Wärmepumpe im Neubau: klimafreundlich & förderfähig

12. August 2021
Neubauten bieten viele Möglichkeiten der Gestaltung – somit können Sie auch Ihre Heizungsanlage frei wählen. Eine umweltfreundliche und zunehmend beliebte Variante für den Neubau ist die Wärmepumpe. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. Vergleichen Sie die Wärmepumpe mit Gasheizung und Pelletheizung und erfahren Sie, welche Kosten die Wärmepumpe im Neubau hervorruft – und welches Einsparpotenzial die Wärmepumpen Förderung bietet. Außerdem stellen wir Ihnen die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe im Neubau vor.
Dieser Artikel wurde von
Gina Doormann für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpeUmsetzungWärmepumpe im Neubau

Inhalt

Eine Luftwärmepumpe eignet sich gut für Neubauten auf einem kleinen Grundstück. | Bildquelle: © Bosch Thermotechnik GmbH

Wärmepumpen im Neubau sind beliebt

Die Wärmepumpe ist eine Heizungsvariante, die den Anforderungen der notwendigerweise hohen Klimaziele gerecht werden kann. Denn für die Energiegewinnung nutzt sie Geo- und Umweltthermie. Dementsprechend hoch ist ihre Beliebtheit. Laut dem bwp Bundesverband Wärmepumpe e. V. wurden 2020 in Deutschland rund 120.000 Wärmepumpen installiert. Das entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent gegenüber 2019. Einen hohen Anreiz haben dabei auch die großzügigen staatlichen Fördermaßnahmen gegeben.

Deutlicher Aufwärtstrend beim Absatz von Wärmepumpen. | Bildquelle: © bwp Bundesverband Wärmepumpe e. V.

Laut dem Fraunhofer ISE haben Wärmepumpen in Deutschland seit dem Jahr 2017 den Gaskessel als beliebteste Heizungstechnologie in Neubau-Einfamilienhäusern überrundet. Zudem seien Wärmepumpen, so das Statistische Bundesamt, der 2020 am häufigsten eingesetzte Heizungstyp in neuen Wohnhäusern: In 45,8 Prozent der neuen Wohnhäuser wurden Wärmepumpen als Primärenergiequelle genutzt.

Warum eine Wärmepumpe für den Neubau gut geeignet ist

Wärmepumpen kommen in nahezu der Hälfte aller Neubauten zum Einsatz. Die Gründe dafür sein vielfältig: Zum Beispiel kann eine Wärmepumpe ohne Schwierigkeiten die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllen. Denn sie heizt sehr energieeffizient mit Umweltwärme. Dabei ist die Wärmepumpentechnik platzsparend und kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Einher geht der Vorteil für Bauherren, sich mithilfe einer Wärmepumpe ein großes Stück unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen.

Was ebenfalls für die Wärmepumpe im Neubau spricht, ist der laut GEG geforderte hohe Dämmstandard von neuen Gebäuden. Damit einhergehend ist ein geringerer Wärmebedarf, den eine Wärmepumpe ohne Schwierigkeiten erfüllen kann. Um die Effizienz einer Wärmepumpe optimal zu nutzen, bieten sich Flächenheizungen an. Hierzu zählen auch die beliebten Fußbodenheizungen. Sie sorgen bereits mit relativ geringen Vorlauftemperaturen für eine angenehme und gleichmäßige Raumwärme. Soll in einem Neubau eine Wärmepumpenheizung zum Einsatz kommen, kann also direkt auch das passende Verteilsystem wie eine Fußbodenheizung geplant werden – oder umgekehrt.

Im Neubau mit Wärmepumpe oder Gas heizen: Vergleich

Die Gasheizung Bosch Condens 9000i WM ist ein gutes Beispiel für ein modernes Gasbrennwertgerät. | Bildquelle: © Bosch Thermotechnik GmbH

Lange Zeit war eine Gasheizung das beliebteste Heizungssystem im Neubau. Wenn Sie vor der Entscheidung stehen: Gas- oder Wärmepumpenheizung für Ihren Neubau, sollten Sie sich mit den unterschiedlichen Funktionsweisen vertraut machen. Deshalb stellen wir sie hier noch einmal kurz gegenüber:

