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Zirkulationspumpe: Warmwasser wirtschaftlicher vorhalten

Warmwassersysteme müssen dem Anspruch gerecht werden, dass möglichst wenig kaltes Wasser ungenutzt aus der Leitung läuft. Diesen versteckten Wirtschaftlichkeitsaspekt bei der zentralen Warmwasserbereitung gleicht eine Zirkulationspumpe aus. Sie stellt jederzeit gleichbleibend warmes Wasser in der Leitung bereit. Das spart Wasser und Betriebskosten und erhöht den Komfort in Küche und Bad.
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Zirkulationspumpe: Warmwasser sparen und Energieverbrauch senken

Es ist ein bekanntes Problem der zentralen Warmwasserbereitung: Je nach Rohrdurchmesser der Leitungen und Entfernung vom Warmwasser-Erzeuger läuft eine ungenutzte Menge kaltes Trinkwasser aus dem Wasserhahn oder der Dusche. Dieses Wasser fließt sprichwörtlich den Bach hinunter und geht verloren. Es sei denn, das kalte Wasser wird vorher aufgefangen und z.B. als Brauchwasser zum Blumen gießen verwendet.

Warmwasser ab dem ersten Tropfen

Der Einbau einer Zirkulationspumpe ändert dieses Problem und rentiert sich in vielerlei Hinsicht. Die Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass das Warmwasser kontinuierlich im Leitungssystem fließt und jederzeit verfügbar ist ohne Wartezeit. Ungenutztes, kaltes Brauchwasser gibt es praktisch nicht. Dies hilft, weniger Trinkwasser zu verbrauchen und Betriebskosten zu sparen und führt außerdem zu einem Komfortgewinn, da Sie schneller an Warmwasser gelangen.

Wie funktioniert eine Zirkulationspumpe?

Mit dem Einbau der Zirkulationspumpe wird ein Kreislauf geschaffen, der am Kaltwasserzufluss des Warmwasserspeichers beginnt und über den Warmwasserspeicher zu den Verbrauchsstellen führt. EIne Zirkulationspumpe, die an der Rückleitung montiert ist, sorgt für die Umwälzung des Warmwassers im Rohrsystem.

Der hydraulischer Abgleich ist bei einem Neueinbau einer Zirkulationspumpe wichtig, um einen effizienten Betrieb zu ermöglichen. Mehrfamilienhäuser und größere Gebäude verfügen über mehrere Zirkulationskreisläufe bei denen eine leistungsstärkere oder mehrere dezentrale Zirkulationspumpen eingesetzt werden können. Durch den Einsatz mehrerer Einzelpumpen in solchen größeren Systemen können Unregelmäßigkeiten vermieden werden.


Was kostet eine Zirkulationspumpe?

Die Kosten für eine Zirkulationspumpe sind überschaubar. Der Preis einer Zirkulationspumpe beginnt bei schon bei 120 bis 150 €. Bei den derzeitigen Strompreisen spart der Besitzer rund 30 € pro Jahr beim Stromverbrauch - vom Effekt Trinkwasser zu sparen, das nicht als ungenutztes Brauchwasser abfließt, einmal abgesehen. Hinzu kommen eventuelle Rohrleitungskosten und deren Dämmung. So werden effektiv Kosten der Warmwasserbereitung gesenkt.

Was verbraucht die Zirkulationspumpe? Intelligente Steuerung für wirtschaftlichen Betrieb

Einfluss auf Verbrauchskosten Hinweis
Alter der Zirkulationspumpe Moderne Pumpen haben einen geringeren Stromverbrauch
Steuerung der Zirkulationspumpe Zeit- oder Temperatursteuerung
Isolation der Heizungsrohre Wärmeverlust minimieren
Länge der Rohrleitungen Kurze Wege sind zu bevorzugen
Lage der Rohrleitungen Nicht an Außenwänden entlang
Umgebungstemperatur Beeinflusst Warmwasserbedarf

Die permanente Bereitstellung von Warmwasser ist ein Komfortgewinn, den man bezahlt. Insbesondere alte Zirkulationspumpen verursachen durch den Stromverbauch hohe Kosten der Warmwasserbereitung, wenn sie im Dauerbetrieb laufen. Ein Austausch macht bei alten Pumpen im Dauerbetrieb auf jeden Fall Sinn. Moderne Pumpe verbrauchen deutlich weniger Stom und lassen sich effizienter betreiben. Bei neu installierten Zirkulationspumpen liegt die aufgenommene Leistung im Normalfall zwischen 10 und 30 Watt. Ältere Modelle benötigen deutlich mehr Leistungen.

Muss eine Zirkulationspumpe immer laufen? Nein, am effektivsten arbeiten Zirkulationspumpen mit einer integrierten Steuerung. Diese Steuerung regelt die Warmwasser-Zirkulation, indem Sie die Zirkulationspumpe nur aktiviert, wenn das Warmwasser in der Leitung zu kalt wird. Neue Zirkulationspumpen sind mit einem entsprechenden Thermostat ausgestattet, dass die Pumpe beim Erreichen der Wunschtemperatur abschaltet und so den Stromverbrauch senkt. Eine andere Möglichkeit bietet eine Zeitschaltuhr. Denn die zeitliche Steuerung der Zirkulation verhindert, dass in Zeiten der Abwesenheit - Arbeit, Urlaub oder Wochenende bei der Familie - und in der Nacht das Warmwasser unnötig zirkuliert. Die Umgebungstemperatur, die Isolation der Rohre sowie die generelle Warmwassertemperatur haben ebenfalls einen Einfluss auf die Verbrauchskosten. Zudem sollte nach Möglichkeit schon beim Bau der Heizungsanlage darauf geachtet werden, dass die Warmwasserleitungen kurz sind und nicht an den Außenwänden (die stark auskühlen können) entlangführen.

Stagnationswasser vermeiden - auch aus gesundheitlichen Gründen

Bei einem längeren Ausfall der Zirkulationspumpe steigt das Gesundheitsrisiko. Durch längeren Stillstand des Wassers in den Rohrleitungen im Haus, können hier Keime entstehen. Ein Beispiel sind Legionellen, die Atemwegserkrankungen auslösen können. Kurze Wege der Rohrleitungen, die Vermeidung von selten genutzten Rohrleitungen, eine ausreichend hohe Wassertemperatur sowie eine ausreichende Bewegung und Umwälzung des Wassers verhindern die Entstehung der Bakterien.

Individuelle Lösungen für den Einbau und die Steuerung einer Zirkulationspumpe hat der Heizungs-Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de