Heizen mit Strom – die Stromheizung im Überblick

25. Mai 2022
Elektroheizungen nutzen elektrischen Strom, um Wärme zu erzeugen. Oftmals sind die Anschaffungskosten gering, während die laufenden Kosten des Betriebs mitunter sehr hoch ausfallen. Wie funktioniert Heizen mit Strom und welche Vor- und Nachteile bietet es? Im folgenden Artikel erfahren Sie, in welchen Fällen dieses Heizsystem Sinn ergibt und welche Kosten auf Sie zukommen.
Dieser Artikel wurde von
Georgina Motzke für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenHeizkostenmit Strom

Inhalt:

Stromheizung: Wie funktioniert das Heizen mit Strom?
Heizen mit Strom: Kosten
Strom & Heizung: Welche Optionen gibt es?

Welche Alternativen zur Stromheizung gibt es?
Fazit: Für wen eignet sich Heizen mit Strom?

Anders als herkömmliche Heizsysteme benötigt die Elektroheizung lediglich einen Stromanschluss zur Wärmeerzeugung. | Foto © Patryssia, Adobe Stock

Stromheizung: Wie funktioniert das Heizen mit Strom?

Herkömmliche Pellet- oder Ölheizungen verbrennen Ihren Brennstoff in einem Heizkessel vor Ort, um Wärme zu erzeugen. Die Elektroheizung nutzt hingegen Strom, um Ihre Räume zu beheizen. Der Strom fließt durch einen elektrischen Leiter, während die Elektronen auf Widerstand treffen. Der entsprechende Widerstand ergibt sich aus der Materialzusammensetzung. Dadurch fließt ein Teil der elektrischen Energie nicht weiter, sondern wandelt sich in thermische Energie um, die nach außen abstrahlt. Der Heizkörper erwärmt sich.

Die Umwandlung von Strom in Wärme erfolgt nahezu verlustfrei. Anders sieht das bei Heizungsanlagen aus, bei denen die erzeugte Wärme durch weitläufige Rohrsysteme zu den einzelnen Heizkörpern fließt. Auf dem Weg geht Energie verloren. Bedenken Sie jedoch, dass bei der Stromerzeugung selbst hohe Energieverluste entstehen.

Mit Strom heizen bietet Ihnen einige Vorteile, jedoch auch Nachteile, die Sie vor der Anschaffung gegeneinander abwägen sollten:

Vorteile von Heizen mit Strom

Nachteile von Heizen mit Strom

es wird kein Abgassystem benötigt

für die Brauchwassererwärmung ist ein gesondertes System notwendig

niedrige Anschaffungskosten

Radiatoren entwickeln mitunter störende Gerüche durch Staubverschwelung

je nach Strombezug (Ökostrom, PV-Anlage, etc.): umweltfreundlich

hohe Stromkosten bei Dauerbetrieb

keine Wartung / Abnahme durch Schornsteinfeger

Heizlüfter & Konvektoren bei Radiatoren erzeugen oftmals störende Geräusche

kein zusätzlicher Platzbedarf für Heizungsanlage, Technikraum oder Brennstofflager

Flächenheizungen: Installation unter Boden-, Decken- oder Wandbelag und somit erhöhter Montageaufwand

einfache Installation & flexibel aufstellbar (Steckdose muss vorhanden sein)

Strahlungswärme darf nicht von Gegenständen versperrt werden, sondern muss direkt auf den Körper treffen, um Wärme zu erzeugen

Infrarotheizung ideal für Allergiker geeignet, da keine Staub- und Luftverwirbelung entsteht

Nachtspeicherheizung: wenn der Stromspeicher leer ist, bleiben die Wohnräume bis zum nächsten Aufladen (in der Nacht) kalt

Heizlüfter und Infrarotheizungen stellen schnell Wärme zur Verfügung

Heizlüfter nicht für Allergiker geeignet

Umsetzung von Strom in Wärme nahezu verlustfrei

hohe Verluste bei der Stromerzeugung und je nach Bezug klimaunfreundlich

Heizen mit Strom: Kosten

Das Heizen mit Strom lockt oftmals mit kostengünstigen Preisen bei der Anschaffung. Anders als herkömmliche Gas- oder Ölheizungen benötigen Sie keine teure Heizungsanlage mit Heizkessel. Sie kaufen lediglich die Heizkörper, stellen diese am gewünschten Ort auf und schließen Sie an die Steckdose an. Doch nach den Anschaffungskosten fallen die Betriebskosten an und sind bei Dauerbetrieb deutlich höher, als wenn Sie auf Brennstoffalternativen zurückgreifen.