  • Gasheizung: Der Brenner verfeuert den fossilen Brennstoff Gas. Die hierbei entstehende Wärmeenergie wird via Wärmetauscher, Heizwasser und Umwälzpumpe in den Heizkreislauf überführt. Eine Gasheizung kann recht hohe Vorlauftemperaturen liefern und damit auch herkömmliche, freistehende Heizkörper versorgen. Mit einer Gasheizung lässt sich sowohl Heizwärme als auch Warmwasser erzeugen.
  • Wärmepumpe: Die Wärmepumpe funktioniert mit einem Kältemittelkreislauf. Dieser nimmt Umweltwärme auf: aus Außenluft, Erdwärme oder Grundwasser. Daraufhin verdampft das Kältemittel und wird in der Wärmepumpe mithilfe von elektrischem Strom komprimiert. Schließlich wird die Wärmeenergie mithilfe eines Wärmetauschers an den Heizkreislauf abgegeben. Bevor der Kreislauf von vorn beginnen kann, sorgt ein Entspannungsventil für die Normalisierung des Drucks. Eine Wärmepumpe kann Heizenergie und auch Warmwasser erzeugen.

Gasheizung oder Wärmepumpe im Neubau: Kosten im Vergleich

Gasheizung

Wärmepumpe

Anschaffungskosten

ca. 4.800 bis 19.300 EUR

ca. 8.000 bis 22.000 EUR

Förderung

nur als Hybrid mit Erneuerbaren Energien

35 %

CO2-Preis

bis zu 55 €/t CO₂ = 105 bis 230 €/Jahr

entfällt

Gaskosten

ca. 6,5 ct/kWh = 1.495 € (im Einfamilienhaus/Jahr)

entfällt

Stromkosten

ca. 50 €/Jahr

ca. 1.000 €/Jahr (im Einfamilienhaus)

Schornsteinfeger

ca. 50 €/Jahr

entfällt

Wartung

ca. 150 €/Jahr

ca. 150 €/Jahr

Es zeigt sich, dass der Betrieb einer Gasheizung teurer ist als der einer Wärmepumpe. Hinzu kommt, dass die Gasheizung allein nicht förderfähig ist. Beides erhöht die Kosten einer Gasheizung. Ein weiterer Faktor ist die Klimafreundlichkeit. Auch eine moderne und sparsame Gasbrennwertheizung verfeuert den fossilen Energieträger Gas – was unweigerlich zu CO2-Emissionen führt.

Eine Wärmepumpe hingegen benötigt zwar Strom – doch auch dieser kann seinerseits aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Beispielsweise mit Photovoltaik. Dann hat die Wärmepumpe das Potenzial, CO2-neutral zu arbeiten.

Letztlich haben Sie noch die alternative Möglichkeit, eine Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe in Ihrem Neubau zu installieren. So profitieren Sie zum einen auch mit der Gasheizung von einer Förderung. Zum anderen reduzieren Sie dank der Wärmepumpe dennoch den Gasverbrauch und damit die Umweltbelastung durch CO2-Emissionen.

Pellets oder Wärmepumpe für den Neubau?

Pelletheizungen gelten ebenfalls als CO2-neutral. Eignen sie sich ebenso gut für den Neubau wie eine Wärmepumpe? | Bildquelle: © AdobeStock_Ocskay Mark

Heizen mit Holzpellets oder mit einer Wärmepumpe – welche Heizungsform auf Basis Erneuerbarer Energien passt zu Ihrem Neubauprojekt? Um Ihnen die Entscheidungsfindung etwas zu vereinfachen, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Eigenschaften und Kosten der Pelletheizung vor.

Bei Pellets handelt es sich um unter Druck gepresstes Holz aus Abfällen der Holzverarbeitung. Daher ist die CO2-Bilanz fast neutral – denn es wird beim Verbrennen nur die Menge an CO2 wieder freigesetzt, die der Baum einst beim Wachsen eingelagert hat. Für die Anschaffung und Installation einer Pelletheizung kommen im Vergleich recht hohe Kosten zusammen. Denn man braucht neben dem Pelletkessel als "Herzstück" noch einen Pufferspeicher, ein Pelletlager und ein Fördersystem.

