Gasheizung – Gas Heizkessel Brenner

Ein wichtiger Baustein für die Inbetriebnahme eines Gas Heizkessels ist der Brenner mit Brennergebläse. Der Brenner besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die in einer bestimmten Reihenfolge zusammen operieren. In diesem Artikel können Sie sich darüber informieren welche Komponenten zum Brenner gehören und wie das Zusammenspiel funktioniert.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Der Gas Heizkessel und sein Brenner

Ein Gas Heizkessel funktioniert in etwa so wie ein Gas Kochherd. Als erstes wird die Gasleitung aufgedreht, das Gas entzündet sich durch einen Funken und die Flamme brennt so lange, bis die Gaszufuhr wieder abgedreht wird. Allerdings ist die manuelle Bedienung des Gashahns bei einem Gas Heizkessel durch eine automatisch funktionierende Gerätschaft ersetzt.

Die Zentraleinheit für das andauernde Ein- und Ausschalten des Gas Heiz­kessels, also der Stromzufuhr der Steuerungselektronik) ist das Kessel­thermostat. Die Funktionsweise ist mit der eines Wasserkochers vergleichbar. Wenn das Wasser die vorgegebene Temperatur erreicht hat, schaltet das Thermostat die Stromzufuhr ab. Bei einem Gas Heizkessel schaltet das Thermostat über die Steuerungs­elektronik die gaszufuhr, genauer das elektronisch gesteuerte Gasventil, ab. Sowie sich das Heizwasser abgekühlt hat und die eingestellte Temperatur unterschreitet wird die Stromzufuhr wieder eingeschaltet.

Das Zünden des Gases muss minimal vor dem Öffnen des Gasventils erfolgen. Dafür ist ein Piezozünder, also ein elektronisch steuerbarer elektrischer und funkenerzeugender Zünder zuständig. Die interne Elektronik des Gas Heizkessels regelt diesen Zünder, in Abstimmung mit dem Gasventil, automatisch. Eine Fotozelle überwacht die Flamme des Brenners. Sowie die Flamme beispielsweise durch einen Windstoß erlischt, erkennt die Fotozelle das und stoppt sofort die Gaszufuhr. Dadurch wird eine Explosionsgefahr verhindert, die bei weiterem Ausströmen von Gas in den Raum entstehen kann.

In der folgenden Aufzählung sind die einzelnen Schritte, die beim erneuten Entzünden des Gases im Brenner erfolgen, aufgeführt.

  • Das Thermostat des Heizkessels gibt den Startbefehl an die Kesselelektronik weiter.
  • Die Kesselelektronik schaltet für ein paar Sekunden den Piezozünder ein und öffnet direkt danach das Gasventil.
  • Ein bis zwei Sekunden später automatisch die Fotozelle eingeschaltet.
  • Wenn das Heizwasser im Kessel die eingestellte Temperatur erreicht, erhält die Steuerungselektronik den Abschaltbefehl vom Kessel-Thermostat.
  • Wenn die die Wassertemperatur wieder unter die eingestellte Temperatur sinkt, wird der Vorgang erneut gestartet.


Bild-Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Lesen Sie mehr zum Themenbereich Gasheizung in den folgenden Artikeln:
Gastherme – Heißwasser & Heizung
Gasheizung – Heizkessel wechseln

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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