Mit Brennwerttherme Heizkosten sparen

Sparen beim Heizen mit Erdgas? Das geht, wenn eine Brennwerttherme anstelle einer normalen Gasheizung gewählt wird. Aufgrund der stetig steigenden Gaspreise kann diese Technik jedoch nur durch öfteren Gasanbieterwechsel konkurrenzfähig belieben im Vergleich zu regenerativen Heizsystemen.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Mit Brennwerttherme Heizkosten sparen durch effizientere Technik 

Eine Brennwerttherme spart gegenüber einer herkömmlichen Gasheizung Heizkosten, indem sie die Energie, die im Erdgas steckt, noch effizienter nutzt. Jedoch ist diese Technik mit höheren Anschaffungskosten sowie Zusatzkosten für die Schornsteinsanierung verbunden, die in der Gesamtrechnung bedacht werden müssen. 

Im Kern nutzt die Brennwerttherme zusätzlich zur Wärme, die bei der Verbrennung des Gases frei wird, auch die so genannte Kondensationswärme, die im Abgas in Form von Wasserdampf enthalten ist. Dieser Wasserdampf kondensiert auf dem Weg vom Brennwertkessel bis zum Austritt aus dem Schornstein. Die Wärme, die dabei frei wird, erwärmt den Vor- bzw. Rücklauf der Heizungsanlage und hilft Energiekosten zu sparen.

Der Schornstein muss hierzu mit einem speziellen Innenrohr nachgerüstet werden, an dem der Wasserdampf kondensieren und ablaufen kann. Zusätzlich müssen Abgasventilatoren verbaut werden, die das Gas sicher von der Brennwerttherme weg aus dem Schornstein leiten.

Noch effizienter heizen nur BHKW mit Erdgas

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) kann ebenfalls mit Erdgas betrieben werden und ist eine wirtschaftlich alternative Heizung. Der Vorteil bei dieser Technik ist, dass zusätzlich zur Wärme auch Strom produziert wird. Diesen können Verbraucher selbst nutzen, oder ins örtliche Stromnetz einspeisen und dafür eine Einspeisevergütung erhalten.

Diese "stromerzeugende Heizung" kostet für Einfamilienhäuser einige tausend Euro mehr als eine Brennwerttherme, amortisiert sich im Vergleich jedoch durch die Kostenersparnis für den Haushaltsstrom. Immer mehr Hersteller produzieren bereits Mikro-BHKW für Einfamilienhäuser. 

Gasanbieter vergleichen, um mit Brennwerttherme langfristig zu sparen

Für den Anfang sind Verbraucher mit einem Gansanbieter Vergleich gut beraten. Dieser hilft beim sparen, um den günstigsten Tarif für die eigene Brennwerttherme zu bekommen.Tarife können in der Regel monatlich gekündigt werden, ähnlich wie bei Stromtarifen. Die weitere Entwicklung des Gaspreises ist jedoch schwer vorherzusagen, da Erdgas in Deutschland importiert wird und damit immer auch vom Weltmarkt abhängig ist. Nachhaltiges Sparen ist deshalb kaum möglich. 

Preisstabiler als Erdgas sind Pellets, da diese zum überwiegenden Teil in Deutschland hergestellt werden. Im Vergleich lag der Pelletpreis in den vergangen Jahren deutlich unter dem für Erdgas. Vorteil von Pelletheizungen wenn zuvor eine Gasheizung installiert war: der Flüssiggastank kann genutzt werden, um die Pellets zu lagern. Die individuelle Situation vor Ort können jedoch erst Fachbetriebe für die verschiedenen Heizsysteme genauer beurteilen, um mit einer Neuanschaffung wirtschaftlich zu sparen.

Weiterlesen zum Thema "Spar-Tipps"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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