Pelletheizung und Wärmepumpe im Neubau: Kosten im Vergleich

Pelletheizung

Wärmepumpe

Anschaffungskosten + Montage

ca. 20.000 bis 25.000 EUR

ca. 8.000 bis 22.000 EUR

Förderung

Im Neubau keine BEG-Einzelförderung

35 %

CO2-Preis

entfällt

entfällt

Pelletkosten/Heizkosten

ca. 4,5 ct/kWh (entspricht ca. 1.000 € im Einfamilienhaus/Jahr)

entfällt

Stromkosten

ca. 150 €/Jahr

ca. 1.000 €/Jahr (im Einfamilienhaus)

Schornsteinfeger und Wartung

ca. 300 €/Jahr

Wartung: ca. 150 €/Jahr

Reinigungskosten

ca. 150 €/Jahr

entfällt

Pelletheizungen eignen sich gut für Häuser mit einem hohen Wärmebedarf und sollten idealerweise ständig unter Volllast laufen. Damit ist eine Pelletheizung zunächst besser für Altbauten geeignet, die durch schlechtere Dämmung als ein Neubau einen höheren Wärmebedarf haben. Im Neubau-Bereich kommen Pelletheizungen eher für Mehrfamilienhäuser infrage.

Zudem ist der Platzbedarf einer Pelletheizung sehr hoch: Vor allem für das Lager ist ein eigener Raum notwendig. Dieser muss stets staubtrocken gehalten werden. Das kann eine gesonderte und brandgeschützte Lüftungsanlage erforderlich machen, sonst könnten die Pellets aufquellen. Im Neubau sind die evtl. zusätzlichen Baukosten hierfür zu berücksichtigen. Dasselbe gilt für eine zwingende Zuwegung für die regelmäßige Pelletlieferung. Was jedoch wieder für die Pelletheizung spricht, sind die günstigen Heizkosten.

Im Vergleich zwischen Pelletheizung und Wärmepumpe punktet folglich die Wärmepumpe:

  • geringere Anschaffungskosten
  • bessere Förderfähigkeit – auch als Einzelmaßnahme
  • platzsparend
  • deutlich geringerer Aufwand (z. B. braucht die Pelletheizung einen eigenen Raum und eine Zuwegung für regelmäßige Pellet-Lieferungen)

Pellets haben geringere Brennstoffkosten als Gas und Heizöl. | Bildquelle: © Deutsches Pelletinstitut GmbH

Tipp: Lassen Sie sich von einem Heizungsinstallateur beraten, um Ihren persönlichen Vergleich zwischen Gasheizung, Pelletheizung und Wärmepumpe individuell berechnen zu lassen.

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Welche Wärmepumpe für den Neubau?

Wenn Sie sich bereits für eine Wärmepumpe für Ihren Neubau entschieden haben, kommt die Frage auf, was für eine Wärmepumpe es sein soll. Es gibt mehrere förderfähige Wärmepumpen für den Neubau, sodass Ihnen eine gewisse Auswahl zur Verfügung steht. Im Folgenden finden Sie gängige Wärmepumpen im Überblick: Welche eignet sich für Ihren Neubau besonders gut? Und mit welchen Kosten für die Wärmepumpen ist zu rechnen?

  • Luft-Luft-Wärmepumpe im Neubau: Die Luft-Luft-Wärmepumpe unterscheidet sich von anderen Wärmepumpen, da sie keinen Kältemittelkreislauf hat. Es gibt also keine Trägerflüssigkeit, sondern einen Luftkreislauf. Die Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht verbrauchter Luft Wärme und gibt diese an die Frischluft ab. Somit sind keine Heizkörper notwendig. Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich für Neubauten, die als Passivhaus konzipiert wurden oder zumindest luftdicht gedämmt sind.

Die Luft-Luft-Wärmepumpen Kosten liegen bei etwa 8.000 bis 15.000 Euro für Anschaffung und Installation. Eine BEG-Förderung mit 35 Prozent ist möglich.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau: Luft-Wasser-Wärmepumpen sind laut dem Bundesverband Wärmepumpe e. V. die beliebtesten Wärmepumpen. Luft-Wasser-Wärmepumpen eignen sich bestens für gut gedämmte Neubauten. Sie funktionieren, indem sie der Umgebungsluft von draußen Wärme entziehen. Diese wird mithilfe von Strom soweit verdichtet, dass sie die notwendige Vorlauftemperatur für die Heizung erreicht. Im gut gedämmten Neubau ist auch im Winter mit einem nur geringfügig höheren Stromverbrauch zu rechnen, den die Luftwärmepumpe für das Bereitstellen der entsprechenden Temperatur für den Heizkreislauf benötigt.

