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Voraussetzungen für eine Tiefenbohrung bei Wärmepumpen

Eine Sole Wasser Wärmepumpe gewinnt Wärme aus dem Erdreich mit Hilfe einer Sonde oder einem Kollektor. Für eine Sonde ist eine Bohrung erforderlich. Diese Arbeiten können jedoch nicht in jeder Region in Deutschland problemlos erfolgen. Wie der Untergrund beschaffen sein muss, welche behördlichen Genehmigungen erforderlich sind und welche Komplikationen bei einer Tiefenbohrung für Erdwärme Heizungen auftreten können, lesen Sie hier.
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Wärmepumpen Bohrung - Tiefenbohrung für eine Erdwärme Heizung

Wärmepumpe Bohrung

Die benötigte Bohrtiefe errrechnet sich nach der Heizleistung, die mit der Wärmepumpe erreicht werden soll. Entscheidender Faktor hierbei ist die Beschaffenheit des Untergrundes. Je nach Bodenschicht liefert das Gestein unterschiedliche Entzugsleistungen an Wärme. Im Schnitt erreicht die Erdwärme Bohrung für den Betrieb einer Wärmepumpe deshalb eine Tiefe von etwa 100 Metern.

Die Länge der eingebauten Erdsonden ist entscheidend für die Effizienz der Anlage. Die meisten Verbraucher benötigen bis zu 20 kW Heizleistung im Jahr. Soll diese mit Erdwärme Sonden erreicht werden, ist eine Tiefenbohrung nötig.

Je nach Beschaffenheit des Bodens und Entzugsleistung des umliegenden Gesteins können Tiefe und Anzahl einer Geothermie Bohrung variieren. Eine Art Faustregel hierbei: Je tiefer die Sonden reichen, desto weniger Bohrungen sind für eine Wärmepumpe nötig.

Ist eine Tiefenbohrung nicht möglich, werden Erdkollektoren installiert. Diese sammeln die oberflächennah gespeicherte Sonnenenergie und müssen nur wenige Meter tief installiert werden.

Erforderliche Gutachten und Genehmigungen bei einer Erdwärme Bohrung

Für den Bau und den Betrieb einer Wärmepumpe sind das Wasserrecht und das Bergrecht zu beachten. Ein vorheriges Bodengutachten ist nicht nötig. Eine ausführliche Übersicht der Anforderungen einer Erdwärme Bohrung bietet das Regelwerk des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW).

Wo Komplikationen auftreten können

Probleme bei einer Tiefenbohrung können für Erdwärme Heizungen vor allem in Gebieten auftreten, in denen Trinkwasser gewonnen wird. Als Komplikationen kommen außerdem folgende Bereiche in Frage:

  • Grundwasserstockwerksbau: In diesen Fällen ist eine Tiefenbohrung für eine Wärmepumpe zumeist ausgeschlossen, da die Gefahr besteht, hydraulischen Verbindungen zu stören.
  • Vorkommen mit höher mineralisiertem Grundwasser oder Kohlendioxid-Einschlüssen: Solche Vorkommen reagieren sehr sensibel auf hydraulische Eingriffe, wie eine Tiefenbohrung sie darstellt.
  • Kluft- und Karstgrundwasserleiter: Durch den porösen Untergrund kann das Loch einer Geothermie Bohrung nicht ordnungsgemäß verpresst werden.
  • Artesische Verhältnisse: Stellen, an denen das Grundwasser selbständig austtritt (Arteser), können ebenfalls zu Komplikationen führen, wenn das Bohrloch verpresst wird. Arteser kommen vor allem in den Niederungen des Berglandes vor.
  • Bergbaugebiete: Dieses Problem kommt besonders in Regionen des Altbergbaus vor.

Es ist immer empfehlenswert die zuständige Wasserbehörde, Bergbehörde und Wärmepumpen Fachbetriebe mit Sachkunde zu befragen, ob sich das Gebiet für eine Wärmepumpe mit Geothermie Bohrung eignet.

