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Steuerung einer Elektroheizung

Die Steuerung einer Elektroheizung klingt zunächst nach einem rein technischen Detail. Für den Betrieb im eigenen Haushalt ist die Frage, ob gesteuerte Elektroheizung oder ungesteuerte Elektroheizung jedoch essentiell. Denn nicht jede Elektroheizung darf in Deutschland ohne weiteres betrieben werden. Ein Blick auf die Inanspruchnahme des Heizstroms gibt Antworten.
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Gesteuerte & ungesteuerte Elektroheizung: Einfluss auf die Betriebszeit

Die Steuerung einer Elektroheizung ist im Zusammenhang mit dem Strombezug beim örtlichen Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu verstehen. Bei Elektroheizungen machen Energieversorger einen Unterschied, ob diese permanent Strom bezieht und das Stromnetz durchgehend beanspruchen - ungesteuerte Elektroheizung - oder ob die Inanspruchnahme zeitlich beeinflusst werden kann - gesteuerte Elektroheizung - durch das EVU.

Was ist eine gesteuerte Elektroheizung - was eine ungesteuerte Elektroheizung?

WandkonvektorUngesteuerte Elektroheizung | Bildquelle: STIEBEL ELTRON
GmbH & Co. KG
Eine ungesteuerte Elektroheizung ist in der Regel eine elektrische Direktheizung, wie z.B. ein Schnellheizer, Radiator, Konvektor, eine Natursteinheizung oder ein Infrarotstrahler. Eine gesteuerte Elektroheizung ist im Unterschied dazu meist eine Speicherheizung. Hierzu zählen die klassische Nachtspeicherheizung sowie eine zentrale Warmwasserversorgung mit Strom. Zur besseren Unterscheidung nutzen Sie unsere Übersicht zu Elektroheizungs-Systemen.

Hintergrund dieser Unterscheidung in gesteuerte Elektroheizung und ungesteuerte Elektroheizung ist, dass Direktheizungen ohne Steuermöglichkeit nur übergangsweise als Zusatzheizung (ohne Genehmigung) betrieben werden dürfen. Speicherheizungen, die als vollwertige Heizung zum Einsatz kommen, müssen entsprechend der technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Energieversorgers installiert werden. Hierfür sind ein separater Zähler, eine zusätzliche Regelung und eine separate Elektroinstallation erforderlich. Damit wird der Stromverbrauch getrennt vom übrigen Stromverbrauch erfasst.

Gesteuerte Elektroheizung mit gesondertem Stromtarif und Sperrzeiten

NachtspeicherheizungGesteuerte Elektroheizung | Bildquelle: STIEBEL ELTRON GmbH
& Co. KG
Zur besseren Auslastung des Stromnetzes bieten Energieversorger außerhalb von Spitzenzeiten günstigeren Heizstrom an. Eine gesteuerte Elektroheizung kann diesen Tarif nutzen. Heizstrom wird nur in der Nacht, am Wochenende und ggf. ein paar Stunden in den Tag hinein angeboten. In der restlichen Zeit kann das EVU die Elektroheizung vom Netz nehmen. In dem Fall wird von einer Sperrzeit gesprochen.

Ob eine Versorgung für die gesteuerte Elektroheizung gewährleistet ist, muss frühzeitig beim Verteilnetzbetreiber (VNB) geklärt werden. Anders gestaltet sich dies für die ungesteuerte Elektroheizung. Sie hat keine Stromsperrung zu Spitzenlastzeiten. Für die ungesteuerte Elektroheizung gibt es daher auch keinen Heiztarif und keine Anschlussbedingungen.

Fachbetriebe für Elektroheizungen helfen im Zweifel vor einer Anschaffung bei Fragen zur Steuerung weiter, auch in Hinblick auf die Verbotsregelung für Nachtspeicherheizungen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de