Die platzsparenden Luft-Wasser-Wärmepumpen können sowohl innen als auch außen aufgestellt werden. Die Innenaufstellung ist nur möglich, wenn das fertig montierte Gerät im Keller aufgestellt werden kann. In einem Neubau ist das problemlos umsetzbar. Für die Außenaufstellung ist ein waagerechtes und frostfreies Fundament notwendig. Luftwärmepumpen eignen sich auch für Neubauten auf kleinen Grundstücken, da ihr Platzbedarf so gering ist.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpen Kosten liegen bei etwa 15.000 Euro. Eine BEG-Förderung mit 35 Prozent ist möglich.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe im Neubau: Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, auch Erdwärmepumpe genannt, bezieht die Umweltenergie aus dem Erdreich. Hierfür kommen entweder großflächig verteilte Erdkollektoren zum Einsatz oder Erdsonden, die bis zu 100 m tief in das Erdreich gebohrt werden. Die aus der Erde gewonnene Wärmeenergie wird mithilfe von elektrischem Strom auf die für den Heizkreislauf benötigte Temperatur gebracht. Die Erdwärmepumpe ist dabei mit einer JAZ von 4 sehr effizient.

Soll auf einem kleineren Grundstück eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen, so eignet sich nur die Erdsonde. Denn der Platzbedarf für Erdkollektoren ist recht groß: Eine Faustregel besagt, dass die Fläche 1,5-mal so groß sein soll wie die zu beheizende Fläche im Haus.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpen Kosten liegen bei etwa 12.000 bis 20.000 Euro, je nachdem, ob Sie Kollektoren oder eine Sonde einsetzen. Eine BEG-Förderung mit 35 Prozent ist möglich.

  • Warmwasser-Wärmepumpe im Neubau: Die Warmwasser-Wärmepumpe, auch Brauchwasser-Wärmepumpe genannt, ähnelt in ihrer Funktionsweise der Luft-Luft-Wärmepumpe. Der Unterschied ist jedoch, dass die gewonnene Wärme nicht dem Heizen dient, sondern nur der Warmwasserbereitung. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe kann beispielsweise gut in Räumen aufgestellt werden, in denen ohnehin zu viel Wärme entsteht, zum Beispiel in klassischen Heizungskellern. Warmwasser-Wärmepumpen sind daher besser für Altbauten als für Neubauten zu empfehlen. Neue Heizungssysteme in Neubauten haben eher keinen bis zu einem nur geringen Wärmeverlust. So entsteht kaum ein nutzwerter Vorteil für eine Warmwasser-Wärmepumpe. Ein weiterer Grund ist die eingeschränkte Förderfähigkeit: In der BEG werden nur solche Wärmepumpensysteme gefördert, die zugleich für Heizung und Warmwasser sorgen.

Die Warmwasser-Wärmepumpen Kosten liegen bei etwa 2.000 bis 3.000 Euro, je nachdem, ob Sie Kollektoren oder eine Sonde einsetzen. Eine direkte BEG-Förderung ist nicht möglich. Die Brauchwasser-Wärmepumpe kann nur indirekt mitgefördert werden.

Wärmepumpe mit Photovoltaik: Gut umsetzbar im Neubau

Eine Photovoltaikanlage kann eine Wärmepumpe mit Strom versorgen. | Bildquelle: © AdobeStock_bilderzwerg

Wärmepumpen benötigen Strom für ihren Betrieb. Dieser Bedarf ist zwar geringer, je besser das Haus gedämmt ist, wie beispielsweise ein Neubau. Dennoch ist der Wärmepumpenstrom zum einen ein Kostenfaktor und erhöht zum anderen die CO2-Bilanz.

Gerade im gut gedämmten Neubau eröffnet sich hier eine klimafreundliche und kostensenkende Alternative: die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik. Fallen etwa 1.000 Euro an Stromkosten im Jahr an, so können rund 30 Prozent davon durch den eigenen Solarstrom getragen werden. Ihre jährlichen Stromkosten für die Wärmepumpe reduzieren sich auf rund 650 Euro. Vor allem im Neubau ist die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik sehr wirkungsvoll. Denn das Haus hat einen hohen Dämmstandard und das gesamte System aus Wärmepumpenheizung und PV-Anlage kann von Beginn an optimal aufeinander abgestimmt werden.

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Kosten einer Wärmepumpe im Neubau

Neben dem Platzbedarf sind die Kosten einer Wärmepumpe für den Neubau entscheidend. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Anschaffungskosten, Erschließungskosten und Stromkosten der jeweiligen Wärmepumpe für einen Neubau.