Anschaffungskosten einer Elektroheizung

Die Preise für Elektroheizungen bewegen sich je nach gewähltem Modell, Größe und Leistung zwischen durchschnittlich 200 und 1.000 Euro pro Heizgerät.

Heizung

durchschnittliche Preise

Infrarotheizkörper

150 bis 1.000 Euro

Elektroradiator

200 bis 900 Euro

Natursteinheizung

500 bis 1.000 Euro

Heizlüfter

30 bis 100 Euro

Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung)

50 bis 100 Euro / Quadratmeter

Rechnen Sie bei sanierten Bestandsgebäuden mit einer guten Wärmedämmung sowie im Neubau mit einer benötigten Leistung von etwa 100 Watt pro Kubikmeter.

Erwägen Sie Ihr gesamtes Einfamilienhaus von 120 Quadratmetern Wohnfläche mit Infrarotheizkörpern auszustatten, benötigen Sie je nach Gebäudedämmung, Deckenhöhe und Raumaufteilung beispielsweise acht Heizkörper mit je 1.500 Watt Leistung. Diese belaufen sich abhängig vom Hersteller auf durchschnittlich 6.400 Euro.

Laufende Kosten beim Heizen mit Strom

Die laufenden Kosten einer Elektroheizung beziehen sich lediglich auf den Stromverbrauch. Im Gegensatz zu anderen Heizsystemen, wie etwa Pelletheizung oder Wärmepumpe, benötigt eine Heizung mit Strom keine aufwendige Wartung. Zusätzlich verzichten Sie auf ein Abgassystem, sodass Sie die Kosten für einen Schornsteinfeger sparen. Der Stromverbrauch ist bei Dauerbetrieb jedoch nicht zu vernachlässigen.

Jährlich steigende Stromkosten legen nah, elektrisches Heizen primär als punktuelle Unterstützung eines bestehenden Heizsystems zu nutzen. Entschließen Sie sich für eine strombetriebene Zentralheizung für den alleinigen Dauerbetrieb, erwarten Sie mitunter hohe Stromkosten, wie folgende Beispielrechnung zeigt:

Sie beheizen einen gut gedämmten 20 Quadratmeter großen Wohnraum mit einem 2.000 Watt Elektroradiator. Der Arbeitspreis beträgt in diesem Beispiel 32,70 Cent pro Kilowattstunde (anonymisierter Anbieter; Stand: Mai 2022). Rechnen Sie mit einem Betrieb von acht Stunden am Tag, betragen die Stromkosten 5,23 Euro pro Tag. Hochgerechnet bedeutet das 156,90 Euro monatliche Stromkosten – für einen Raum.

Die hohen Kosten zeigen sich bei einem Dauerbetrieb der Elektroheizung für Ihre gesamte Immobilie: Rechnen Sie mit einem Energiebedarf von etwa 13.000 Kilowattstunden im Jahr bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus, betragen die Kosten bei einem Heizstrompreis von 30,90 Cent pro Kilowattstunde (Anbieter anonymisiert; Stand: Mai 2022) 4.017 Euro im Jahr.

Was ist Heizstrom?

Wärme- oder Heizstrom dient lediglich der Wärmeerzeugung. Er kommt bei Wärmepumpen, Elektro- oder Nachtspeicherheizungen zum Einsatz und ist günstiger als herkömmlicher Haushaltsstrom. Für den Bezug von Heizstrom benötigen Sie einen separaten Stromzähler. Gut zu wissen: Der Wegfall der EEG-Umlage verpflichtet die Stromanbieter zu einer entsprechenden Absenkung der Strompreise ab dem 01.07.2022.

