Das Heizsystem - Komponenten und ihr Zusammenspiel

Für die Modernisierung der "Heizung" ist eine ganzheitliche Betrachtung des Systems notwendig. Der Kessel erzeugt die Wärme. Zwei Kreisläufe versorgen Räume mit Heizwärme und Warmwasser. Dabei stehen je nach System unterschiedliche Heizkörper zur Auswahl. Ein Pufferspeicher hält Wärme für den Heiz- und Warmwasserkreislauf vor. Der hydraulische Abgleich sorgt für eine optimalen Betrieb des Heizsystems, den eine Solarthermie Anlage zusätzlich unterstützen kann.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
HeizungenHeizsystem

Das Heizsystem: ein Zusammenspiel aus Kessel, Wärmespeicher & Heizkörpern

Inhaltsübersicht & Schnellnavigation

1.) Der Kessel

Das Herzstück einer Heizungsanlage ist der Kessel. Zum Großteil versorgen heute noch Gas- und Ölheizungen Haushalte mit Wärme. Mit der Brennwerttechnik wurde für diese Heizungsanlagen ein Verfahren entwickelt, Gas und Öl effektiver zu nutzen und Heizkosten einzusparen. Blockheizkraft­werke (BHKW) gehen noch darüber hinaus und erzielen Wirkungsgrade von nahezu 100 Prozent, indem mit Gas und Öl zusätzlich Strom erzeugt wird.

Vereinfachtes Schema eines Heizsystems: diverse Kessel stehen zur Auswahl, die Wärme für die Raumheizung und die
Wasserversorgung bereitstellen. Über einen modernen Wärmespeicher mit angeschlossenem Verteilsystem kommt die
Wärme an den diversen Heizkörpern und Wasserhähnen im Haushalt an.

Alternative Energieträger zu Gas und Öl, mit denen wirtschaftlich geheizt werden kann, sind Umgebungswärme, Biomasse und Sonnenergie. Regenerative Heizsysteme wie Wärmepumpen und Pelletheizungen sind in der Anschaffung teurer als Gas- und Ölheizungen, setzen jedoch auf einen preisstabileren und langfristig kostengünstigeren Brennstoff.

Solarthermie-Anlagen, die Wärme aus Sonnenenergie gewinnen, können Gas- und Ölheizungen ebenso wie regenerative Heizsysteme wirtschaftlich unterstützen, um Heizwärme und Warmwasser bereitzustellen.

[zurück zur Inhaltsübersicht]

2.) Heizkreislauf und Wärmeverteilsystem

Ohne eine gut ausgelegte Wärmeverteilung kommt die Wärme nicht an ihren Bestimmungsort. Mehrere Elemente sorgen für den effektiven Wärmetransport im Heizkreislauf. Hierzu zählen die Heizungsrohe, Heizkörper (mit Radiatorheizkörpern oder einer Fußbodenheizung) und Steuerungsgeräte wie die Zirkulations- oder Umwälzpumpe.

Welchen Effekt allein der Austausch einer veralteten Umwälzpumpe gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe hat zeigt dieses Video:

Mit der Installation von einer Hocheffizienzpumpe wird das Heizsystem noch einmal deutlich aufgewertet. Ein hydraulischer Abgleich ist meist auch Grundvoraussetzung für Fördermittel durch das BAFA oder die KfW-Bankengruppe.

[zurück zur Inhaltsübersicht]

Ausblick: neue Impulse von Brennstoffzellen, PV-Anlagen & Smart Home Anwendungen

Das klassische Heizsystem, wie oben beschrieben, ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Von vielen innovativen Entwicklungen gehen derzeit neue Impulse aus, um das Heizen noch effizienter, sparsamer und smarter zu gestalten:

  • Brennstoffzellen erzeugen Wärme und Strom gleichzeitig in einem Gerät. Dies tun BHKW auch, jedoch mit einem klassischen Verbrennungsmotor. Die Brennstoffzelle als Heizsystem kommt ohne einen (wartungsintensiven) Motor aus und gewinnt Strom und Wärme chemisch aus Wasserstoff. Hierfür ist nur ein herkömmlicher Gasanschluss wie bei einer Gasheizung erforderlich. Verschiedene große Heizungshersteller führen dieses Heizsystem bereits in ihrem Sortiment
  • Strom als Energieträger nimmt im eigenen Haushalt eine immer zentralere Rolle ein. So auch beim Heizen: Wärmepumpen, die bevorzugt in energieeffizienten Neubauten eingesetzt werden, benötigen nur noch Strom für ihren Betrieb. Ebenso Lüftungssysteme und elektrische Heizkörper in hocheffizienten Gebäuden. Diesen Strom kann eine eigene Photovoltaik-Anlage vor Ort erzeugen und über einen Stromspeicher jederzeit bereitstellen. Aber auch die diversen Pumpen im Heizsystem können den Solarstrom direkt abnehmen und verwenden.
  • Mit einem Smart Home System wird das eigene Heizsystem intelligent. Per App auf dem Smartphone oder Tablet-PC bzw. über eine Zentrale im Haus lässt sich die Temperatur in jedem Raum individuell steuern, oder auch programmieren. So regelt ein Smart Home System Abends die Raumtemperatur automatisch vor dem Schlafengehen herunter und schaltet Morgens eine halbe Stunde vor dem Aufstehen bereits die Heizung im Bad an.

