Gasheizung & Solar heizen preiswert und energiesparend

22. April 2021
Eine Gasheizung solar zu unterstützen gehört immer mehr zum Standard. Im Neubau ist die Kombination von Gasheizung mit Solar eine attraktive und preisgünstige Möglichkeit, die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes zu erfüllen. Aber auch die Nachrüstung einer Gasheizung mit Solar im Bestandsbau macht sich bei einer ohnehin anstehenden Heizungssanierung Sinn und wird deshalb stellenweise auch von staatlicher Seite gefördert.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenGasheizungKombinationmit Solarthermie

Gasheizung mit Solar ist eine lohnende Kombination

Wenn Sie bereits eine moderne Brennwerttherme besitzen, sparen Sie bereits 5 bis 11 Prozent der Brennstoffkosten im Vergleich zu Gaskesseln mit Niedertemperaturtechnik ein. Ersetzt man ältere Konstanttemperaturkessel, liegen die Einsparungen oft bei durchaus 30 Prozent oder mehr.

Mit einer zusätzlich in den Heizkreislauf integrierten thermischen Solaranlage senken Sie ihre Heizkosten weiter. Eine Solaranlage kann über das Jahr gesehen bis zu 60 Prozent der Kosten der Warmwasserbereitung oder 10-25 Prozent der gesamten Heizkosten sparen (je nachdem, ob Sie eine Warmwasseranlage oder eine heizungsunterstützende Solaranlage besitzen).

Anlagentyp Preise, Besonderheiten Förderung (BAFA / Altbau)
Warmwasser - Solarthermie
  • 3.000 - 6.000 Euro
  • 1 - 1,5 m2 Kollektorfläche pro Person (Flach)
  • 0,8 - 1m2 Fläche pro Person (Vakuumröhren)
  • 60 - 80 Liter Speichervolumen pro Person
  • Optimale Dachneigung: 30 - 50 Grad
500 Euro Mindestförderung zzgl. Boni
Heizungsunterstützung - Solarthermie
  • 5.000 - 12.000 Euro
  • Flächenbedarf ungefähr zweifach ggü Warmwasser
  • 50 Liter pro m2 Kollektorfläche + Speicherbedarf Warmwasser
  • Optimale Dachneigung: 45 - 60 Grad
2.000 Euro Mindestförderung zzgl. Boni

Außer der Brennstoffersparnis gibt es bei der Kombination von Gasheizung und solarthermischer Anlage noch einen weiteren ausschlaggebenden Vorteil. Den Beitrag zum Umweltschutz, denn die Gasheizung mit Solar - Kombination verbrennt weniger Brennstoffe und gibt so auch weniger CO2 in die Atmosphäre ab.

Gasheizung & Solar im Neubau

Eine Gasheizung mit Solar zählt im Neubau mit Abstand zu der am meisten eingesetzten Kombination: sie arbeitet außerordentlich energieeffizient und ist gleichzeitig auch noch eine der preiswertesten Anlagen im Vergleich zu anderen Heizsystemen. Sie kommt unter anderem auch deswegen oft zum Einsatz, da man mit ihr die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) erfüllt. Dort ist festgelegt, dass neu zu bauende Gebäude ihren Energiebedarf zu einem bestimmten Anteil durch erneuerbare Energien decken müssen ("Nutzungspflicht", § 3 Abs. 1 EEWärmeG - Link öffnet PDF). Mit einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage ist diese Pflicht erfüllt.

Viele Hersteller bieten diese Gasheizung mit Solar direkt als abgestimmte Paketlösung aus einer Hand an. Kostenpunkt für Gasbrennwert mit Solarthermie (Heizungsunterstützung): ungefähr 6.000 für Brennwertkessel + Montage, dazu ungefähr 6.000 bis 8.000 Euro für die Solarthermieanlage. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Schwerpunkt Solarthermie.

