Wärmepumpe Kosten: Das Wichtigste auf einen Blick
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Durchschnittliche Wärmepumpe-Kosten: Die Gesamtkosten für Kauf und Installation einer Wärmepumpe liegen bei durchschnittlich 36.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. (Verbraucherzentrale)
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4 Elemente des Wärmepumpen-Preises: Die Gesamtkosten bestehen aus Anschaffung, Installation, Erschließung und später Betriebskosten.
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Mehr Leistung ist teurer: Je leistungsfähiger eine Wärmepumpe ist, desto höher ist ihr Kaufpreis.
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Schlechte Dämmung braucht mehr Leistung: Je schlechter das Haus gedämmt ist, desto mehr Leistung muss die Wärmepumpe bringen.
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Förderung senkt den Preis: Erhalte 30 bis 70 Prozent der Wärmepumpen-Kosten vom Staat zurück.
Unser Tipp: Um einen konkreten Preis für deine Wärmepumpe zu erfahren, lass dich von einem Heizungsfachbetrieb beraten. Denn vor allem Bestandsgebäude sind sehr individuell und erst eine professionelle Heizlastberechnung gibt dir zuverlässig Auskunft über eine mögliche Wärmepumpe – und deren Kosten.
| Was kostet eine Wärmepumpe? | Erdwärmepumpe | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Luft-Luft-Wärmepumpen |
| Anschaffungskosten | ca. 12.000 bis 20.000 € | ca. 12.000 bis 20.000 € | ca. 8.000 bis 10.000 € |
| Installations- und Erschließungskosten | ca. 8.000 bis 23.000 € | ca. 3.000 bis 7.500 € | ca. 3.000 bis 6.000 € |
| Stromkosten (Haus 120 qm) | ca. 1.050 €/p. a. | ca. 1.400 €/p. a. | ca. 1.400 €/p. a. |
| Wartungskosten | ca. 150 €/p. a. | ca. 200 €/p. a. | ca. 150 €/p. a. |
| JAZ | 4 | 3 | 3 |
| Förderung? | ja | ja | ja |
| Was kostet eine Wärmepumpe? | Brauchwasser-Wärmepumpe | Wasser-Wasser-Wärmepumpe | Hybridheizung: Gasheizung-Luftwärmepumpe |
| Anschaffungskosten | ca. 2.000 bis 3.000 € | ca. 10.000 bis 22.000 € | ca. 10.000 bis 22.000 € |
| Installations- und Erschließungskosten | ca. 1.500 € | ca. 10.000 bis 22.000 € | ca. 4.300 bis 13.000 € |
| Stromkosten (Haus 120 qm) | ca. 285 EUR/4 Personen/Jahr | ca. 680 €/p. a. | individuell |
| Wartungskosten | nicht vorgegeben | ca. 150 €/p. a. zzgl. Prüf- und Genehmigungsgebühren | ca. 300 €/p. a. |
| JAZ | 3 | 5 | 3 |
| Förderung? | BEG EM: nein; Mitförderung in der BEG WG möglich | ja | nur die Wärmepumpe |
Quellen: ADAC, Verbraucherzentrale, eigene Berechnungen
Inhalt:
Jedem Haus seine Wärmepumpe: Was sie kostet, hängt vom Gebäude ab. Dein Überblick.
Was deine Wärmepumpe kostet, hängt ab von:
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Größe, Alter und Dämmung des Hauses: Je älter ein Haus, desto schlechter ist oft sein energetischer Zustand. Und der gibt vor, wie hoch die Heizleistung einer Wärmepumpe sein muss. Mit der kW-Anzahl steigt der Preis der Wärmepumpe.
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Art der Wärmepumpe (Luft, Erde, Wasser): Die Luftwärmepumpe ist die gängigste, günstigste und unkomplizierteste. Dafür ist sie weniger effizient als die anderen. Die Erdwärmepumpe ist effizienter, aber teurer als die Luftwärmepumpe. Die Grundwasserwärmepumpe ist in der Anschaffung die teuerste.
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Aufwand für Installation und Erschließung: Luftwärmepumpen lassen sich einfach und schnell installieren. Das aufwändigste ist das Fundament. Für Erdwärmepumpen müssen Installateure graben und bohren. Die Grundwasserwärmepumpe erfordert den größten Aufwand. Denn es müssen zwei Brunnen gebohrt werden. Das ist genehmigungspflichtig, aufwändig und teuer. Dafür ist die Effizienz aber sehr hoch.
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Fördermöglichkeiten: Die BEG-Förderung reicht von 30 bis 70 Prozent der Investitionssumme. Je nachdem, ob du 30, 50 oder 70 Prozent erhältst, sind die Anschaffungskosten für die Wärmepumpe höher oder niedriger.
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Strompreis und Effizienz (PV-Anlage vorhanden?): Ein Wärmepumpen-Stromtarif reduziert die Heizkosten dauerhaft. Aber mit einer PV-Anlage und dem eigenen Solarstrom sparst du beim Heizen erst richtig. Denn die Solaranlage stellt einen großen Teil des Stroms, den die Wärmepumpe benötigt, zur Verfügung.
