Brennwerttherme Preise & Vergleich mit anderen Systemen

Die Preise einer Gas Brennwerttherme hängen von der Leistung des Gerätes und der Geräteklasse ab. Ein genauer Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich auf jeden Fall. Hier finden Sie einen Überblick über Brennwerttherme Preise, Hinweise zur Planung und am Ende des Textes Kontakt zu kompetenten Fachbetrieben aus Ihrer Region.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Brennwerttherme Preise: beim Kauf auf Qualität achten

Querschnitt durch eine Brennwerttherme,
Abbildung: Viessmann Werke

In diesem Text behandeln wir die Preise von wandhängenden Brennwertthermen. Aufgrund ihrer kompakten Bauart können sie auch in kleinen Räumen platzsparend angebracht werden. Der Nachteil: einen großen und steigenden Warmwasserbedarf können Brennwertthermen mit kleiner Leistung jedoch nicht abgedecken. Falls Sie sich eher für einen herkömmlichen bodenstehenden Kessel mit Brennwert interessieren, finden Sie hier unsere Übersicht zu den Preisen von Brennwertheizungen. Die Preise im Folgenden beziehen sich auf die reinen Gerätepreise ohne Steuer oder Montagekosten.

Gerätepreise für Brennwertthermen

Es gibt heutzutage viele verschiedene Brennwertthermen von verschiedenen Herstellern. In Qualität und Ausführung unterscheiden sich die Brennwertthermen von Deutschlands führenden Herstellern wie Bosch (ehemals Junkers), Buderus, Vaillant oder Viessmann nicht grundlegend. Die Technik ist inzwischen sehr ausreift und die Preise vergleichsweise günstig. Die Preise hängen von der Marke, der Leistung und des Funktionsumfangs der Gastherme ab.

Die Preise für eine günstige, aber vollwertige Brennwerttherme für Gas liegen bei etwa 2000 Euro aufwärts. Zu differenzieren ist zwischen Gasthermen, Heizthermen und Kombithermen, die respektive das Warmwasser bereiten, die Raumwärme bereitstellen (alternativ bei angebundenem Speicher auch das Trinkwasser) oder beides direkt gewährleisten.

Kleinere Brennwert-Heizthermen gibt es in einem Preisbereich von 2000 bis 3000 Euro im Leistungsbereich von 11 bis 24 kW. Ein anderer Hersteller gibt Listenpreise von 2500 bis 3500 Euro bei einer Kesselleistung von 15 bis 45 kW an.

Ein weiterer Hersteller hat Brennwertthermen von 24 kW mit Preisen von 2500 bis 3500 Euro im Programm. Eine Lösung mit zusätzlich integriertem (oder nebenstehendem) Speicher schlüge mit einem Aufpreis von weiteren 1000 bis 2000 Euro zu Buche.

Kombithermen mit einer höheren Warmwasserleistung oder Heizleistung bzw. höherwertigen Bauteilen / Extras finden sich in einem Preisbereich von ungefähr 3000 bis 3500 Euro wieder. Bei einer Leistung bis zu 45 kW erreichen die Brennwerttherme Preise durchaus auch einmal 4000 Euro. Eine Leistungsstärke von bis zu 100 kW führt dann zu Preisen zwischen 5000 und 7000 Euro.

Im einschlägigen Onlinehandel gibt es Einzelgeräte natürlich billiger - wir beziehen uns hier allerdings auf die öffentlichen Listenpreise der Hersteller als Durchschnittswert. Beim Bezug durch einen Fachbetrieb kann man sich eher auf bessere Garantiebedingungen und sicheren Service im Schadensfall verlassen.

Preise und Kosten für für Montage der Gas-Brennwerttherme

Neben den Gerätepreise für die Brennwerttherme ist der zweite Kostenblock die Montage durch einen Fachbetrieb. Die Kosten hängen hier sehr stark von den Voraussetzungen des Einbaus ab: Ist der Schornstein bzw. das Abgassystem bereits für Brennwerttechnik geeignet? Kann der alte Stellplatz der Heizung weiter genutzt werden? Können alte Leistungen übernommen werden? Abhängig von der Beantwortung dieser Fragen liegen die Montagekosten im Durchschnitt zwischen 2.000 Euro und 5.000 Euro.

Umrüstung von Heizwert-Gastherme auf Brennwerttherme

Die Aufrüstung einer herkömmlichen Gastherme zur modernen Brennwerttherme lohnt sich. Brennwertthermen arbeiten deutlich effizienter als alte Geräte und nutzen sogar die Abgaswärme, die bei älteren Gasthermen ungenutzt nach Außen entweicht. Langfristig gesehen steht außer Frage, dass sich die Brennwerttherme Preise langfristig lohnen, da das Gas viel effektiver genutzt wird, als eine herkömmliche Gastherme es vermag.

Bei der Auswahl der Brennwerttherme sollte man aber nicht nur auf die Preise achten. Wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel der Modulationsgrad (wie weit kann das Gerät die Leistung herunterregeln und so Effizienzverluste minimieren) und wie hoch die Warmwasserleistung ausfällt. Wenn man einen sehr hohen Warmwasserbedarf hat, kann sich unter Umständen eher der Griff hin zu einem herkömmlichen Kessel und / oder einer Lösung mit Speicher eher lohnen. Der Fachbetrieb sollte diese Frage einmal gegenrechnen.

Auch die Wahl der richtigen Umwälzpumpe entscheidet mit über die Wirtschaftlichkeit. Eine stufenlos regelnde Pumpe ist oft um einen dreistelligen Betrag teurer als eine ungeregelte oder nur mehrstufig regelbare Heizungspumpe, macht sich aber über den Lebenszyklus eines Gerätes - vor allem in Kombination mit einem hydraulischen Abgleich - schnell bezahlt. Der Tausch einer Gasheizung zur Brenn­werttherme erfordert meistens Bauarbeiten am Abgassystem.

Preis, Wohnungsgröße & Co: Welche Faktoren bestimmen die Wahl der richtigen Gas-Brennwerttherme?

Natürlich muss die gewünschte Gasbrennwerttherme zu Ihrem Geldbeutel passen: allerdings ist der Preis nicht das alleinige Kriterium für die Wahl der richtigen Brennwerttherme. Folgende Daten benötigen Sie, um mit dem Fachbetrieb die optimale Wahl zu treffen:

  • zu heizende Fläche
  • Sanierungsstand / Dämmungsstandard (auch abgeleitet durch das Baujahr der Immobilie)
  • Aktuelle Abgasführung
  • Details zu Ihren Heizgewohnheiten
  • Größe des Warmwasserbedarfs (abgeleitet durch Verbraucher und Personen in Ihrem Haushalt)

Fachbetriebe für Heizsysteme beraten gerne zu den Preisen einer Brennwerttherme oder der Kombination einer Gasheizung mit Solar und helfen bei Planung & Montage.

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Weiterlesen zum Thema "Brennwertheizung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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