Anmeldung Fachbetriebe

Gas-Brennwertkessel - Hoher Nutzungsgrad

Der Gas-Brennwertkessel ist derzeit die effizienteste Gasheizung. Er ist deutlich besser als der alte Konstanttemperatur­kessel und weist auch gegenüber dem Niedertemperaturkessel überzeugende Vorteile auf. Wir zeigen, wie ein Brennwertkessel arbeitet und wie ein Gas-Brennwertkessel am besten geplant wird.
Jetzt Fachbetriebe für Gasheizungen finden
  • Geprüfte Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!

Gas-Brennwertkessel - Betriebsweise und Praxis

Gas-Brennwertkessel SchnittBeispiel für einen Gas-Brennwertkessel, Grafik: JunkersLaut Verordnung über das Inverkehrbringen von Heizkesseln und Geräten nach dem Bauproduktengesetz (Artikel 1 der Verordnung zur Umsetzung der Heizkesselwirkungsgrad­richtlinie) (BauPGHeizkesselV) ist ein "Brennwertkessel ein Heizkessel, der für die Kondensation eines Großteils des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert ist."

Im Vergleich zum Niedertemperaturkessel, arbeitet der Gas-Brennwertkessel zwar ebenso mit einer der Außentemperatur angepassten Betriebstemperatur, jedoch wird hier die Kondenswasserbildung nicht verhindert, sondern sogar intensiv gefördert, da der Brennwertkessel die Kondensationswärme des Wasserdampfes nicht ungenutzt abgibt, sondern aktiv nutzt.

In herkömmlichen Kesselvarianten kann diese latente Wärme nicht genutzt werden. Die heißen Abgase werden dabei so lange durch Wärmetauscher geleitet bis der gebundene Wasserdampf kondensiert ist. Durch das Ausnutzen der Kondensationswärme erreicht man eine deutliche Verbesserung des Wirkungsgrades während der Verbrennung.

Was technisch kompliziert klingt, hat einen wirtschaftlich sehr interessanten Effekt: Als Bestandteil einer Gasheizung hat der Gas-Brennwertkessel einen um 10% höheren Wirkungsgrad als ältere Heizkessel. Der Nutzungsgrad eines Gas-Brennwertkessel ist daher deutlich besser als der Nutzungsgrad von Niedertemperatur­kesseln.

Weitere Eigenschaften neben der Brennwertnutzung

Von der Brennwertnutzung abgesehen weist der Gas-Brennwertkessel auch die Vorteile des Niedertemperaturkessels auf und kann abhängig von der Außentemperatur (oder anderen Parametern) gleitend / variabel bedarfsgerecht Wärme erzeugen und heizt immer nur so viel, wie auch erforderlich ist.

Brennwerttechnik ist auch für Ölheizungen erhältlich, allerdings ist sind hier die Gerätepreise höher, der Brennstoff teurer und der Brennwertgewinn nicht so hoch wie beim Gas-Brennwertkessel - bei Öl setzt die Abgaskondensation zu einem späteren Zeitpunkt ein (47 Grad Celsius gegenüber 57 Grad bei Gas).

Wann lohnt sich ein Gas-Brennwertkessel?

Die Gaskessel bewegten sich preislich in einem Preisrahmen zwischen 4.500 und 5.800 Euro, inklusive Speicher und Regelung. Die gesamten Kosten einer Brennwertheizung sind natürlich höher anzusetzen.

Bei einem Umstieg von einem alten Standardkessel, amortisiert sich der Gas-Brennwertkessel sehr schnell. Jährliche Kosteneinsparungen von bis zu 30% sind realistisch. Abhängig vom Gaspreis rentiert sich der Austausch des Kessels bereits nach 7 bis 10 Jahren. Auch der Umstieg von der Ölheizung kann sich lohnen - allerdings sind hier zusätzliche Kosten für den Gasanschluss zu berücksichtigen.

Neben zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen der KfW, gibt es noch direkte Fördermöglichkeiten. Wer auch die zusätzliche Installation einer Solarthermie Anlage in Betracht zieht, der kann vom Kesseltauschbonus profitieren.

Gas-Brennwertkessel - Voraussetzungen und Einbau in Heizungsanlagen

Ein Brennwertkessel kann im Prinzip an jede Immobilie angepasst werden. Vor allem erneuerbare Energien (Solarthermie, Wärmepumpe, etc) profitieren vom niedrigen Temperaturniveau, auf dem ein Gas-Brennwertkessel arbeiten.

Lediglich die Kondensatableitung muss sichergestellt sein. Der Kessel muss dazu mit einem Abfluß versehen sein. Die Luftzuführung kann raumluftunabhängig oder raumluftabhängig erfolgen. Die raumunabhängige Luftführung ist erforderlich, wenn sich der Kessel in einem Bereich des Gebäudes befindet, in dem sich Bewohner aufhalten. Bei der raumabhängigen Luftführung wird die Luft zur Verbrennung der Umgebung entnommen und ist nur für Räumlichkeiten zulässig, in denen sich nicht ständig Personen aufhalten.

Wenn Sie von einem alten Konstanttemperaturkessel oder einem Niedertemperaturkessel auf einen Gas-Brennwertkessel umrüsten, muss unter Umständen eine Schornsteinsanierung in Betracht gezogen werden, um Schäden an der Bausubstanz durch das Kondensat zu vermeiden.

Was sollten Sie bei einem neuen Gas-Brennwertkessel beachten?

Wichtig ist, dass der Gasbrennwertkessel optimal zu den Gegebenheiten des Gebäudes und den Anforderungen der Bewohner passen. Dafür sollte man folgende Punkte mit einem Fachbetrieb bei einem Vor-Ort Termin besprechen:

KriteriumAnforderung an Gasbrennwertkessel
AufstellungOberflächenverluste eines Gasbrennwertkessels nutzbar machen, durch Aufstellung im beheizten Bereich
RegelungLeistungsanpassung des Brenners muss möglich sein
HocheffizienzpumpeEEI-Wert von maximal 0,23
WirkungsgradMöglichst hoher Wirkungsgrad von > 95% haben und nur geringe Stillstandsverluste aufweisen

Fachbetriebe für Heizungen helfen Ihnen gern bei der Systemwahl. Nehmen Sie immer Kontakt mit verschiedenen Fachleuten auf, um umfassende Beratung sicherzustellen.


Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de