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    Heizungen für Mehrfamilienhäuser

    Bei einer Heizung im Mehrfamilienhaus verläuft die Planung einer Heizungsanlage im Prinzip ähnlich wie bei einem Einfamilienhaus. Allerdings sind hier deutlich mehr Zusammenhänge zu berücksichtigen, um zu einer für alle Parteien akzeptablen Lösung zu kommen. Wir zeigen, welche Heizungen im Mehrfamilienhaus geeignet sind.
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    Heizung im Mehrfamilienhaus - welche Systeme sich eignen

    Heizung MehrfamilienhausGasbrennwert-Kaskade, Bild: Bosch Thermotechnik GmbH

    • Ob im Neubau oder im Bestandsbau: bevor es an die konkrete Planung geht, muss, ebenso wie bei der Heizung im Einfamilienhaus, eine Heizlastberechnung durchgeführt werden.
    • Zusätzlich sollte sich ein hydraulischer Abgleich anschließen. So erhält jeder Heizkörper die benötigte Wärmemenge - kein Heizkörper wird zu warm oder bleibt kalt.
    • Zusätzlich spart ein Abgleich Heizkosten ein, indem die Heizungspumpe (auch hier bietet sich eine Nachrüstung durch ein besser regelbares Modell an) nur noch arbeitet, wenn es unbedingt notwendig ist.
    • Grundsätzlich kommen bei der Heizung im Mehrfamilienhaus dieselben Techniken zum Einsatz wie in kleineren Gebäuden.
    • Der Energiebedarf für Raumwärme und Warmwasser ist allerdings deutlich höher. Auch in der Infrastruktur bestehen Unterschiede: im Mehrfamilienhaus gibt es oft dezentrale Warmwasserlösungen wie Durchlauferhitzer oder Gasetagenheizungen stellen die Raumwärme dezentral bereit.

    Gasbrennwertheizungen sparen Heizkosten - ob Zentral- oder Etagenheizung

    Im Altbau wie im Neubau kommen sehr häufig (Gas-)Brennwertheizungen zum Einsatz. Wenn alte Standard- oder Niedertemperaturkessel als Heizung im Mehrfamilienhaus verbaut sind, führt die Umrüstung auf Brennwerttechnik zu deutlichen Einsparungen - Brennwertkessel nutzen die Wärme des Abgases aus und gewinnen so mehr Energie aus derselben Menge Brennstoff.

    Gas-Brennwertheizungen eignen sich für alle Einsatzgebiete: von der Zentralheizung für Raumwärme, individuelle Gasetagenheizungen für einzelne Wohneinheiten oder als Heizzentrale für mehrere Gebäude. Allerdings sollten Sie beachten, dass eine Abgasführung besteht, welche brennwertgeeignet ist (kann relativ einfach nachgerüstet werden) und dass Sie bei einer Kesselleistung von mehr als 200kW eine spezielle Vorrichtung zur Kondensatneutralisation zurüsten - ihr lokaler Fachbetrieb berät Sie hier gern weiter.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass bei einem bestehenden oder leicht verfügbaren Gasanschluss eine Gasbrennwertheizung zu den preisgünstigsten Anschaffungen zählt.

    Nachtspeicherheizungen verboten? Die E-Heizung im Mehrfamilienhaus

    Laut Paragraph 10a der Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt es kein Verbot von Nachtspeicherheizungen, aber Regeln zur Außerbetriebnahme in bestimmten Fällen: betroffen sind unter anderem Mehrfamilienhäuser mit mehr als 5 Wohneinheiten und Nichtwohngebäude mit über 500 Quadratmetern Nutzfläche. Mehr zur Regelung finden Sie im Artikel zur Außerbetriebnahme von Nachtspeicherheizungen.

