Gasheizung oder Ölheizung? Eine Entscheidungshilfe

9. November 2020
Wenn man neu baut, stellt sich die Frage "Gas oder Öl?" meist nicht. Die Ölheizung kommt dort nur in wenigen Fällen zum Einsatz. Wenn man aber seine alte Ölheizung sanieren will oder generell eine neue Heizung im Bestandsbau installiert werden soll, fragen sich viele, ob es eine Öl- oder Gasheizung werden soll. Heizungsfinder zeigt die wichtigsten Punkte bei der Entscheidung zwischen Gas oder Öl. Auf den ersten Blick scheint das Ergebnis eindeutig - ganz so einfach, wie man landläufig meint, ist die Lösung allerdings nicht.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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HeizungenGasheizungNeue GasheizungAuf Gas wechseln?

Gas oder Öl? Grundlagen für die Wahl des passenden Heizsystems

Ein moderner Brennwertkessel nutzt den Brennstoff besser,
Bild: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)
Bei der Entscheidung für Gas oder Öl scheint die Antwort auf den ersten Blick simpel: Erdgas war lange Zeit billiger als Heizöl, die Installation preisgünstiger, der Energieträger stößt weniger CO2 aus. Ist eine Gasheizung also grundsätzlich die bessere Wahl bei der Heizungssanierung?

Gas oder Öl? Brennstoffpreise von 2003 bis 2018 im Vergleich

Öl ist als Brennstoff in den vergangenen Jahren deutlich teurer als Gas gewesen (Bild 1). Das ist sich seit 2015 geändert und Heizöl ist preiswerter als Gas geworden. Heizöl nähert sich seit Jahresende 2017 allerdings wieder dem Erdgas an und übertrifft dieses stellenweise wieder. Während Heizöl laut Deutschem Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) gegen Ende des Jahres bei 5,95 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) lag, war Erdgas im Schnitt für 5,86 ct/kWh Wärme erhältlich (Bild 2).

Die Detaildaten weichen bedingt durch die unterschiedlichen Erhebungs- und Erfassungsverfahren ein wenig voneinander ab, das Gesamtbild wird jedoch akkurat wiedergegeben. Derzeit halten sich Gas und Öl noch ungefähr die Waage und für 2018 haben einige Gasversorger wie auch 2017 Preissenkungen bekanntgegeben, jedoch gibt es Hinweise darauf, dass Erdgas mittelfristig wieder teurer werden könnte (siehe dazu unseren Schwerpunktartikel zur Gaspreisentwicklung).

Bild 1: Brennstoffpreisentwicklung der letzten Jahre, Grafik: Bund der Energieverbraucher

Bild 2: Preisentwicklung von Heizöl, Erdgas und Holzpellets für 2017, Grafik: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV)

Im Schnitt liegen die Heizkosten im Einfamilienhaus (energetisch saniert) mit 150 Quadratmetern im Vergleich zwischen Gas und Öl (wenn beides Brennwertgeräte sind) nach Zahlen des IER Stuttgart um ungefähr 200 Euro auseinander:

Heizkosten im sanierten Altbau, Stand: Januar 2017

Heizsystem Jährliche Heizkosten
Ölheizung Brennwert 824
Ölheizung + Solarthermie 700
Gasheizung Brennwert 1080
Gasheizung + Solar 942

Heizkosten im Neubau, Stand: Januar 2017

Heizsystem Jährliche Heizkosten
Ölheizung Brennwert keine Angabe (Ölheizung ohne Solarunterstützung nicht mehr möglich)
Ölheizung + Solarthermie 397
Gasheizung Brennwert keine Angabe (Gasheizung ohne Solarunterstützung nicht mehr möglich)
Gasheizung + Solar 603

Im unsanierten Altbau kann dieser Unterschied sich allerdings auch bis auf 400 bis 500 Euro oder mehr erweitern, abhängig vom Gesamtverbrauch. Generell gilt: je energieeffizienter ein Gebäude, desto geringer fällt der preisliche Unterschied beim Brennstoff ins Gewicht. Natürlich fallen noch weitere Kosten an, welche die Entscheidung zwischen Ölheizung oder Gasheizung nicht gerade einfacher gestalten: die Kosten für einen Öltank, den Gasanschluss oder die Grundgebühren für den Gastarif wollen ebenso bezahlt werden.

