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Infrarotheizungen

Die Infrarotheizung ist, wenn man so will, das Multitalent unter den Heizungen. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig und sie ist optisch sehr wandelbar. Wie ein Chamäleon schlüpft diese Heizung in immer neue Geräteformen und gibt sich selten als Die Eine, spezielle Infrarotheizung zu erkennen. Mit einer klassischen Zentralheizung wie einer Gas- oder Ölheizung, einer Pelletheizung, Wärmepumpe, KWK-Anlage oder auch einer Brennstoffzelle ist die Infrarotheizung nicht vergleichbar und sie hat mit diesen Techniken auch nichts gemein. Sie übernimmt stattdessen vielfältige andere Aufgaben jenseits der klassischen Gebäudebeheizung, die nicht von den genannten Platzhirschen im Heizungsmarkt besetzt sind.
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Die Infrarotheizung: Multitalent für Heim & Gewerbe

Das Alleinstellungsmerkmal der Infrarotheizung gegenüber allen anderen Heiztechniken ist die Strahlungswärme, mit der diese Heizung "heizt". Um hier direkt Missverständnissen vorzubeugen: klassische Heizkörper geben auch Wärmestrahlung ab. Der Strahlungsanteil ist bei all diesen Heizungen, die mit von Wasser durchströmten Heizkörpern arbeiten, jedoch deutlich geringer als bei der Infrarotheizung. Sie heizen hauptsächlich über ihren hohen Konvektionsanteil. Das heißt: Luft wird erwärmt.

Das Verhältnis "hoher Konvektionsanteil - geringer Strahlungsanteil" ist bei einer Infrarotheizung genau umgekehrt. Der Strahlungsanteil an Wärme ist hier im Vergleich zum Konvektionsanteil deutlich höher. Er liegt je nach Gerät zwischen 60 und 80%. Dementsprechend wird bei einer Infrarotheizung auch noch die Raumluft erwärmt, jedoch zu einem weitaus geringeren Teil und auch nur als "Nebeneffekt". Das vorrangige Ziel dieser Heizung ist die Abgabe von Wärmestrahlung, die direkt auf Menschen, Tiere, Gegenstände im Raum und auf die Raumhülle selbst wirkt und diese erwärmt. Diese geben dann wiederum ihre gespeicherte Wärme nach und nach an den Raum und die Raumluft weiter und erwärmen diese mit.

Das bedeutet: überall wo es ökonomisch keinen Sinn macht Luft zu erwärmen, wo die Umgebungsluft zunächst "kalt" bleiben kann und Wärme direkt beim Menschen, beim Tier oder der Raumhülle ankommen soll, überall dort kommt heute eine Infrarotheizung zum Einsatz. Aus diesem Grund trifft man die Infrarotheizung im gewerblichen Umfeld deutlich häufiger an als z.B. im Wohnungsbau bzw. in den eigenen vier Wänden.

Infrarotheizungen in einer Lagerhalle für Coils | Autor: Morgenrot Suedlicht via Wikimedia Commons; Lizenz: CC BY-SA 3.0

Infrarotheizungen für gewerbliche Anwendungen

Für die nachfolgenden Szenarien ist die Infrarotheizung eine sinnvolle Heizmethode. Eine Konvektionsheizung stößt bei diesen Örtlichkeiten an ihre Grenzen, da entweder der umbaute Raum zu groß ist, die Räume teilweise offen bzw. im Freien liegen und die Luftwechselrate zu hoch ist oder die Gebäude zu schlecht gedämmt sind. Ebenso halten sich Menschen in diesen Räumlichkeiten oft nur vorübergehend oder für kurze Zeit auf, weshalb diese Orte nicht wirklich "vorgeheizt" werden können:

  • Kirchengebäude
  • Fußballstadien
  • Mehrzweckhallen, Messehallen, Konzert- und Sporthallen, Festzelte
  • Schwimmbäder, Thermen und Spa-Einrichtungen
  • Produktions- und Lagerhallen, Markthallen, Werkstätten, Bau- und Büro-Container
  • Verkaufsstände auf Märkten, im Einzelhandel, Imbissstände
  • Außenbereiche der Gastronomie wie Straßencafés, Biergärten, Raucherbereiche
  • Wartezonen an Bahnhöfen, Haltestellen
  • öffentliche Toiletten
  • Viehställe
  • zur Bautrocknung

Infrarotheizungen für private Anwendungen

In Wohnungen und Privathäusern kommt die Infrarotheizung hauptsächlich als Wohnaccessoire oder als zuschaltbare Wärme (selektiv in einzelnen Räumen) zum Einsatz. Als alleiniges Heizsystem, vergleichbar mit einer Öl- oder Gas-Zentralheizung, ist die Infrarotheizung in deutschen Haushalten nicht zugelassen von Gesetzes wegen her (EnEV, EEWärmeG).

