Erdwärmekörbe als oberflächennahe Erdkollektoren

Die Erdwärmekörbe sind eine spezielle Form von oberflächennahen Erdkollektoren. Der Erdwärmekorb kommt überall dort zum Einsatz, wo kostengünstige und schnell realisierbare Lösungen für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen müssen. Der Erdwärmekorb braucht vergleichsweise wenig Platz, vermeidet die Durchfrostungsgefahr und fördert die Regeneration des Bodens.
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HeizungenWärmepumpeSole-WasserErdwärmekörbe

Erdwärmekörbe: platzsparender Kollektor für Sole/Wasser-Wärmepumpe

Ähnlich wie der Erdkollektor der Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt der Erdwärmekorb die im Erdreich gespeicherte Wärme für das Heizen und die Warmwasseraufbereitung. Der Erdwärmekorb ist für den Einsatz in einer Tiefe von 1 bis 4 Metern konzipiert und kann innerhalb kürzester Zeit anschlussfertig um ein Gebäude gesetzt werden. Je nach Heizbedarf werden ein oder mehrere Erdwärmekörbe in 2,5 bis 4 Meter tiefe Aushübe eingelassen und mit dem vorhandenen Erdreich sowie Wasser eingeschlämmt. Die Erdwärmekörbe werden untereinander verbunden und zentral an das Gebäude herangeführt und mit der Wärmepumpe oder dem Heizkreislauf verbunden.

Erdwärmekörbe in verschiedenen Ausführungen | Bildquelle: BetaTherm GmbH & Co. KG

Funktionsprinzip der Erdwärmekörbe

Das Prinzip der Erdwärmenutzung beim Erdwärmekorb gleicht dem der Erdkollektoren. Das Wärmeträgermedium (25-prozentige Glykol-Wasser-Mischung) zirkuliert im Heizbetrieb durch ein gewickeltes Rohr und nimmt dabei Wärme aus dem Erdreich auf. Die dabei gewonnene geothermische Energie wird von einer Sole-Wasser-Wärmepumpe entzogen und auf Heizwassertemperatur gebracht. Die Erdwärmekörbe weisen zwischen 75 und 200 Rohrmeter auf und können damit eine Entzugsleistung von 0,7 bis 2 kW erreichen. Die Erdwärmekörbe können in Reihe oder parallel geschaltet werden und müssen dabei einen Abstand haben, der je nach Durchmesser zwischen 5 und 7 Meter liegt. Der Flächenbedarf pro Korb liegt zwischen 15 und 50 m2.

Voraussetzung für die Verlegung von Erdwärmekörben

Die Temperaturen des Erdreichs, welche in der oberflächennahen Geothermie als Energiequelle dienen, werden vollständig von der Sonne und den Witterungsverhältnissen beeinflusst. In der Einbautiefe der Erdwärmekörbe herrscht das ganze Jahr über eine relativ konstant wechselnde Temperatur im Bereich zwischen 5 °C und 13 °C.

Wichtig ist die Berücksichtigung von Bäumen und Leitungen. Die einzelnen Erdwärmekörbe sollten bei der Rohrlänge nicht weiter als 10 Prozent auseinanderliegen. Der Erdwärmekorb darf nicht mit Bauten überbaut werden. Wichtig sind auch die Abstände zu Bauten und Abwasserleitungen von mindestens 1,5 bis 2 Metern. Das Wiederverfüllen des Erdwärmekorb wird mit Sand der Bodenklasse BK 1 bis BK 4 und ohne scharfkantige Steine empfohlen.

Vorgehensweise beim Setzen der Erdwärmekörbe

Zunächst wird mit einem Bagger ein oder mehrere Löcher ausgehoben, danach werden die Erdwärmekörbe eingesetzt, miteinander verbunden und zu einer Verteilereinheit geführt, danach wird das Loch mit Erde und Wasser befüllt und mit Gras, Blumen und Bäumen bepflanzt. Bäume mit tiefen Wurzeln sind für Erdwärmekörbe nicht geeignet.

Die Vorteile der Erdwärmekörbe

Der Erdwärmekorb verbraucht wenig Platz, vermeidet die Durchfrostungsgefahr und fördert die Regeneration des Bodens. Der Erdwärmekorb ist schnell zu realisieren, weil für die Installation keine planungs- und kostenintensiven Bohrungen durchgeführt werden müssen. Somit können für den Erdwärmekorb auch die baurechtlichen Genehmigungsverfahren je nach Bundesland wesentlich schneller und nahezu immer positiv durchlaufen werden.

Wenden Sie sich bei Interesse an Erdwärmekörbe an einen Fachbetrieb für Wärmepumpen, der Ihnen genauere Auskunft über die Wirtschaftlichkeit dieses Systems geben kann.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
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Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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