Gesamtkosten für Gas- und Ölheizungen beachten

Die Preise für Gas oder Öl sind nicht die einzigen Kosten. Dazu gesellen sich die Preise für die Heizungsanlage selbst. Eine Gasheizung ist in der Anschaffung günstiger als eine Ölheizung. Bei einer Gasheizung kann man im Einfamilienhausbereich von Gesamtkosten ab 6000 bis 8000 Euro aufwärts (siehe auch: Preise & Kosten einer Gasheizung) ausgehen. Bei einer Ölheizung liegen die Preise um einige tausend Euro darüber - gehen Sie eher von 8000 bis 10000 Euro aufwärts in diesem Bereich aus (siehe auch:Preise und Kosten einer Ölheizung).

Ist eine der Heizungen also grundsätzlich im Vorteil? Nein.

Derzeit ist Heizöl preiswerter als Erdgas. Allerdings war dies über einige Jahre hinweg nicht der Fall und die komplette Rechnung steht und fällt auf lange Sicht (also der Laufzeit einer Heizung) hauptsächlich mit den Brennstoffpreisen. Kehrt sich die Situation zwischen Gaspreisen und Ölpreisen wieder um, sieht die Sachlage schon wieder ganz anders aus.

Sollte ich aus finanziellen Gründen von Öl auf Gas oder umgekehrt wechseln, wenn ich meine Heizung sanieren möchte? Hierauf gibt es kaum eine befriedigende Antwort. Zum Vergleich - auf dem Heizungsfinder hatten wir 2013 diesen Artikel zum ersten Mal verfasst. Dort war es finanziell geboten, bei Vorliegen eines Gasanschlusses und Bestehen einer alten Ölheizung doch lieber auf eine moderne Brennwert-Gasheizung umzusteigen. Nach der aktuellen Lage stellt es sich wahrscheinlich als günstiger heraus, einfach bei seinem Brennstoff zu bleiben. Eine Modernisierung von alten Heizwert oder Niedertemperaturkesseln auf ihre modernere Brennwertvariante zahlt sich immer aus. Allerdings sehen wir an diesem Beispiel, dass die Brennstoffpreise (besonders Heizöl) sehr volatil und kaum langfristig berechenbar sind. Deshalb können wir Ihnen an dieser Stelle kaum den einen Tipp geben, der diese Überlegungen dauerhaft zu den Akten bringt.

Wechselt man Öl auf Gas, fallen im Vergleich zum reinen Kesselaustausch zusätzliche Kosten an - es muss beispielsweise unbedingt eine professionelle Öltankentsorgung durchgeführt werden (um die 1000 Euro aufwärts, aber immerhin gewinnt man Stellfläche im Haus). Und wenn ein Gasanschluss noch nicht am Haus oder gar in der Straße liegt (die Kosten für einen Gasanschluss liegen im Mittel schließlich auch bei ungefähr 2000 Euro mit ausreichend Luft nach oben), kann ein Wechsel rein finanziell betrachtet eine sehr knifflige Angelegenheit sein. Bei Öl oder Gas ist in beiden Fällen bei der Umstellung auf Brennwert zusätzlich noch eine Sanierung des Abgassystems notwendig, damit diese für das anfallende Kondensat geeignet sind.

Gas oder Öl? Überblick über die Eigenschaften

HeizsystemEigenschaften
GasheizungKompakt
Geringere Anschaffungskosten
Brennstoff preisstabiler als Heizöl
keine Nachbestellungen an Brennstoff nötig
Kein Brennstofflager notwendig
Geringere CO2-Emissionen
Geringere Wartungskosten
ÖlheizungNimmt durch Öltank mehr Raum ein
Öltank notwendig
Brennstoffbestellung notwendig
Man kann allerdings Preisschwankungen ausnutzen
Brennstoff preislich volatiler als Erdgas
Keine Anbindung an Gasnetz nötig
Höhere CO2-Emissionen
Höhere Wartungskosten

Und wenn ich noch kein Heizsystem habe?

Grundsätzlich ist eine genaue Berechnung durch einen Fachbetrieb für Heiztechnik empfehlenswert, wenn man zwischen Öl- oder Gasheizung schwankt. Pauschal zum Wechsel von Öl auf Gas oder andersherum raten kann man nicht in jedem Fall, wenn es um eine Heizungsmodernisierung geht!

Wofür soll man sich nun entscheiden? Gas- oder Ölheizung?