Luftwärmepumpe

Erdwärmepumpe

Warmwasserwärmepumpe

Anschaffungskosten

ca. 8.000 bis 15.000 EUR

ca. 10.000 bis 12.000 EUR

ca. 2.000 bis 3.000 EUR

Installationskosten

ca. 3.000 bis 6.000 EUR

ca. 4.000 bis 25.000 EUR

ca. 350 EUR

Stromkosten (Haus 120 qm)

ca. 1.200 EUR/Jahr

ca. 900 EUR/Jahr

ca. 60 EUR/Person/Jahr

Erfahren Sie mehr über die Kosten von Wärmepumpen in unserem Ratgeberartikel Wärmepumpen Kosten.

Förderung von Wärmepumpen im Neubau

Für Wärmepumpen im Neubau gibt es hohe Förderungen. | Bildquelle: © AdobeStock_Zerbor

Da es sich bei Wärmepumpen um Heizungssysteme auf Basis Erneuerbarer Energien handelt, sind sie förderfähig. Aufgrund des sich zuspitzenden Klimawandels verschärft die Politik ihre Klimaziele. Zielgerichte Förderprogramme, zum Beispiel im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), unterstützen die Anschaffung von CO2-neutralen Heizungen wie Wärmepumpen großzügig. Das macht sich vor allem im Neubau bemerkbar, da die Art der Wärmepumpe fast frei wählbar ist.

Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen im Neubau:

  • BEG EM (Einzelmaßnahmen): Eine Wärmepumpe ist im Neubau, aber auch im Altbau, direkt mit 35 Prozent der Anschaffungskosten förderfähig.
  • BEG WG (Wohngebäude): Mit dieser Fördervariante wird die Wärmepumpe indirekt mitgefördert. Bedingung ist, dass der Neubau einen gewissen Effizienzhaus-Standard erreicht. Die Förderhöhe beträgt je nach erreichtem Standard 15 bis 25 Prozent.
  • BEG NWG (Nicht-Wohngebäude): Wärmepumpen in einem neu errichteten Nicht-Wohngebäude sind ebenfalls indirekt förderfähig. Je nach Energiestandard beträgt die Förderhöhe 15 bis 20 Prozent.

Eine Besonderheit der Wärmepumpen-Förderung ist die Warmwasser-Wärmepumpe. Sie ist – im Gegensatz zu den anderen Wärmepumpen – nicht als Einzelmaßnahme förderfähig. Ein Grund ist, dass die Brauchwasser-Wärmepumpe lediglich Warmwasser bereitstellt, nicht aber Heizenergie.

In unserem Ratgebertext zur Wärmepumpen-Förderung geben wir Ihnen einen ausführlichen Überblick über die verschiedenen Förderungen für Wärmepumpen.

Fazit: Wärmepumpen im Neubau

Wärmepumpen sind zeitgemäße und klimafreundliche Heizungssysteme, die in einem gut gedämmten Neubau ihre Effizienz voll ausspielen können. Sie sind platzsparend und günstig im laufenden Betrieb. Ihre Auslegung kann direkt ab der Planungsphase optimal auf den jeweiligen Neubau abgestimmt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Heizungssystemen auf Basis fossiler Energieträger erscheinen die Anschaffungskosten für Wärmepumpen zunächst hoch. Dem gegenüber stehen die hohen staatlichen Förderungen – und die Ersparnis im laufenden Betrieb. Die Kombination mit Photovoltaik kann die für den Betrieb der Wärmepumpe erforderlichen Stromkosten zudem um mindestens ein Drittel reduzieren. Für ein optimales Zusammenspiel können Wärmepumpe und PV-Anlage für eine Neubau bereits in der Planungsphase entsprechend berücksichtigt werden.

FAQ

Welche Wärmepumpe im Neubau?

Es sollte, wenn möglich, die Wärmepumpe mit der höchsten JAZ gewählt werden, da sie am effizientesten ist. Sofern das Grundstück es zulässt, wären dies die Wasser-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 5) oder die Erdwärmepumpe (JAZ 4).

Werden Wärmepumpen im Neubau gefördert?

Ja. Als Heizungen auf Basis von Umweltenergie sind Wärmepumpen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig.

Was kostet eine Luftwärmepumpe für ein neues Einfamilienhaus?

Je nach Art der Luftwärmepumpe liegen die Anschaffungskosten zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Hinzu kommen Montagekosten.

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