➔ Wenn du wissen möchtest, was eine Wärmepumpe kostet, ist es mit den Anschaffungskosten nicht getan. Berücksichtige auch die Betriebskosten. Denn Wärmepumpen nutzen zwar Umweltenergie als Heizenergie – doch dafür benötigen sie Strom. Beachte auch, dass eine Wärmepumpe-Versicherung sehr sinnvoll ist. Denn sollte einmal etwas schiefgehen, erhältst du Ersatz für dein Geld. Wir zeigen dir, was es mit diesen Kostenpunkten auf sich hat.
Anschaffung einer Wärmepumpe: die Kosten
Was kostet eine Wärmepumpe? Anschaffungskosten sind alle Ausgaben, die mit dem Kauf und der Lieferung in Verbindung stehen. Was eine Wärmepumpe kostet, hängt davon ab, woher sie ihre Wärme bezieht.
- Du zahlst mindestens zwischen 8.000 und 20.000 Euro allein für das Heizgerät. Die Kosten variieren zwischen Luft, Erde oder Wasser als Wärmequelle.
- Die Preise für die Installation einer Wärmepumpe bewegen sich mindestens zwischen 2.000 und 3.000 Euro.
- Hinzu kommen Kosten für die Erschließung: Je nach Modell musst du Erschließungskosten bis zu mindestens 10.000 Euro einkalkulieren.
➔ Der gesamte Anschaffungspreis einer Wärmepumpe inklusive Erschließung und Einbau beläuft sich auf rund 15.000 bis 40.000 Euro – oder mehr.
➔ Tipp: Je schlechter der energetische Standard deines Hauses ist, desto teurer ist die Wärmepumpe. Denn sie muss mehr Leistung erbringen, das macht sie teurer.
Betriebskosten und Stromkosten deiner Wärmepumpe
➔ Zu den laufenden Kosten zählen die Stromkosten, aber auch Wartungs- und Reparaturkosten.
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ist der größte Posten im laufenden Betrieb. Hier gilt: Dämmung des Hauses, Art der verwendeten Heizkörper und der Gesamtwärmebedarf sowie Leistungsfähigkeit und Auslegung müssen stimmen. Andernfalls kann es in puncto Stromkosten unangenehm werden. Denn in diesem Fall, der bei unzureichender Analyse und Planung in einem Altbau mit Wärmepumpe vorkommen kann, schnellen der Stromverbrauch und damit die laufenden Heizkosten in die Höhe.
➔ Ein erfahrener Heizungsinstallateur sollte im Vorfeld berechnen, ob die Heizung die gegebenen Ersparnis-Versprechen auch einlösen kann. Um das herauszufinden, wird er die folgenden Punkte berücksichtigen:
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Gesamtwärmebedarf: Wie viel Energie braucht dein Haushalt im Jahr für Heizung und Warmwasser?
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Heizlast: Wie viel Energie ist notwendig, um das Haus am kältesten Tag des Jahres auf 20 Grad zu heizen?
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SCOP: Der “Seasonal Coefficient of Performance” beschreibt, wie effizient eine Wärmepumpe unter jahreszeitlichen Einflüssen arbeitet.
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Jahresarbeitszahl (JAZ): Hier geht es um das Verhältnis, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe mithilfe einer Kilowattstunde elektrischer Energie erzeugen kann.
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Strompreis: Je höher der Strompreis ist, desto schlechter ist das Gesamtkostenergebnis. Abhilfe kann hier Wärmepumpenstrom, aber auch ein dynamischer Stromtarif schaffen.
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Mit einem Stromtarifvergleich* findest du den günstigsten Anbieter in deiner Nähe und können so nochmal die laufenden Kosten senken.
- Am günstigsten heizt du, wenn du die Wärmepumpe mit Photovoltaik, also mit Strom aus der eigenen PV-Anlage betreibst.
➔ Tipp: Bei Wärmepumpen gilt, dass in aller Regel die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch und die laufenden Kosten eher niedrig sind. Senkst du die Anschaffungskosten mit einer Wärmepumpe Förderung, verringern sich die Anschaffungskosten um 30 bis 70 Prozent. Beantrage einfach online den Zuschuss Nr. 458 bei der KfW.
Wie hoch hingegen die Betriebskosten sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Das beste Beispiel ist die Frage, ob eine Wärmepumpe in einem gut gedämmten Neubau oder einem vergleichsweise “zugigen” Bestandsbau zum Einsatz kommt. Gut gedämmt = günstig, schlecht gedämmt = höhere Heizkosten.
