Heizkörper für Wärmepumpen - Fußbodenheizungen sind ideal

22. April 2021
Die Wohnfläche mit Erdwärme zu beheizen ist modern, kostengünstig und umweltfreundlich. Doch nicht jeder Heizkörper ist für den Betrieb mit einer Wärmepumpen geeignet. Bei Modernisierungen sollte dies frühzeitig mit bedacht werden. Für eine Fußbodenheizung sind zum Beispiel größere Umbauarbeiten notwendig. Mit welchen Heizkörpern eine Wärmepumpe besonders effizient arbeitet und was Sie bei einer Modernisierung beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Wärmepumpe und Fußbodenheizung: die ideale Kombination

Am effizientesten sind Wärmepumpen, die ihre Wärme über einen großflächigen Verteiler abgeben. Dies ist beispielsweise bei Fußbodenheizungen, Wand- oder Deckenheizungen der Fall.

Flächenheizungen bieten den Vorteil, dass sie mit einer geringen Vorlauftemperatur von etwa 35° Celsius auskommen. So wird die Arbeit der Wärmepumpe durch die geringe Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizfläche besonders wirtschaftlich.

Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe kann im Betrieb mit einer Fußbodenheizung bis zu einem Spitzenwert von 5 liegen.

Konventionelle Heizkörper und Wärmepumpen

Eine weitere Möglichkeit sind Wandheizkörper. In der Regel erreichen Wärmepumpen im Betrieb mit klassischen Heizkörpern jedoch eine geringere Jahresarbeitszahl als mit einer Flächenheizung. Wenn sie über ein modernes System verfügen, kann der Einsatz einer Wärmepumpe häufig ohne den Austausch der Heizkörper zu einer Senkung der jährlichen Betriebskosten beitragen. Die Jahresarbeitszahl beim Betrieb mit Wandheizungen liegt bei etwa JAZ = 3.

Die maximale Vorlauftemperatur von Erdwärmepumpen ist begrenzt. Sie liegt bei etwa 60° Celsius. Wenn sie Radiator-Heizungen in einem schlecht gedämmten Gebäude einsetzen, wird diese Temperatur in der Regel nicht ausreichen, um ihre Räume das ganze Jahr über zu beheizen.

Im Fall einer Modernisierung

Die Energie-Einsparverordnung (EnEV) sieht vor, dass die energetische Qualität von bestehenden Gebäuden auf neuestes Niveau gebracht werden soll. Wenn sie für ihr Gebäude eine Modernisierung der Heizungsanlage planen, sollten sie auch eine Modernisierung der Heizkörper einplanen. Bei vielen bestehenden Gebäuden ist dies notwendig, um der Energie-Einsparverordnung nachkommen zu können.

Neue Heizungen müssen den Regeln der EU-Heizkesselrichtlinie entsprechend installiert werden. Die Heizungsanlage muss demnach über eine außentemperaturgeführte und zeitgesteuerte Regelung verfügen. Außerdem müssen sie ihre Heizkörper mit einer selbsttätigen Temperaturregelung wie beispielsweise Thermostatventile ausstatten.

Lassen Sie Ihre Heizkörper vor einer Investition in jedem Fall von einem Fachbetrieb begutachten. Dieser kann entscheiden, ob die Heizkörper geeignet sind, ausgetauscht werden müssen oder ob eine Fußbodenheizung installiert werden kann.

Weiterlesen zum Thema können Sie in unserem Bericht zu monovalenten und bivalenten Wärmepumpen.

Weiterlesen zum Thema "mit Solarthermie"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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