Wärmepumpenspeicher: Zentraler Baustein der Wärmepumpe

Der Wärmepumpenspeicher ist ein zentraler Baustein der Wärmepumpe, da ein Speicher beim Heizen mit erneuerbaren Energien eine stabile Wärmeversorgung für Warmwasser und Heizung sicherstellt. Die Wärmepumpe produziert die Wärme oft dann, wenn der Kunde sie nicht braucht oder es ergeben sich Sperrzeiten durch den Energieversorger, in der die Wärmepumpe nicht läuft. Der Wärmepumpenspeicher speichert die Wärme solange, bis sie gebraucht wird und sorgt somit für ein effizientes und ökologisches Heizen.
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HeizungenWärmepumpeSpeicher

Wärmepumpenspeicher: Warmwasser-, Puffer-, Kombi- & Solar-Speicher

Der Speicher einer Wärmepumpe besteht entweder aus einem Zwei Speicher System aus getrenntem Puffer- (für die Gebäudebeheizung) und Warmwasser Speicher (für die Erwärmung des Trinkwassers) oder einem Kombispeicher, der beide Speicher in einem Gerät vereint. In jedem Wärmepumpenspeicher kann auch ein Tauchheizkörper als stille Reserve eingebaut werden für den Fall, dass die Wärmepumpe aus der Umwelt nicht genügend Energie gewinnt.

Im Speicher wird das Wasser aus dem oberen durch einen Wärmetauscher erwärmten Teil gezapft, unten strömt kaltes Wasser nach und schichtet sich unter das warme Wasser. Viele Wärmepumpenspeicher sind so ausgelegt, dass die Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage kombiniert werden kann. Diese beheizt durch einen Solar-Wärmetauscher den unteren Teil des Speicher.

Die Frage, ob man sich für einen Kombispeicher oder ein getrenntes System von Puffer- und Warmwasser Speicher entscheidet, muss im Einzelfall der Installateur vor Ort entscheiden.

v.l.n.r.: Warmwasser Speicher, Pufferspeicher, Kombispeicher & Kombispeicher mit Solarthermie Einbindung |
Bildquellen: Dimplex

Zwei Speicher System

Beim einem Wärmepumpenspeicher als Zwei Speicher System sorgen zwei getrennte Geräte, ein Pufferspeicher für die Gebäudebeheizung und ein Warmwasser Speicher für die Erwärmung von Trinkwasser dafür, dass immer genügend Wärme bereitgestellt werden kann. Diese Wärmepumpenspeicher können mit einem, mit zwei oder mit drei Wärmetauschern oder einem Doppelmantel geliefert werden. Sie wiegen zwischen 130 und 410 Kilogramm und haben ein Speichervolumen zwischen 300 und 800 Litern. Der Pufferspeicher umfasst je nach Wärmepumpe eine Speicherkapazität von 100, 200, 500 oder 1000 Litern.

Kombispeicher

Der Kombispeicher vereint im Gegensatz zum getrennten Wärmepumpenspeicher als Zwei Speicher System den Warmwasser Speicher für Trinkwasser und den Pufferspeicher für die Gebäude­beheizung in einem Gerät. Als Energiequelle kann dabei neben der Wärmepumpe auch eine Solarthermieanlage dienen. Die Wärmepumpenspeicher produzieren warmes Wasser entweder nach Bedarf, oder halten es in einem Tank-in-Tank-System vor. Der Kombispeicher lohnt sich für Mehrpersonenhaushalte und hat in der Regel ein Gesamtspeichervolumen zwischen 400 und 1200 Litern.

Tauchheizkörper

Wenn an sehr kalten Tagen die Energiequellen wie Wärmepumpe oder Solar nicht genügend Energie liefern, springt im Wärmepumpenspeicher ein strombetriebener Tauchheizkörper an (im Warmwasserspeicher heißt er Flanschheizung). Der Tauchheizkörper im Speicher verfügt über eine Heizleistung zwischen 2,0 und 9 kW.