    Wenn eine Mehrfamilienhaus Heizung elektrisch betrieben wird und ein Ersatz gefordert ist, sollten Sie beachten, dass eine neue Elektroheizung unter Umständen nicht von der EnEV gedeckt ist - sie entsprechen nicht den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung. Konsultieren Sie bei dieser Frage grundsätzlich einen Fachbetrieb der Sie berät. Als Alternativen bieten sich eine Gasbrennwertheizung (wenn ein Gasanschluss leicht verfügbar ist), alternativ auch Pelletheizung, Wärmepumpe oder ein BHKW als Heizung im Mehrfamilienhaus an.

    Regenerative Energiequellen sind eine sehr attraktive Alternative

    Als Heizung im Mehrfamilienhaus können Sie auch eine Wärmepumpe in Betracht ziehen. Sie gewinnt aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich Wärme - unter Zuhilfenahme eines gewissen Anteils Strom. Bei einer monovalenten Wärmepumpe (die Wärmepumpe übernimmt die ganze Wärmebereitstellung) wäre eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung eine interessante Option. Bei Wärmepumpen wichtig: eine Fußbodenheizung ist der ideale Heizkörper - hier arbeitet das System am effizientesten. Alternativ können große Niedertemperaturheizkörper den Job übernehmen. Von alten Radiatorheizkörpern sollten Sie sich bei Einsatz einer Wärmepumpe allerdings trennen. Hier wäre kostensparendes Heizen nicht mehr gegeben.

    Eine Wärmepumpe kann auch bivalent betrieben werden - das bedeutet, dass das Gerät ihre bestehende Heizung unterstützt, beispielsweise speisen alle Erzeuger in einen gemeinsamen Pufferspeicher ein - oder sie übernimmt die Warmwasserbereitung eines Mehrfamilienhauses komplett. Allerdings ist dies bei dezentraler Warmwasserversorgung nicht praktikabel. Eine Wärmepumpe ist in der Anschaffung teurer als eine Gasbrennwertanlage, allerdings sind die Heizkosten niedrig und sie amortisiert sich über die Lebensdauer. Eine attraktive Wahl für eine Heizung im Mehrfamilienhaus.

    Eine weitere regenerative Heiztechnik ist die Pelletheizung. Sie verbrennt Holzpellets und ist damit eine sehr CO2-arme Heizung. Zusätzlich zählen Pellets zu den preiswertesten Brennstoffen, die auf dem Markt erhältlich sind - nur Hackschnitzel und Scheitholz (als Heizung im Mehrfamilienhaus nicht unbedingt prädestiniert) sind billiger. Außerdem ist eine Pelletheizung nicht auf niedrigere Systemtemperaturen angewiesen wie eine Wärmepumpe - sie liefert hohe Temperaturen ohne nennenswerte Verluste. Aber: die Pelletheizung zählt wie die Wärmepumpe zu den Systemen, die relativ preisintensiv in der Anschaffung sind. Zusätzlich müssen sie ein Pelletlager zur Brennstofflagerung vorhalten.

    Kraft-Wärme-Kopplung stellt gleichzeitig Strom & Wärme bereit

    Im Einfamilienhaus oft zu leistungsstark aber als Heizung im Mehrfamilienhaus sehr sinnvoll: das Blockheizkraftwerk. Über das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung stellt ein solches "BHKW" gleichzeitig Strom & Wärme bereit. Den Strom kann man selbst verbrauchen oder gegen eine Vergütung ins allgemeine Netz einspeisen. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Artikel zum BHKW im Mehrfamilienhaus. BHKW können mit Gas, Öl oder auch Pellets und anderen Brennstoffen betrieben werden.

    Solarthermie senkt die Heizkosten weiter

    Grundsätzlich kann man in bestehende Zentralsysteme (ob Heizung oder Warmwasserbereitung) auch eine Solarthermieanlage einbinden - entsprechende Speicher und ein geeignetes Dach vorausgesetzt. Sie gewinnt Wärme aus der Sonneneinstrahlung und führt diese dem Pufferspeicher oder einem Speicher zur Warmwasserbereitung zu.

    Hier finden Sie Fachbetriebe für Heiztechnik - sie helfen Ihnen bei der Planung einer Heizung im Mehrfamilienhaus.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de