Hier wurde eine Infrarot Heizung als Deckenheizelement in der Küche platziert. Zentral über den Arbeitsflächen angebracht, spendet die Infrarot Heizung beim Kochen und Zubereiten von Speisen zusätzliche Wärme. | Bildquelle: Vitramo GmbH

Eine Ausnahme bilden neu gebaute Niedrigenergie- und Passivhäuser. Da diese Häuser einen Großteil ihrer benötigten Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen und aufgrund des hohen Dämmungsstandards nur noch sehr wenig Restenergie zum heizen benötigen, kann eine Infrarotheizung prinzipiell diese Aufgabe übernehmen. In Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage und eigenem Stromspeicher ergeben sich weitere Synergie-Effekte, da der benötige Strom direkt vor Ort erzeugt werden kann. Ein Energieberater sollte dieses Vorhaben jedoch abklären.

Als Wohnaccessoire oder zuschaltbare Wärme finden sich Infrarotheizungen u.a. hier:

  • als Spiegel im Badezimmer
  • als Kreidetafel in der Küche
  • als Bild oder dekorative Steintafel in Wohnräumen
  • als universelles Deckenheizelement
  • in Hobbyräumen, Hobbykellern und Garagen
  • in Wintergärten und Gartenhäuschen
  • auf Terrassen und Balkonen

Dabei ist die Infrarotheizung vor allem für Mietwohnungen eine praktikable Zusatzheizung. Denn die Geräte lassen sich einfach an- und wieder abmontieren (in der Regel genügt eine Wandhalterung plus Steckdose), die Geräte sind wartungsfrei und optisch sehr vielseitig. Und auch preislich ist eine Infrarotheizung attraktiv und schon für wenige hundert Euro zu bekommen.

Hinweis für Anschaffungs-Preise und laufende Kosten

Infrarotheizungen für den Heimgebrauch sind im Verhältnis recht preisgünstig: für 100 bis 150€ ist bereits ein 200 Watt Gerät zu bekommen, 300 Watt Anlagen kosten ab 250€, ab 350€ sind 400 Watt Geräte erhältlich, für 600 und 800 Watt liegen die Preise zwischen 400€ und 500€ und leistungsstarke Geräte mit 1.000 bis 1.500 Watt kosten ab 600€ bzw. 800€ (grobe Richtwerte).

Diese noch humanen Anschaffungs-Preise für eine Heizung dürfen jedoch nicht über die Kosten hinwegtäuschen, die bei einer Infrarotheizung für den Strom entstehen. Da die Geräte meist direkt per Steckdose angeschlossen werden, beziehen sie auch herkömmlichen Haushaltsstrom. Zu Tarifen von mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde bei einer gleichzeitig hohen Watt-Leistung. Ähnlich hohe Wattzahlen haben im Haushalt nur Bügeleisen, Staubsauger, der Fön oder Durchlauferhitzer. Und diese Geräte werden nur zeitweise benutzt.

Deshalb ist und sollte die Infrarotheizung im Privatgebrauch nur als Zusatzgerät verstanden und auch so genutzt werden (vorübergehend), um die Stromkosten im Blick zu behalten. Pauschale Aussagen zu den Verbrauchskosten lassen sich vorab nur schwer treffen. Denn die Geräte beziehen, während sie eingeschaltet sind, nicht die gesamte Zeit über vollen Strom und schalten sich nach einer ersten Aufheizzeit (bis zu einer halben Stunde) wieder ab. Aus diesem Grund lässt sich die Wattleistung und Benutzungsdauer nicht eins zu eins in Stromkosten umrechnen (ein 1.000 Watt Gerät, das eine Stunde lang Strom bezieht hat nach einer Stunde eine Kilowattstunde Strom [1 kWh] verbraucht).

Um die Verbrauchskosten und Ökobilanz einer Infrarotheizung zu verbessern, ist z.B. Ökostrom aus einer eigenen Photovoltaikanlage oder Ökostrom vom Energieversorger eine sinnvolle Entscheidung.

