Förderung: Gasheizung wird mit bis zu 45 Prozent gefördert

27. September 2021
Die staatliche Förderung einer Gasheizung ist auch 2021 noch möglich - BAFA und KfW vergeben über die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" Fördergelder in Höhe von 20 bis 50 Prozent der Gesamtkosten als Zuschuss oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Eine Gasheizung allein kommt inzwischen allerdings nicht mehr in den Genuss einer Förderzusage. Um den deutschen Heizungsbestand nicht nur effizienter, sondern auch klimaschonender aufzurüsten, muss die Gasheizung mit einem erneuerbaren Heizsystem kombiniert werden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
HeizungenGasheizungFörderung

Gasheizungen erhalten auch 2021 noch staatliche Förderung

Staatliche Förderung einer Gasheizung

  • Gasheizungen bekommen 20 bis 50 Prozent Förderung als Zuschuss oder Darlehen mit Tilgungszuschuss
  • Gasheizungen brauchen ein Zusatzsystem auf Basis erneuerbarer Energien
  • Für den Austausch einer alten Ölheizung gibt es eine Prämie von 10 Prozent

Inhalt:

Mit erneuerbaren Energien gibt es auch weiterhin Förderung für Gasheizungen

Die Gasheizung bleibt Bestandteil der deutschen Heizlandschaft: Von knapp 21 Millionen Wärmeerzeugern sind fast 14 Millionen Heizungen Gaskessel - aus Gründen des Klimaschutzes möchten der Staat und große Teile der Gesellschaft den Anteil fossiler Energien zurückdrehen.

Bei einem derartig großen Bestand ist es unrealistisch, ihn in kurzer Zeit durch andere Technologien zu ersetzen. Und möglicherweise ist es auch gar nicht ratsam, denn die Zurückhaltung hat einen weiteren Grund; mit dem bestehenden Gasnetz lassen sich weitere Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung umsetzen. Gaskessel können mit einigen Anpassungen auch anteilig bzw. vollständig Wasserstoff verbrennen. Die ersten "H2-Ready"-Gasheizungen kommen bereits auf den Markt. So nutzt man die bestehende Infrastruktur weiter und kann trotzdem zukunftssicher heizen, insofern es "grüner" Wasserstoff ist, der mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt worden ist ("Power-to-Gas").

Außerdem sind Wärmepumpe und Co nicht immer flächendeckend einsetzbar. Da aber bislang wenig Heizungen mit erneuerbaren Energien arbeiten und viele Gasheizungen noch mit veralteter Heizwerttechnik arbeiten, kann man mit einer Modernisierungsförderung bereits große Sparpotentiale heben.

Deshalb gibt es auch jetzt noch eine staatliche Förderung für Gasheizungen - allerdings mit einem Kniff: diese Förderung für neue Gasheizungen gibt es nur dann, wenn sie mit erneuerbaren Energien gekoppelt werden. Darunter fallen Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen wie zum Beispiel Pelletheizungen. Diese Kombination bezeichnet man als (Gas-)Hybridheizung. Die erneuerbare Komponente der Gashybridheizung muss - gemessen an der Anlagenleistung - einen Anteil von 25 Prozent an der Heizlast des Gebäudes übernehmen.

Alle Förderungen laufen seit 2021 über die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG). Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW Bank vergeben die Fördergelder wahlweise in Form von Zuschüssen oder Krediten mit Tilgungszuschüssen.

Entscheidend für den Förderumfang und die Bedingungen an die Gasheizung ist, ob Sie einen Neubau planen, einen Bestandsbau umfassender energetisch sanieren oder einfach nur ihre Heizung modernisieren möchten.

Das weitere Vorgehen:

Förderung einer neuen Gasheizung im Altbau

Wenn Sie eine neue Gasheizung im Bestandsbau beschaffen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Sie installieren eine neue Gasheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien - also eine Gas-Hybridheizung - und erhalten:

Gasheizung mit erneuerbarem Zusatzsystem

✅30 Prozent

Gleichzeitig dadurch Austausch von alter Ölheizung

✅+ 10 Prozent

Die Modernisierung ist Teil eines individuellen Sanierungsfahrplanes

✅+ 05 Prozent

Wenn Sie eine Umstellung von Öl auf Gas vornehmen, gibt es einen Austauschbonus in Höhe von 10 Prozent.

