Bestandteil der Wärmepumpe: Brunnen

9. November 2020
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe arbeitet mit 2 Brunnen, um die Heizung und das Brauchwasser zu erhitzen. Dabei ist das Grundwasser die regenerative Wärmequelle. Informieren Sie sich aber vorher, ob diese Variante bei Ihnen möglich ist. Weitere Hinweise erhalten Sie in diesem Artikel.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenWärmepumpeWasser-WasserBrunnen

Zwei Brunnen für Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe benötigt 2 Brunnen, um die benötigte Wärme für die Heizung und das Brauchwasser zu erzeugen. Aus dem Zapfbrunnen wird das Grundwasser entnommen und zur Wärmepumpe geführt, welche dort die Wärme entzieht und für das Haus zum Heizen nutzt. Nachdem dies geschehen ist, fließt das erkaltete Grundwasser in den zweiten Brunnen, den Schluckbrunnen, um wieder in das Grundwasser zurückgeführt zu werden. Die Brunnen können sehr unterschiedlich tief sein, je nach Grundwasserstand. Dieser kann bereits in 4 m Tiefe sein oder aber erst in 50 m.

Geringer Flächenbedarf, aber nicht überall möglich

Der Vorteil der Variante mit Brunnen ist der geringe Flächenbedarf und die relativ konstante Temperatur des Grundwassers. Bevor Sie sich für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe entscheiden, brauchen Sie für diesen Bau eine amtliche Genehmigung. Denn nicht jedes Grundwasser ist dafür geeignet. Wenn zum Beispiel eine schlechte Wasserqualität vorhanden ist und das Grundwasser chemisch aggressiv ist, dann kann es die Brunnen und die Wärmepumpe zerstören. Dies kann naturgegeben sein oder auch durch das Düngen entstehen. Ebenfalls muss genügend Grundwasser vorhanden sein und die Fließgeschwindigkeit nicht zu stark sein - 0,8 m sind optimal. Ob ausreichend Grundwasser für die Wärmepumpe zur Verfügung steht, ermittelt ein dreitägiger Pumpversuch.

In der Bauphase ist darauf zu achten, dass die beiden Brunnen mindestens 15 m voneinander entfernt sind. Da die Brunnen gleichzeitig das Grundwasser nutzen, ist es auch sehr wichtig, dass der Brunnen, der das Wasser aufnimmt (Zapfbrunnen), vor dem Schluckbrunnen positioniert wird. Also muss zuerst der Zapfbrunnen und dann in Fließrichtung des Grundwassers der Schluckbrunnen gegraben werden. Sonst würde das kalte und verbrauchte Wasser für die Heizung genutzt werden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe Brunnen

Trennkreislauf mit Wärmetauscher für Brunnen/Wasser-Wärmepumpe

Suche Wärmepumpenhersteller, die für die Wasser WP(Brunnen) einen Trennkreislauf mit Wärmetauscher anbieten, da Feinstoffe im Brunnenwasser die Plattenwärmetauscher trotz Feinfilter zum 2ten mal zerstört haben dürften, dh Wasser ist im Scroll Verdichter, also Totalschaden. Wie sehen die Mehrkosten und der Platzbedarf dafür aus?
Antwort von Buderus Deutschland

Wir als Systemspezialist bieten Solewärmepumpen mit separatem Plattenwärmetauscher an.
Da Sie Grundwasser nutzen, gibt es sogenannte Wärmetauscher-Sets WTS für die Leistungsgrößen 6-9kW bzw. 11-17KW. Optional mit Rückspülfiler. Das Set kostet ca. 750 € Brutto zzgl. MWst. Da wir selbst Hersteller sind, haben wir Fachpartner in der Fläche die Ihnen ein Angebot für den Einbau erstellen können. Sofern Sie Interesse haben bitten wir Sie, uns per E-Mail zu kontaktieren.

Ausgangstemperatur bei Wasser-Wärmepumpe an Brunnen

Wasser Wärmepumpe: Eingang vom Brunnen ist 8 Grad, welche Ausgangstemeratur für besten Wirkungsgrad?
Antwort von Elektro-Heizung-Solartechnik-Haase

8 Grad ist eine sehr gute Eingangstemperatur. Dabei spielt die Ausgangstemperatur keine Rolle.Hauptsache ist, dass der Schluckbrunnen weit genug vom Saugbrunnen weg ist.

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