Beispiel für die Kombination von Gasheizung mit Solar

Video: bdew online via youtube

Gasheizung & Solar im Bestandsbau

Aber auch im Altbau gewinnt die Gasheizung - Solar - Kombination an Boden: zusätzlich zu den obigen Vorteilen gesellt sich, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder auch die KfW-Bankengruppe attraktive Zuschüsse & zinsgünstige Darlehen für eine Umrüstung alter Gaskessel auf eine Gasheizung mit Solar vergeben - zum Beispiel den Kesseltauschbonus von 500 Euro zusätzlich zu den 2.000 Euro Mindestzuschuss für eine Solarthermieanlage, wenn Sie eine alte Gasheizung durch eine moderne Gas-Brennwertheizung mit Solarunterstützung ersetzen.

Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem Artikel "Heizung solar nachrüsten". Kostenpunkt ist ähnlich wie im obigen Neubau.

Aufbau einer solarthermischen Anlage

Solarthermische Anlagen bestehen normalerweise aus Sonnenkollektoren, einer Regeleinheit mit einer Pumpe und angebundenem Pufferspeicher. Die Regeleinheit mit der integrierten Pumpe sorgt für den Abtransport der Wärmeenergie von den Kollektoren zum Speicher. Im Pufferspeicher wird die Wärmeenergie dann an den Speicher abgegeben.

Sie suchen Alternativen zur Gasheizung mit Solar? Auch die Kombination mit Kaminöfen oder ein Verbund aus Gasheizung mit Hybridwärmepumpen gewinnen an Fahrt.

Fachbetriebe für Heiz- und Solartechnik helfen Ihnen rund um die Planung und Installation einer Gasheizung mit Solar im Alt- und Neubau.


Weiterlesen zum Thema "mit Wärmepumpe"

Erfahrungen & Fragen zum Thema gasheizung solar

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

Neubau & EEWärmeG: Gasheizung und Solarthermie mit Heizungsunterstützung oder nur für Warmwasser

Ich plane, nächste Jahr mit meinem Neubau zu beginnen. Ich habe mich für eine Gasheizung entschieden. Nun meine Frage, muss ich laut Gesetz (EEWärmeG) eine Gasheizung mit Solarthermie + Heizungsunterstützung nehmen oder reicht es wenn ich eine Gasheizung mit Solarthermie für nur Warmwasser nehme?
Antwort von Buderus Deutschland

Laut EEWärmeG muss bei Neubauten ein bestimmter Mindestanteil des gesamten Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt werden.(bei Solar sind es derzeit mindestens 15 Prozent)
Entscheidend ist der Jahresenergiebedarf des neuen Wohngebäudes (rechnerischer Nachweis durch EnEV2016 erforderlich). Hier sollten Sie sich an einen Energieberater oder Fachplaner wenden. Aus der Berechnung ist ersichtlich, wie hoch der Anteil ist und wie die Dimensionierung ausfällt.In vielen Fällen wird Solarthermie zur Warmwasser und Heizungsunterstützung eingebaut.

Förderung bei Austausch Gasheizung mit Solarthermie

Welche Förderung bekomme ich, wenn ich meinen 19 Jahre alten Gas-Brennwertkessel gegen einen neuen Gasbrennwertkessel mit zusätzlicher Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung austausche.
Antwort von ohne-oel-und-gas / Börger-Energie GbR

Laut Auskunft bei der BAFA gibt es keine Förderung für Öl- oder Gasheizungen.
Ausgenommen bei der Errichtung einer thermischen Solaranlage gibt es aller höchstens einen sogenannten "Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro". Zudem wurde bestätigt, dass vom Prinzip nur erneuerbare Energie-Heiz-Anlagen gefördert werden, sprich Pellet-, Holz-, Solar-, Wärmepumpen usw. Jedoch werden keine Öl- oder Gasheizungen gefördert und das ist auch nicht vorgesehen. Denn davon will der Gesetzgeber weg. Insofern stimmt eine Aussage, es gäbe für Öl- oder Gasheizungen ein Zuschuss in Höhe von 2.000 oder 3.000€ schlichtweg nicht. Das führt nur dazu, den Kunden oder Interessenten etwas vozugaukeln, was nicht stimmt!
P.Börger
.boerger-energie.de

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