➔ Spartipp: Alle Wärmepumpen, die seit Januar 2024 in Betrieb sind, müssen laut §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) steuerbar sein. Dafür gibt es dann Rabatt auf die Netzentgelte. Wähle hierfür aus einem der 3 Module:
1) individueller Pauschbetrag des Netzbetreibers (=> Standardlösung, wenn du dich nicht aktiv für eins der drei Module entscheidest; geeignet für WP mit geringem Verbrauch) | 2) prozentuale Reduzierung des Netzenteglt-Arbeitspreises (=> lohnt sich, wenn die Wärmepumpe ca. 4.000 kWh/a oder mehr verbraucht) | 3) zeitvariables Netzentgelt (=> eignet sich vor allem mit E-Auto; nur in Kombination mit Modul 1) |
- Rabatt ist je Netzbetreiber bundeseinheitlich geregelt. - Je nach Netzgebiet sparen Sie zwischen 110 und 190 Euro pro Jahr. - Das entspricht einer Reduzierung um 50 bis 95 Prozent des für den jährlichen Verbrauch eines E-Autos (ca. 2.500 kWh) zu zahlenden Netzentgeltes. - Vermutlich ist zukünftig ein pauschaler Rabatt auf das Netzentgelt in Verbindung mit dem variablen Netzentgelt attraktiv für die E-Mobilität. - Achtung: Netzentgelt ist nicht gleich Arbeitspreis des Energieliefervertrags! Das reduzierte Netzentgelt wird in der Abrechnung des Stromlieferanten berücksichtigt und muss dort transparent ausgewiesen sein. - Achtung: Der Pauschbetrag wird pro Abrechnungsstelle und nicht pro Verbraucher angesetzt. | - Der Arbeitspreis wird um 60 Prozent reduziert. Hierfür benötigen Sie einen separaten Zählpunkt für die steuerbare Verbrauchseinrichtung als technische Voraussetzung.
- Dieses Modell ist kombinierbar mit der Umlagebefreiung für Wärmestrom.
- Für den Verbrauch am separaten Zähler darf der Netzbetreiber keinen Netzentgelt-Grundpreis aufrufen.
- Achtung: Es handelt sich dabei nicht um den Arbeitspreis des Energieliefervertrages!
| Wenn du das Modul 1 gewählt hast, kannst du dich zusätzlich für ein zeitvariables Netzentgelt entscheiden. Dieses soll Lastspitzen im Netz reduzieren. Hierfür legt ein Netzbetreiber unterschiedliche Preisstufen innerhalb eines Tages fest, die die typische Auslastung seines Netzes berücksichtigen. Verbraucher sollen durch besonders niedrige Entgelte dazu angereizt werden, den Verbrauch in Zeiten zu verschieben, in denen die Netzauslastung gering ist. |
JAZ und COP sind wichtig für die Wärmepumpe-Stromkosten
➔ Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, hängt von den Stromkosten ab. In diesem Zusammenhang solltest du die Begriffe Jahresarbeitszahl (JAZ) und Coefficient of Performance (COP) kennen. Denn sie benennen den Wirkungsgrad. Wichtig: COP und JAZ sind nicht identisch!
COP ("Coefficient of Performance")
Der COP drückt das Verhältnis der Nutzwärme zur benötigten Strommenge aus – anhand fest definierter Normen. Lufttemperatur und Vorlauftemperaturen sind zu Normbedingungen festgelegt. Der COP gilt explizit für eine bestimmte Wärmepumpe. Der COP-Wert sollte wenigstens bei 3 liegen. Alles darunter ist unwirtschaftlich. Als Weiterentwicklung zum COP dient der SCOP (“Seasonal Coefficient of Performance”). Er bezieht auch jahreszeitliche Bedingungen ein.
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem zugeführten Strom und der erzeugten Heizungswärme über die Dauer eines Jahres. Sie bezieht sich also auf deine Wärmepumpe im täglichen Einsatz, ohne Laborbedingungen. Damit ist die JAZ eine wichtige und relevante Kenngröße, um darzustellen, wie wirtschaftlich dein Heizsystem mit einer Wärmepumpe arbeitet.
➔ Lies mehr über die Effizienzfaktoren von Wärmepumpen
Netzbetreiber dürfen seit dem 01. Januar 2024 den Strombezug durch Wärmepumpen und E-Autos auf bis zu 4,2 kW senken. Diese Maßnahme wendet eine Überlastung der lokalen Stromnetze ab. Liegt die Netzanschlussleistung eines Geräts unter 4,2 kW, ist es nicht betroffen. Du kannst außerdem deine Wärmepumpe weiter betreiben und dein E-Auto ca. zwei Stunden lang nachladen, was für ca. 50 km reicht. Der reguläre Haushaltsstrom wird nicht beschränkt. Im Gegenzug erhältst du als Wärmepumpenbetreiber ein reduziertes Netzentgelt, das dir rund 110 bis 190 Euro im Jahr bringt.
Erdwärmepumpe: Kosten der Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Kosten einer Erdwärmepumpe setzen sich ebenfalls aus drei Teilen zusammen:
- Anschaffungskosten
- Erschließungskosten
- Betriebskosten
1. Erdwärmepumpe Anschaffungskosten
Für den Kauf einer Erdwärmepumpe, auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt, musst du mit Anschaffungskosten von etwa 50.000 Euro rechnen. Dabei unterscheiden sich die Kaufpreise anhand der jeweiligen Effizienz und Leistungsklasse. Erdwärmepumpen sind bei vielen Herstellern ähnlich aufgebaut und haben variierende technische Zusatzfeatures.
