Brennwerttechnik: die effiziente Wärmeerzeugung

7. Oktober 2020
Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik schont die Umwelt und senkt Ihre Brennstoffkosten. Dieser Artikel informiert Sie darüber, wie die Technik funktioniert und wann sich ein Umstieg auf Brennwerttechnik für Sie lohnt.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de
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Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik nutzt den Brennstoff maximal aus

BrennwerttechnikSchnitt durch einen Kessel mit Brennwerttechnik,
Grafik: Initiative ERDGAS pro Umwelt GbR
Die Brennwerttechnik ist eine Technologie, die es erlaubt, fast die gesamte thermische Energie eines Brennstoffes in Nutzwärme umzuwandeln. Dabei wird die Abgaswärme, die bei einer herkömmlichen Heizung durch den Schornstein verloren geht, aufgefangen und ebenfalls als Heizwärme genutzt. Durch Kondensation wird die im Abgas enthaltene Wärme als Kondensationswärme zum größten Teil zurückgewonnen und dem Heizprozess zugeführt.

Gasheizung mit Brennwerttechnik schont auch die Umwelt

Die Nutzung des Brennwertes bewirkt nicht nur eine bessere Energieausbeute, sondern ist gleichfalls ein Beitrag zur Umwelt, da der CO2-Ausstoß erheblich geringer ist als bei konventioneller Technik.

Bei konventioneller Feuerung beträgt die Abgastemperatur über 120 ° C, um die Kondenswasserbildung zu unterbinden. Bei einer Gasheizung mit Brennwerttechnik hingegen ist dieser Effekt erwünscht. Die Feuerung erfolgt bei einer Betriebstemperatur von rund 60 ° C.

Damit trägt die Verwendung einer Gasheizung mit Brennwerttechnik in doppelter Hinsicht zum Schutz der Umwelt bei: Erstens werden durch die erhöhte Energieeffizienz Rohstoffressourcen geschont. Des Weiteren liefert die Reduzierung des CO2-Ausstoßes einen Beitrag zum Klimaschutz.

Gasheizung Brennwerttechnik

Wie hoch die Ersparnisse durch Brennwerttechnik ausfallen

Hier gibt es erst einmal Unterschiede zwischen Erdgas und Heizöl. Bei Erdgas macht der Anteil der Wärme im Abgas, die durch Brennwerttechnik zusätzlich genutzt wird, ungefähr 11 Prozent, bei Heizöl circa 6 Prozent aus. Zusätzlich hat ein Kessel mit Brennwerttechnik durch die niedrigere Abgastemperatur einen verbesserten Wirkungsgrad von einigen zusätzlichen Prozent.

Sehr viel hängt davon ab, ob Sie noch einen alten Konstanttemperaturkessel oder bereits einen Niedertemperaturkessel besitzen. Bei Niedertemperaturkesseln können Sie von Einsparungen im Bereich von 11 Prozent ausgehen. Im Vergleich zu alten Standardkesseln können die Einsparungen durch Brennwerttechnik sogar bei 30 Prozent liegen.

Eignet sich meine Immobilie für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik?

Die Gasheizung Brennwerttechnik zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Heiztechniken. Abgesehen von einer passenden Abgasführung (die auch recht schnell und preisgünstig nachgerüstet werden kann) und einem Gasanschluss. Welche Heizkörper Sie verwenden, ist für eine Brennwertheizung im Prinzip nicht relevant - sie arbeitet mit klassischen Heizkörpern ebenso gut zusammen wie mit einer Fußbodenheizung oder einer Mischung aus beiden. Auch die Kombination mit einer Solarthermieanlage, einem Kaminofen oder anderen Wärmequellen ist über Einbindung eines Speichers möglich.

In unserer Checkliste für Gasheizungen haben wir die wichtigsten Punkte in Sachen Brennwerttechnik noch einmal zusammengestellt. Auch in unserem Heizungsfinder Forum können Sie Fragen rund um den Heizungstausch thematisieren.

Fachbetriebe für Gasheizung Brennwerttechnik finden

Fachbetriebe für Gasheizungen bieten Brennwerttechnik für Gasheizungen an. Es lohnt sich in jedem Fall, Angebote von verschiedenen Firmen einzuholen, um die Leistungen zu vergleichen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennwerttechnik

Heizwert oder Brennwert? Gas oder Öl?

