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Durchlauferhitzer im Test

Bei Durchlauferhitzern stellt sich die Lage ähnlich kompliziert dar, wie es im gesamten Heizungsmarkt der Fall ist: ein wenig intransparent. Abgesehen von einem Durchlauferhitzer Test aus der Januarausgabe 2015 des Magazins von Stiftung Warentest gibt es kaum belastbare Testberichte. Hier stellen wir Ihnen die Ergebnisse kurz vor und geben Hinweise, worauf Sie bei der Wahl eines Durchlauferhitzers achten sollten.
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Durchlauferhitzer Test: hydraulisch, elektronisch oder vollelektronisch?

Durchlauferhitzer im TestEinstellbare Wunschtemperatur ist ein deutlicher Komfort-
und Effizienzgewinn, © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Auswahlkriterien: Bei elektrischen Durchlauferhitzern sind Leistung und die Steuerung bzw. Regelung die Kernkriterien bei der Planung.

Ist die Leistung des Durchlauf­erhitzers zu gering, schwankt die Wassertemperatur stellenweise stark. Das tritt vor allem auf, wenn ein Gerät mehrere Zapfstellen bedient und diese gleichzeitig Warmwasser erfordern.

Je mehr Entnahmestellen in die Verantwortung eines Durchlauf­erhitzers fallen, desto höher sollte die Nennleistung für die dezentrale Warmwasserbereitung angesetzt werden.

Aber selbst wenn die Leistung stimmt, ist wichtig, wie das Gerät geregelt ist. Selbst bei prinzipiell ausreichender Leistung landet man ansonsten schnell im wörtlich zu verstehenden Wechselbad und wird wechselweise schockgefroren und gesotten. Es gibt hydraulisch geregelte und elektronisch geregelte Durchlauferhitzer. Letztere unterteilen sich landläufig noch ein elektronische und vollelektronische Varianten. Von hydraulischen Durchlauferhitzern rät man heutzutage eher ab: Komfort und Energieeffizienz lassen nach heutigen Maßstäben eher zu wünschen übrig.

Durchlauferhitzer im Test bei Stiftung Warentest

In der Ausgabe 01/2015 von Stiftung Warentest ist der erste uns bekannte unabhängige Durchlauferhitzer Test veröffentlicht worden. Den Volltext mit allen Details und Ergebnissen werden wir an dieser Stelle nicht präsentieren, Sie können ihn aber hier auf den Seiten von Stiftung Warentest für 3 Euro erwerben (dort gibt es in der kostenfreien Version einige weitere Details und Handlungsempfehlungen).

Die Tester untersuchten 11 Durchlauferhitzer renommierter Hersteller, darunter 8 elektronische, 2 vollelektronische und einen hydraulisch geregelten Warmwasserspender nach diesen Kriterien:

  • Warmwasserkomfort: Wie lange braucht der Durchlauferhitzer, um 10 Grad kaltes Wasser auf 30 Grad zu erhöhen und wie effizient ist das Gerät dabei? Ist die Temperatur im Normalfall und bei Druckänderungen konstant? Arbeitet das Gerät bei geringen Durchflussmengen angemessen? Der Warmwasserkomfort macht 40% der Gesamtwertung aus.
  • Umwelteigenschaften: Hier waren der primärenergetische Wirkungsgrad (erklären?), die Treibhausgasemissionen, ob der Durchlauferhitzer an (Solar-)Speicher angebunden werden kann und wie hoch die Geräuschemissionen waren von Belang. 35% der Gesamtwertung gehen auf diese Prüfkriterien zurück.
  • Handhabung: Hier wurde getestet, wie einfach sich ein Gerät montieren ließ, ob die Anleitungen nachvollziehbar waren und ob die Aufdrucke auf dem Gerät gut ablesbar waren. Das sorgte für einen Anteil von 20% an der Gesamtwertung.
  • Sicherheit: Die Experten von Stiftung Warentest untersuchten die Warnhinweise, die elektrische Sicherheit, den Trockenlauf- und den Verbrühschutz. 5% der Gesamtwertung liegen in der Gerätesicherheit begründet.

Der Durchlauferhitzer Test kam zu folgenden Ergebnissen: Der hydraulische und ein elektronischer Durchlauferhitzer erhielten die Gesamtnote "ausreichend". Alle anderen Geräte bekamen durchgehend ein "befriedigend". Dies lag allerdings wohl hauptsächlich daran, dass alle Geräte im Durchlauferhitzer Test durch die Bank nur ein "ausreichend" in der Kategorie "Umwelteigenschaften" (hohe Betriebskosten) bekamen. Die Stiftung Warentest rät unter diesem Aspekt eher zu einer zentralen Warmwasserbereitung mit einem Gasdurchlauferhitzer oder der Warmwasserunterstützung durch Solarwärme über eine Zentralheizung. Der Warmwasserkomfort selbst wurde zweimal mit "sehr gut", fünfmal mit "gut" und zweimal mit "befriedigend" vermerkt. Anmerkung: Drei Geräte verschiedener Hersteller waren baugleich und somit nur einmal bewertet.

Die vollelektronischen Geräte punkteten vor allem mit ihren Zusatzfunktionen und ihrem hohen Komfort. Auch boten beide von Haus aus die Möglichkeit zur Anbindung an einen (Solar-)Speicher mit vorgewärmtem Wasser. Den elektronischen Durchlauferhitzern und dem hydraulischen Gerät war dies nicht möglich. Bei der Hauptaufgabe der Warmwasserbereitung jedoch setzten sich die vollelektronischen Geräte in der Effizient nicht allzu bedeutend von den elektronisch geregelten Durchlauferhitzern ab. Da vollelektronische Durchlauferhitzer durchaus 400 - 500 Euro teurer sind als die elektronischen - diese kosten im Schnitt zwischen 250 - 400 Euro - muss man sich überlegen, ob die Zusatzfunktionen auch wirklich gewünscht sind.

Fachbetriebe für Heiztechnik helfen gerne bei der Planung einer neuen Warmwasserbereitung, sei es zentral oder dezentral.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de