Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe

Wärmepumpen gewinnen Wärme aus dem Erdreich oder der Luft. Ohne den Einsatz eines Kompressors kann diese Energie jedoch nicht genutzt werden. Da dieser Strom benötigt, spielt für die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe das Verhältnis von gewonnener Wärme und zugeführter elektrischer Energie eine entscheidende Rolle. Dieses Verhältnis beschreibt die Jahresarbeitszahl, oder auch Leistungszahl. In welchen Bereich Wärmepumpen wirtschaftlich arbeiten und wie Sie die Leistungszahl ganz leicht berechnen können lesen Sie hier.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Jahresarbeitszahl gibt die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe an

Die Jahresarbeitszahl stellt wohl die wichtigste Leistungszahl einer Wärmepumpe dar. Sie gibt Auskunft über die Energieeffizienz der Anlage, indem sie das Verhältnis von gelieferter Wärme und elektrischen Energiebedarf beschreibt. Die errechnete Leistungszahl gilt als Maßstab für die Wirtschaftlichkeit und damit Qualität der Wärmepumpe. Sie liegt in einem Bereich zwischen 2,5 und 4. Das heißt, aus einem Teil Strom werden zwischen 2,5 und 4 Teilen Energie gewonnen.

Die Jahresarbeitszahl ist abhängig von der Temperatur der Wärmequelle und des Wärmeverbrauchers. Als Faustregel für die Leistungszahl gilt: Je höher die Temperatur der Wärmequelle und je niedriger die Temperatur des Wärmeverbrauchers, desto höher ist die Jahresarbeitszahl.

Darstellung: Hans Dürig AG

So berechnen Sie die Jahresarbeitszahl

Jahresarbeitszahl (JAZ) = Q ab / Q zu = abgegebene Wärme / zugeführte elektrische Energie

Als Einheit für beide Größen werden zumeist Kilowattstunden verwendet, wodurch das Ergebnis, also die Jahresarbeitszahl, ohne Einheit bleibt. Eine Möglichkeit die Jahresarbeitszahl online zu berechnen, finden sie hier.

Als sinnvolle Untergrenze kann eine Jahresarbeitszahl mit einem Wert von 2,5 bis 3 angenommen werden. Die meisten aktuellen Wärmepumpen erzielen im Betrieb mit einer Erdwärmesonde und Niedertemperaturheizung eine Jahresarbeitszahl von 4. Das bedeutet, sie liefern viermal so viel Wärmeenergie wie elektrische Energie zu deren Gewinnung benötigt wird. Viele Energieversorger bieten hier spezielle Wärmepumpen-Stromtarife an. Informationen dazu finden Sie in unserem Preisvergleich für Wärmepumpenstrom.

Was bei der Berechnung der Leistungszahl beachtet werden muss

Bei der Berechnung der Jahresarbeitszahl nach dieser Formel werden keine Nebenverbräuche, wie beispielsweise Verteilenergie oder Umwälzpumpen, berücksichtigt. Auch die Verluste von Speichern sind in der Berechnung der Leistungszahl nicht enthalten.

Um die Leistungszahl des Gesamtsystems zu berechnen, müssen alle Bestandteile der Anlage in die Berechnung mit einfließen. Nur so lässt sich feststellen, ob die Anschaffung einer Wärmepumpe zur Versorgung mit Heizenergie lohnt. Wenn Sie einen Fachmann beauftragen, wird er dies berücksichtigen und die Leistungszahl Ihrer Anlage mit Wärmepumpe entsprechend berechnen.

Weiterführende Information zum Thema Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen finden Sie in der Rubrik Wärmepumpenstrom.

Weiterlesen zum Thema "COP-Wert"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Jahresarbeitszahl

Frage zur Messung der PV-Erträge

Ich habe eine Frage zur Messung der PV-Erträge bzw. zur genauen Messung der einzelnen Strommengen. (Einspeisung, Netzbezug und Eigenverbrauch) Die Anlage ist z.Zt. noch in der Planung, wird aber voraussichtlich Anfang Oktober in die Tat umgesetzt. Die Anlage wird eine Leistung von 9,6 kwp haben und einen e3dc Speicher mit netto 8,5 kwh betrieben werden. Ich gehe davon aus, dass ein Zweirichtungszähler zur Erfassung der eingespeisten und vom VNB bezogenen Strommenge montiert wird. Meine Frage zielt dahin, wie ich die eigenverbrauchte Strommenge erfassen kann. Mit einem weiteren (geeichten ?) Zähler ? Des Weiteren wird mit der PV Anlage und dem Speicher , außer einem "normalen" Haushalt, auch noch eine Wärmepumpe betrieben. Die jährlichen Strommengen werden sich bei ca. 11600 kwh/a bewegen, 4500 kwh/a für den Haushalt und ca. 7100 kwh/a für die Wärmepumpe Sowohl für den Haushalt als auch für die Wärmepumpe möchte ich den Verbrauch, möglichst über je einen einzelnen Zähler, ermitteln. Besonders die Messung der Gesamtmenge des Wärmepumpenstroms ,sowohl aus der PV - Anlage als auch die Menge die aus dem Netz bezogen wurde, ist für mich zur Ermittlung Jahresarbeitszahl der WP wichtig . Wenn irgendwie möglich sollten alle Strommengen über Zähler erfasst werden ! Gibt es eine Lösung zu meiner Frage ? (Vielleicht sogar eine Art von Schaltplan ?) Für Ihre Mühe schon einmal vielen Dank im Voraus
Antwort von W.D. Düllmann GmbH & Co. KG - Gesellschaft für Hoch- und Niederspannungsanlagen

Die gesamte Erzeugung ergibt sich aus der Anlagensteuerung bzw. Überwachung, bei SMA dem HomeManager 2.0.
Die Wärmepumpe kann nicht über einen separaten WP-Zähler betrieben werden. Soll sie mit PV versorgt werden, gibt es deshalb keinen WP-Tarif.
Unterzähler sind natürlich immer möglich! D.h. Zähler in Reihe ja, parallel nicht!
Die Eigenverbrauchsquote ergibt sich aus der Differenz zwischen Gesamtertrag (HomeManager) und Einspeiseleistung auf dem Zweirichtungszähler des Stromversorgers.

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