  • Wichtiger als die Frage "Gas oder Öl?" ist im Prinzip, dass Sie ein aktuelles (Brennwert-)System Ihr eigen nennen. Gerade alte Standardkessel gehören ausgetauscht. Sie sind längst nicht mehr Stand der Technik - ob Ölheizung oder Gasheizung.
  • Sie haben bereits eine alte Ölheizung mit allem, was dazu gehört? Ein reiner Kesseltausch, am besten in Verbindung mit Brennwerttechnik, bietet sich an.
  • Haben Sie bereits einen Ölkessel mit Brennwert, kann man aus wirtschaftlicher Sicht auch hier durchaus bei dem System verbleiben und ein Kesseltausch reicht aus.
  • Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie Gas oder Öl ( oder eine ganz andere Heizung ) verwenden möchten, werfen Sie doch einmal einen Blick auf unseren Heizungsratgeber. Dort können Sie verschiedene Alternativen miteinander vergleichen.
  • Suchen Sie auch das Gespräch mit Experten und Heizungsbesitzern. In unserem Heizungsfinder Forum bekommen Sie für gewöhnlich schnell Antwort von Betreibern und Fachleuten.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Wie oft muss der Schornsteinfeger meine Gasheizung überprüfen?

Meine Gasheizung wurde 2010 eingebaut. Der Kaminfeger war 2015 zum messen da. Ich war der Meinung die Messung erfolgt alle drei Jahre. Am 04.05.217 erfolgte nun wieder eine Messung, mit der Begründung die Heizung müsste nun alle zwei Jahre überprüft werden, nach neustem Stand . Stimmt das?
Antwort von Wärmetechnik Mandras GmbH

An folgenden Zeiträumen können Sie sich orientieren:

- Kamine & Heizwertgeräte jährlich
- Brennwertgeräte alle zwei Jahre
- Brennwertgeräte selbstregelnd alle drei Jahre

Dazwischen kommt noch die Feuerstättenschau alle 5 Jahre die nichts mit der Überprüfung der Geräte zu tun hat.

Umrüstung von Nachtspeicher auf Gasheizung: Kosten?

Ich habe aktuell eine Nachtspeicherheizung, die ich nun gegen eine Gasheizung austauschen möchte. Dabei müsste auch alles neu verrohrt werden und insgesamt 12 neue Heizkörper installiert werden. Wer kann mir bei der Umsetzung des Projektes helfen? Mit welchen Kosten habe ich zu rechnen?
Antwort eines Haus&Co Experten

Eine Übersicht der zu erwartenden Kosten:

1) Gasanschluss: falls noch keine Gasleitung liegt, muss eine zu Ihnen geführt werden (sofern Gas an der Straße vorhanden ist). Die Kosten dafür sind regional sehr unterschiedlich. Es werden in der Regel verschiedene Staffeln angesetzt - je nach Länge der Leitung. Die Kosten reichen da von 1.150 Euro bis über 3.000 Euro.

Eine Alternative ist ein Flüssiggastank, der jedoch draußen aufgestellt werden muss (oder mindestens ebenerdig).

2) Kosten für Heizkörper und Verrohrung

Die Kosten für Heizkörper sind natürlich sehr unterschiedlich - je nachdem welche Art von Heizkörpern gewünscht ist, können die Kosten samt Montage, Material und Anschluss 250 bis 500 Euro pro Heizkörper.

3) Schornstein außen: ca. 700 Euro im Schnitt

4) Gasbrennwertheizung samt Speicher: je nach Hersteller und Gerät zwischen 6.000 bis 9.000 Euro

Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten finden Sie hier: https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/kosten-preise

Austausch einer Gastherme: Dauer

Wieviel Tage dauert der komplette Austausch einer Gastherme? Ein Erdgasanschluss ist vorhanden. Ist es besser, solche Arbeiten im Sommer durchführen zu lassen? Oder ist ein Austausch auch im Winter möglich, ohne tagelang zu frieren.
Antwort von Görtz

Sofern keine Anschlüsse geändert werden müssen dauert der Austausch einschl. einer ausführlichen Einweisung des Kunden ca. 5 Std. Für die Demontage, Montage bis zum B beginn der Aufhetzung brauche ich ca. 3-4 Stunden.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Optimale Einstellung gesucht: Heizkurve richtig einstellen

Ich möchte meine Heizkurve einstellen. Habe eine Viessmann Vitodens 200. Wann muss ich die Neigung oder Niveau ändern? Was ist die optimale Einstellung? Ich habe ein Problem mit der Wärme in der Küche, mal ist es zu warm und mal zu kalt.
Antwort von HeiMö GmbH & Co. KG