Kosten einer Tiefenbohrung

Die Kosten für die Errichtung einer Wärmepumpe belaufen sich zwischen 10.000 Euro und 25.000 Euro und sind stark von der Bodenbeschaffenheit und den möglichen Komplikationen abhängig. Den Großteil der Kosten macht die Erdwärme Bohrung selbst aus. Viele Fachbetriebe bieten daher bei der Kostenberechnung ein Gesamtpaket, das die Tiefenbohrung beinhaltet.

Weiterlesen zum Thema Geothermie Bohrung können Sie in unserem Bericht zur Installation einer Erdwärme Sonde.

(Abbildung: Vorbereitung für eine Erdwärme Bohrung | Bildquelle: Fabian Bromann)

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de

Erfahrungen & Fragen zum Thema erdwärme tiefenbohrung

Wärmepumpe von Brunnenwasser auf Solebrunnen umstellen

Wir haben eine Wärmepumpe mit Brunnenwasser. Das Brunnenwasser darf wegen Schadstoffen nicht mehr benutzt werden. Also wollen wir umstellen auf einen Solebrunnen. Wir haben ein freistehendes Einfamilienhaus aus dem Jahr 1981 mit 150 m² Wohnfläche und eine gute Isolierung. Die jetzige Wärmepumpe ist Buderus Logafix WPW 210, eine Leistungsangabe habe ich noch nicht gefunden. Wie tief müsste ein Solebrunnen sein und was kostet das? Der bisherige Förderbrunnen liegt vor dem Haus und ist von der Straße aus gut erreichbar. Können wir diese Wärmepumpe beibehalten oder muss auch die ausgetauscht werden?
Antwort von Buderus Deutschland

Prinzipiell sollte geprüft werden, ob die neue Soleleitung an einen Zwischen-Wärmetauscher angeschlossen werden kann.
Dann kann die vorhandene Wärmepumpe weiter betrieben werden.
Die Kosten der Bohrung richten sich nach der Ergiebigkeit des Untergrundes.
Schätzung: Für eine 100m Bohrung betragen die Kosten ca.6000 EUR.
Die Wärmepumpe wurde damals von Buderus vertrieben, ist aber baugleich zu Dimplex- Wasser-Wasser-Wärmepumpe.
Fachpartner für Ihr Angebot finden Sie unter:

http://www.dimplex.de/kontakt/bohrfirmen.html
http://www.dimplex.de/kundendienst/hauswaermetechnik.html

Erdwärmepumpe: Tiefenbohrung auf diesem steinigen Untergrund möglich?

Ich stehe am Anfang unserer Hausplanung und interessiere mich für eine Erdwärmepumpe. Wir wohnen auf einem Hügel und der Untergrund ist steinig (Buntsandstein) mit sehr geringem Grundwasser. Ich habe schon gehört, dass diese Kombination schwierig ist, da ich dem Gestein in der Tiefe die Wärme entziehe. Wenn ich mehrere kalte Winter hintereinander habe, kann sich das Gestein durch das fehlende Grundwasser nicht generieren und die Wärmeleistung nimmt stetig ab. Ist die Behauptung so richtig und ist so ein Untergrund eher weniger geeignet für Tiefenbohrungen?
Antwort von Arbeitskreis Erneuerbare Energie im Verein Sonnenernte e.V

Wie schon erkannt ist dieser Untergrund eher ungeeignet für eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Hier sollte man an eine Kombination Wärmepumpe mit Solarthermie oder Photovoltaik denken die aber nicht 100% der Heiz/Warmwasserenergie liefert. Hier müsste der Untergrund genau geprüft werden ob eventl. ein Erdwasserspeicher machbar wäre und damit auf 100% zu kommen. Oder mit einem zusätzlichen Luft/Soleregister,

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