Gaskessel im Überblick

Wenn Sie sich für einen neuen Gaskessel entscheiden wollen - oder müssen - sollten Sie sich erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Typen schaffen. Grundsätzlich lassen sich aktuelle Gaskessel in drei Klassen einteilen: die nicht mehr zeitgemäßen Konstanttemperaturkessel, die sparsameren Niedertemperaturkessel und die modernen Brennwertkessel.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenGasheizungGaskessel

Gaskessel im Wandel der Zeit - welcher Gaskessel ist der Beste?

Gaskessel - TypEigenschaftenPreise im Druchschnitt (nur Kessel)
KonstanttemperaturkesselSchlechter Wirkungsgrad, nicht regelbar, für heutige Verhältnisse zu hohe Temperaturenwie Niedertemperatur
NiedertemperaturkesselWirkungsgrad im Mittelfeld, regelbar1.500 - 5.000 Euro
BrennwertkesselGuter Wirkungsgrad, niedrige Temperaturen, Brennwertnutzung3.000 - 6.000 Euro ( > Preise einer Gasheizung )

Gasheizungen im Überblick:

Der Konstanttemperaturkessel ist der älteste Gaskessel

Der Konstanttemperaturkessel zählt zu den ältesten Modellen, die noch in deutschen Bestandsbauten zu finden sind. Dieser Gaskessel arbeitet konstant auf einem hohen (Vorlauf-)Temperaturniveau von meist über 70 Grad Celsius. Dies fand einerseits statt, um eine Kondensation des Abgases zu verhindern, zum anderen war der Wärmebedarf der damals vergleichsweise schlecht gedämmten Bauten deutlich höher - somit waren auch die nötigen Vor- und Rücklauftemperaturen mit 90/70 Grad Celsius ( in Kombination mit entsprechend ineffizient ausgelegt und gebauten Heizkörpern ) nötig.

Er ist nicht regelbar und weist aus heutiger Perspektive einen viel zu niedrigen Wirkungsgrad und hohe Wärmeverluste auf. Der Jahresnutzungsgrad dieses Gaskessels liegt im Einfamilienhaus bei durchschnittlich 73% und im Mehrfamilienhaus circa bei 80%. Er ist für den Neubau wie den Altbau grundsätzlich nicht mehr geeignet. Für besonders alte Geräte (älter als 30 jahre) gibt es laut Energieeinsparverordnung eine Austauschpflicht.

Der Niedertemperaturkessel arbeitet deutlich effizienter

Der Niedertemperaturkessel ist eine Weiterentwicklung des Konstanttemperaturkessels. Wie der Name es andeutet, kann dieser Kessel auf einem niedrigeren Temperaturniveau arbeiten. Dieser Gaskessel weist eine Bandbreite von Kesseltemperaturen zwischen 35 bis 75 Grad Celsius auf (variabel / gleitend ).

Ist der Heizbedarf geringer - zum Beispiel im Sommer oder generell bei besseren Dämmstandards, die sich im Laufe der Zeit gesetzlich motiviert entwickelten - kann der Gaskessel bedarfsgerechter arbeiten. Er muss keine unnötig hohen Temperaturen erzeugen. Dies verringert den Brennstoffbedarf, unnötige Kesselstarts und Wärmeverluste. Durch die niedrigeren Temperaturen kann es bei diesem Gaskessel zur Kondensation des Abgases kommen. Diese Kessel sind deswegen stellenweise korrosionsfest oder verhindern durch andere konstruktionsbedingte Merkmale Schäden am Heizsystem, die Kondensation stellt also prinzipiell kein Problem dar.

Der Jahresnutzungsgrad dieses Kesseltyps liegt dementsprechend auch bei besseren 85% im Einfamilienhaus und 89% bei Mehrfamilienhäusern. Trotzdem sollte man wenn möglich die Mehrkosten auf sich nehmen und einen Gaskessel mit Brennwerttechnik kaufen.

Der beste Gaskessel: Brennwerttechnik nutzt die Latentwärme des Abgases

Der Gas-Brennwertkessel ist der modernste und effizienteste Gaskessel. Bei den bisherigen Kessel wurde eine Kondensation des Abgases soweit möglich vermieden - somit ging allerdings auch die Wärme in den Abgasen durch den Schornstein ungenutzt verloren. Brennwert-Gaskessel nutzen auch diese Wärme. So steigt der Nutzungsgrad im Schnitt nochmals um 10 Prozent (da sich diese Angaben in Deutschland meist auf den Heizwert und nicht auf den Brennwert des Brennstoffes beziehen kann es so auch zu physikalisch eigenartig anmutenden Nutzungsgraden von über 100% kommen). Aufgrund der niedrigen Temperaturen eignet sich dieser Gaskessel hervorragend zur Einbindung regenerativer Energien wie einer Solarthermieanlage.

Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie einem Gaskessel mit Brennwerttechnik den Vorzug geben. Achten Sie allerdings darauf, dass auch das Abgassystem ihrer Immobilie an die Erfordernisse eines Brennwertkessels angepasst wird. Übrigens: der Gaskessel muss nicht immer im Keller landen. Eine beliebte Alternative ist die Installation in einer Dachheizzentrale. Eine Montage unter dem Dach verkürzt gleichzeitig auch die nötige Abgasführung.

