Niedrigere Heizkosten dank Heizungsoptimierung

Oft läuft der alte Kessel noch zufriedenstellend und eine neue Heizung muss noch nicht sein. Das heißt nicht, dass man durch kleinere oder größere Maßnahmen nicht noch verborgenes Sparpotential verwirklichen könnte - oft kann man mit einer Heizungssanierung mehr Heizkosten sparen als man meint.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Eine Heizungssanierung vermeidet Energieverschwendung

© Intelligent heizen

Vorweg ein kleiner Hinweis: dieser Text zeigt, wie Sie alles aus ihrer bestehenden Heizung herausholen. Wenn Sie Informationen wünschen, wie Sie ihre Anlage am besten austauschen, finden Sie in unseren Artikeln Heizung austauschen und Heizungserneuerung weitere Hilfestellung. Eine Heizungsoptimierung umfasst drei wesentliche Komponenten der Heizanlage:

- die Wärmeverteilung - interessant sind Rohrleitungen und ihre Dämmung,
- Hydraulik und Regelung,
- den Wärmeerzeuger - hier steht der Heizkessel im Fokus.

Heizungsoptimierung durch genaue Abstimmung aller Komponenten

Eine effektive Heizungssanierung beinhaltet vor allem den hydraulischen Abgleich. Gerade bei älteren Heizungsanlagen fehlt er oft noch. Das Ziel der Maßnahme ist, dass alle Heizkörper der Gesamtanlage genau die Wärmemenge erhalten, die sie benötigen.

Ein Fachmann nimmt die Anlage in Augenschein und errechnet die Heizlast für jeden Raum und analysiert die Rohrnetze und Heizflächen. Hieraus ergibt sich der notwendige raumabhängige und gesamte Wärmebedarf und der optimale Druck und Volumenstrom für die Heizungssanierung.

Wenn möglich können auch die Vor- und Rücklauftemperaturen angepasst (gesenkt) werden. So wird weniger Energie für dieselbe Heizlast benötigt. Im Rahmen der Heizungssanierung kann es notwendig sein, alte Radiatorheizkörper, die hohe Vorlauftemperaturen brauchen, gegen aktuellere Niedertemperaturheizkörper auszutauschen. Diese arbeiten besser mit niedrigeren Temperaturen.

Neue Umwälzpumpen und Thermostate sorgen für bedarfsgerechtes Heizen

Wenn die Heizkörper geeignet sind, tauscht der Fachmann die Thermostate. Beispielsweise kommen voreinstellbare Thermostatventile zum Einsatz, welche den maximalen Durchfluss begrenzen. Das vermeidet Überversorgung von Heizkörpern. Auch unabhängig vom hydraulischen Abgleich können elektronische bzw. programmierbare Thermostate Geld sparen.

Falls Sie eine ältere und ungeregelte Heizungspumpe haben, baut man beim hydraulischen Abgleich eine regelbare Hocheffizienzpumpe im Rahmen der Heizungssanierung ein. Alte Pumpen laufen oft auf einer bestimmten Stufe "durch", egal, ob das nötig war oder nicht. Neue Pumpen passen ihre Pumpleistung dynamisch dem Wärmebedarf an und verbrauchen nur ein Drittel des Stromes im Vergleich zu ihrer Vorgängergeneration.

Gut gedämmte Rohre verschwenden weniger Energie, © Intelligent heizen

Regelung bei der Heizungsoptimierung nicht vergessen

Falls Sie nicht gerade einen älteren Standardtemperaturkessel besitzen (der schlecht bis gar nicht regelbar ist - hier könnte man überlegen, eine Heizungserneuerung mit Brennwerttechnik durchzuführen), können Sie auch mit einer Anpassung der Heizkurve arbeiten. Bereits ein Absenken der Temperaturen um 1 oder 2 Grad Celsius kann einige Prozent an Heizkosten sparen.

Dämmung & Solarenergie senken die Heizkosten weiter

Lassen Sie einmal durch einen Fachbetrieb prüfen, ob Heizkessel, Verrohrung und - falls vorhanden - Speicher gut oder überhaupt gedämmt sind. Hier wird eine Menge Sparpotential bei der Heizungssanierung verschenkt!

