Gasheizung - Kosten einsparen

Niemand kann eine verlässliche Prognose abgeben, wie sich der Gaspreis in den nächsten Jahren entwicklen wird. Mit einer Gasheizung sparen ist dennoch möglich. Vorausgesetzt es wird mit effizienter Technik geheizt und Gas vom günstigsten Anbieter bezogen. Den Gasverbrauch weiter senken kann eine Solarthermie Anlage, die eine Gasheizung mehrere Monate im Jahr bei der Warmwasserbereitung unterstützt.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenGasheizungKostenSpar-Tipps

Gasheizung - sparen leicht gemacht mit diesen Tipps

Achten Sie beim Kauf einer Gasheizung, dass in der Therme neue Technologien verbaut sind. Mit einem modulierenden Brenner wird die Energienutzung deutlich verbessert und die Lebensdauer der Therme erhöht. Stillstandzeiten werden reduziert und Auskühlverluste vermieden.

Dank der Brennwerttechnik kann die in Abgasen gebundene Verdampfungsenergie zusätzlich in wertvolle Nutzwärme umgewandelt werden. So wird die Energie bei einer Brennwerttherme besser genutzt als bei einer konventionellen Heizung.

Mit Solarthermie unterstützen

Eine Solarthermie-Anlage kann eine Gasheizung sinnvoll unterstützen, ohne dass die "alte" Gasheizung ausgetauscht werden muss. In der Übergansgzeit von Frühjahr bis Herbst liefert diese Anlage, die auf dem eigenen Hausdach montiert wird, genüg Wärme, um die Warmwasserbereitung nahezu vollständig zu übernehmen. In dieser Zeit verbrauchen Sie kein Gas, senken ihren Jahresverbrauch deutlich und können weiter mit der Gasheizung sparen.

Solar Heizung für Warmwasser ErtragFür mindestens 6 Monate im Jahr kann eine Solarthermie Anlage die Brauchwassererwärmung übernehmen.
| Bildquelle: Abteilung No-Oil der B & R Haustechnik Ltd. & Co. KG

Für einen Vier-Personen-Haushalt werden ca. 8 Quadratmeter Dachfläche gebraucht. Dieses sollte im besten Fall nach Süden - mindestens jedoch zwischen Ost, Süd und West ausgerichtet sein. Fachbetriebe für Gasheizungen und Solarthermie beraten gern über die Kombinationsmöglichkeiten.

Wechsel zum günstigsten Gasanbieter

Durch den Wettbewerb am Gasmarkt sind Verbraucher nicht mehr an den örtlichen Energieversorger gebunden und können sich für den günstigsten Anbieter entscheiden. Der Gastarif Rechner von Heizungsfinder hilft, den optimalen Gasanbieter für Ihren individuellen Verbrauch zu finden. Dazu geben Sie einfach die Postleitzahl und den Jahresverbrauch ein. Oft kann man selbst bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh mehr als 100 Euro pro Jahr bei der eigenen Gasheizung sparen. Vergleichen können Sie ermittelten Werte auch mit diesem Gaspreisvergleich.

Bessere Isolierung des Hauses

Je besser die Isolierung in einem Haus ist, desto länger kann die von der Gasheizung erzeugte Wärme erhalten und mit der Gasheizung sparen. Aber es sind nicht nur die teuren und umfangreichen Installationen, die bei der Minimierung des Gasverbrauchs unterstützen. Auch weniger aufwändige Änderungen, wie die Dämmung von freiliegenden Brauch- und Heizungswasserrohren, leisten ihren Beitrag zu einer niedrigeren Gasrechnung.

Alternative Heiztechniken in Betracht ziehen

Wenn Sie auch in Zukunft mit Erdgas heizen möchten, könnte auch ein Mikro-BHKW (Blockheiz­kraftwerk) für Sie interessant sein. Diese Geräte nutzen den Rohstoff Gas noch effektiver als die Brennwerttechnik, indem gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt wird. Deshalb werden diese Geräte auch als "stromerzeugende Heizungen" angeboten.

Den erzeugten Strom können Sie selbst nutzen oder in das örtliche Stromnetz einspeisen. In beiden Fällen senken Sie ihre Betriebskosten, da sie zusätzlich Stromkosten sparen oder eine Vergütung für den eingespeisten Strom erhalten. So können Sie am meisten mit einer Gasheizung sparen.

Weiterlesen zum Thema "Förderung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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