Wenn Sie sich für eine Infrarotheizung interessieren, dann finden Sie in unserer Kaufberatung viele weitere Informationen. Zusätzlich haben Sie über unseren kostenfreien Vermittlungsservice die Möglichkeit, sich unverbindlich von Heizungsbau-Spezialisten aus Ihrer Region beraten zu lassen. Nutzen Sie hierfür einfach unser Anfrageformular oder unseren Elektroheizungs-Rechner auf dieser Seite.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de

Erfahrungen & Fragen zum Thema Infrarotheizung

Infrarotheizung versus Nachtspeicherofen

Wie funktioniert eine Infrarotheizung im Vergleich zu Nachtspeicheröfen?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Mögliche (Elektro) Alternativen zu Nachtspeicheröfen
- Flächenspeicherheizung (Konvektionswärme)
- Infrarotheizung (gesunde Infrarotwärme)
- neue Nachtspeicherheizung (Konvektionswärme)
Wer sich mit der Umrüstung einer Nachtspeicher Heizung beschäftigt, sollte zunächst den genauen Wärmebedarf klären. Der Wärmebedarf gibt Aufschluss darüber, welche Energiemenge (in diesem Fall Strom) für jeden Raum bei den entsprechenden Heizgeräten benötigt.

Für die richtige Berechnung spielt aber auch der persönliche Bedarf (welche Temperatur wird zum Wohlfühlen benötigt) eine große Rolle. Welche Grundwärme wird benötigt und was können die Heizkörper an effektiver Wärme leisten. So lässt sich gegenüberstellen, bei welchen Heizkörpern welche Energiekosten entstehen werden. Nicht zuletzt sollten jedem Interessenten von Nachtspeicher Alternativen die Unterschiede der Wärmeverteilung (Konvektionswärme/Infrarotwärme) klar sein.

Vergleich Nachtspeicher vs. Infrarotheizung

Wer sich über Jahre mit Nachtspeicheröfen revanchiert hat, wird gründlich alle Vor- und Nachteile im Vergleich mit anderen Alternativen betrachten. Während die Nachtspeicherheizung recht energieintensiv und als große Heizkörper mit Asbest nicht viel Gestaltungsmöglichkeiten im Raum bietet, leistet eine Infrarotheizung eine höhere Energieeffizienz. Dies ist technisch aber auch durch das IR Heizprinzip bedingt. Sie lässt sich in jedem Raum ohne Aufwand an der Wand oder Zimmerdecke installieren und wird i.d.R. ohne gesundheitsschädliche Materialien produziert.

Sie sind an einer Umrüstung Ihrer Nachtspeicherheizungen interessiert? Holen Sie sich kostenlos und unverbindlich Vergleichsangebote mehrerer Hersteller. Fachbetriebe beraten Sie zum Wärmebedarf und den besonderen Gegebenheiten der elektrischen Infrarotheizkörper. Ganz nebenbei bietet eine moderne Infrarotheizung nicht nur sehr angenehme Strahlungswärme, sie ist auch besonders einfach und platzsparend zu installieren. Gerne berät Sie der Fachmann ausführlich über die modernen Alternativen der Nachtspeicherheizung für Ihre Räumlichkeiten!

Die Auswahl der richtigen Heizung ist eine der wichtigsten Entscheidungen überhaupt, wenn es darum geht, ein Gebäude energieeffizient und komfortabel einzurichten. Immer häufiger suchen Kunden hier nach moderneren und umweltfreundlicheren Alternativen zur klassischen Öl- oder Gasheizung. Oftmals fällt die Wahl dabei auf eine mit Strom betriebene Heizanlage. Klassische Nachtspeicheröfen oder Nachtspeicherheizungen sind mittlerweile in zahlreichen Haushalten und Gewerberäumen zu finden. Doch es gibt eine noch innovativere Variante — die Infrarotheizung. Diese bietet im Vergleich zur Nachtspeicherheizung eine Reihe von Aspekten, die in vielen Fällen als klare Vorteile ausgelegt werden können. Zumindest sollte eine Infrarotheizung also in Erwägung gezogen werden.