Vergleichen Sie das Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit einem Energiebedarf von 13.000 Kilowattstunden im Jahr mit alternativen Heizsystemen, fallen die Kosten für Heizen mit Strom deutlich höher aus:

Heizsystem

Strom- / Brennstoffkosten

Verbrauch

durchschnittliche Kosten im Jahr

Elektroradiatoren

30,90 ct/kWh

13.000 kWh Strom

4.017 Euro

Ölheizung

13,08 ct/kWh *

1.300 l Erdöl

1.700,40 Euro

Pelletheizung

7,87 ct/kWh **

2.600 kg Holzpellets

1.023,10 Euro

Wärmepumpe

30,90 ct/kWh

2.600 kWh Strom

803,40 Euro

* Erdölpreis: 13,08 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Mai 2022)
** Pelletpreis: 7,87 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Mai 2022)

Kombination mit Photovoltaik: Stromkosten senken

Günstig heizen mit Strom ist oftmals nur schwer umsetzbar. Eine Möglichkeit, die Stromkosten zu senken, ist die Kombination mit Photovoltaik. Dabei erzeugt die PV-Anlage einen Teil des benötigten Stroms für Ihr Heizsystem. Bedenken Sie: Speziell während der Heizperiode in den Wintermonaten findet die schwächste Sonneneinstrahlung statt. Der Einsatz von Solarstrom eignet sich daher nur bedingt zum maßgeblichen Senken Ihrer Heizkosten.

Strom & Heizung: Welche Optionen gibt es?

Beim Heizen mit Strom haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten: von elektrischen Heizkörpern über Infrarotheizungen bis hin zu Heizlüftern. Dabei bieten die einzelnen Systeme spezifische Eigenschaften und jeweilige Vor- und Nachteile.

Elektroradiatoren

Ein Elektroradiator unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von einem herkömmlichen Heizkörper. Offensichtlicher Unterschied ist, dass er über einen Stromanschluss verfügt und sich dadurch relativ flexibel im Raum aufstellen lässt. Durch den Strom erhitzt sich das Medium im Inneren des Heizkörpers. Dieses ist in der Regel Öl oder Wasser. Die Wärmeübertragung gleicht der von herkömmlichen Heizkörpern, bei denen Konvektionswärme die Raumluft erwärmt.

Da Luft ein schlechter Wärmespeicher ist, dauert es entsprechend lang, bis sich der Raum auf die gewünschte Temperatur erwärmt. Elektroradiatoren sind günstig in der Anschaffung, sind jedoch aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs nur als Zusatzheizung sinnvoll. Nutzen Sie sie beispielsweise als Ergänzung zu Ihrem bestehenden Heizsystem bei besonders niedrigen Temperaturen.

Konvektionswärme vs. Strahlungswärme

Bei der Konvektionswärme dient die Luft als Wärmeträger. Durch einen Heizkörper erwärmt sich die Luft in der Nähe und verteilt sich durch die Luftströmung im Raum. Diese erwärmt sich dadurch nach und nach. Je nach Beschaffenheit des Raumes entstehen unterschiedliche Temperaturzonen.

Bei der Strahlungswärme strahlt ein Heizkörper gezielt Wärme in Form von Infrarotstrahlung ab. Diese trifft ohne Verwirbelungen oder Zugluft auf einen Körper und erwärmt diesen. Die direkte Strahlung ähnelt der von Sonnenstrahlen und die subjektive Temperaturwahrnehmung ist höher als bei der Konvektionswärme.

Infrarotheizung

Infrarotheizungen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben, als spezielle Designelemente wie beispielsweise Spiegelheizungen sowie als Infrarotstrahler. Oftmals dienen sie als ergänzender Wärmelieferant in Räumen, die nicht dauerhaft genutzt werden, wie etwa im Badezimmer. Im Gegensatz zu Elektroradiatoren erzeugt die Infrarotheizung keine Konvektionswärme. Die durch Strom erzeugte Infrarotstrahlung trifft direkt auf Körper und Gegenstände im Raum. Die Strahlungswärme erwärmt nicht die Raumluft, sondern den Körper selbst. Deshalb nimmt das Wärmeempfinden deutlich ab, sobald Sie sich außerhalb des Strahlungswinkels des Heizkörpers befinden.

Die Infrarotheizung eignet sich speziell für die punktuelle Erwärmung, beispielsweise den Schreibtischbereich im Arbeitszimmer. Die Strahlungswärme sorgt im Gegensatz zur Konvektionswärme für eine nahezu sofortige Wärme. Ideal als Zusatzheizung zu herkömmlichen Konvektionsheizköpern, damit es schneller warm ist. Der Heizkörper lässt sich variabel im Raum anbringen und benötigt lediglich einen Stromanschluss. Beachten Sie jedoch, dass Gegenstände die direkte Strahlung nicht verdecken.