Wie hoch ist der Preisunterschied zwischen herkömmlichen Heizkessel und Brennwert Heizkessel? Was ist besser Gas oder Öl?
Antwort von Buderus Deutschland

Einen direkten Preisvergleich zwischen Niedertemperatur- und Brennwertkesseln zu machen lohnt sich nicht. Spätestens seit September 2015 dürfen keine Heizwertkessel mehr vertrieben werden und sind somit beim Hersteller nicht mehr verfügbar. Ursprünglich waren Heizwertkessel immer etwas preiswerter.
Wichtig ist noch zu wissen, ob es sich bei Ihrer Anlage um einen Neubau oder eine Sanierung handelt.

Bei der Anschaffung einer Brennwertanlage liegt eindeutig die Variante mit Gas vorne.

Besser gegenüber Öl sind die Anschaffungskosten des Kessels, die Einsparung der Öltankanlage und der etwas bessere Wirkungsgrad bei Gas. Der folgende Link gibt einen detaillierten Überblick über sämtliche Unterschiede beider Systeme.

https://www.effizienzhaus-online.de/vergleich-gasheizung-oelheizung

Austausch Gaskombitherme

Die Gaskombitherme meiner Eigentumswohnung (Mehrfamilienhaus mit 9 Parteien) ist ca. 20 Jahre alt (Vaillant atmotec vcw 204). Ein Installateur hat mir angeboten, dieses Gerät für 2700 € all inclusive gegen eine Wolf CGU 2k18 auszutauschen. Nun erfahre ich durch online Recherchen, dass ich auf diese Weise die Heizung mit einer total veralteten Technik, die seit 2015 grundsätzlich auch gar nicht mehr zulässig ist, modernisieren würde. Zulässig wäre das in meinem Fall nur, weil noch andere Heizwert-Kombithermen an dem Schornstein hängen. Der Austausch der Vaillant gegen die Wolf scheint mir nicht sinnvoll. Andererseits bin ich von der Eigentümergemeinschaft abhängig, was eine gemeinsame Sanierung innerhalb des gesamten Hauses betrifft. Hier handelt es sich vor allem um kleine Kapitalanleger, die wenig Interesse an Umwelt und Energiesparen haben und daher auch immer und ausschließlich den Weg der geringsten Kosten wählen. Welche Möglichkeiten habe ich, trotzdem irgendwie zu einer Brennwertkessel Heizung zu kommen? Und falls es gar keine Möglichkeit gibt, auf welches Heizwertkessel Gerät soll ich setzen, da es ja wieder 20 Jahre arbeiten soll, d. h. es muss noch 20 Jahre genehmigungsfähig sein und es muss noch für 20 Jahre Ersatzteile (in bezahlbarem Bereich) geben?
Antwort von Buderus Deutschland

Bei einer bestehenden Mehrfachbelegung mit Heizwertgeräten gibt es aktuell die Möglichkeit, das alte Kombigerät durch ein neues Heizwertgerät zu ersetzen. Wenn Sie an Stelle dessen auf ein aktuelles Gas-Brennwertgerät umsteigen möchten, dann gibt es dafür zwei Varianten.
1. Verlegung einer separaten Abgasleitung von Ihrer Wohnung bis auf das Dach.
2. Anbindung des Brennwertgerätes über einen Außenwandanschluß
Diese Möglichkeiten müssen mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister vorher abgestimmt werden (genehmigungspflichtig durch BSFM). Wenn er sein o.k. gibt, dann entscheidet das Angebot der Heizungsfirma und natürlich die Eigentümergemeinschaft über eine Realisierung des Umbaus.
Sollte es doch ein Heizwertgerät werden, dann sind die Auswahlmöglichkeiten hier sehr begrenzt.
Bei Buderus gibt es für solche Fälle bei Mehrfachbelegungen nur ein Gerät, den Logamax U154K.
Dies ist ein atmosphärisches wandhängendes Heizwert-Kombigerät mit integriertem Plattenwärmetauscher zur Brauchwassererwärmung (Heizwertgerät ohne Abgasgebläse).

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