Wärmepumpe im Altbau

23. August 2021
Im Neubau ist die Wärmepumpe bereits seit einigen Jahren das beliebteste Heizsystem. Über 52 Prozent der Hausbauer verwenden laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. vom Start weg ein Heizsystem mit Umweltwärme. Eine Wärmepumpe kann aber auch einen Altbau zuverlässig heizen. Allerdings hängt hier viel vom energetischen Zustand der Immobilie ab.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Eine Wärmepumpe im Altbau richtig planen und umsetzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wärmepumpe spielt auch im Altbau ihre Stärken aus, wenn die Immobilie in einem guten energetischen Zustand ist und das Wärmeverteilsystem geeignet ist
  • Staatliche Fördergelder unterstützen Sie beim Einbau Ihrer Wärmepumpe
  • Wärmepumpen lassen sich auch in bestehenden Heizsystemen nachrüsten oder mit einer Photovoltaikanlage verbinden

Inhalt


Luft-Wasser-Wärmepumpe Logatherm WPLS, Grafik: Bosch Thermotechnik GmbH, Buderus Deutschland

Hintergrund: Warum ist der Einbau einer Wärmepumpe im Altbau komplizierter?

Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je geringer die Heizlast und der Heizwärmebedarf einer Immobilie ausfallen.

Die Heizlast bezeichnet die notwendige Energiezufuhr, um eine Immobilie ausreichend warm zu halten. Sie wird in Watt angegeben und beschreibt eine Leistung. Wie hoch die Heizlast ist, hängt vom Gesamtzustand des Hauses ab: wie groß ist die Wohnfläche? Ist das Haus schlecht gedämmt und verliert viel Wärme an die Außenwelt? Sind die Fenster mehrfachverglast und gut abgedichtet? Was für Heizkörper sind verbaut und mit welchen Temperaturen werden sie betrieben?

Der Heizwärmebedarf wiederum steht für eine Energiemenge.

Altbauten haben eine hohe Heizlast und dementsprechend auch einen hohen Wärmebedarf. Während ein Neubau schon mit einer Heizlast von 4-10 Kilowatt (kW) auskommen kann, verlangen ältere Gebäude einer Heizung schon einmal 18 kW oder mehr ab. Ein hoher Energiebedarf kann ein Problem für Wärmepumpen darstellen. Das liegt in ihrer Arbeitsweise begründet: Eine Wärmepumpe entzieht ihrer Umwelt Wärme. Das kann aus der Luft, dem Erdboden oder einem Wasserreservoir erfolgen. Dazu benötigt sie einen gewissen Anteil Strom zum Betrieb.

Wie sich die aufgewendete Energie und die bereitgestellte Wärme zueinander stehen gibt man mit der Jahresarbeitszahl (JAZ) an. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit einer Jahreszahl von 4 stellt mit jeder Kilowattstunde Strom vier Kilowattstunden Wärme bereit. Das ist ein sehr guter Tausch, jedoch ist Strom gleichzeitig für sich genommen der teuerste "Brennstoff". Dass eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 sehr effizient arbeitet, wird trotzdem zum Problem, wenn der verbleibende Stromanteil durch einen sehr hohen Wärmebedarf bedingt insgesamt trotzdem groß ausfällt.

Ein Beispiel: In einer gut gedämmten, relativ neuen Immobilie herrscht beispielsweise ein Heizwärmebedarf von 7.200 Kilowattstunden (kWh). Teilt man diesen Betrag also durch 4, ergäbe sich ein Betriebsstromanteil von nur 1.800 Kilowattstunden. Die übrigen 5.400 kWh stellt die Wärmepumpe aus dem Erdboden zur Verfügung. Bei einem Haushaltsstrompreis von 32 Cent entspräche das dann jährlichen Heizkosten von 576 Euro.

