Ist eine Dachheizzentrale ein sinnvoller Standort?

Die Dachheizzentrale ist eine gängige Alternative zur Installation eines Heizkessels in Kellerräumen. Zum Einsatz kommt sie natürlich vor allem dann, wenn kein Keller oder geeigneter Kellerraum in einem Gebäude vorhanden ist. Aber auch bei der Sanierung von Altbauten und im Neubau kann die Dachheizzentrale eine interessante Installationslösung sein.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Dachheizzentrale - Gasheizung im Dachgeschoss

Bild: Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE)
Bei einer Dachheizzentrale wird der Gaskessel nicht in einem Heizraum im Keller, sondern im ausgebauten Dachgeschoss aufgestellt. Grundsätzlich kommen alle gängigen Kessel hierfür in Betracht - Gas-Brennwertkessel ebenso wie ältere Niedertemperaturkessel.

Auch die Entscheidung zwischen Wand- oder Standgerät spielt in diesem Zusammenhang eigentlich keine Rolle. Die Dachheizzentrale sollte nicht an einem nicht beheizten Dachgeschoss installiert werden: Frostgefahr und hohe Wärmeverluste sprechen gegen diese Einbaulösung.

Eine Dachheizzentrale lässt sich im Neubau besonders gut planen...

Bei einem Neubau kann der Einsatz einer Dachheizzentrale attraktiv in Hinblick auf die Baukosten sein - aber: falls Sie einmal das Heizsystem wechseln möchten oder mit weiteren Erzeugern wie einem Kamin koppeln möchten, kann es bei nicht vorhandenem Schornstein zu Problemen kommen. Bei einem Neubau lassen sich sämtliche Schritte der Installation, insbesondere der Schächte, natürlich schon vorab mit einplanen.

...ist aber besonders im Bestandsbau eine attraktive Lösung

Bei Altbauten gilt die Dachheizzentrale oftmals als einzige Standortwahl, falls der vorhandene Schornstein nur über einen Zug verfügt, welcher zusätzlich für einen Kamin genutzt werden soll. Besonders bei Altbausanierungen ist die Dachheizzentrale eine kostengünstige Lösung. Auch in Gebieten mit Hochwassergefährdung kann die Kesselposition unter dem Dach durchaus Sinn machen. Da die Abgasführung vom Dach nach draußen sehr kurz ist, kann der kostspielige Neubau oder die Sanierung eines vorhandenen aber nicht geeigneten Schornsteins in Altbauten oft umgangen werden - ein kurzes Luft-Abgas-System (LAS) für die raumluftunabhängige Zu- und Abführung reicht meist aus. Dies ist auch dann ein interessanter Aspekt, wenn man von einem anderen Heizsystem auf eine Gasheizung umsteigt, welches keinen Schornstein benötigte (Elektroheizungen).

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man nicht mehr betriebene Schornsteine oder Nischen in der Außenwand dazu nutzen kann, die Gasleitungen zu verlegen. Möchte man die Dachheizzentrale nachträglich durch eine Solaranlage aufrüsten, bietet der Standort kurze Wege für die benötigten Leitungen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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