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Wärmepumpe optimal versichern: So schützt du deine neue Heizung vor teuren Schäden

Du hast erst vor Kurzem deine alte Heizung durch eine neue Wärmepumpe ersetzt. Das hat dich, trotz Förderung, eine stattliche Summe gekostet. Damit das neue Gerät möglichst lange ungestört dein Haus heizt, solltest du für eine passende Wärmepumpen-Versicherung sorgen. Doch aufgepasst: Deine Wohngebäudeversicherung deckt die Wärmepumpe nicht in jedem Fall mit ab. Erfahre, welche Zusatzbausteine du brauchst und wann eine zusätzliche Wärmepumpenversicherung die beste Lösung ist. Weiterlesen
Gina Doormann
Gina Doormann
13 Jan. 2026

Wärmepumpe versichern und gegen hohe Verluste geschützt sein

Wärmepumpe optimal versichern: Das Wichtigste für dich
  • Deine normale Wohngebäudeversicherung deckt oft nicht alle spezifischen Schäden wie Diebstahl oder technische Defekte ab - sorge deshalb für eine passende Wärmepumpenversicherung.
  • Prüfe deinen bestehenden Vertrag genau und schließe mögliche Deckungslücken mit einer Wärmepumpen-Police oder passenden Zusatzbausteinen.
  • Vergleiche Angebote sorgfältig und achte auf wichtige Details und deine Pflichten als Betreiber, um im Schadensfall optimal geschützt zu sein.
  • Wärmepumpenversicherungen kosten ab ca. 65 bis 90 Euro jährlich für Anlagen bis 30.000 Euro Versicherungssumme. Für teurere Anlagen oder umfassenderen Schutz können die Kosten auf 150 bis über 200 Euro steigen.

Unser Tipp: Lass dich von einem Versicherungsexperten beraten. Wir sind an deiner Seite!

Inhalt

Du hast in eine moderne Wärmepumpe investiert oder hast das vor? Dann ist es entscheidend, diese wertvolle Anlage richtig abzusichern. Angesichts von Anschaffungskosten, die  leicht zwischen 11.000 und über 40.000 Euro liegen können, ist ein umfassender Versicherungsschutz unerlässlich. Eine Versicherungspflicht besteht aber nicht. 

➞ Doch die Standard-Wohngebäudeversicherung reicht oft nicht aus, um alle spezifischen Risiken wie Diebstahl der Außeneinheit, Vandalismus, Bedienungsfehler oder bestimmte technische Defekte abzudecken. Prüfe daher deinen bestehenden Versicherungsschutz und erweitere ihn gegebenenfalls durch Zusatzbausteine. In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, dass du eine spezielle Wärmepumpenversicherung abschließt. So vermeidest du im Schadensfall hohe finanzielle Belastungen.

Das Wichtigste zuerst: Prüfe deine Wohngebäudeversicherung und melde deine Wärmepumpe!

Deine erste Anlaufstelle ist deine Wohngebäudeversicherung (VWG). Eine Wärmepumpe ist fest mit dem Gebäude verbunden und gilt daher grundsätzlich als Gebäudebestandteil. Somit ist sie üblicherweise gegen Basisgefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel mitversichert. 

Du musst die Installation deiner Wärmepumpe dem Versicherer unverzüglich mitteilen. Denn eine Wärmepumpe erhöht den Wert deiner Immobilie. Wenn du die Versicherungssumme entsprechend anpasst, vermeidest du eine riskante Unterversicherung. Das bedeutet, dass die vereinbarte Versicherungssumme nicht ausreicht, um den tatsächlichen Wiederherstellungswert zu decken. Ein Versäumnis kann also deinen Versicherungsschutz gefährden. 

Kläre detailliert, welche Schäden an deiner Wärmepumpe konkret abgedeckt sind, insbesondere wenn Teile der Anlage im Freien stehen. Das ist bei Wärmepumpe-Außengeräten der Fall. Diese sind oft nur begrenzt oder über spezielle Klauseln versichert.

Typische Deckungslücken der Wohngebäudeversicherung – Wann du handeln solltest

Eine bunte Grafik stellt fünf mögliche Versicherungslücken für Wärmepumpen in der Wohngebäudeversicherung dar.

