für den Stromverbrauch der Luftwärmepumpe. In einem 120 qm großen Haus fallen hierfür im Jahr etwa 1.200 Euro an.

Als Hybridsystem gibt es jedoch Einspareffekte: Das Hybridsystem wird smart gesteuert, sodass immer der aktuell günstigste Energieträger verwendet wird. Wann immer die Wärmepumpe zum Einsatz kommt, spart man beim Gas doppelt ein. Denn sowohl Gaskosten als auch CO2-Abgabe werden reduziert.

Gashybridheizung mit Wärmepumpe: Wartungs- und Betriebskosten

Im Vergleich mit monovalenten Wärmepumpensystemen handelt es sich bei der Hybridheizung im Grunde genommen um zwei Systeme. Zwar sind sie gekoppelt, aber dennoch benötigt sowohl die Gasheizung als auch die Luft-Wärmepumpe ihre eigenen Wartungen. Zudem fallen Kosten für die Energiequellen Gas und Strom an. Für das Hybridsystem fallen insgesamt etwa 300 Euro im Jahr für Wartungen an. Dem gegenüber stehen die Einsparungen beim Gasverbrauch und auch die Förderfähigkeit.

Tabelle: Typische Kosten einer Gasheizung mit Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus

POSITIONEN

KOSTEN

Gashybridheizung mit Luftwärmepumpe Anschaffung

rund 10.000 bis 22.000 €

Montagekosten inkl. Material

rund 5.600 bis 20.000 €

Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus)

rund 1.200 € pro Jahr

Wartungs- und Betriebskosten

ca. 300 € pro Jahr

Wärmepumpenheizung und Photovoltaik: Kosten

Visualisierung eines Einfamilienhauses mit Photovoltaik und Luftwärmepumpe. | Bildquelle: © AdobeStock_4th Life Photography

Vor allem unter Kostengesichtspunkten, aber auch im Hinblick auf den Klimaschutz ist die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik sinnvoll. Hier gibt es drei Aspekte:

  • Das Einspeisen des Solarstroms lohnt sich kaum noch, sodass es sich mehr lohnt, ihn selbst zu verbrauchen.
  • Für den Betrieb der Wärmepumpe muss kein Strom gekauft werden – der Solarstrom steht kostenfrei zur Verfügung.
  • Mithilfe des Stroms machen Sie sich und damit den Betrieb Ihrer Wärmepumpe unabhängig vom Strompreis.

Anschaffungskosten für eine Luftwärmepumpe mit Photovoltaik

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: ca. 8.000 bis 12.000 Euro
  • Photovoltaik-Anlage: ca. 8.000 bis 11.000 Euro
  • Stromspeicher: ca. 5.000 bis 8.000 Euro

Gehen Sie für die Wärmepumpe mit Photovoltaik von Gesamtkosten zwischen etwa 21.000 und 31.000 Euro aus. Allerdings lässt diese stattliche Summe sich durch großzügige staatliche Förderungen stark senken. Je nach Situation kann die Wärmepumpe mit bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten gesenkt werden.

Erfahren Sie mehr zum Thema in unserem Ratgeber "Wärmepumpe mit Photovoltaik".

Wärmepumpen: Kosten senken durch Förderung

Mithilfe staatlicher Förderungen wie Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen können Sie den Kaufpreis einer Wärmepumpe deutlich reduzieren. Damit steigt im Ganzen die Rentabilität Ihrer Wärmepumpe. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird der Einbau von Wärmepumpen – sowohl im Bestandsgebäude als auch im Neubau – gefördert.

Soll Ihr Haus im Ganzen – auch mithilfe der Wärmepumpe und damit Erneuerbarer Energien – einen bestimmten Effizienzhaus-Standard erreichen, so erfolgt die Förderung im Rahmen der BEG WG (Wohngebäude). Geht es allein um den Heizungstausch, so wird als BEG EG (Einzelmaßnahme) gefördert.

Es gelten die folgenden Förderkonditionen für Wärmepumpen als Einzelmaßnahme (BEG EM):

  • Heizungstausch: Wärmepumpen werden mit 35 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst.
  • Heizungstausch mit Ersatz einer Ölheizung: Wärmepumpen werden mit 45 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst.
  • Einbau einer neuen Wärmepumpe: Die Anschaffungskosten der Wärmepumpe werden mit 30 Prozent bezuschusst.

Sofern die Heizungssanierung mit einer Wärmepumpe Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFp) ist, erhöht sich der Fördersatz um nochmals fünf Prozentpunkte. Im Fall des Austausches der Ölheizung werden die Kosten für eine Wärmepumpe also mit bis zu 50 Prozent bezuschusst.

Erfahren Sie mehr zum Thema in unserem Ratgebertext zur Wärmepumpen Förderung.

Individuelle Kosten für Wärmepumpen vom Fachbetrieb berechnen lassen

Jede Konstellation aus Gebäude, Heizung und Wärmepumpe ist einzigartig. Um Ihre Wärmepumpe möglichst effizient zu nutzen, ist eine individuelle Beratung und Planung durch einen Heizungsmonteur aus Ihrer Nähe unerlässlich.

Für eine genaue Kostenkalkulation wenden Sie sich daher an Ihren Fachbetrieb vor Ort. Unser Branchenverzeichnis listet für jede Region in Deutschland geprüfte Fachbetriebe für Wärmepumpen. Über die Postleitzahlensuche am Anfang oder Ende der Seite gelangen Sie dorthin.

Genaue Informationen zu den Kosten der einzelnen Wärmepumpen haben wir Ihnen in den Themenbereichen zu Sole-Wasser, Wasser-Wasser und Luft-Wasser-Wärmepumpen zusammengestellt. Für ein unverbindliches Angebot können Sie auch einfach einen geeigneten Fachbetrieb finden.

FAQ

Was kostet eine Luftwärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Eine Luftwärmepumpe kostet ungefähr 8.000 bis 15.000 Euro.

Ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich?

Grundsätzlich ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich, wenn Sie eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3 aufweist.

Welche Nachteile hat eine Wärmepumpe?

Im Vergleich mit herkömmlichen Heizungen mit Gas oder Öl sind die Anschaffungskosten mit rund 10.000 bis 25.000 Euro recht hoch.

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Weiterlesen zum Thema "Sole-Wasser"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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