Berechnung des Schornsteinquerschnitts

1. März 2021
Ein Schornstein ist nicht zwangsläufig ein Brennwert Schornstein - also für eine Brennwertheizung geeignet. Wer einen alten Heizkessel gegen einen Brennwertkessel austauscht, muss unter anderem prüfen, ob der Schornstein Durchmesser noch passt. Oftmals ist er zu groß und muss dann verkleinert werden oder er ist nicht feuchtigkeitsresistent, was angesichts des anfallenden Kondensates unbedingt notwendig ist.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenGasheizungAbgassystemPlanung

Brennwert & Schornstein – die richtige Dimensionierung ist wichtig!

Schornstein dreischalig, Quelle:
Schorn­stein­werk K. -H. Schreyer GmbH,
Wikipedia
Um den richtigen Querschnitt beim Brennwert Schornstein (Schornstein für Heizungen mit Brennwerttechnik) wie bei anderen Schornsteinen festzulegen, müssen beispielsweise Größen bekannt sein wie: 

  • die Art und Anzahl der angeschlossenen Heizungen,
  • die Leistung der angeschlossenen Heizung(en) in kW,
  • die Druckverhältnisse im Abgassystem,
  • die Höhe des Schornsteins.

Eine Grundlage, um den Schornstein Durchmesser beim Brennwert Schornstein und anderen Schornsteinen für die Heizung zu berechnen, sind die EU-Normen DIN EN 13384-1 für eine Feuerstätte und DIN EN 13384-2 für mehrere Feuerstätten an einem Abgassystem. Beide Normen haben die alte DIN 4705 ersetzt.

Brennwert Schornstein – warum kleiner oft besser ist!

Der richtige Schornstein Durchmesser ist wichtig, da ein falsch dimensioniertes Abgassystem schnell zu Problemen in der Gesamtanlage führt. Eine Brennwert-Gasheizung benötigt in der Regel eine niedrigere Leistung, um dieselbe Wärmemenge wie ältere leistungsstärkere Heizungen zu erzeugen.

Das bedeutet auch: Es werden weniger Abgase produziert, die durch den Brennwert Schornstein nach außen abgeführt werden müssen. Die Abgase sind zudem kühler als bei älteren Heizungs­anlagen, wodurch ihr Auftrieb sinkt. Der Schornstein Durchmesser muss für eine Brennwertheizung deshalb häufig im Rahmen einer Schornsteinsanierung gesenkt werden. Das kann beispielsweise geschehen, indem eine Abgasleitung mit geringerem Durchmesser durch den Schornstein geführt wird.

Der richtige Schornstein Durchmesser

Verschiedene Anbieter von Bauteilen für Abgassysteme machen diverse Angaben zum richtigen Schornstein-Durchmesser, etwa:

  • für den Brennwert Schornstein einer Gas-Brennwertheizung mit einer Leistung bis zu 25 KW achtzig Millimeter oder weniger.
  • für die Erdgasheizung mit Zugbedarf, bei der Abgas mit Hilfe eines Gebläses durchs Abgassystem geleitet wird, 113 Millimeter.
  • Für die Erdgasheizung ohne Gebläse 140 Millimeter.

Die beiden letztgenannten Beispiele gelten für Heizungen mit einer Leistung von dreißig kW sowie mit einem zwölf Meter hohen Schornstein (inklusive durchs Haus geführter Bereiche) und einem zwei Meter langen Verbindungsstück. Berechnungen für einen konkret geplanten Brennwert Schornstein sollte ein Schornsteinfeger durchführen.

Tipps für ein konkretes Projekt können auch kompetente Fachbetriebe für Heizungsbau geben. Sie zeigen nach eingehender Überprüfung, wie eine Schornsteinsanierung am besten abläuft.


Weiterlesen zum Thema "Schornsteinsanierung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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