Die Wohngebäudeversicherung kann für eine Wärmepumpe unzulänglichen Schutz bieten. | Grafik: Heizungsfinder.de/KI

Trotz einer grundsätzlichen Mitversicherung weist die Standard-Wohngebäudeversicherung oft erhebliche Lücken beim Schutz deiner Wärmepumpe auf:

  • Diebstahl von Außengeräten: Ist oft nur mit niedrigen Summen von 1.000 bis 5.000 Euro oder gar nicht versichert.
  • Vandalismus/Mutwillige Beschädigung: Häufig nicht standardmäßig enthalten oder an einen Einbruch gekoppelt.
  • Spezifische technische Schäden: Bedienungsfehler, Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler, vor allem nach Ablauf der Herstellergarantie. Außerdem sind Schäden durch Kurzschluss, Überstrom oder Überspannung, die nicht durch direkten Blitzschlag verursacht wurden, oft nicht oder nur unzureichend abgedeckt.
  • Elementarschäden: Schäden durch Naturgefahren wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck oder Lawinen sind nicht durch die Basis-Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Möchtest du das, benötigst du einen Zusatzbaustein, die sogenannte Elementarschadenversicherung. Die musst du üblicherweise als separate Ergänzung abschließen, um Versicherungsschutz für diese Naturgefahren zu gewährleisten.
  • Weitere Ausschlüsse: Schäden durch Verschleiß, unsachgemäße Installation oder mangelnde Wartung.

➞ Wenn deine Prüfung ergibt, dass wesentliche Risiken für deine Wärmepumpe ungedeckt sind, ist eine zusätzliche Wärmepumpenversicherung oder eine umfassende Erweiterung deiner Wohngebäudeversicherung sinnvoll.

Die Wärmepumpenversicherung und Kombi-Lösungen: Umfassender Schutz für deine Anlage

Eine spezielle Wärmepumpenversicherung, auch als Elektronikversicherung für Wärmepumpen bezeichnet, bietet dir in der Regel einen sogenannten Allgefahrenschutz ("All-Risk-Deckung"). Das bedeutet: Alle Gefahren, die nicht explizit ausgeschlossen sind, sind versichert. Dieser weitreichende Schutz schließt typischerweise die Deckungslücken deiner Wohngebäudeversicherung:

  • Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Vandalismus
  • Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler, auch nach Ablauf der Herstellergarantie
  • Kurzschluss, Überstrom, Überspannung, also umfassender Elektronikschutz
  • Diebstahl, insbesondere von Außengeräten
  • Tierbiss, zum Beispiel Marderschäden an Kabeln
  • Innere Betriebsschäden, das sind Schäden ohne erkennbare äußere Ursache
  • Mehrkosten durch Technologiefortschritt, wodurch Ersatzteile teurer werden
  • Kosten für provisorische Heizlösungen bei Nutzungsausfall, also die Kostenübernahme für die Miete von Ersatzheizgeräten

Versichert ist dabei deine gesamte Wärmepumpenanlage inklusive aller Bestandteile. Dazu gehören Außen- und Innengerät, Kompressor, Elektronik, der Wärmespeicher, wenn er Teil der Anlage ist und die Verkabelung. Im Schadensfall übernimmt die Versicherung dann üblicherweise Reparaturkosten, Ersatzteilkosten – oft zum Neuwert –, Kosten für eine provisorische Heizung und Aufräumungs- sowie Entsorgungskosten. 

Einige Versicherer bieten einen solch umfassenden Allgefahrenschutz für deine Wärmepumpe auch als direkten Zusatzbaustein zu deiner bestehenden Wohngebäudeversicherung an. So kannst du den Schutz deiner Wärmepumpe direkt in deine Hauptpolice integrieren.

Deine Verantwortung als Wärmepumpenbesitzer: Pflichten und Haftung

Neben dem Abschluss einer passenden Versicherung trägst du als Betreiber einer Wärmepumpe auch Pflichten und haftest für bestimmte Vorkommnisse. Diesen Pflichten solltest du nachkommen, damit du deinen Versicherungsschutz aufrechterhalten und Haftungsfallen vermeiden kannst.

