Auslegung einer Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist ein modernes System. Um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, ist eine ausführliche Planung (Auslegung) der Anlage wichtig. Grundlage jeder Berechnung ist es, den Wärmebedarf und die Heizleistung des Gebäudes genau zu kennen. Im folgenden gehen wir Schritt für Schritt die weiteren Überlegungen durch.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpeUmsetzungAuslegung

Wärmebedarf des Haushalts und Heizleistung des Gebäudes ermitteln

Zuerst stellen Sie bei der Auslegung einer Wärmepumpe fest, wie hoch der jährliche Wärmebedarf ist, damit Sie kein zu großes oder zu kleines System anschaffen. Ermittelt wird der Wärmebedarf nach der europaweit gültigen Richtlinie EN 12831. Die Werte werden in Watt pro Quadratmeter angegeben.

Die Heizleistung finden Sie im Energiepass des Gebäudes, angegeben in Kilowattstunden (kWh). Häuser neueren Datums haben in der Regel eine bessere Heizleistung als Altbauten aus der Vor- und Nachkriegszeit. Das bedeutet, dass Sie für die gleiche Quadarmeterzahl mehr Energie benötigen um den Raum auf die gleiche Temperatur zu erwärmen.

Bei älteren Gebäuden bis Baujahr 1980, die noch keinen Ernergiepass haben, hilft für die Auslegung das Berechnungsverfahren der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) weiter.

Wärmequelle und passende Heizkörper wählen

Sobald Sie Ihren Wärmebedarf kennen, steht in der Aulegung die Wahl der Wärmepumpe an. Als Wärmequellen kommen Erdwärme, Wasser oder Luft in Frage. Welche Anlage für Sie geeignet ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel den Rahmenbedingungen vor Ort. Denken Sie bei der Auslegung auch an zusätzliche Energie für die Warmwasserbereitung. Dies kann besonderen Einfluss auf die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und deren Wirtschaftlichkeit haben. Eine erste Entscheidungshilfe zwischen den verschiedenen Systemen gibt unser Bericht zum Vergleich von Wärmepumpen.

Spezielle Heizkörper für Wärmepumpen

Ein weiterer Faktor, den Sie im Rahmen der Auslegung einer Wärmepumpe bedenken sollten, sind die richtigen Heizkörper. Wärmepumpen arbeiten um so besser, je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizfläche ist. Besonders Flächenheizungen wie Fußboden- oder Deckenheizungen sind gut geeignet. Für einen Neubau ist eine Heizflächentemperatur bis 35°C empfehlenswert. In einem Altbau sollten maximal 55°C angesetzt werden.

Projektplanungsbogen erleichtert die Auslegung

Weitere Hilfe bei der Auslegung einer Wärmepumpe bietet der Projektplanungsbogen des Bundesverbandes Wärmepumpe, den Sie hier erhalten. Dieser stellt die wichtigsten Punkte bei der Auslegung einer Wärmepumpe noch einmal übersichtlich dar. Für eine genaue Kalkulation sollten Sie immer auch einen Fachbetrieb zu Rate ziehen.

Auf Heizungsfinder.de haben wir noch weitere Informationen zu Wärmepumpen in Alt- und Neubauten und zur Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen für Sie zusammengestellt.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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