  • Sie installieren eine neue Gasheizung und bereiten die Technik auf die Nachrüstung vor - also eine "Renewable Ready" Gasheizung:

Gasheizung Renewable Ready

✅20 Prozent

Austauschbonus für Ölheizung

❌Kein Austauschbonus

Modernisierung ist Teil eines individuellen Sanierungsfahrplanes

✅+ 05 Prozent

Einen Austauschbonus für eine alte Ölheizung erhalten Sie in diesem Fall allerdings nicht. Beachten Sie, dass die erneuerbare Heizkomponente innerhalb von zwei Jahren nachgerüstet werden muss.

  • Sie wollen nur eine neue Gasheizung ohne erneuerbare Energien? Diese Idee erhält leider keine staatliche Förderung mehr.

Gasheizung ohne erneuerbare Energien

❌ Keine Förderung dieser Gasheizung

  • Es soll nicht direkt ein neuer Kessel sein, denn die alte Heizung verrichtet noch ihre Arbeit? Dann können Sie über eine Heizungsoptimierung trotzdem Energiekosten einsparen und Fördergelder in Anspruch nehmen:

Heizungsoptimierung einer Gasheizung

✅20 Prozent Förderung

Bei der Heizungsoptimierung bleibt die Gasheizung bestehen, aber alle anderen Komponenten werden analysiert, neu eingestellt und bei Bedarf ausgetauscht - zum Beispiel:

  • Ein hydraulischer Abgleich wird durchgeführt, die Heizkurve neu eingestellt
  • Bei Bedarf wird eine neue Hocheffizienz-Umwälzpumpe / Trinkwasserpumpe installiert
  • Es werden neue Thermostate installiert
  • Die Dämmung der Heizungsrohre wird geprüft.

Alle diese Maßnahmen fallen dann bei der Gasheizung unter die Förderung der Heizungsoptimierung und werden mit 20 Prozent bezuschusst.

Kostenbeispiele zur Förderung einer Gasheizung nach BEG EM

Beispiel 1: Neue Gashybridheizung mit Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung

Gehen wir davon aus, dass Sie nur einen alten Gaskessel gegen eine neue Gasheizung tauschen möchten und eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingebaut wird, könnten sich Kosten für die Gasheizung in folgendem Rahmen ergeben:

Neuer Gasbrennwertkessel:

4.500 Euro

Solarthermieanlage

8.000 Euro

Neuer Solarspeicher

1.500 Euro

Gasanschluss

Vorhanden

Demontage alter Kessel

200 Euro

Heizkörper

Vorhanden

Kosten vor Förderung

14.200 Euro

Förderung Gasheizung 30%

- 4.260 Euro

Bei Systemkosten von 14.200 Euro würde sich die Gasheizung Förderung auf 4.260 Euro belaufen. So würden Sie nur noch 9940 Euro Kosten tragen müssen.

Beispiel 2: Neue Gasheizung & Austausch einer Ölheizung

Neuer Gasbrennwertkessel:

5.500 Euro

Solarthermieanlage

8.000 Euro

Neuer Solarspeicher

1.500 Euro

Öltankentsorgung Stahltank

900 Euro

Gasanschluss legen

1.100 Euro

Demontage alter Kessel

200 Euro

Heizkörper

Vorhanden

Kosten Gesamt

17.200 Euro

Förderung Gasheizung:

30 Prozent + 10 Prozent Austauschbonus Ölheizung

- 6.880 Euro

In diesem Beispiel sind die Kosten zwar um einige tausend Euro höher, weil noch ein Öltank fachgerecht entsorgt werden muss und kein Gasanschluss vorhanden ist, aber in diesem Fall kommt zu den 30 Prozent Förderung für die neue Gasheizung noch der Austauschbonus für Ölheizungen in Höhe von weiteren 10 Prozent hinzu. So erhalten Sie in diesem Beispiel einen Zuschuss für die Gasheizung von stattlichen 6.880 Euro und es verbleiben noch 10.320 Euro, die für die Heizungsmodernisierung zu zahlen sind.

Welche Kosten sind förderfähig?