  • Wartungspflichten und ihre Bedeutung für den Versicherungsschutz: Dein Versicherungsvertrag setzt voraus, dass sich deine Heizungsanlage stets in einem guten Zustand befindet. Daher ist eine regelmäßige Wartung deiner Wärmepumpe durch qualifizierte Fachbetriebe sinnvoll, um den Versicherungsschutz zu gewährleisten. Versicherer können im Schadensfall den Nachweis einer fachgerechten Wartung von dir verlangen. Kannst du diesen nicht erbringen, kann dies zu Leistungskürzungen oder sogar zur Verweigerung der Versicherungsleistung führen. Informiere dich im Zweifel bei deinem Wärmepumpenhersteller über sinnvolle Service-Intervalle. Eine lückenlose Dokumentation aller durchgeführten Wartungsarbeiten in Form von Wartungsprotokollen ist für den Versicherungsschutz von großer Bedeutung.
  • Haftung für Schäden an Dritten und Umweltschäden: Als Besitzer einer Wärmepumpe haftest du grundsätzlich für alle Schäden, die durch deine Anlage oder deren einzelne Bestandteile bei Dritten oder an der Umwelt entstehen. Das können beispielsweise Schäden durch auslaufende Kältemittel oder andere Betriebsflüssigkeiten sein, die das Erdreich kontaminieren. Auch wenn sich bei einem Sturm Teile der Außeneinheit lösen und ein daneben stehendes Auto beschädigen oder gar Personen verletzen, musst du als Eigentümer der Wärmepumpe für den entstandenen Schaden aufkommen. Solche Schäden an fremdem Eigentum oder Personenschäden sind in der Regel nicht durch deine Wohngebäudeversicherung oder eine Wärmepumpenversicherung abgedeckt. Letztere ist nur für Schäden an deiner Wärmepumpe selbst zuständig. Hierfür springt üblicherweise deine private Haftpflichtversicherung ein. Falls du Vermieter bist und es sich um ein vermietetes Objekt handelt, ist deine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zuständig. Es ist daher sehr wichtig, dass du über einen ausreichenden Haftpflichtschutz verfügst.
  • Pflichten zur Schadenverhütung und allgemeine Meldepflichten: Du bist als Betreiber verpflichtet, Schäden an deiner Wärmepumpe oder durch deine Wärmepumpe zu verhüten. Dazu gehört neben der regelmäßigen Wartung auch die Prüfung der Anlage auf offensichtliche Mängel oder Gefahrenquellen. Sichere beispielsweise deine Außeneinheit angemessen gegen Diebstahl, falls dies in deiner Wohngegend ein bekanntes Risiko ist. (Wie das geht, erfährst du weiter unten). Darüber hinaus musst du deinem Versicherer alle relevanten Änderungen, die deine Wärmepumpe betreffen, etwa eine umfangreiche Umrüstung oder eine Leistungsänderung, unverzüglich mitteilen. Selbstverständlich musst du auch jeden eingetretenen Schadensfall sofort melden, um deinen Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten.

Worauf du beim Abschluss achten musst – Tipps für den optimalen Vertrag

Bunte Grafik, die in sieben Zeilen die wichtigsten Versicherungsmerkmale aufzählt, die eine Wohngebäudeversicherung für Wärmepumpen oftmals nicht ausreichend abdeckt.

Eine sinnvolle Wärmepumpenversicherung will gut überlegt sein. | Grafik: Heizungsfinder.de/KI

Unabhängig davon, ob du deine Wohngebäudeversicherung anpassen oder eine Spezialpolice abschließen möchtest, solltest du folgende Punkte sorgfältig prüfen:

  • Versicherungssumme und Entschädigungsart: Bestehe auf Neuwertentschädigung. Die Versicherungssumme muss deine gesamten Investitionskosten, also die Wärmepumpe inklusive Installation, abdecken.  
  • Ausschlüsse: Lies das Kleingedruckte genau. Typische Ausschlüsse sind Vorsatz, Krieg, aber auch Verschleiß, mangelnde Wartung und Garantiefälle. Kläre die Mitversicherung grober Fahrlässigkeit.  
  • Selbstbeteiligung (SB): Wie hoch ist dein Eigenanteil im Schadensfall? Bei Diebstahl oder Elementarschäden kann die SB höher sein.  
  • Bedingungen für Außengeräte: Ist dein Außengerät explizit und ausreichend gegen Diebstahl, Vandalismus und Witterungseinflüsse versichert? Der Standort muss klar im Vertrag definiert sein.  
  • Wartungspflichten (Obliegenheiten): Bewahre alle Nachweise auf. Verlangt der Versicherer regelmäßige, fachmännische Wartung, bist du damit gewappnet.
  • Meldepflichten (Obliegenheiten): Neben der Erstmeldung deiner Wärmepumpe musst du auch sonstige gefahrerhöhende Umstände und Schäden unverzüglich melden.  
  • Professionelle Installation: Viele Versicherer setzen eine Installation und Abnahme durch einen Fachbetrieb voraus.