Eine weitere Möglichkeit zur Heizungssanierung: die Heizung mit Solarthermie nachrüsten. Vor allem in den Sommer- und Übergangsmonaten sparen Sie mit Solarthermie Heizkosten. Auch hierauf sollten Sie einmal ihren Fachmann ansprechen.

Fachbetriebe für Heizungen helfen Ihnen gern bei allen Fragen rund um Heizungssanierung & Heizungsoptimierung weiter!

Weiterlesen zum Thema "Solar nachrüsten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Heizungssanierung

Heizungssanierung: Welche Heizung soll ich wählen & welche Leistung ist notwendig?

Ich saniere gerade das Haus aus den 70ern und nun geht es an die Heizung. Es sind vor 10 Jahren zwar neue Fenster gekommen, die Fassade wurde aber nicht neu gedämmt (nur die oberste Geschossdecke). Die Wohnfläche beträgt 240qm auf 2 Etagen - in den meisten Bereichen wird eine neue Fußbodenheizung gelegt (bis auf die Schlafzimmer). Bisher wurden mit 2 Heizungen angeboten. Dabei bin ich unsicher, ob ich die 24 kW brauche - oder mit vermutlich zuviel Leistung eher Probleme bekomme. Angeboten wurden hier die Buderus Loga Plus Paket K32/2 oder Viessmann Vitorondens 200 T 24,6 kW mit Mischer Vitocell 100-H CVA 200 l. Was meinen Sie als Experten auf den ersten Blick? Haben Sie da einen Tipp?
Antwort von Buderus Deutschland

Nach der Sanierung sollte der Wärmebedarf nochmals gerechnet bzw. überschlagen werden. 24kW Leistung erscheint mir sehr hoch, zumal Sie die nur bei sehr niedrigen Außentemperaturen benötigen. Wenn Sie sich für den Buderus Brennwertkessel GB125 entscheiden, würde ich die 18 KW kleinere Variante empfehlen. Wir haben auch einen modulierenden ( leistungsgeregelten Brennwertkessel) im Programm, den KB195. Dieser Kessel passt die Leistung automatisch an den Wärmebedarf an, eine Taktung An /AUS des Brenners wird vermieden. https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/alle-produkte/99220_logano-plus-kb195i

Kosten für Heizungssanierung

Ich benötige die Einschätzung eines Experten: Was darf eine Heizungssarnierung kosten mit folgenden Bestandteilen: Brötje Öl-Brennwertkessel Novo Condens BOB mit 25 KW, ein neuer 1000 l Wasserspeicher mit Frischwasserstation, alles komplett angeschlossen?
Antwort von Fa. Sabo-Degen GmbH

zwischen 10 und 15.000 €

Kosten für Heizungssanierung in zwei Zweifamilienhäusern

Ich habe 2 Zweifamilienhäuser, die im Moment mit Öl beheizt werden. Eines ist Heizkörper komplett und Fußbodenheizung komplett einzeln zu heizen (ca. 300-320 m²) und eines ein Miethaus, wo nur Heizkörper drin sind und Warmwasser auch geheizt wird damit. Das Mietshaus hat ca. 170 m² Wohnfläche. Die Brenner sind 22 Jahre im Mietshaus und bei mir ca. 20 Jahre alt. Was kommen Kosten auf mich zu, wenn ich erneuern muss. Da ich nicht weiß, wann genau das ist, sollte ich ja Geld ansparen. Aber ein Ölbrenner darf ich ja dann nur nicht mehr reinmachen vermutlich.
Antwort von Rauscher GmbH & Co. KG

Je nach Heizungssystem (Ölbrennwertheizung, ÖlHybridheizung, Gasheizung, GasHybridheizung, Pelletanlage mit/ohne Solarwärme) 15 - 60.000 €.
Zuschüsse für die einzelnen Lösungen von 0 - 55% auf die Gesamtsumme. Die Meinung, dass man keine Ölheizung mehr machen darf, ist falsch. Richtig ist, dass ab 2026 nur noch Öl-Hybridheizungen erstellt werden dürfen. Ob die Montage einer Ölheizung sinnvoll ist, ist wieder etwas anderes.

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