Wenn Sie sich über die Modernisierungsmöglichkeiten an Ihrem Heizsystem informieren möchten, dann nutzen Sie gern unseren Service von Heizungsfinder.de. Über unsere Fachbetriebssuche können Sie sich konstenfrei und unverbindlich mit Heizungsbaubetrieben aus Ihrer Region in Verbindung setzen für einen Beratungstermin.

[zurück zur Inhaltsübersicht]

Weiterlesen zum Thema "Regenerativ heizen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Heizsystem

Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen

Umbau von Ölheizung auf Wärmepumpe: Ich bewohne eine DHH mit ca. 130 m² Wfl. auf ca. 300 m² Grund. Derzeitig mit Ölheizung. Nach Recherche übers Landratsamt wäre sowohl eine GWWP oder eine EWS auf meinem Grundstück möglich. Hauswärmebedarf derzeit ca. 150 kWh/a inkl. WW. Heizsystem derzeit Flächenheizkörper. Ölbrenner 21 kW. Höchste bisherige Vorlauftemperatur waren 55 grad. Deshalb gehe ich auch bei den konventionellen Flächenheizkörpern davon aus, dass die Ölheizung durch eine 2-stufige WP zu ersetzen sein müsste. Liege ich mit dieser Annahme richtig?
Antwort von Göhler GmbH Bad Heizung Öfen

Wärmepumpen sind grundsätzlich nicht zu empfehlen. Hohe Anschaffungskosten, sehr hoher Energieverbrauch, kurze Lebensdauer, hohe Reparaturanfälligkeit und damit hohe Betriebskosten allgemein. Viele Wärmpumpenbesitzer ärgern sich über zu hohe Betriebskosten. Wer denkt, dass man sparen kann der irrt gewaltig. Wir haben schon viele Anlagen ausgebaut und Pelletheizungen oder Erdgasablagen installiert.

Kältebrücke: Hilfe durch Heizkabel?

Wir haben eine Kältebrücke in unserer Kellerwohnung. Diese lässt sich leider nicht durch eine Außendämmung beseitigen, da sich an dieser Stelle eine Treppe befindet. Wir wollten das Problem durch ein Heizkabel lösen, welches genau in der Ecke von der Wand und der Decke eingeputzt werden soll. Die Länge des Heizkabels beträgt 4m. Die Temperatur sollte sich auf ca. 20° regeln lassen, damit an dieser Stelle kein Kondensat und damit auch kein Schimmel mehr entstehen kann. Mit welchem Heizsystem wäre dies möglich und wie sieht die Regelung aus?
Antwort von Rebotherm UG

Um diese " Kältebrücke " zu beseitigen würde ich an der Stelle AERO-THERM in einer Schichtstärke von 1 mm aufputzen. Kondensatbildung ist dann eliminiert und die Wand ist warm.
Beste Grüße
U. Reifschläger
ReBo Dämmvertrieb UG

KfW 55 Haus mit Photovoltaik, Solarspeicher & Infrarotheizung realistisch?

Wir wollen ein kfw55 Haus bauen und planen das Dach zur Südseite komplett mit Photovoltaik einzudecken. Außerdem wollen wir einen Batteriespeicher und eine Infarotheizung verwenden. Wir wollen ausschließlich Heizen und Wasser erwärmen durch dieses Heizsystem. Der überschüssige Strom im Sommer soll in einer Cloud gespeichert werden, um diesen im Winter zu nutzen. Sind diese Gedanken realistisch?
Antwort von Energiepark Brandenburg

Die Cloud-Variante dient nur dem der sie anbietet! Die Möglichkeit den Solarstrom für die Heizung und Erwärmung des Wasser zu nutzen ist durchaus möglich, es ist aber zu klären ob das wirtschaftlich sinnvoll ist. Hier gibt es so viel Eventualitäten das eine pauschale Aussage schwer möglich ist. Hier sollten Sie sich von einem Fachbetrieb ausführlich beraten lassen.

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Heizungen
Jetzt Frage stellen