Eine Nachtspeicherheizung ist so konzipiert, dass sie den günstigen Nachtstromtarif von Energieversorgern nutzt, um elektrischen Strom in Wärme umzuwandeln. Diese wird dann gespeichert und kann am Tage bedarfsgerecht abgegeben werden. Als Speichermedien können zum Beispiel Formsteine oder eine Art Wärmeestrich bei Fußbodenheizungen verwendet werden. Auch die Infrarotheizung gewinnt Wärme durch elektrischen Strom. Allerdings werden hier Strahler verwendet, die mithilfe der Stromenergie elektromagnetische Wellen im Infrarotspektrum abgeben. Diese erzeugen gezielte Wärme. Gemeinsamkeiten zwischen Nachtspeicher- und Infrarotheizung sind demnach:
Wärmegewinnung aus Strom
Alternative zu Heizungen, die Brennstoffe zur Wärmegewinnung nutzen

Unterschiedlich sind hingegen:

Wärmetechnologie: Die Nachtspeicherheizung heizt durch Strom ein Speichermaterial wie Stein, Estrich oder Wasser auf. Die Wärme wird dann nach und nach abgegeben und verbraucht. Die Infrarotheizung strahlt hingegen immer dann Wärme durch spezielle Strahler ab, wenn dies benötigt wird. Sie erzeugt die Wärme also im selben Moment, indem sie sie abgibt.
Wärmeart: Während eine Nachtspeicherheizung Umgebungsluft aufheizt und umwälzt, verbreiten sich die Wärmestrahlen der Infrarotheizung ohne Bewegung der Raumluft.

Aus den genannten technischen Merkmalen ergeben sich verschiedene Vorteile, die eine Infrarotheizung gegenüber einer Nachtspeicherheizung bieten kann:
Wärme nach Bedarf ohne Limitierung durch ein Speichermedium: Die Nachtspeicherheizung kann nur so viel Wärme abgeben, wie sie in der Nacht erzeugen und in ihrem Inneren speichern kann. Bei der Infrarotheizung kann hingegen stets nach Bedarf geheizt werden.
keine Luftbewegung: Gerade Allergiker haben mit der verwirbelten Raumluft einer Nachtspeicherheizung, die auch Staubpartikel aufschleudert, Probleme. Bei einer Heizung, die mit Infrarotstrahlern arbeitet, bleiben diese aus.
absolute Stille einer Infrarotheizung: Nachtspeicherheizungen arbeiten meist mit einem Gebläse, das selbst bei hochwertigen Geräten nicht völlig geräuschlos ist. Das kann störend wirken und verbraucht zudem zusätzliche Energie, die nicht in Heizwärme umgewandelt werden kann.

Zusätzlich kombinieren wir Infrarotheizungen mit Photovoltaikanlagen mit Batterie. Der Vorteil liegt auf der Hand, Sie produzieren den
Strom selber, der für Ihre Heizung benötigt wird. Im Sommer nutzen Sie den Strom für Ihren Haushaltsstrom.

Nachtspeicherheizung durch Infrarotheizung ersetzen?

Ist eine Infrarot Heizung eine Alternative Zur Nachtspeicherheizung. Lohnt sich die Umstellung? Wie hoch ist das Einsparpotential in Prozentpunkten?
Antwort von Tele-Energie Kostenoptimierung

Bei Infrarotheizungen gibt es viele verschiedene Hersteller die z.T. mit sehr günstigen Anschaffungspreisen, dafür aber hohen Betriebskosten (hoher Stromverbrauch) glänzen. Man sollte sich, aufgrund der physikalischen Gesetzmäßigkeiten (viel Hitze = viel infrarote Strahlung in allen Wellenbereichen) auf einen Anbieter konzentrieren, der im optimalen Wellenbereich von rd. 9-10 µm und damit geringerer Oberflächentemperatur bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch konzentrieren.

Kurze Antwort: Ja, es ist eine echte Alternative, wenn die Bedingungen (s.o.) erfüllt sind. Eine Umstellung lohnt sich, da der Stromverbrauch um bis zu. ca. 50-60% gesenkt werden kann. In der täglichen Praxis erleben wir eine durchschnittliche Ersparnis von 30-40 %. Die Abweichung ist durch individuelles Heizverhalten, und falsche Stromtarife erklärbar.

Bauteile für Eigenbau von Infrarotheizung

Können Sie mir einen Tipp geben, wo ich die einzelnen Elemente für eine Infrarot Heizung kaufen kann, um sie selber zu bauen?
Antwort von Rebotherm UG

Die Aussage, dass Niedervolt Inrarotheizung teuer in der Anschaffung und im Betrieb sein sollen ist nicht ganz richtig. Als Beispiel: 100 m² Wohnhaus komplett mit Carbon - Heizanstrich kostet je nach Zustand der Dämmung zwischen 8 und 10.000 €. Betriebskosten variieren zwichen 400 und 1.400 € jährlich, hängt auch wieder vom Zustand der Dämmung ab. Material zum Selbermachen gibt's bei uns.
Beste Grüße

Rebotherm
Udo Reifschläger

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