Die verschiedenen Systeme der Elektroheizung

Alle Systeme der Elektroheizung heizen mit Strom. Neben dieser Gemeinsamkeit gibt es allerdings eine ganze Reihe an Unterschieden im Vergleich der einzelnen Systeme. Wer sich für eine Elektroheizung interessiert, muss daher prüfen, welche Systeme es gibt. Neben mobilen Systemen zur Direktheizung über Konvektion gibt es zum Beispiel Infrarotheizungen, die mit Wärmestrahlung arbeiten.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Elektroheizung: Systeme zum Heizen mit Strom in der Übersicht

Mit der Direktheizung und der Speicherheizung lassen sich grundsätzlich zwei verschiedene Systeme der Elektroheizung kategorisieren. Der Unterschied beider Systeme lässt sich bereits aus den Namen ableiten.

  • Die Direktheizung wandelt Strom in Wärme um, die direkt zur Beheizung eines Raums genutzt wird. Zum Kreis der Direktheiz-Systeme gehören beispielsweise kleine mobile Heizlüfter, die sich zur kurzfristigen Beheizung einzelner Räume eignen. Auch der Radiator ist eine zu den Direktheizungen gehörende Elektroheizung. Er ist ein meist fahrbarer Heizkörper. In ihm wird beispielsweise Öl oder Wasser erhitzt.
  • Die speichernde Elektroheizung wandelt Strom in Wärme um, die sie erst einmal speichert und zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stellt. Das wahrscheinlich bekannteste der Speicher-Systeme ist der Nachtspeicherofen. Sie nutzt nachts relativ preisgünstigen Nachtstrom beziehungsweise Heizstrom zur Produktion von Wärme, die tagsüber an die Räume abgegeben wird. Nachtspeicher-Systeme existieren auch als Einzelöfen, was einen weiteren Unterschied verschiedener Elektroheizungssysteme deutlich macht: den zwischen Einzel- und Zentralheizungen. Eine zusätzliche Variante der speichernden Elektroheizung ist die Teilspeicherheizung, die etwa Marmor oder anderen Naturstein als Wärmespeicher nutzt.

Elektroheizungs-Systeme im Überblick | Klicken für eine größere Ansicht | © heizungsfinder.de

Eine Elektroheizung arbeitet über Konvektion oder erzeugt Wärmestrahlung

Die Systeme der Elektroheizung lassen sich auch durch die Art und Weise, wie sie Wärme an ihre Umgebung abgeben, einteilen. Während manche Elektroheizung vor allem auf das Prinzip der Konvektion setzt, arbeiten andere Systeme über Wärmestrahlung.

  • Konvektion: Der Heizkörper der Elektroheizung kalte Luft einströmen, erwärmt sie und gibt sie wieder an den Raum ab. Konvektion bedeutet also in diesem Zusammenhang die Erwärmung eines Wärmeüberträgers, in diesem Fall der Luft, zum Energietransport.
  • Wärmestrahlung: Systeme, die mit Wärmestrahlung arbeiten, funktionieren anders. Hier verwandelt beispielsweise ein Karbongewebe in der Elektroheizung elektrische Energie in Infrarot- oder Wärmestrahlung. Solche Systeme werden daher auch Infrarotheizung genannt. Mit der abgegebenen Wärmestrahlung wird nicht Luft aufgeheizt. Vielmehr erwärmt sie Objekte, auf die sie trifft, beispielsweise die Wände, die Raumdecke oder den Fußboden. Diese Objekte strahlen die von der Elektroheizung erzeugte Wärme dann wieder in den Raum zurück.

Die Elektroheizung in anderen Anwendungsbereichen

Wie bei anderen Heizsystemen auch, lassen sich bei der Elektroheizung Systeme zur Flächenheizung und Heizsysteme mit einzelnen Heizkörpern unterscheiden. So gibt es die Elektroheizung auch als Decken, Fußboden- oder Wandheizung. Elektroheizsysteme werden daneben als Durchlauferhitzer für die Warmwasser-Produktion genutzt oder kommen für Sonderaufgaben zum Einsatz: beispielsweise als Elektrokamin oder als Dachrinnenheizung.

Bei der Kaufentscheidung sollten Sie Fachbetriebe finden, die weiter über alle Aspekte der verschiedenen Systeme beraten. Vor allem die Umweltbilanz einer Elektroheizung muss genau geprüft werden.

Weiterlesen zum Thema "Speicherheizungen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Elektroheizung

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Umrüstung von Nachtspeicher auf Gasheizung: Kosten?

Ich habe aktuell eine Nachtspeicherheizung, die ich nun gegen eine Gasheizung austauschen möchte. Dabei müsste auch alles neu verrohrt werden und insgesamt 12 neue Heizkörper installiert werden. Wer kann mir bei der Umsetzung des Projektes helfen? Mit welchen Kosten habe ich zu rechnen?
Antwort eines Haus&Co Experten

Eine Übersicht der zu erwartenden Kosten:

1) Gasanschluss: falls noch keine Gasleitung liegt, muss eine zu Ihnen geführt werden (sofern Gas an der Straße vorhanden ist). Die Kosten dafür sind regional sehr unterschiedlich. Es werden in der Regel verschiedene Staffeln angesetzt - je nach Länge der Leitung. Die Kosten reichen da von 1.150 Euro bis über 3.000 Euro.

Eine Alternative ist ein Flüssiggastank, der jedoch draußen aufgestellt werden muss (oder mindestens ebenerdig).

2) Kosten für Heizkörper und Verrohrung

Die Kosten für Heizkörper sind natürlich sehr unterschiedlich - je nachdem welche Art von Heizkörpern gewünscht ist, können die Kosten samt Montage, Material und Anschluss 250 bis 500 Euro pro Heizkörper.

3) Schornstein außen: ca. 700 Euro im Schnitt

4) Gasbrennwertheizung samt Speicher: je nach Hersteller und Gerät zwischen 6.000 bis 9.000 Euro

Eine genauere Aufschlüsselung der Kosten finden Sie hier: https://www.heizungsfinder.de/gasheizung/kosten-preise

Nachtspeicheröfen von AEG: Asbestbelastung?

In meiner neuen Wohnung, die ich im Dezember 2016 bezogen habe befinden sich Nachtspeicheröfen von AEG. Die Bezeichnungen WSP 758 7,5 kw oder WSP 508 5 kw mit den Fertigungsnummern F.Nr. 074 oder 015 Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, bzw. gelesen, dass die Geräte von AEG bis in das Jahr 1976 asbesthaltig sind und ab dem Jahr 1977 asbestfrei sein sollen.
Antwort eines Haus&Co Experten

Ob Ihr Nachtspeicherofen durch Asbest belastet ist, finden Sie unter anderem online in Listen wie dieser hier: https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest-liste#aeg
Dort sind alle Modelle des Herstellers AEG aufgeführt, die asbesthaltig sind.

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