Förderfähige Investitionskosten sind:

  • Anschaffungskosten der Gasheizung / Solarthermieanlage
  • Kosten für Installation und Inbetriebnahme von Gasheizung und Solarthermie
  • Kosten der Umfeldmaßnahmen
  • Gasleitung und Hausanschluss
  • Ausbau und Entsorgung alter Öl- oder Gastanks
  • Sowie weitere Kosten. Die vollständige Auflistung finden Sie im "Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen" des BAFA.

Bei der Förderung einer Gasheizung durch das BEG EM können Sie auch eine Förderung in Höhe von 50 Prozent für eine Fachplanung und Baubegleitung erhalten. Bei einem reinen Heizungstausch ist dies aber nicht zwingend nötig - außer, sie möchten auch den iSFP-Bonus erhalten.

Zuschuss oder Kredit?

Im Programm BEG EM können Sie die Fördergelder entweder als Zuschuss für die Gasheizung oder als Kredit mit Tilgungszuschüssen in Anspruch nehmen. Im Falle des Kredits entspricht die Höhe des Tilgungszuschusses den Bedingungen den oben geschilderten Förderbeträgen. Eine Renewable Ready Gasheizung würde also beispielsweise mit einem Kredit über die Investitionskosten bedacht werden und einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent einschließen. Bei einer Gashybridheizung mit gleichzeitiger Außerbetriebnahme einer alten Ölheizung entspräche der Tilgungszuschuss also 40 Prozent.

Welcher Variante Sie den Vorzug geben, hängt von Ihrem Eigenkapital ab. Wenn Sie die Investition aus Eigenmitteln finanzieren können, sollten Sie zum Zuschuss für die Gasheizung greifen, während bei geringen eigenen Mitteln der Kredit im Vordergrund steht.

Fristen für die Förderung einer Gasheizung über das BEG EM: Die Antragstellung muss auf jeden Fall vor Maßnahmenbeginn erfolgen! Als Beginn zählt der Abschluss eines "der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages, einschließlich eines Contracting- oder Bürgschaftsvertrages". Planungsleistungen dürfen aber durchaus vor Antragstellung erbracht werden.

Kombination mit anderen Förderprogrammen: Prinzipiell ist die Förderung einer Gasheizung über das BEG EM bis zu einem bestimmten Betrag auch mit den Programmen anderer Geldgeber kombinierbar ("kumulierbar"). Dazu zählen zum Beispiel die Bundesländer, regionale Finanzinstitute oder Kommunen. Die Förderlandschaft ist allerdings lokal sehr unterschiedlich - informieren Sie sich in diesem Fall zusätzlich lokal.

Meine Heizung fällt unter die Austauschpflicht. Erhalte ich Förderung für meine Gasheizung? Eine Neuerung im BEG ist, dass Sie die Förderung auch dann bekommen, wenn die bestehende Heizung bereits der Austauschpflicht nach § 72 GEG unterliegt.

Wo stelle ich den Antrag für die Förderung einer Gasheizung?

Alle weiteren Informationen, Anträge, Formulare und Hilfen finden Sie auf den entsprechenden BEG-Seiten des BAFA und den Seiten der KfW zur Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Förderung einer Gasheizung nach BEG für Wohngebäude oder Nichtwohngebäude

Wenn Sie nicht nur Ihre Gasheizung modernisieren lassen möchten, sondern eine umfassendere Gebäudesanierung in Angriff nehmen oder gleich einen Neubau errichten, sind die Programme BEG WG (oder NWG) für Sie die richtigen.

Es gibt allerdings einen eklatanten Unterschied zur Förderung einer Gasheizung nach BEG EM - in diesen Teilprogrammen wird die Gasheizung als solche nicht explizit gefördert. Ob ein Vorhaben förderwürdig ist oder nicht, wird nach einem anderen Verfahren bestimmt. Maßgeblich ist hier, ob die sanierte Immobilie oder der Neubau einen bestimmten energetischen Standard erreicht - in diesem Fall den Standard eines "Effizienzhauses".

Ein Effizienzhaus ist ein Haus, das zum einen besonders Energie benötigt, aber auch wenig Energie an die Umwelt verliert. Die Effizienzhausstufe gibt an, wie gut es diese Aufgaben bewältigt. Derzeit erstreckt sich das Spektrum von 40 bis 100. Je höher die Zahl, desto mehr Energie benötigt das Gebäude. Abgebildet wird dieser Energiebedarf durch den Primärenergiebedarf (Definition beim Umweltbundesamt). Ein Haus mit der Stufe 70 braucht also nur 70 Prozent der Energie im Vergleich zu einem definierten Referenzgebäude (nachschlagbar im Gebäudeenergiegesetz GEG).