Hat man nun aber einen Altbau mit einem Wärmebedarf von beispielsweise 20.000 kWh, kann das Ergebnis zu Stirnrunzeln führen - von den 20.000 Kilowattstunden würde eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 stattliche 15.000 Kilowattstunden aus dem Erdboden in das Heizsystem überführen. Jedoch zu Heizkosten von 5.000 Kilowattstunden Strom. Das entspräche dann schon 1.600 Euro an Heizkosten einer Wärmepumpe im Altbau.

Für die letztere Immobilie wäre eine Wärmepumpe ohne weitere Sanierungsschritte eventuell nicht die beste Option: dann empfiehlt sich ein Heizsystem mit günstigeren Brennstoffen - beispielsweise eine Pelletheizung oder eine Gasheizung mit Solarthermieunterstützung. Ist der Wärmebedarf irgendwo in der Mitte der beiden Beispiele angesiedelt, kann man auch über eine Hybridwärmepumpe nachdenken - beispielsweise die Kombination einer bestehenden Gasheizung mit einer neuen Wärmepumpe. Die Gasheizung würde dann bei winterlichen Temperaturen einspringen und die Hauptheizlast übernehmen ("bivalenter Betrieb"). Arbeitet eine Wärmepumpe alleine als einziges Heizsystem, spricht man vom "monovalenten Betrieb". Ist sie Teil eines Heizsystems mit mehreren Wärmequellen, arbeitet sie "bivalent".

Ist dies aber nicht gewünscht oder steht ohnehin eine Gebäudesanierung an, kann auch in einer solchen Immobilie eine Wärmepumpe ihren Platz als (Haupt-)Heizsystem einnehmen. Wenn man einige Punkte beachtet:

Wann ist eine Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?

Die Heizlast: Liegt die Heizlast über 15 (Luft-Wasser-Wärmepumpe) oder 20 kW (Erdwärmepumpe), sollte das Gebäude erst einmal energetisch auf Vordermann gebracht oder ein anderes Heizsystem in Betracht gezogen werden, bevor eine Wärmepumpe fest eingeplant wird. Hier bleibt auch bei der effizientesten Wärmepumpe noch ein zu großer Anteil an nötigem Betriebsstrom übrig.

Das Wärmeverteilsystem und die entsprechenden Systemtemperaturen sind ein entscheidender Punkt beim Wärmepumpenbetrieb im Altbau: Liegt die Heizlast unter 15-20 kW, müssen Sie nun Ihre Heizkörper in Augenschein nehmen. Der wichtigste Sachverhalt ist die Vorlauftemperatur. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das vom Heizsystem aufgeheizte Wasser sich auf den Weg zu den Heizkörpern macht. Dort gibt es dann die Wärme über die Heizkörper an den Raum ab. Je mehr Energie ein Raum und das Haus insgesamt benötigt, desto höher muss die Vorlauftemperatur ausfallen. Ältere Heizkörper wurden durchaus mit Vorlauftemperaturen von 90 Grad Celsius betrieben. Neuere Varianten für besser gedämmte Häuser und mit Brennwertheizungen gespeist kommen bereits mit Niedertemperaturheizkörpern mit VLT bis zu 55 Grad Celsius aus, während Fußbodenheizungen nur Temperaturen von 30-35 Grad Celsius benötigen. Das ist deswegen relevant, weil Wärmepumpen nur bis zu einem Temperaturniveau von ungefähr 50 Grad Celsius wirklich effizient arbeiten.

Mit einer Fußbodenheizung arbeitet eine Wärmpumpe am effizientesten, Foto: © creAtive, Adobe Stock

Funktioniert eine Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung? Wird der energetische Zustand einer Immobilie durch bessere Dämmung verbessert, so dass die Heizlast sinkt, kann man neue Heizkörper montieren bzw. verlegen, die mit einer niedrigeren Temperatur betrieben werden können. Hier kann eine Wärmepumpe zufriedenstellend ihren Dienst versehen.