Tipp: Spare mit intensiver Beratung durch einen Fachbetrieb und gründlichen Vergleichen Kosten.
2. Erschließungskosten der Sole-Wasser-Wärmepumpe im Überblick
Es gibt für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe grundsätzlich zwei Erschließungsarten: die Erdsonde mit Tiefenbohrung und die Erdkollektoren. Sie unterscheiden sich dabei nicht nur technisch, sondern auch preislich.
| Erschließungsart | Tiefenbohrung | Erdwärmekollektor |
| Eigenschaften | Bohrung in etwa 100 m Bei Bedarf mehrere Bohrungen | viel Fläche erforderlich Kollektoren liegen 1,2 bis 1,5 m unter der Erde |
| Kosten | pro Bohrungsmeter ca. 50-100 € 2 x 100 m Bohrung = ca. 10.000 € | pro Grabmeter ca. 25 bis 50 € Gesamtkosten ca. 2.000 bis 4.000 € |
3. Installationskosten für eine Erdwärmeheizung
Die Montagekosten für Erdwärmepumpen sind etwas höher als die Kosten für die Installation einer Gas- oder Ölheizung. Dies liegt an der aufwändigen Anbindung der Sole-Leitung, der Verkabelung der Elektrik und der Anbindung an den Speicher sowie den Heizkreis. Bei der Erdsonde sind die Kosten für die Installation in der Regel bereits inbegriffen.
Rechne für Anschaffung und Installation einer Erdwärmepumpe mindestens mit Gesamtausgaben von rund 30.000 bis 50.000 Euro – je nach Erschließungsart und Bodenbeschaffenheit. Hinweis: Im Altbau liegen diese Kosten meist höher, da die Erdwärmepumpe an die entsprechenden Voraussetzungen angepasst werden muss. Daher zahlst du in Bestandsbauten mehr: für Vorarbeiten, Montage und Betrieb.
4. Stromkosten der Erdwärmepumpe
Eine Sole-Wasserwärmepumpe ist effizient und verursacht geringe Ausgaben für Strom.
➔ Berechne die Ausgaben mit folgender Formel: (Eine JAZ von 4 ist typisch für Erdwärmepumpen.)
- Jährlicher Heizbedarf in kWh/JAZ = Stromverbrauch p. a.
- Stromverbrauch p. a. x Stromkosten in € pro kWh = jährliche Stromkosten in Euro
Rechenbeispiel: Stromkosten einer Erdwärmepumpe
(Das Rechenbeispiel setzt Stromkosten von 0,35 €/kWh voraus)
- 12.000 kWh (12 kW)/4 = 3.000 kWh Stromverbrauch p. a.
- 3.000 kWh x 0,35 € pro kWh = 1.050 € Stromkosten p. a.
➔ Mit dem diesem angenommenen Wärmepumpen-Stromtarif* fallen in einem 120 qm großen Haus mit einer Erdwärmepumpe pro Jahr etwa 1.050 Euro an Kosten für Strom an.
Typische Kosten einer Erdwärmepumpe für ein Einfamilienhaus
| POSITIONEN | KOSTEN |
| Bohrkosten | 50 bis 100 € pro Bohrmeter (Bohrung etwa 50 bis 100 m) |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe Anschaffung | 12.000 bis 20.0000 € |
| Montagekosten inkl. Material | inkludiert in Installation |
| Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus) | rund 1.050 € pro Jahr |
| Wartungs- und Betriebskosten | ca. 150 € pro Jahr |
Luftwärmepumpe: Kosten für Anschaffung und Betrieb
Eine Luftwärmepumpe ist flexibler zu installieren als andere Wärmepumpen und deutlich günstiger in der Anschaffung. Dafür arbeitet die Luft-Wasser-Wärmepumpe nicht so effizient. Das wirkt sich auf die Höhe der Betriebskosten aus – und letztlich auf die Gesamtkosten.
1. Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe
Die Investitionshöhe hängt davon ab, für welchen Luftwärmepumpen-Typ du dich entscheidest. Split-Geräte sind in der Regel günstiger als Monoblock-Wärmepumpen. Darüber hinaus unterscheiden sich Luftwärmepumpen in Luft-Wasser-Wärmepumpen und Luft-Luft-Wärmepumpen. Bei der ersteren transportiert Wasser die Wärme, und bei der letzteren Luft .
➔ Weitere Informationen findest du in unserem Artikel zum Wärmepumpe Test.
Die Gerätekosten von Luftwärmepumpen:
- Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kostet ca. 12.000 Euro.
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet ca. 36.000 Euro.