Durch diese Definition kommt wieder die Gasheizung ins Spiel. Sie ist ein integraler Bestandteil der Gebäudetechnik und entscheidet maßgeblich über die Effizienzhausklasse, die schlussendlich im Zuge von Sanierungsarbeiten erreicht wird. Je effizienter die Gashybridheizung - eine reine Gasheizung ist nicht (mehr) förderfähig - desto weniger Primärenergie wird dem Gebäude zugerechnet. Und umso höher fällt auch die Förderung aus.

Förderung im Programm BEG WG/NWG im Bestandsbau nach Effizienzhausklasse

Effizienzhaus

Kredit / Tilgungszuschuss

Zuschuss bis

40

120.000 Euro, 45%

54.000 Euro

40 EE

150.000 Euro, 50%

75.000 Euro

55

120.000 Euro, 40%

48.000 Euro

55 EE

150.000 Euro, 45%

67.500 Euro

70

120.000 Euro, 35%

42.000 Euro

70 EE

150.000 Euro, 40%

60.000 Euro

85

120.000 Euro, 30%

36.000 Euro

85 EE

150.000 Euro, 35%

52.500 Euro

100

120.000 Euro, 27,5%

33.000 Euro

100 EE

150.000 Euro, 32,5%

48.750 Euro

Denkmal

120.000 Euro, 25%

30.000 Euro

Denkmal EE

150.000 Euro, 30%

45.000 Euro

Förderung im Programm BEG WG/NWG im Neubau nach Effizienzhausklasse

Effizienzhaus

Kredit / Tilgungszuschuss

Zuschuss bis

40

120.000 Euro, 20%

24.000 Euro

40 EE / NH

150.000 Euro, 22,5%

33.750 Euro

40 Plus

150.000 Euro, 25%

37.500 Euro

55

120.000 Euro, 15%

18.000 Euro

55 EE / NH

150.000 Euro, 17,5%

26.250 Euro

Antragsfristen für BEG WG und BEG NWG: Wie beim BEG EM-Programm ist der Förderantrag vor Beginn der Baumaßnahmen zu stellen.

Wie Sie die entsprechenden Effizienzhausstandards erreichen und welche Schritte nötig sind, lässt sich an dieser Stelle nur schwer darstellen - dafür ist die Bandbreite Immobilien, energetischen Standards und lokalen Bedingungen einfach zu groß. Hier ist die Beratung durch einen Fachplaner unbedingt anzuraten.

Technische Mindestanforderungen an die Förderung einer Gasheizung

Welche technischen Anforderungen die Gasheizung zu genügen hat, erfahren Sie in ganzer Länge in den "Technischen Mindestanforderungen (TMA)", die zusammen mit den Richtlinien zum BEG-Programm im Bundesanzeiger zu finden sind.

Die wichtigsten Anforderungen sind:

  • Die Gasheizung muss eine bestimmte Mindesteffizienz aufweisen. Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ƞs (= ETAs) eines Gas-Brennwertkessels mit einer Nennwärmeleistung von bis zu 70 kW muss mindestens 92 % erreichen. Gas-Brennwertkessel mit einer Nennleistung über 70 kW müssen einen Wirkungsgrad von 87 % bei Volllast und 96 % bei 30 % Teillast erreichen. Diese Mindesteffizienz gilt für Gashybridheizungen wie auch für Renewable Ready Heizungen gleichermaßen. Der Nachweis erfolgt über die Konformitätserklärung des Herstellers.
  • Bei einer Gashybridheizung muss der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmebereitstellung mindestens 25 Prozent betragen (festgestellt anhand der Anlagenleistung).
  • Bei einer Renewable Ready Gasheizung muss die Nachrüstung der erneuerbaren Komponente innerhalb von zwei Jahren stattfinden.
  • Die Gebäudeheizlast muss nach DIN EN 12831 ermittelt werden.
  • Es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Weiterlesen zum Thema "Fachbetriebe finden"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Heizungen
Jetzt Frage stellen