=> Tipp: Halte für den Abschluss und im Schadensfall diese relevanten Unterlagen bereit: 

  • Angaben zur Wärmepumpe: Hersteller, Modell, Seriennummer, Leistung, Kaufdatum, Kosten
  • Installationsdetails: Fachbetrieb, Rechnung, Abnahmeprotokoll
  • Angaben zum Gebäude
  • Kaufbelege, Planungsunterlagen und Wartungsnachweise

Kosten im Blick: Was wird deine Versicherung kosten?

Die Kosten für eine Wärmepumpenversicherung variieren stark. Sie unterscheiden sich anhand von Wert und Art deiner Anlage, dem Standort (innen/außen), des gewählten Leistungsumfangs, einem eventuellen Selbstbehalt und des Anbieters selbst. Auch regionale Risikofaktoren (ZÜRS-Zonen für Naturgefahren) und das Baujahr deines Gebäudes können eine Rolle für die Preisgestaltung spielen.

=> Gut zu wissen: ZÜRS Geo ist das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen. Es bündelt versicherungsrelevante Geodaten und bietet so eine Grundlage zur Risikobewertung und Prämienkalkulation. 

Wärmepumpenversicherungen kannst du bereits ab ca. 65 bis 90 Euro jährlich für Anlagen bis 30.000 Euro Versicherungssumme erhalten. Für teurere Anlagen oder umfassenderen Schutz können die Kosten auf 150 bis über 200 Euro steigen. Zusatzbausteine zur Wohngebäudeversicherung können inklusive sein oder bis zu über 300 Euro zusätzlich pro Jahr kosten. Vergleiche nicht nur Preise, sondern immer das Preis-Leistungs-Verhältnis. Über die gesamte Wärmepumpe-Lebensdauer kommt für die Versicherung einiges zusammen. Eine "kostenlose" Mitversicherung in einer teuren Wohngebäudeversicherung ist nicht automatisch die beste Lösung.

Anbieter und Tarife vergleichen – So findest du den passenden Schutz

Der Markt für Wärmepumpen-Versicherungen ist unübersichtlich. Zum einen gibt es Wärmepumpen- oder Elektronikversicherungen, zum Beispiel von Waldenburger, VHV, Mannheimer oder Signal Iduna. Zum anderen finden sich Wohngebäudeversicherungen, die Wärmepumpen gut mitversichern, zum Beispiel die GEV Grundeigentümer-Versicherung, sie ist laut Finanztest 12/2024 oft ohne Extrakosten. In derselben Ausgabe hat Finanztest zwar viele Tarife als mangelhaft bewertet, aber auch positive Beispiele genannt. Vergleichsportale im Internet, zum Beispiel Mr-Money, Fairfekt, CHECK24 oder Verivox können dir eine erste Orientierung bieten. Schau dir aber am besten die Vertragsdetails selbst an. Denn die Portale können nicht alle Details des Wärmepumpenschutzes abbilden. 

☛ Kombiprodukte, wie eine Wohngebäudeversicherung mit einem integrierten Allgefahren-Zusatzbaustein für die Wärmepumpe, können eine sinnvolle Option für Sie darstellen.

Die vielfältigen Risiken für deine Wärmepumpe im Detail

Zwei Handwerker warten eine Wärmepumpe. Das ist für ihre Versicherung wichtig.

Versicherungen leisten, wenn die Wärmepumpe regelmäßig gewartet wird. | Bild: Andrey Popov/Adobe Stock

Schätze deinen Versicherungsbedarf mit einem genauen Blick auf die Gefahren selbst ein:

