Warmwasserspeicher für Wärmepumpen

Der Warmwasserspeicher speichert warmes Wasser für Küche und Bad in Zeiten, wo der Stromversorger die Stromversorgung gesperrt hat. Warmwasserspeicher für Wärmepumpe können mit Flanschheizkörpern und Solaranlagen gekoppelt werden und stehen in den Varianten Stand-Warmwasserspeicher und Unterstell-Warmwasserspeicher und Solar-Warmwasserspeicher zur Verfügung.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpeSpeicherWarmwasserspeicher

Warmwasserspeicher für eine Wärmepumpe

Warmwasserspeicher WWSP 332; Ausführungen mit 300l,
400l oder 500l Nenninhalt; Bereitschaftsverlust zwischen
2,4 und 3,3 kWh / 24h | Bildquelle: Dimplex
Der Wärmepumpenspeicher stellt beim Heizen mit erneuerbaren Energien eine stabile Wärmeversorgung sicher, wenn beim Strombezug Sperrzeiten durch den Energieversorger auftreten. Während der Pufferspeicher für die Energie der Gebäudebeheizung zuständig ist, sorgt der Warmwasserspeicher für die Speicherung der Trinkwassererwärmung. Es sind zwei Speichervarianten realisierbar: Zum einen ein Zwei-Speicher-System aus Puffer- und Warmwasserspeicher, wenn zusätzlich zum Pufferspeicher ein weiterer, meist nebenstehender Warmwasserspeicher verwendet wird und zum anderen ein Kombispeicher, indem die Trinkwassererwärmung der Wärmepumpe direkt in oder am Pufferspeicher erfolgt.

Wie funktioniert ein Warmwasserspeicher?

Beim Warmwasserspeicher handelt es sich um einen wärmegedämmten Trinkwasserbehälter, der durch einen innenliegenden Wärmetauscher oder einen außenliegenden, von Heizungswasser durchströmten Doppelmantel,beheizt werden.

Wenn das Trinkwasser im Warmwasserspeicher über nur einen integrierten Wärmetauscher erwärmt wird, spricht man von einem monovalenten System. Der Wärmetauscher wird gewöhnlich mit Heizwasser eines zentralen Wärmeerzeugers versorgt, dies ist beispielsweise ein Gas- oder Ölbrennwertkessel, ein Holzheizkessel oder eine Wärmepumpe. Die Beheizung erfolgt so lange, bis die gewünschte Temperatur im Warmwasserspeicher erreicht ist. Wird warmes Wasser gezapft, wird es oben aus dem Warmwasserspeicher der Wärmepumpe entnommen, das nachströmende Kaltwasser tritt unten in den Speicher der Wärmepumpe ein und schichtet sich unter das warme Wasser.

Wenn das Trinkwasser im Warmwasserspeicher über zwei integrierte Wärmetauscher erwärmt wird, spricht man von einem bivalenten System. Der von der Solaranlage erwärmte Wärmeträger wird durch eine Umwälzpumpe zum bivalenten Warmwasserspeicher gefördert, wo die Wärme über einen Wärmetauscher im unteren Bereich des Speichers an das Trinkwasser abgegeben wird. Damit zu jedem Zeitpunkt warmes Wasser zur Verfügung steht, erwärmt der zentrale Wärmeerzeuger bei nicht ausreichenden Temperaturen den oberen Teil des Trinkwarmwasserspeichers (Bereitschaftsteil) über den zweiten Wärmetauscher. Solaranlagenkreis, Trinkwasser und Nachheizung sind hierbei hydraulisch vollständig getrennt.

Technische Daten

Warmwasserspeicher können mit einem, mit zwei oder mit drei Wärmetauschern oder einem Doppelmantel geliefert werden. Sie wiegen zwischen 130 und 410 Kilogramm, haben ein Speichervolumen zwischen 300 und 800 Litern, verfügen über die Möglichkeit, eine Flanschheizung zur Nacherwärmung und thermischen Desinfektion zuzuschalten und sind in den Varianten Stand-Warmwasserspeicher, Unterstell-Warmwasserspeicher oder Solar-Warmwasserspeicher lieferbar. Der Bereitschaftsenergieverlust (Wärmemenge, die erforderlich ist, um einen Wärmeerzeuger oder Speicher auf einer bestimmten Temperatur zu halten, wenn keine Wärmeleistung abgenommen wird) liegt zwischen 2,4 und 3,0 kWh / 24 h.

Die Preise für Warmwasserspeicher im System der Wärmepumpe hängen vom Speichervolumen ab und ob sie monovalent oder bivalent betrieben werden. Sie liegen zwischen 1800 und 4600 Euro.

Ob bei der Wärmepumpe als Warmwasserspeicher ein Stand-Warmwasserspeicher, ein Unterstell-Warmwasserspeicher oder ein Solar-Warmwasserspeicher in Frage kommt, sollte immer die fachkundige Prüfung durch einen Wärmepumpen Installateur ergeben.

Weiterlesen zum Thema "Pufferspeicher"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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