2. Luftwärmepumpe: Montagekosten
Die Installationskosten hängen davon ab, für welches Gerät du dich entscheidest. Ein Split-Gerät braucht nur einen Mauerdurchbruch. Für ein Monoblock-Gerät muss hingegen ein Wärmepumpen-Fundament gegossen werden und die Erdleitungen müssen wärmegedämmt ins Haus führen. Hinzu kommt die elektrische Installation. Rechne mit Installationskosten inklusive Montagematerial von etwa 3.000 Euro bis rund 6.000 Euro.
3. Stromkosten der Luftwärmepumpe
Der Rechenweg für die Heizkosten ist der gleiche wie für die Erdwärmepumpe. Es gilt dieselbe Faustformel. Die typische Jahresarbeitszahl einer Luftwärmepumpe liegt bei 3.
- Jährlicher Heizbedarf in kWh/JAZ = Stromverbrauch p. a.
- Stromverbrauch p. a. x Stromkosten in € pro kWh = jährliche Stromkosten in Euro
Rechenbeispiel:
12.000 kWh (12 kW)/3 = 4.000 kWh Stromverbrauch p. a.
4.000 kWh x 0,35 € pro kWh = 1.400 € Stromkosten p. a.
➔ In einem 120 qm großen Haus fallen mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe jährlich etwa 1.400 Euro an Stromkosten an. Diese sind im gleichen Gebäude höher als die einer Erdwärmepumpe – der deutlich geringere Anschaffungspreis macht jedoch so einiges wett.
Typische Kosten einer Luftwärmepumpe für ein Einfamilienhaus
| POSITIONEN | KOSTEN |
| Anschaffung | 26.000 bis 45.000 € |
| davon Montagekosten inkl. Material | rund 3.000 bis 6.000 € |
| Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus) | rund 1.400 € pro Jahr |
| Wartungs- und Betriebskosten | 200 € alle 3 Jahre |
Brauchwasser-Wärmepumpe Kosten
Brauchwasserwärmepumpen oder auch Warmwasser-Wärmepumpen liefern dir warmes Wasser für den Haushalt: zum Duschen, Händewaschen, Spülen. Brauchwasser-Wärmepumpen gelten als günstige Einstiegsoption. Brauchwasserwärmepumpen nutzen warme Luft aus dem Gebäudeinneren als Energiequelle. Als alleiniges Heizungssystem funktionieren sie leider nicht.
1. Anschaffungskosten einer Brauchwasserwärmepumpe
Der Anschaffungspreis für eine Warmwasser-Wärmepumpe liegt bei etwa 2.000 bis 3.000 Euro. Das ist im Wärmepumpen-Vergleich wenig. Die Brauchwasserwärmepumpe ist die günstigste unter den Wärmepumpen. Allerdings leistet diese Variante keinen Beitrag zur Heizungsunterstützung – sodass sie an dieser Stelle kein weiteres Einsparpotenzial bietet.
2. Brauchwasserwärmepumpe verursacht nur geringe Montagekosten
Die Montagekosten sind für eine Warmwasser-Wärmepumpe mit etwa 1.500 Euro gering. Denn der Monteur installiert sie einfach in einem geeigneten Innenraum – zum Beispiel dem Heizungsraum oder einem anderen Raum, in dem ohnehin viel Wärme vorhanden ist. Durch die unkomplizierte Innenaufstellung entfallen große und kostenintensive Aufwendungen für Erschließung oder Bohrarbeiten, wie es bei anderen Wärmepumpen der Fall ist.
3. Stromkosten von Warmwasserwärmepumpen
Du kannst die Ausgaben für Strom bei einer Brauchwasserwärmepumpe ebenfalls berechnen. Dafür brauchst du den Stromverbrauch für die Warmwassererzeugung und die Anzahl der Personen in deinem Haushalt. Außerdem ist relevant, wie viel Warmwasser eine Person pro Tag im Durchschnitt verbraucht. Hier geht man von 40 Litern aus. Das sind durchschnittlich 14.600 Liter Warmwasser im Jahr. Bei einer gewünschten Warmwassertemperatur von 45 Grad Celsius sind dies 1,67 kWh pro Tag – also im Jahr etwa 610 kWh. Mit diesen Werten lassen sich die Stromkosten für die Brauchwasserpumpe berechnen.
Berechnung für eine Person in einem Jahr und einer JAZ von 3:
610 kWh/3 = 203,3 kWh Stromverbrauch p. a.
203,3 kWh x 0,35 € pro kWh = 71 € Stromkosten p. a.
Hier für vier Personen in einem Jahr und einer JAZ von 3:
(610 kWh x 4 = 2.440 kWh)/3 = 813,3 kWh Stromverbrauch p. a.
813,3 kWh x 0,35 € pro kWh = 284,66 € Stromkosten p. a.
Auch bei der Warmwasser-Wärmepumpe ist die Jahresarbeitszahl entscheidend – je höher, desto geringer die Stromkosten. Die JAZ lässt sich erhöhen, wenn du die Warmwasserwärmepumpe in einem warmen Raum wie dem Heizungskeller aufstellst. Wenn du die erzeugte Kaltluft gezielt abführst, erhöht das auch die Effizienz.