Die Infrarotwärmestrahlung wird von vielen als besonders angenehme Wärme empfunden und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Die Luft trocknet nicht aus und da keine Luftverwirbelungen entstehen, bietet dieser Heizkörper besonders Allergikern Vorteile. Bei einem Dauerbetrieb steigen jedoch auch hier die Heizkosten, sodass sie sich lediglich als Zusatzsystem eignet.

Infrarotstrahler sorgen für ein angenehmes Wärmeempfinden ähnlich dem von Sonnenstrahlen. | Foto © Sinuswelle, Adobe Stock

Natursteinheizung

Die Natursteinheizung wird auch als Teilspeicherheizung bezeichnet. Sie besteht aus Natursteinen, die über eine hohe Speicherwirkung verfügen – beispielsweise Marmor, Speckstein, Granit oder Kalkstein. An ihrer Rückseite befinden sich Kanäle, durch die die elektrischen Leiter laufen. Diese erwärmen sich bei Stromzufuhr bis auf 90 Grad Celsius. Der Naturstein nimmt die Wärme auf und gibt diese als Infrarotstrahlung in den Raum ab. Ähnlich wie Kachelöfen gibt die Natursteinheizung einen Teil der Wärme als Konvektionswärme ab, sodass sich ebenfalls die Raumluft erwärmt.

Aufgrund der speziellen Speicherwirkung des Materials benötigt diese Heizung keine ununterbrochene Stromzufuhr. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, schaltet sie sich ab. Kühlt das Material herunter, erwärmen sich die elektrischen Leiter von neuem. Berücksichtigen Sie jedoch, dass die Betriebskosten bei alleinigem Betrieb noch immer deutlich höher liegen als bei alternativen Heizsystemen.

Flächenheizung

Die Flächenheizungen erhalten Sie als elektrische Fußbodenheizungen, Deckenstrahlungsheizungen sowie Wandheizungen. Sie lassen sich unsichtbar in jeden Raum integrieren, da Sie sie unter dem Fußboden beziehungsweise unter dem Putz der Wand verlegen. Die Montage ist aufwendiger als bei variabel aufstellbaren Elektroheizungen. Infrarotstrahlung sorgt mit ihrer Wärme für ein angenehmes Raumklima. Die Flächenheizung verringert zudem die Gefahr der Schimmelbildung, da sie direkt die Wände und nicht nur die Raumluft erwärmt.

Speziell beim Heizen mit Strom achten Sie auf eine gute bis sehr gute Wärmedämmung Ihrer Räume. Auch bei der Flächenheizung gilt: Bei einem Dauerbetrieb erhöhen sich Ihre Heizkosten mitunter massiv.

Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen können unsichtbar in jeden Raum integriert werden. | Foto © ronstik, Adobe Stock

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen werden auch als Niedertarif-Speicherheizungen bezeichnet und finden sich überwiegend im Altbau. Aufgrund der hohen Stromkosten ist dieses Heizsystem heute als Neuanschaffung nicht mehr gängig. Weiterer Kritikpunkt: Asbest. Nachtspeicherheizungen, die vor Mitte der 1970er Jahre installiert wurden, enthalten mitunter diesen gesundheitsgefährdenden Stoff. Bei der Nachtspeicherheizung lädt sich der Wärmespeicher über Nacht mit vergünstigtem Nachtstrom auf. Für die Inbetriebnahme benötigen Sie einen separaten Stromzähler. Die Wärme beziehen Sie tagsüber direkt aus dem Speicher. Nachteil: Ist der Speicher leer, bleiben Ihre Heizungen kalt, da er sich erst in der kommenden Nacht neu auflädt. Zudem ist diese Art zu heizen trotz eines vergünstigten Nachttarifs noch immer deutlich teurer als alternative Heizsysteme wie etwa eine Pelletheizung.

Heizlüfter

Heizlüfter saugen die kühle Umgebungsluft ein. Im Inneren erwärmen Heizdrähte die Luft und pusten diese über ein Gebläse zurück in den Raum. Dabei entsteht neben einer lauten Geräuschentwicklung eine warme Zugluft, die viele Menschen als unangenehm erachten. Auch die Raumluft büßt merklich an Qualität ein und wirkt schnell abgestanden.

Darüber hinaus sorgt ein hoher Stromverbrauch dafür, dass sich diese Heizmöglichkeit lediglich punktuell und ergänzend zu einem bestehenden Heizsystem eignet. Beispielsweise als schnelle Wärmequelle bei besonders geringen Temperaturen oder überbrückend im Arbeitszimmer.