Eine optimale Einstellung bekommen Sie in der Regel nur empirisch hin.
Aber Ihre Schilderung sagt mir, das die Neigung der Heizkurve (Kennlinie der vom Reglerprogramm gefahrenen Heizwassertemperatur als Abhängigkeit von der Außentemperatur)nicht mit der Kennlinieneigung des Heizungsbedarf Ihres Hauses übereinstimmt. Da nur die Küche - als mal zu warm und mal zu kalt - betroffen ist, vermute ich Sie haben diese zu steil eingestellt. D.H. bei niedrigen Außentemperaturen wird es zu warm, bei hohen Außentemperaturen wird es nicht warm genug! Haben Sie den umgekehrte Effekt ist die Neigung zu gering!
Meine Empfehlung:
bei Fußbodenheizung die Steilheit (Neigung der Heizkurve) auf 0,8 stellen
bei Heizkörperheizung die Steilheit auf 1,2 stellen
bei Kombination beider Heizungsarten für den jeweiligen Kreis die Steilheit gemäß Heizungsart einstellen
die Nachtabsenkung nicht mehr als 3 Grad unter der gewünschten Raumtemperatur 22°C einstellen (empfohlene 16°C sind Unsinn, da der Raum sowieso nicht tiefer über Nacht auskühlt - es sei denn Sie haben ein Tipi)
Die gewünschte Raumtemperatur stellt sich in der Heizkurve als deren Parallelverschiebung zur Y-Achse (oder auch "Niveau")dar.
Jetzt müßten Sie ein paar Stunden abwarten, ob sich die gewünschte Temperatur im Gebäude bzw. Referenzraum (Küche oder Wohnzimmer)einstellt. ACHTUNG: Thermostat im Referenzraum voll aufdrehen! Da der Einstellwert am Heizgerät aufgrund verschiedener Anlagenparameter nicht mit der sich dann ergebenden Raumtemperatur übereinstimmen muß, ist dieser nur ein Anhaltswert. D.H. Sie stellen am Heizungsregler 22°C ein, es wird im Raum aber nur 20°C warm (bei geöffnetem Thermostat)--> also Temperatureinstellung entsprechend höher wählen.
Wenn es irgendwann kälter oder wärmer draußen wird, und die gewünschten Innentemperaturen nicht konstant bleiben, müssen Sie nur noch die Steilheit (Neigung der Heizkurve) anpassen gemäß o.g. Algorythmus anpassen.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Ing. Lothar Möbius

Lebensdauer eines Gas-Brennwertkessels

Wie lange ist ungefähr die Lebensdauer eines Gas-Brennwertkessels? Speziell interessiere ich mich für den Typ Buderus GB 112, meiner ist Baujahr 1997.
Antwort von Porlein Haustechnik

Hallo,
aus unserer Erfahrung hat ein Brennwertgerät eine Lebensdauer von 15-25 Jahren. Zu dem speziellen Typ kann ich jedoch keine Aussage treffen.
MFG
Gunter Porlein
Porlein-Haustechnik

Gastherme verliert Wasser: Was kann ich tun?

Meine Gastherme verliert Wasser. Ich hab sie daher zunächst ausgeschaltet, beim erneuten Einschalten tritt das Problem allerdings auch wieder auf. Wer kann mir helfen? Welche kurzfristigen und langfristigen Lösungen gibt es?
Antwort von J.Rühl

Ist denn erkennbar wo das Wasser austritt?

Wartung einer Gastherme: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Habe die Gastherme schon länger nicht mehr warten lasen, weil es mir zu teuer ist. Ich habe jedes mal 250 Euro für die Wartung bezahlt. Jetzt ist eine Wartung dringend notwendig, da sie in letzter Zeit die Fehlmeldung A2 anzeigt. Mit welchen Kosten ist bei der Wartung und Fehlerbehebung zu rechnen?
Antwort von Regenerative Energien Albert Fink

Hallo, fahren Sie Ihr Auto auch nicht in Inspektion weils so teuer ist?
Eine Gastherme sollte jährlich gewartet werden, dabei kann ein Preis incl. MWST normal sein, es kommt halt immer darauf an welche Teile erneuert werden, der Grundpreis liegt ca. zwischen 145 und 170 Euro je nach Gerät, hinzu kommen Ersatzteile bzw Verschleissteile usw....ein schelm der denkt der Handwerker kommt unsonst in Haus!

MFG A. Fink

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