➔ Tipp: Eine Warmwasser-Wärmepumpe lohnt sich, wenn die JAZ höher ist als der Quotient aus Strompreis und Gas- oder Heizöl-Preis. Dieser Richtwert gilt übrigens für alle Wärmepumpen.
Also:
Strompreis/Gas- oder Heizölpreis < JAZ
➔ Spartipp: Wartungskosten fallen für eine Brauchwasserwärmepumpe nicht verpflichtend an.
Tabelle: Typische Kosten der Warmwasser-Wärmepumpe
| POSITIONEN | KOSTEN |
| Anschaffung | 2.000 bis 3.000 € |
| Montagekosten | rund 1.500 € |
| Stromkosten | rund 285 € pro 4 Personen/Jahr |
| Wartungs- und Betriebskosten | sehr gering |
Wasser-Wasser-Wärmepumpe Kosten
Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind die effizientesten Wärmepumpen. Sie arbeiten mit der thermischen Energie aus dem Grundwasser und einem Zwei-Brunnen-System. Der Wirkungsgrad kann bei bis zu 500 Prozent liegen – das bedeutet, die Jahresarbeitszahl beträgt 5. Im Vergleich mit beispielsweise einer Luftwärmepumpe ist das viel. Dafür sind die Grundwasserwärmepumpe-Kosten für Anschaffung und Installation im Vergleich mit anderen Wärmepumpensystemen eher hoch.
1. Anschaffungskosten einer Grundwasser-Wärmepumpe
Eine Grundwasserwärmepumpe kostet inklusive Installation rund 56.000 Euro. Diese Summe macht Wasser-Wasser-Wärmepumpen zu einer teuren Anschaffung. Zwar macht die sehr hohe Effizienz die höheren Kosten für die Anschaffung zum Teil wieder wett. Aber die Erschließungs- und Installationskosten sorgen insgesamt für sehr hohe Anschaffungskosten.
2. Erschließungs- und Installationskosten einer Grundwasserwärmepumpe
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Installationskosten: ca. 10.000 bis 22.000 Euro, inkl. Erschließung von Saug- und Sickerbrunnen mit Bohrungen und Brunnenbau.
3. Heizkosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Die Stromkosten sind dank der hohen Jahresarbeitszahl einer Grundwasser-Wärmepumpe niedrig. Denn die typische JAZ einer Grundwasserwärmepumpe liegt bei etwa 5. Das ist eine Leistung von etwa 500 Prozent.
Rechenbeispiel Stromkosten:
12.000 kWh (12 kW)/5 = 2.400 kWh Stromverbrauch p. a.
2.400 kWh x 0,35 € pro kWh = 840 € Stromkosten p. a.
➔ In einem etwa 120 qm großen Einfamilienhaus mit einer Grundwasser-Wärmepumpe fallen etwa 840 Euro an jährlichen Stromkosten an. Die Grundwasserwärmepumpe wiegt den höheren Anschaffungspreis durch hohe Effizienz auf.
4. Wartungs- und Betriebskosten
Die Wartungsarbeiten an einer Grundwasserwärmepumpe sind im Vergleich mit anderen Wärmepumpen aufwändiger und teurer. Zum Beispiel musst du die Grundwasserqualität und die Grundwassermenge analysieren und überprüfen lassen. Außerdem brauchst du Genehmigungen der Unteren Wasserbehörde. Für all diese Schritte fallen Kosten in unterschiedlicher Höhe an. Die Wartung selbst kostet bei einer Grundwasserwärmepumpe ungefähr gleich viel wie bei anderen Wärmepumpensystemen.
Tabelle: Typische Kosten einer Grundwasserwärmepumpe für ein Einfamilienhaus
| POSITIONEN | KOSTEN |
| Anschaffung | rund 10.000 bis 22.000 € |
| Montagekosten inkl. Material | rund 10.000 bis 22.000 € |
| Stromkosten | rund 840 € pro Jahr |
| Wartungs- und Betriebskosten | ca. 150 € pro Jahr |
Erschließungs- und Installationskosten der Wärmequelle im Vergleich der Wärmepumpen
Eine Hybrid-Wärmepumpe, auch als bivalentes Heizungssystem bezeichnet, nutzt zwei verschiedene Energiequellen. Typischerweise handelt es sich dabei um einen Mix aus einer fossilen und einer regenerativen Energiequelle. Ein Hybridsystem ist sinnvoll, wenn der energetische Standard deines Hauses sehr schlecht ist und das Heizen mit der Wärmepumpe zu teuer wird, wenn es richtig kalt ist. Dann springt die fossile Heizung ein. Zu anderen Zeiten sparst du, weil deine Heizung dauerhaft günstige Umweltenergie nutzt. Der Staat unterstützt dich bei diesem System, indem er die Wärmepumpe mit bis zu 70 Prozent fördert. Die Gas-Brennwertheizung musst du komplett selbst zahlen. Ist eine solche Hybrid-Wärmepumpe gut dimensioniert und abgestimmt, senkt sie dauerhaft die Heizkosten.