Recherchetipp: Wenn Sie wirklich tief in die Materie einsteigen möchten, empfehlen wir den Abschlussbericht des Fraunhofer ISE zum Forschungsprojekt "Wärmepumpen in Bestandsgebäuden - Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt WPsmart im Bestand". Sie finden den Abschlussbericht hier auf den Seiten des Fraunhofer ISE.

Welche ist die beste Wärmepumpe für den Altbau?

Prinzipiell liegen alle Optionen auf dem Tisch, wenn die Immobilie selbst für den Betrieb einer Wärmepumpe geeignet ist:

Sole-Wasser-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich für Altbauten im Allgemeinen eher nicht.

Wärmepumpen Kosten im Überblick

Erdwärme-pumpe

Luftwärme-pumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Hybridheizung Gas-Luftwärmepumpe

Anschaffungskosten

ca. 10.000 bis 12.000 EUR

ca. 8.000 bis 15.000 EUR

ca. 9.000 bis 12.000 EUR

ca. 10.000 bis 22.000 EUR

Installationskosten

ca. 2.000 bis 20.000 EUR

(Tiefenbohrung / Kollektorverlegung)

ca. 3.000 bis 6.000 EUR

ca. 15.000 bis 22.000 EUR

ca. 4.300 bis 13.000 EUR

Stromkosten (Haus 120 qm)

ca. 900 EUR/p. a.

ca. 1.200 EUR/p. a.

ca. 720 EUR/p. a.

ca. 1.200 EUR/p. a.

Wartungskosten

ca. 150 EUR/p. a.

ca. 200 EUR/p. a.

ca. 150 EUR/p. a. zzgl. Prüf- und Genehmigungsgebühren

ca. 300 EUR/p. a.

JAZ

4

3

5

3

förderfähig?

ja

ja

ja

Ja

(Tabelle aus "Wärmepumpen Kosten", Heizwärmebedarf in dieser Tabelle angenommen: 12.000 kWh)

Förderung einer Wärmepumpe im Altbau: Die Förderung von Wärmepumpen erfolgt über das Bundesprogramm für effiziente Gebäude (BEG). Rüsten Sie Ihre Immobilie mit einer Wärmepumpe aus, erhalten Sie 35-50% der Kosten als Zuschuss oder Kredit mit Tilgungszuschüssen. Auch falls Sie Ihre gesamte Immobilie energetisch sanieren und im Zuge dessen eine neue Wärmepumpe installieren, können Sie attraktive Fördergelder in Anspruch nehmen. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zur Förderung von Wärmepumpen.

Wärmepumpe

+

-

Erdwärmepumpe

Sehr effizient

Grundsätzlich als alleiniges Heizsystem geeignet

Hohe Erschließungskosten, nicht überall möglich

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Geringe Anschaffungskosten

Wenige Erfordernisse an Grundstück / Genehmigungen

Einfache Installation

Weniger effizient

Höhere Geräuschentwicklung

Oft eher als Zusatz für Hybridheizung denn als Alleinheizung eines Altbaus geeignet

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Sehr effizient

Grundsätzlich als alleiniges Heizsystem geeignet

Hohe Erschließungskosten, nicht überall möglich

Lässt Ihr Budget und Ihr Grundstück es zu - eine Tiefenbohrung oder die Verlegung von Erdkollektoren sind nicht immer möglich - sollten Sie einer Erdwärmepumpe oder einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe den Vorzug geben. Sie arbeiten deutlich effizienter und bewältigen höhere Lasten besser als eine Luftwärmepumpe. Diese stellen allerdings geringere Anforderungen an die Installation.

