Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe

Immer mehr Endverbraucher entdecken das Thema Erdwärme Heizung für sich. Einschätzungen, ob eine Wärmepumpe im Einzelfall sinnvoll ist, sollten sich dabei immer auf Fakten stützen und nicht einem Trend der Zeit folgen. Zur ersten Orientierung haben wir an dieser Stelle für Sie die Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe aufgelistet.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenWärmepumpeWirtschaftlichkeitVorteile & Nachteile

Die wichtigsten Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpe:

Vorteile

Nachteile

  • Erdwärme ist eine kostenlose Wärmequelle.
  • Geothermie ist ein nahezu unerschöpflicher Vorrat an Energie.
  • Erdwärme ist nahezu überall verfügbar und für fast alle Gebäude geeignet.
  • Die Wärmepumpe hat nur geringe jährliche Betriebskosten, die von den Preisen der Stromanbieter abhängig sind. Viele Energieversorger bieten auch besonders günstige Stromtarife für Wärmepumpen.
  • Wärmepumpen haben den Vorteil, dass sie weitgehend wartungsfrei sind.
  • Erdwärme Heizungen sind besonders betriebssicher.
  • Gegenüber dem Betrieb einer Gas- oder Ölheizung können sie den Kohlendioxid-Ausstoß bis zu 90 Prozent reduzieren.
  • Geothermie Anlagen mit Horizontalkollektoren haben den Vorteil einer geringen Einbautiefe, die sie mit ein wenig körperlichem Einsatz auch selbst einbauen können.
  • Wärmepumpen lassen sich auch zum Kühlen nutzen.
  • Erdwärme Anlagen haben den Vorteil einer langen Lebensdauer - eine regelrechte Investition fürs Leben.

  • Die Errichtung einer Geothermie Anlage ist teils mit hohen Investitionskosten verbunden.
  • Das Bohrgerät benötigt zur Errichtung der Anlage einigen Platz, den sie unbedingt einplanen sollten.
  • Für eine optimale Wirtschaftlichkeit der Anlage ist eine gute Wärmedämmung des Gebäudes erforderlich.
  • Die Vorlauftemperatur von Wärmepumpen ist begrenzt und damit ein Nachteil bei älteren Heizkörpern.
  • Eine Fußbodenheizung ist für die optimale Effizienz der Erdwärme Heizung ratsam.
  • Zur Erzeugung von Warmwasser ist häufig ein weiteres Heizsystem erforderlich.
  • Da der Strom zum Betrieb der Wärmepumpe zumeist aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, fällt die Ökobilanz der Wärmepumpe schlechter aus als bei Pelletheizungen.
  • Durch die Erschließung des Untergrundes haben Erdwärme Heizungen den Nachteil, dass die Gefahr von Umweltbeeinträchtigungen besteht.
  • Die Planung einer Anlage mit Wärmepumpe bedarf ausführlicher Planung. Dies sollten sie einem Fachunternehmen überlassen.


Tiefergehende Informationen zu Vorteilen und Nachteilen von Geothermie und Erdwärme Heizungen finden Sie in unseren anderen Rubriken zur Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen. Tipps zum Thema "Strom" finden Sie in der Rubrik Wärmepumpenstrom. Welche Heizkörper außer Fußbodenheizungen noch geeignet sind, um mit einer Wärmepumpe betrieben zu werden, ziegt der Bericht zu Wärmepumpen Heizkörpern.

Weiterlesen zum Thema "Energiesparen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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