Fachbetriebe für Gasheizungen helfen Ihnen bei der Planung ihres neuen Heizsystems.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gaskessel

Gaskessel Größe bei 1000m2 Fläche

Wieviel kW Gaskessel benötigt man für ein Gebäude von ca. 1000m2? Es handelt sich um einen Altbau, der U-wert ist unbekannt.
Antwort von Meschede Heizsparfreund GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,
geht man einfach nach der Faustformel ca. 100 W/m² so erhält man eine Leistung von 100 KW. Aber bei einem Altbau ( ich habe erst vor kurzem eine Berechnung für ein Haus aus dem Baujahr 1940 erstellt ) so erhält man bei einer Raumtemperatur von 20°C und einer Norm Außentemperatur von - 12 °C einen Wärmebedarf von 145 W/m². Bei dem Wohnzimmer das nach der Norm mit 22°C beheizt werden muß nach der Norm, so habe ich einen Wärmebedarf von ca. 160 W/m². Bei den Badezimmern muß ich nach der Norm den Raum auf 24 °C beheizen können und dies entspricht einen Wärmebedarf von ca. 180 W/m². Aus diesen Angaben können Sie sich selbst Ihren benötigten Wärmebedarf ausrechnen. Man muss aber den Gleichzeitigkeitsfaktor berücksichtigen. Diesen nimmt man an mit ca. 75 bis 80%. Das muß aber mit dem Bauherrn abgesprochen werden. Ebenfalls sind mit zu berücksichtigen wie man den Flur oder den Eingangsbereich beheizen möchte und mit welcher Temperatur. Ist es überhaupt Sinnvoll bei so einer Größenordnung mit Gas zu Heizen. Dieses ist auf der Investitionsseite zwar die billigste Variante, aber von den Heizkosten mit die teuerste. Ich würde Ihnen Empfehlen einmal über ein BHKW oder einer Biomasse Heizungsanlage ( Pellets oder Hackschnitzel ) nachzudenken. Sie haben zwar einen gut Doppelt so großen Investitionsaufwand, aber bei dieser Größenordnung haben Sie den Mehrpreis nach ca. 10 Jahren wieder raus und bei einer regelmäßigen Wartung Laufen die Kessel auch 25 Jahre oder Länger. Bei der Beheizung mit einem BHKW oder einer Biomasse Heizungsanlage wird immer ein Pufferspeicher benötigt. In diesem Pufferspeicher ist jede Menge Energie enthalten, so dass die benötigte Kesselleistung dadurch auch etwas ca. 5 bis 10% kleiner ausgewählt werden kann. ich möchte noch Hinzufügen, dass das BHKW nicht alleine für die Gesammtleistung da sein darf. Es sollte höchstens eine Leistung von 30 KW haben und der Rest dann über den anderen Gaskessel abgedeckt werden. Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen.

Heizungsplanung in den Niederlanden - Wärmepumpe geeignet?

Ich wohne in Holland, und ich hoffe Sie können auch mich beraten. Meine Frau und ich leben in eine Reihenwohnung. Wohnflach 180 m2. Bis jetzt heizen wir mit Erdgas 1250 m3 in Jahr, inklusive Kochen. Wir sind uns am überlegen wie in die Zukunft zu heizen. Die Wohnung ist in 2006 fertig gebaut. Wir haben Bodenheizung und radiatoren. Wir fragen uns ob eine Wärmepumpe eine Möglichkeit sei. Ich glaube es gibt ein grosses Unterschied zwischen Holland und Deutschland. Hier gibt es natürlich auch Wärmepumpen aber die haben nur ein kleins Wasserreservoir (50l). Das heist mann brauch noch immer einen Gaskessel für extremes Winterwetter. Und ich sehe in Deutschland viel grössere Wasserreservoirs. Unsere Reihenwohnung ist gebaut auf einen Abstellraum für PKW. Wäre es möglich die Luft vom Abstellraum zu benutzen für die Wärmepumpe. Die Luft in die Garage ist etwas weniger kalt wie die Luft draußen. Das Abstellraum wird ausgezeichnet belüftet. Auch für das Leitungsverlauf in die Wohnung wäre es praktischer wenn das warme Wasser von unten kommt. Natuurlijk kan ich Ihnen mehr und ausgedehntere Information bieten.
Antwort von Peters Sanitär und Heizung

Hallo, stuur me je adres en telefoonnummer. Ik neem begin 2018 contact met je op

Welche Kombination Scheitholz/Pelletheizung ist möglich und wird BAFA gefördert?

Hallo, mein 15 kw Scheitholzkessel ist kaputt, ich möchte auf Kombination Scheitholz/Pelletheizung umrüsten.Der Edelstahlschornstein ist im Durchmesser 160 mm.Unsere Hauptheizung ist ein Flüssiggaskessel 36 kw. Welche Kombination Scheitholz/Pelletheizung ist möglich und wird BAFA gefördert?
Antwort von Ulrike Mädge

Für die förderwürdigen Holzkessel gibt es eine Liste beim Bafa.

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