Der Nachtspeicherofen, die klasssiche Speicherheizung

Der Nachtspeicherofen ist die klassische Form der Speicherheizung und im Bestandsbau mitunter noch weit verbreitet. Das Gerät speichert zwischen 22.00 und 06.00 Uhr Nachts Wärme und gibt diese bis zur erneuten Aufladung am Abend über den Tag verteilt ab.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Nachtspeicherofen: tradiertes Heizen mit vergünstigtem Nachtstrom

Die elektrische Nachtspeicherofen gehört zu der Kategorie Speicherheizung und wird damit durch günstigeren Nachtstrom betrieben. Die Elektroheizung hat die Größe eines normalen Heizungskörpers und besitzt einen Speicherkern aus Magnesit im Inneren. Dieser Kern speichert die in der Nacht aufgenommene Wärme, die durch den Strom in den Heizelementen entsteht, und gibt sie am darauf folgenden Tag ab. Wie viel Strom in der Nacht benötigt wird, ergibt sich aus der Restwärme, der Außentemperatur und der eingestellten Heiztemperatur des Nachtspeicherofen.

Klassischer Nachtspeicherofen | Bildquelle: STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG

Über ein Luftaustrittgitter gelangt die Wärme aus der Elektroheizung in den Raum. Damit es auch nur dort geregelt austritt, ist der restliche Teil des Nachtspeicherofen gedämmt. Wenn ein zusätzliches Gebläse diese Luft herausbläst, kann ein Luftzug entstehen, der das Raumklima beeinflusst und den Staub aufwirbelt.

Der Einbau eines Nachtspeicherofen ist eher unproblematisch, da nur die benötigten Stromkabel zum Beispiel in der Sockelleiste verlegt und die Heizkörper an die Wand angebracht werden müssen. Bestimmungen zum korrekten Anschluss eines Nachtspeicherofen weisen die technischen Anschlussbedingungen des örtlichen Energieversorgers aus.

Anschaffungskosten für einen Nachtspeicherofen

Ein Nachtspeicherofen wird heutzutage nicht mehr oft genutzt, da der angepriesene Nachtstrom immer öfter aus dem Angebot der Stromanbieter genommen wird und weil die Regelung der Wärme bereits am Vortag vorgenommen werden muss. Ein Nachtspeicherofen mit 4 kW kostet circa 700 Euro bis 1.000 Euro. Die Niedrigbaureihen vom Nachtspeicherofen kosten etwas mehr als die Standardgeräte, so etwa für ein 3,5 kW Gerät rund 1.300 Euro bezahlen. Diese Kosten können je nach Hersteller variieren. Ein unverbindliches Angebot von einem Fachbetrieb für Elektroheizungen ermöglicht eine individuelle und genaue Kosteneinschätzung.

Eine Übersicht über weitere Elektroheizungen finden Sie in unserer Übersicht zu Elektro­heizungs-Systemen. Hinweise zum Stromverbrauch eines Nachtspeicherofen hält unser Lexikon zum Thema Nennaufladung bereit.

Weiterlesen zum Thema "Aufladesteuerung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Nachtspeicherofen

Nachtspeicheröfen von AEG: Asbestbelastung?

In meiner neuen Wohnung, die ich im Dezember 2016 bezogen habe befinden sich Nachtspeicheröfen von AEG. Die Bezeichnungen WSP 758 7,5 kw oder WSP 508 5 kw mit den Fertigungsnummern F.Nr. 074 oder 015 Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, bzw. gelesen, dass die Geräte von AEG bis in das Jahr 1976 asbesthaltig sind und ab dem Jahr 1977 asbestfrei sein sollen.
Antwort eines Haus&Co Experten

Ob Ihr Nachtspeicherofen durch Asbest belastet ist, finden Sie unter anderem online in Listen wie dieser hier: https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste#aeg
Dort sind alle Modelle des Herstellers AEG aufgeführt, die asbesthaltig sind.

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Ist bei Nachtspeicheröfen die Isolierung schon asbesthaltig?

Ich wollte mal generell wissen ob in Nachtspeicheröfen die Isolierung aus Steinwolle besteht. Denn oftmals liest man dass die Isolierung bereits Asbest enthält. Nach meiner Auffassung sind doch lediglich Isolierplatten bzw. Träger worauf z.B. die Heizsteine verbaut sind asbesthaltig. Ebenso natürlich einige Kleinteile, aber generell die Isoliermatten welche z.B. die Elektronik schützen sind doch nicht asbesthaltig oder? Dies würde mich nämlich sehr wundern, da ja bei jedem "Stoß" theoretisch Asbestfasern freigesetzt werden können, da diese ja leicht "lösbar" sind. Vielen Dank!
Antwort von Der Schimmeldoktor

Das kann nur der Hersteller verbindlich beantworten.

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