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    Was ist eine Hybrid-Heizung?

    Das Wort "Hybrid-Heizung" klingt erst einmal einschüchternd. Hinter dem Begriff steht aber eine Idee, die unter anderem Namen schon einige Zeit im Umlauf ist, aber dennoch ein zukunftsfähiges Konzept darstellt: die Hybrid-Heizung vereint mehrere verschiedene Wärmequellen zu einem vielseitigen und flexiblen Heizsystem.
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    Hybrid-Heizung bündelt Wärmeerzeuger zu einem Gesamtsystem

    Hybrid-HeizungSchema einer Hybrid-Heizung, Grafik: © Intelligent heizen
    Das Fundament jeder Hybrid-Heizung ist der Pufferspeicher. Hier speisen alle Erzeuger ihre Wärme an einen zentralen Punkt ein. Aus dem Speicher werden dann die Heizkörper über den Heizkreislauf mit der nötigen Energie versorgt, um das Haus warm zu halten.

    Welche Wärmeerzeuger man in einer Hybrid-Heizung bündelt, ist prinzipiell nicht ausschlaggebend. Die Kombination einer Ölheizung mit einer Solarthermieanlage ist ebenso möglich wie die Zusammenlegung einer Gasbrennwertheizung mit einer Solaranlage und einem wassergeführten Kaminofen.

    Grundsätzlich ist ein solcher Aufbau einer Heizungsanlage nichts Neues: früher sprach man bei einer solchen Kombination von einer bivalenten Heizung (zwei Wärmeerzeuger) oder einer tri- beziehungsweise multivalenten Heizung (drei oder mehrere Erzeuger), die man nun unter dem Begriff Hybrid-Heizung zusammenfasst.

    Warum die Kombination verschiedener Heizungsysteme sinnvoll sein kann

    Was ist der Vorteil einer Hybrid-Heizung? Die Hybrid-Heizung ist vor allem dann eine interessante Option, wenn man möglichst viel Wärme aus erneuerbaren Energien für die Heizung verwenden möchte. So bauen sich viele Hausbesitzer entweder eine Solarthermieanlage und / oder einen Kaminofen ein. Da diese Quellen aber entweder nicht hundertprozentig zuverlässig oder konstant Wärme bereitstellen (eine Solarthermieanlage ist immer strahlungs-, wetter- und temperaturgebunden) oder eine vollständige Beheizung mit einem Kaminofen über ein ganzes Jahr hinweg entweder nicht möglich oder sinnvoll ist - die Leistung des Ofens reicht nicht und im Winter wäre man sehr lange damit beschäftigt, genügend Holz bereitzustellen und hätte auch das Problem, dass ein solcher Kaminofen nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt arbeiten kann (Stichwort Urlaub), benötigt man ein Element, das bei Bedarf sofort einspringen kann.

    Deshalb ist in einer Hybrid-Heizung meist ein leistungsstärkerer Erzeuger wie eine Gasbrennwertheizung (aber auch Wärmepumpen oder Pelletheizungen sind hier zu finden), der automatisch arbeiten kann und leistungsfähig genug ist, bei Aus- oder Wegfall der anderen Quellen das Haus alleinig zu beheizen, aber ausgeschaltet bleibt, so lange die anderen Quellen genügend Wärme einbringen. Diese Vorgehensweise maximiert zum Beispiel bei einer Gas-Holz-Solar-Kombination den Ertrag aus regenerativen Quellen und minimiert den Verbrauch fossiler oder teurerer Brennstoffe.

    Da eine Hybrid-Heizung modular aufgebaut ist, kann man die Investition in weitere Systeme schrittweise vollziehen. So kann man sich vorerst beispielsweise mit einer Gas-Solar-Verbindung zufrieden geben und später einmal einen Kaminofen zusätzlich in den Verbund integrieren. Allerdings sollte man bei diesem Vorgehen bereits im Vorfeld einen Pufferspeicher verbauen, der auch genug Kapazität besitzt, um weitere Wärmeerzeuger sinnvoll einbinden zu können. Wie groß der Pufferspeicher ausfällt und welche Art von Pufferung man genau verwendet (ob Schichtenspeicher, Pufferspeicher mit Frischwasserstation usw.) sollte ein Fachmann vor Ort anhand der baulichen Gegebenheiten und dem Heizverhalten der Hausbewohner analysieren. Der Pufferspeicher selbst fällt im Vergleich zu älteren Systemen deutlich größer aus (von 800 bis 1000 Litern kann man durchaus ausgehen), da er mehr Wärme aus mehr Quellen fassen muss. Hier finden Sie im Heizungsvergleich noch einmal die gängigsten Wärmeerzeuger in tabellarischer Übersicht.

    SHK-Fachbetriebe aus Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne bei der Planung und Umsetzung einer Hybrid-Heizung und erstellen auch Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Maßnahme.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de