Geothermie – Wärme aus der Erde

1. März 2021
Der Kern der Erde ist flüssig und mehrere tausend Grad heiß. Diese Hitze ist eine scheinbar nicht enden wollende Quelle von Wärmeenergie, die bis in die äußeren Erdschichten vordringt. Diese Wärme lässt sich mit einer Geothermie Heizung nutzen. Sowohl für kleinere private Anwendungen mit oberflächennaher Geothermie als auch im großen Maßstab mit Tiefen Geothermie.
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Geothermie Heizung: oberflächennahe- und Tiefen-Geothermie

Energiegewinnung durch Geothermie hat den Vorteil, dass Erdwärme nahezu unerschöpflich ist und fast weltweit nach ihr gebohrt werden kann. Für private Anwendungen lässt sich aus Erdwärme in der Regel Wärme für die Heizung und das Warmwasser gewinnen, weshalb diese Form der Nutzung auch als Geothermie Heizung bezeichnet wird.

Im größeren Maßstab mit Bohrungen von mehreren hundert oder gar tausend Metern Tiefe lässt sich Geothermie neben der Wärmegewinnung auch zur Stromerzeugung nutzen. Eine private Geothermie Heizung benötigt hingegen Strom, um die Erdwärme nutzbar zu machen.

Oberflächennahen Geothermie für private Anwendungen

Die oberflächennahe Geothermie bezeichnet den Bereich bis 400 m unter der Erde. Diese Wärme können Sie mit der Wärmepumpe gewinnen. Erdkollektoren nutzen bereits die Wärmeenergie in einer Tiefe von nur 1,2 m bis 1,4 m. Dort herrscht das ganze Jahr über eine relativ konstante Temperatur von 10 °C. Zu dieser Kategorie gehört auch die Geothermie Heizung mit Erdsonden, die meist zwischen 40 m bis 100 m in die Tiefe gebohrt werden. Eine weitere Variante der Geothermie Heizung ist die Grundwasser-Wärmepumpe. Ein Brunnen nimmt dafür die Wärme aus dem Grundwasser auf und ein zweiter Brunnen befördert das benutzte Wasser zurück in den Boden.

Tiefen Geothermie als volkswirtschaftliche Energiegewinnung

Tiefen Geothermie im Hot-Dry-Rock-Verfahren | Klicken für eine größere Darstellung

In Deutschland ist die Tiefen Geothermie noch in den Anfängen, aber ein Anstieg in den nächsten Jahren ist in Sicht. Viele Forschungsprojekte laufen zurzeit und treiben die Entwicklung immer weiter voran. Vor einigen Jahren waren bereits 400 Megawatt thermisch in Deutschland installiert. Viele dieser Geothermie Heizung Systeme sind dezentral installiert. Sie sind für einzelne Gebäude zuständig und versorgen diese mit Wärme und teilweise auch mit Strom. Die zurzeit bekannten Quellen für Tiefen Geothermie könnten nach Schätzungen von Experten rund ein Viertel des Wärmebedarfes von Deutschland decken, wenn diese Quellen erschlossen würden.

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Ob eine Geothermie Heizung für Ihre Wohnsituation die richtige Wahl ist, können Sie mit unserem Wärmepumpen Rechner herausfinden.

Weiterlesen zum Thema "Erdkollektor"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Geothermie

Luftwärmepumpe empfohlen: Geothermie trotzdem möglich?

Wir haben von unserem Bauleiter diesen Brief bekommen, gibt es weitere Möglichkeiten bei der Geothermie zu bleiben? "Sehr geehrte Bauherren, am Freitag, den 25.11.2016 hat mich der im Auftrag der Fa. Xxxxx tätige Gutachter Herr xxxxxx darüber informiert dass nach seiner Grubenbildeinsichtnahme eine Erdwärmebohrung aufgrund der früheren bergbaulichen Tätigkeiten nicht möglich ist. Aufgrund der bereits erstellten Heizungsinstallation und der KfW Standards ist es nur noch möglich eine Luftwärmepumpe außen am Haus an der Eingangsseite zu installieren. Ich bin dabei die Kosten für eine Luftwärmepumpe abzuklären, kann Ihnen aber versichern dass keine Mehrkosten auf Sie zukommen werden. Da die Heizungen kurzfristig in Betrieb genommen werden sollen, für die Luftwärmepumpe noch Vorleistungen wie Fundament erbracht werden müssen, bitte ich um Rückmeldung."
Antwort von DIMaGB Projekte Konzepte Beratung

Beachtlich ist, wann die Grubenbildeinsichtnahme erfolgte ("Da die Heizungen kurzfristig in Betrieb genommen werden sollen"). Aber vermutlich ging es nicht früher. Die Bohrungen bergen oft Risiken, im konkreten Fall würde ich es sein lassen. Dass "keine Mehrkosten auf Sie zukommen" sollte man als selbstverständlich betrachten. Die Farge ist: wie hoch sind die Minderkosten? Sprich: Gutschrift.

Erdwärme oder neue Gasheizung: Was ist effizienter?

Wir haben in unserem Wohnort die Möglichkeit, Erdwärme von einem Geothermie Anbieter als Fernwärme zu beziehen. Die Preise sind aber recht hoch. Ist dies sinnvoll oder macht es mehr Sinn, eine neue und effiziente Gasheizung zu kaufen? Wir sind zu zweit in einem kleinen Reihenhaus.
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Hallo,
ist es ein Bestandsgebäude oder ein Neubau?
Wie meist sind solche Fragen aus der Ferne nicht belastbar zu beantworten, denn die Ausgangsdatenlage ist hierfür nicht ausreichend.
So muss u.a. der tatsächliche Energie- und Leistungsbedarf für Heizung und WW-Bereitung bekannt sein.
Bei Fernwärme, zunächst völlig unabhängig von der Quelle, bindet man sich stets an einen lokalen Versorger auf Dauer und kann am freien Wettbewerb unterschiedlicher Energielieferanten nicht teilnehmen.
Man prüfe daher, bevor man sich ewig bindet.
Herzstück hier die Hausübergabestation, die ebenso sorgfältig zu dimensionieren ist, wie ein dezentraler eigener Wärmeerzeuger. Das passiert leider selten, was überhöhte Verbrauchskosten zur Folge hat.

Bei einem eigenen Wärmeerzeuger existieren verschiedene Möglichkeiten. Ob hier ein Gasbrennwert Gerät alleinig zielführend ist, lässt sich aus o.g. Gründen ebenfalls nicht beurteilen.
Auch dieses kann nur auf Grundlage einer bedarfsgerechten Anlagendimensionierung ausgewählt werden.
Andernfalls sind auch hier die Verbrauchskosten überhöht. Bei einem Neubau ist zudem eine in EFH meist unwirtschaftliche STA notwendig.
Neben dem zusätzlichen Aufwand für eine STA sind z.B. auch die Anschlußkosten relevant.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planer / freier Gutachter

http://www.gesbb-energieberatung.de/

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