Grafik: © costazzurra, Adobe Stock

Sie können die Heizkosten einer Wärmepumpe deutlich reduzieren, indem Sie die Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren: Eine Wärmepumpe nutzt zwar mit Strom einen im Vergleich zu Gas oder Heizöl vergleichsweise teuren "Brennstoff" - das diesen Nachteil kann man allerdings auch in einen Vorteil umkehren: indem man die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert.Die Photovoltaikanlage betreibt dann mit dem Solarstrom die Wärmepumpe. Da der Großteil des Solarstroms außerhalb der Heizzeiten anfällt bzw. die PV-Anlage im Winter, wenn der Heizbedarf am größten ist, am wenigsten Leistung erbringt, kann die Anlage die Wärmepumpe jedoch nicht zu 100% solar betreiben. Ein Anteil von 30% - 60% ist jedoch durchaus im Rahmen des Möglichen.

Alternativen zur Wärmepumpe im Altbau

Hybridheizung - Gasheizung mit Wärmepumpe nachrüsten: Gasheizung mit Wärmepumpe kombinieren. Im Altbau kann der Heizwärmebedarf die Möglichkeiten vor allem einer Luftwärmepumpe schnell übersteigen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie auf den Einsatz einer Wärmepumpe verzichten müssen. Sie können eine Wärmepumpe auch unkompliziert über den Pufferspeicher der Heizung mit einer Gasheizung kombinieren. Wenn Sie eine Wärmepumpe nachrüsten, spielt jede Komponente Ihres Heizsystems ihre jeweiligen Stärken voll aus: in den Sommer- und Übergangsmonaten übernimmt die Wärmepumpe den Großteil der Heizarbeit und über die kalten Wintermonate springt die Gasheizung mit ein und dann übernimmt den Großteil der Heizarbeit, wenn die Wärmepumpe nicht mehr so effizient arbeiten kann. Eine solche Kombination ist anzuraten, wenn die bestehende Gas- oder Ölheizung noch gut arbeitet und noch kein Austausch nötig ist.

Pelletheizung oder Wärmepumpe? Wenn sich eine Wärmepumpe für Sie nicht rechnet oder Sie keinen Gasanschluss haben, keine Ölheizung wünschen oder einfach keine fossilen Brennstoffe mehr verfeuern möchten, bietet sich eine Pelletheizung für Ihre Immobilie an.

Eine Wärmepumpe im ungedämmten Altbau ist nicht zu empfehlen - bei einem hohen Heizwärmebedarf und ungeeigneten Heizkörpern arbeitet eine Wärmepumpe nicht optimal. Wenn Sie nicht Ihr komplettes Heizsystem und / oder Ihre Immobilie energetisch sanieren möchten, sondern nur eine neue Heizung brauchen, kann eine Pelletheizung eine gute Alternative sein. Sie arbeitet im Prinzip gegenläufig zur Wärmepumpe: während die Wärmepumpe sehr effizient bei niedrigem Bedarf ist und niedrige Temperaturen braucht, spart die Pelletheizung vor allem bei hohem Verbrauch über niedrige Brennstoffkosten und kann auch hohe Vorlauftemperaturen gut bewältigen. Sie können also auch ältere Heizkörper mit hohen Temperaturen bedienen und ein hoher Heizwärmebedarf ist durch die niedrigen Brennstoffkosten eher kein Problem. Da die Pelletheizung mit einem nachwachsenden Rohstoff befeuert wird, der fast CO2-neutral ist, ist auch die CO2-Bilanz recht gut.

Die Anschaffung einer Pelletheizung wird bei etwas höheren Anschaffungspreisen deshalb ebenso gefördert wie eine Wärmepumpe - und Pellets kosten pro Kilowattstunde derzeit nur 4,60 Cent. Bei einem hohen Verbrauch holt sie ihre höheren Kosten also über die Laufzeit sicher wieder herein.

Der Nachteil: eine Pelletheizung benötigt deutlich mehr Stellplatz als eine Wärmepumpe. Sie benötigen neben dem Heizkessel ein spezielles Pelletlager, das den Brennstoff vorrätig hält und ein Austragungssystem vom Lager zum Kessel sowie einen passender Schornstein.

Weiterlesen zum Thema "Wärmepumpe im Neubau"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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