  • Naturgefahren: Sturm und Hagel können Außengeräte beschädigen. Blitzschlag und Überspannung, auch durch Installationsfehler, bedrohen die empfindliche Elektronik. Überschwemmung und Rückstau sind Gefahren bei Keller- oder ebenerdiger Außeninstallation. Frost und Eisgang können wasserführende Teile beschädigen.  
  • Diebstahl und Vandalismus: Wärmepumpen-Außengeräte sind aufgrund ihres Wertes und der Zugänglichkeit gefährdet. Ganze Einheiten oder wertvolle Komponenten, etwa Kupfer oder Elektronik, werden gestohlen. Auch mutwillige Zerstörung kommt vor.  
  • Technische Defekte und Bedienungsfehler: Kurzschlüsse oder Überströme können Elektronikbauteile zerstören. Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler zeigen sich oft erst nach Garantieablauf. Falsche Einstellungen oder unsachgemäße Handhabung durch dich als Nutzer, zum Beispiel Überlastung des Kompressors, sowie altersbedingter Verschleiß sind weitere Risiken.  
  • Weitere Risiken: Tierbiss, etwa durch Marder an Kabeln und Anfahr- oder Aufprallschäden bei ungünstiger Platzierung.

Innen aufgestellte Wärmepumpen sind vor allem klassischen Gebäuderisiken wie Feuer oder Leitungswasser ausgesetzt, während Außengeräte zusätzlich den externen Gefahren unterliegen.

So können Diebe und Einbrecher deiner Wärmepumpe nichts anhaben

Übersicht: Diebstahlschutz für deine Wärmepumpe – Maßnahmen und Versicherungstipps

Maßnahme/AspektEmpfehlung/Hinweis für dich
Präventive Schutzmaßnahmen 
Diebstahlhemmende VerschraubungenNutze Spezialschrauben, die schwer zu lösen sind, oder fixiere die Standardverschraubungen zusätzlich, etwa mit Schweißpunkten.
Schutzverkleidungen oder KäfigeErkundige dich nach diebstahlsicheren Verkleidungen, Wärmepumpenhauben* oder stabilen Käfigen für dein Außengerät.
Standortwahl, wenn möglichWähle einen schwerer zugänglichen und schlecht einsehbaren Standort; vermeide die direkte Platzierung zur Straße hin, falls alternative Optionen bestehen.
Kennzeichnung der AnlageNotiere die Seriennummern und erwäge eine individuelle Kennzeichnung, um den Wiederverkauf gestohlener Geräte zu erschweren.
Versicherungsschutz prüfen 
Wohngebäudeversicherung (VWG)Kläre exakt, ob und bis zu welcher Summe Diebstahl von Wärmepumpe-Außengeräten (als fest verbaute Gebäudebestandteile) mitversichert ist.
Spezielle WärmepumpenversicherungPrüfe, ob diese Police Diebstahl explizit einschließt und welche Bedingungen dafür gelten.
SummenbegrenzungenAchte auf Entschädigungsgrenzen im Diebstahlsfall und gleiche sie mit dem Neuwert deiner Anlage ab.
Bei Diebstahl der Wärmepumpe 
Unverzügliche MeldungMelde den Diebstahl sofort der Polizei UND deiner Versicherung.
NachweiseHalte Kaufbelege, Installationsnachweise, Fotos der Anlage und die polizeiliche Anzeige für die Versicherung bereit.

=> Wichtig zu wissen: Für Schäden an deiner Wärmepumpe ist ausschließlich die Wohngebäudeversicherung (oder eine Spezialpolice) zuständig. Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen leisten dann nicht, da die Anlage ein fester Gebäudebestandteil ist. Deine Privathaftpflichtversicherung hingegen springt ein, wenn deine Wärmepumpe Schäden bei Dritten verursacht. Beispiel: Herabfallende Teile beschädigen ein Nachbarauto. Im Fall von Vermietern ist hierfür in der Regel die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht zuständig.

Gut zu wissen: Warum die Wärmepumpen-Versicherung immer wichtiger wird

Der Markt für Wärmepumpen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum erlebt; allein im Jahr 2023 stieg der Absatz von Wärmepumpen um beachtliche 51 % auf 356.000 Anlagen. Dieser Boom führte zu einer deutlich höheren Verbreitung dieser Heiztechnologie in deutschen Haushalten. Die gestiegene Anzahl installierter Systeme unterstreicht, wie wichtig ein umfassender Versicherungsschutz für dich als Besitzer ist. Mit der zunehmenden Verbreitung entwickeln sich auch die Versicherungsangebote und -anforderungen weiter. Setze dich daher umso gründlicher mit der Absicherung deiner Investition auseinander.