Preise für Wärmepumpenspeicher

Die Preise für Warmwasser Speicher hängen vom Speichervolumen ab und ob sie monovalent oder bivalent betrieben werden. Sie liegen zwischen 1800 und 4600 Euro. Der Preis eines Pufferspeichers für eine Wärmepumpe richtet sich ebenfalls nach dem Speichervolumen und liegt zwischen 500 und 2000 Euro.

Der Preis für einen Kombispeicher als Wärmepumpenspeicher hängt davon ab, ob der Kombispeicher ein Durchlaufsystem oder die Tank-in-Tank-Lösung anbietet und liegt zwischen 2400 und 6500 Euro. Tauchheizkörper kosten je nach Heizleistung zwischen 300 und 400 Euro.

Ob bei der Wärmepumpe als Wärmepumpenspeicher ein Kombispeicher oder ein Zwei-Speicher-System in Frage kommt, sollte immer die fachkundige Prüfung durch einen Wärmepumpen Installateur ergeben.

Weiterlesen zum Thema "Warmwasserspeicher"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmepumpe

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wärmepumpe vom Nachbarn sehr laut und sehr nah an Grundstücksgrenze: Was kann ich tun?

Mein Nachbar hat eine Mitsubishi Electric Wärmepumpe PUHZ-SHW112Y mit enem Abstand von 0,5 Meter an die Grenze gesetzt, betoniert auf zwei kleinen Fundamenten (an unsere künftige Terasse). Kinderzimmer ist gerade 4 Meter entfernt. Das Ding hat lauf Herstellerangaben 70 dB(a). Wo das Ding in Betrieb ging - 15 C kamen am Kinderzimmer noch 55 dB an. Heute früh um 8:00 bei 2 Grand waren es noch 48 dB (Handymesseung). Laut Schallrechner des Bundeverband Wärmepumpe müssten da 8 Meter Abstand sein. Immer wenn ich auf meiner Baustelle bin läuft das Ding recht nervig. Ich baue in Bad Mergentheim (BW). Was kann ich machen? Habe selber eine ROTEX Wärmepumpe, die ist wesentlich leiser und hat einen Abstand von 5 Metern zur Grenze.
Antwort von Energieberatung Stapff

Wärmepumpen können je nach Baurecht als Teil eines Gebäudes gesehen werden = Mindestabstand 3 Meter.

Zum Schallschutz finden sich Angaben inb der TZA Luft:
http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26081998_IG19980826.htm

Dazu eine Sammlung von Urteilen:
http://www.laerm-luftwaermepumpen.de/index.php/aktuelle-gerichtsurteile

Nachbarn sollten sich verstehen, müssen miteinander auskommen. Konfrontgation nutzt keinem. Warum tun Sie sich nicht zusammen und bauen Ihre beiden Wärmepumpen auf einen gemeinsamen Platz? Schon mal ans Garagendach gedacht? Oder ein Satteldach auf die Garage und darunter die WP versteckt?

Es gibt schallhemmende Gummipuffer (Maschinenbau) als Lager, richtig platzierte Schallschutzwände, und mehr

Winterliche grüße
Herbert Stapff

Luftwärmepumpe oder Gastherme: Vor- und Nachteile

Was Vor-/Nachteile einer Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gastherme?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten und hängt insbesondere von den spezifischen Randbedingungen des speziellen Bauvorhabens ab.
Bei Neubauten kommt man bei einer Gastherme im EnEV Nachweisverfahren ohne zusätzliche solarthermische Anlage nicht aus. Wobei diese in EFH leider meist unwirtschaftlich ist.
Bei einem Kostenvergleich ist diese sowie die Gasanschlußkosten zu berücksichtigen.

Vollmodulierende Luftwärmepumpen gewinnen bei Neubauten zunehmend an Bedeutung.
Allerdings muß besonders dabei eine fachgerechte Anlagendimensionierung durchgeführt werden, da andernfalls für den Anlagenbetreiber zu hohe Verbrauchskosten entstehen.
Objektive und verkaufsunabhängige Hersteller- und Geräteauswahl besitzt zudem besondere Bedeutung.
Hinweis:
Nicht der COP nach Herstellerdatenblättern ist ausschlaggebend, sondern die tatsächlich erreichbare JAZ.

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