Heizlüfter sind flexibel im Raum aufstellbar und sorgen für einen schnellen Wärmebezug. | Foro © New Africa, Adobe Stock

Welche Alternativen zur Stromheizung gibt es?

Abhängig von Ihren individuellen Voraussetzungen bieten sich alternative Heizmethoden zur Stromheizung. Diese ziehen nicht nur deutlich reduzierte Heizkosten nach sich, sondern zählen zudem zu den erneuerbaren Energien und tun der Umwelt etwas Gutes:

  • Eine Wärmepumpe bezieht den Großteil der Energie aus der Umwelt. Sie benötigt nur einen geringen Anteil Strom: So entstehen aus einem Kilowatt Strom je nach Wärmepumpe durchschnittlich drei bis vier Kilowatt Wärme. Im Vergleich zu einer Elektroheizung ist der Stromverbrauch bei Wärmepumpen demnach deutlich geringer. Wichtig: Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, müssen Ihre Immobilie sowie Ihre Heizkörper über gewisse Voraussetzungen wie beispielsweise eine gute Wärmedämmung verfügen. Die Anschaffungs- und Installationskosten sind förderfähig.
  • Benötigen Sie hingegen einen ergänzenden Wärmeerzeuger, um Ihr bestehendes Heizsystem zu entlasten, bietet Ihnen Solarthermie eine Alternative zum Heizen mit Strom. Durch eine thermische Solaranlage decken Sie Ihren jährlichen Warmwasserbedarf bis zu 60 Prozent. Nutzen Sie Solarthermie sowohl für die Brauchwasserbereitung als auch für die Heizungsunterstützung, sparen Sie über das Jahr gerechnet durchschnittlich 20 bis 30 Prozent Ihrer Heizkosten. Für eine Solarthermieanlage sind ebenfalls Förderungen durch BAFA oder KfW möglich.
  • Leben Sie in einem ungedämmten Altbau und benötigen einen Ersatz für Ihre alte Öl- oder Gasheizung, empfiehlt sich oftmals eine Pelletheizung. Diese heizt ebenfalls mit erneuerbaren Energien und verbrennt Holzpellets zur Wärmegewinnung. Durch den verhältnismäßig kostengünstigen Bezug des Brennstoffes sparen Sie gegenüber anderen Heizsystemen wie Öl-, Gas- und Elektroheizung Heizkosten. Sie benötigen ausreichend Platz für das Pelletlager. Im Gegensatz zu einer Elektroheizung ist die Anschaffung einer Pelletheizung zudem mit deutlich höheren Kosten verbunden. Diese senken Sie durch eine entsprechende Förderung.

Fazit: Für wen eignet sich Heizen mit Strom?

Bevor Sie sich entscheiden, Ihr gesamtes Haus mit Strom zu heizen, sollten Sie die Vor- und Nachteile einer Elektroheizung abwägen. Größte Schwachstelle sind die Heizkosten, die aufgrund des hohen Stromverbrauchs bei Dauerbetrieb entstehen. Abhängig von Anbieter und Strombezug handelt es sich bei einer Stromheizung um keine besonders umweltschonende Variante. Nutzen Sie hingegen Ökostrom oder produzieren ihn mit einer eigenen PV-Anlage, steigt die Umweltfreundlichkeit.

Aufgrund des hohen Stromverbrauchs sind Stromheizungen in den meisten Fällen lediglich als Zusatzsystem sinnvoll. Dadurch erwärmen Sie Räume gezielt, die Sie nicht durchgehend nutzen, wie beispielsweise Arbeitszimmer oder Bad. Als Ergänzung an kalten Tagen kann sich eine Elektroheizung durchaus lohnen. Infrarotheizungen sorgen aufgrund ihrer Strahlungswärme fast unmittelbar für ein angenehmes Raumklima. Dies verringert die Wartezeit, in der sich eine Konvektionsheizung erst noch erwärmt.

Tipp: Planen Sie Ihre Elektroheizung! Bevor Sie sich eine strombetriebene Heizung kaufen, beziehen Sie unterschiedliche Fachbetriebe für Elektroheizungen in Ihre Entscheidungsfindung ein. Diese beraten Sie professionell vor Ort und finden gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Lösung.

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