Fazit: Deine individuelle Entscheidung für den besten Schutz

Die Absicherung deiner Wärmepumpe ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz deiner Investition. Der Standardschutz der Wohngebäudeversicherung weist hier oft Lücken auf. Prüfe daher deinen Vertrag genau und ergänze ihn bei Bedarf durch eine Wärmepumpenversicherung oder einen leistungsstarken Zusatzbaustein. Analysiere deine Risikosituation, vergleiche sorgfältig Versicherungs-Angebote und achte nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf den Leistungsumfang. Eine umfassende Dokumentation deiner Wärmepumpen-Anlage und der Wartung ist dabei unerlässlich. So stellst du sicher, dass deine Wärmepumpe langfristig und sorgenfrei für wohlige Wärme in deinem Zuhause sorgt.

Meine Meinung: Versichere, was dir lieb und teuer ist

Mit einer Wärmepumpenversicherung auf der sicheren Seite

Du bist frischgebackener Besitzer einer effizienten Wärmepumpenheizung. Damit du noch lange in den Genuss des verlässlichen und klimafreundlichen Heizens kommst, solltest du deine Wärmepumpe gut versichern.

Sehr wichtig ist meiner Meinung nach, dass du bei einem Diebstahl oder einem Defekt schnell Ersatz oder Abhilfe erhältst. Denn ohne Wärmepumpe sitzt du im schlimmsten Fall im Kalten. Mit einer Überbrückungsheizung, einer neuen Wärmepumpe oder einer schnellen Reparatur, für deren Kosten die Wärmepumpenversicherung aufkommt, bist du auf der sicheren Seite.

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Gina Doormann, Fachredakteurin für Erneuerbare Energien.

Privat: Energetische Optimierung des hundert Jahre alten Eigenheims als Dauerprojekt

*Partnerlinks

FAQ zur Wärmepumpenversicherung

Was genau deckt der Begriff "innere Betriebsschäden" bei einer Wärmepumpenversicherung ab?
"Innere Betriebsschäden" umfassen unvorhergesehene Schäden, die direkt aus dem Inneren deiner Wärmepumpe kommen, und keine äußeren Ursachen haben. Das können mechanische oder elektrische Ausfälle sein, nicht aber Verschleiß. Viele Spezialpolicen decken dies ab, aber oft mit Einschränkungen wie einer Alters- oder Summenbegrenzung. Details findest du in deinen Versicherungsbedingungen.
Wie läuft die Schadensregulierung typischerweise ab, nachdem ich einen Schaden an meiner Wärmepumpe gemeldet habe?
Nach Ihrer unverzüglichen Schadensmeldung fordert der Versicherer meist Unterlagen an, etwa Fotos oder Rechnungen. Eventuell prüft ein Gutachter den Schaden. Dann entscheidet die Versicherung über die Kostenübernahme für Reparatur oder Ersatz gemäß deiner Police und informiert dich. Bei kleinen Schäden ist manchmal ein sofortiger Reparaturbeginn ohne Freigabe möglich; Details regelt dein Vertrag.
Kann ich auch eine bereits länger installierte oder eine mit einem Hauskauf gebraucht übernommene Wärmepumpe noch speziell versichern, und worauf sollte ich dabei achten?
Ja, du kannst auch ältere oder gebraucht übernommene Wärmepumpen versichern. Rechne jedoch mit strengeren Bedingungen, wie Altersgrenzen, einer Zustandsprüfung oder dem Ausschluss von Vorschäden. Eine lückenlose Dokumentation des Anlagenzustands und der Wartungshistorie ist hier besonders wichtig. Erkundige dich direkt bei den Anbietern nach deren Konditionen.
Schaden an der Wärmepumpe: Was passiert im Ernstfall?
Folgendes Fallbeispiel zeigt, wie ein Schadensfall ablaufen kann. "Ein starker Gewitterschlag verursacht einen Überspannungsschaden an der Elektronik deiner Wärmepumpe. Nach der Schadensmeldung prüft die Versicherung die Unterlagen, lässt die Anlage ggf. durch einen Gutachter inspizieren und übernimmt – je nach gewähltem Tarif – die Reparaturkosten oder den Austausch der betroffenen Komponenten."
Ist meine Wärmepumpe während der Bauphase versichert?
Während der Bauphase greift die Wohngebäudeversicherung meist noch nicht. Schutz bietet in dieser Zeit eine Bauleistungsversicherung – aber nur für bereits fest installierte Anlagen, nicht für gelagerte Geräte. Nach Fertigstellung und Abnahme ist die Wärmepumpe dann über die Wohngebäudeversicherung abgesichert.
Gina Doormann
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