Betriebskosten von Wärmepumpen im Vergleich mit anderen Heizungsarten
Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe mit Gas?
➜ Die laufenden Kosten für eine Gasbrennwertheizung setzen sich aus dem Gaspreis, dem individuellen Gasverbrauch, dem CO₂-Preis und den Wartungskosten zusammen. Hinzu kommen die Kosten für den Stromverbrauch der Luftwärmepumpe.
➜ Mit einem Hybridsystem sparst du: Setze bei deinem Hybridsystem auf eine smarte Steuerung. Dann arbeitet es möglichst effizient. Wann immer die Wärmepumpe zum Einsatz kommt, sparst du beim Gas doppelt ein: Sowohl bei den Gaskosten als auch bei der CO₂-Abgabe.
Anschaffungskosten einer Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe
Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe: Montagekosten
Die Installationskosten für eine Gasheizung variieren stark. Hast du bereits eine Gasbrennwertheizung, die lediglich für den bivalenten Betrieb mit einer Luft-Wärmepumpe umgerüstet werden muss, sind die Kosten geringer. Für die Installation einer neuen Gasbrennwertheizung fallen Kosten von ca. 1.300 bis 7.000 Euro an.
Für die Montage der Luftwärmepumpe kommen ca. 3.000 bis 6.000 Euro hinzu. Rechne also für die Installation einer kompletten Gas-Hybridheizung mit Luftwärmepumpe etwa 4.300 bis 13.000 Euro ein.
Laufende Kosten einer Gasheizung mit Wärmepumpe
➜ Die laufenden Kosten für eine Gasbrennwertheizung setzen sich aus dem Gaspreis, dem individuellen Gasverbrauch, dem CO₂-Preis und den Wartungskosten zusammen. Hinzu kommen die Kosten für den Stromverbrauch der Luftwärmepumpe.
➜ Mit einem Hybridsystem sparst du: Setze bei deinem Hybridsystem auf eine smarte Steuerung. Dann arbeitet es möglichst effizient. Wann immer die Wärmepumpe zum Einsatz kommt, sparst du beim Gas doppelt ein: Sowohl bei den Gaskosten als auch bei der CO₂-Abgabe.
Wartungs- und Betriebskosten
Im Vergleich mit einem monovalenten Wärmepumpensystem handelt es sich bei der Hybridheizung im Grunde genommen um zwei Systeme. Zwar sind sie gekoppelt, aber dennoch benötigt sowohl die Gasheizung als auch die Luft-Wärmepumpe jeweils eine eigene Wartung. So kommen jährlich rund 300 Euro an Wartungskosten zusammen. Zudem zahlst du für sowohl für Gas als auch für Strom.
➜ Dem gegenüber steht, was du an Gas einsparst. Außerdem erhältst du für die Wärmepumpe Fördergelder.
Tabelle: Typische Kosten einer Gasheizung mit Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus
| POSITION | KOSTEN |
| Anschaffung | rund 15.000 bis 22.000 € |
| Montagekosten inkl. Material | rund 5.600 bis 20.000 € |
| Stromkosten (120 qm Einfamilienhaus) | individuell/schwankend |
| Wartungs- und Betriebskosten | ca. 300 € pro Jahr |
| Gaskosten | schwankend |
➜ In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Was kostet eine Öl-Hybridheizung?
➜ Rechne für eine Öl-Wärmepumpen-Hybridheizung mit etwa 17.000 bis 30.000 Euro.
Tipp: Eine Wärmepumpen-Hybridheizung ist aus Kostengründen nur dann empfehlenswert, wenn du bereits eine Gas- oder Ölbrennwertheizung besitzt. Dann musst du keine neue fossile Heizung kaufen. Sei dir auch darüber bewusst, dass du mit einer Hybridheizung zwei Heizungssysteme betreibst. Das treibt die Kosten in die Höhe. Überlege genau, ob eine reine Wärmepumpe vielleicht doch günstiger ist.
Wärmepumpenheizung und Photovoltaik: Kosten
➜ Tipp: Es ist absolut sinnvoll, wenn du deine Wärmepumpe mit einer PV-Anlage kombinierst. Das lohnt sich finanziell und auch für das Klima.
Diese Gründe sprechen für die Kombination:
- Wenn du deinen Solarstrom einspeist, rechnet sich das kaum noch. Es ist rentabler, wenn du möglichst viel Solarstrom selbst verbrauchst. Das geht mit einer Wärmepumpe und deren Stromverbrauch ganz hervorragend.
- Um deine Wärmepumpe zu betreiben, musst du viel weniger Strom aus dem Netz kaufen. Denn dein Solarstrom deckt etwa 30 (ohne Speicher) bis etwa 80 (mit Speicher) Prozent des Verbrauchs ab.
- Mithilfe deines Solarstroms machst du dich und damit den Betrieb deiner Wärmepumpe unabhängiger vom Strompreis.
Anschaffungskosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Photovoltaik
Gehen Sie für die Wärmepumpe mit Photovoltaik von Gesamtkosten zwischen etwa 25.000 und 50.000 Euro aus. Allerdings lässt sich diese stattliche Summe durch staatliche Förderung stark senken. Je nach Situation fördert der Staat die Wärmepumpe mit 30 bis 70 Prozent der Anschaffungskosten. Viele Bundesländer oder Kommunen bieten außerdem eine interessante Photovoltaik-Förderung an.
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Wie hoch sind die Kosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik? Gehe ohne Stromspeicher von etwa 25.000 bis 40.000 Euro aus.
➢ TIPP: Eine Wallbox oder eine Wärmepumpe dürfen mehr Strom beziehen, wenn dieser aus der eigenen PV-Anlage stammt. Wichtig ist nur, dass du im Fall einer Drosselung nicht mehr als 4,2 kW aus dem Netz beziehst.
Fazit: Lohnt sich der Kauf einer Wärmepumpe in meinem Fall – ist das wirtschaftlich?
Ja, der Umstieg auf eine Wärmepumpe lohnt sich. Zwar sind die Anschaffungskosten hoch, aber die staatliche Förderung senkt sie um 30 bis 70 Prozent. Sobald deine Wärmepumpe installiert ist, sparst du beim Heizen. Das gilt vor allem dann, wenn du mit deiner eigenen PV-Anlage selbst Solarstrom gewinnst. Denn deine Wärmepumpe benötigt dann 30 bis 80 Prozent weniger Strom aus dem Netz.
Damit deine Wärmepumpe so effizient wie möglich arbeitet, muss ein Fachbetrieb sie optimal an dein Haus anpassen. Dafür prüft er im Vorfeld die Voraussetzungen deines Hauses. Das heißt, er prüft Heizleistung, Heizkörper und Dämmung. Denn vor allem im Altbau ist jede Konstellation aus Gebäude, Heizung und Wärmepumpe einzigartig.
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Tipp: Sind dir die Anschaffungskosten zu hoch, kannst du alternativ eine Wärmepumpe mieten.
Wärmepumpe: Kosten, die sich lohnen
Meine Meinung ist: Die Wärmepumpe ist eine wirklich attraktive und vor allem zeitgemäße Technik. Wir müssen keine fossilen Stoffe mehr verbrennen, wenn wir einfach den Strom, den wir zudem selbst gewinnen können, zum Heizen verwenden. Wir müssen auch nicht länger auf die Öllieferungen warten oder uns über den schon wieder gestiegenen CO2-Preis ärgern.
Ja, die Anschaffung einer Wärmepumpe ist teuer, vor allem in Deutschland. Das kann man nicht schönreden. Aber wir haben hier auch wirklich hohe Fördergelder zur Verfügung. Und du kannst sie spielend leicht online beantragen, ich habe es selbst schon gemacht. Und im Nu hat sich die Summe im Angebot des Heizungsbauers fast halbiert. Mit dieser Förderzusage in der Hand ist es bei Bedarf dann auch noch möglich, einen KfW-Förderkredit für die Wärmepumpe zu beantragen.
Meine Meinung ist: Eine Wärmepumpe ist ihr Geld wert – zumal sie nach Abzug der Förderung kaum mehr kostet als eine neue Öl-Brennwertheizung. Da in meinem Altbau so oder so eine neue Heizung her muss, gebe ich das Geld 1.000-mal lieber für eine zeitgemäße, effiziente und klimafreundliche Technologie aus.

Gina Doormann, Fachredakteurin für Erneuerbare Energien.
Privat: Energetische Optimierung des hundert Jahre alten Eigenheims als Dauerprojekt
Eine Luftwärmepumpe kostet durchschnittlich 36.000 Euro, inklusive Installationskosten.
In den meisten Fällen ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich. Grundsätzlich ist sie effizient, wenn sie eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3 aufweist und das Gebäude einen akzeptablen Dämmstandard hat. Aber auch für Häuser mit schlechtem energetischen Zustand gibt es wirtschaftliche Wärmepumpen-Lösungen.
Im Vergleich mit herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen sind die Anschaffungskosten mit durchschnittlich 36.000 Euro recht hoch.
Je mehr Leistung benötigt wird, desto mehr kostet die Wärmepumpe. Entweder werden mehrere Wärmepumpen zu je etwa 15.000 Euro in Kaskade geschaltet, oder eine einzelne Wärmepumpe mit höherer Leistung kommt zum Einsatz. Diese kostet dementsprechend mehr.
Auf 15 Jahre betrachtet ist mieten teurer als kaufen. Demgegenüber steht, dass Wartung, Reparatur und Ersatzteile bereits in die Mietkosten von etwa 200 Euro monatlich integriert sind.
Ja, eine Wärmepumpe kann auch ohne PV-Anlage wirtschaftlich arbeiten. Eine eigene PV-Anlage senkt die Stromkosten aber noch einmal deutlich.
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