Eine Öl-Hybridheizung kombiniert mehrere Wärmeerzeuger

30. Juni 2022
Klimawandel, CO2-Steuer, Ölheizungsverbot und Co – die aktuellen Schlagzeilen machen deutlich: Mit einer klassischen Ölheizung sind Sie für die Zukunft nicht gut aufgestellt. Eine Ausnahme bildet die Öl-Hybridheizung, die den Brennstoff Öl mit einem erneuerbaren Energieerzeuger kombiniert. Dieser Ratgeber liefert Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Hybrid-Möglichkeiten und informiert, worauf Sie beim Kauf einer Hybridheizung achten sollten. Sie möchten wissen, welche Kosten beim Umstieg auf die Öl-Hybridheizung auf Sie zukommen? Wir machen den Preis-Check für Sie.
Thorben Frahm
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenÖlheizungÖl-Hybridheizung

Öl Hybridheizung mit Solar, Wärmepumpe oder Photovoltaik?

Die Öl Hybridheizung

✔️Nutzt erneuerbare Energien und senkt CO2-Emissionen und Heizkosten

✔️Ist ab 2026 verpflichtend - Ölkessel ohne erneuerbare Zusatzsysteme sind dann nicht mehr erlaubt

✔️Für die zusätzlichen erneuerbaren Heizgeräte erhalten Sie Fördergelder

Inhaltsübersicht & Schnellnavigation:

Öl-Hybridheizung statt Ölheizung: Warum ist ein Austausch notwendig?

öl hybridheizung

Viele Jahrzehnte lang galt die Ölheizung als zuverlässiges, bewährtes Heizsystem. Doch die Zeiten haben sich geändert: Nicht nur, dass der fossile Brennstoff begrenzt ist – darüber hinaus ist längst klar, dass Ölheizungen umweltschädlich und Treiber des Klimawandels sind. Im Rahmen des Klimaschutzplans ist der Umstieg auf erneuerbare Energien, die deutlich weniger umweltschädliches CO2 freisetzen, deshalb unumgänglich. Die Bunderegierung forciert den Umstieg mit verschiedenen Maßnahmen, wie zum Beispiel:

Nicht immer ist ein Umstieg auf ein anderes Heizsystem möglich, gewünscht oder notwendig. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht zum Beispiel Bestandsschutz der alten Ölheizung. Und auch, wenn das Haus nicht ans Gas- oder Fernwärmenetz angeschlossen werden kann und eine Nutzung erneuerbarer Energien technisch ausgeschlossen ist, tritt eine Ausnahmeregelung in Kraft. Wer weiter mit Öl heizen möchte und sich trotzdem zukunftssicher und klimafreundlicher aufstellen will, kann auf eine Öl-Hybridheizung umstellen. Diese fällt nicht unter das Ölheizungsverbot, da sie umweltfreundlicher als eine alte Ölheizung arbeitet.

Was ist eine Öl-Hybridheizung?

Laut Klimaschutzprogramm 2030 / Gebäudeenergiegesetz dürfen ab 2026 Ölheizungen nur noch eingebaut werden, wenn es sich um Hybridheizungen handelt, die mit einem erneuerbaren Energieerzeuger kombiniert werden.

  • Der Begriff Öl-Hybridheizung beschreibt ein Heizsystem, das den Brennstoff Öl mit mindestens einem weiteren Energieträger kombiniert, etwa mit Sonnenenergie oder Holz.

Die Funktionsweise einer Hybridheizung beruht auf dem Grundprinzip, dass in erster Linie erneuerbare Energie genutzt wird. Steht diese zeitweise nicht ausreichend zur Verfügung, springt die Ölheizung ein, deckt die Spitzenlast ab und sorgt für zuverlässige Wärme.

Vorteile einer Öl-Hybridheizung im Überblick

✔️ Kombination aus fossilen und erneuerbaren Wärmeerzeugern

✔️ die Ölheizung arbeitet nur dann, wenn es notwendig ist

✔️ 100%ige Versorgungssicherheit für Heizung und Warmwasser

✔️ niedrigere Heizkosten als bei einer klassischen Ölheizung

✔️ weniger CO2-Emissionen als bei einer klassischen Ölheizung

Öl-Hybridheizungen im Überblick: Mit welchen Erneuerbaren Energien lassen sich Öl-Hybridheizungen koppeln?

Eine Öl-Hybridheizung besteht aus mindestens zwei Wärmeerzeugern: zum einen aus einem modernen Öl-Brennwertkessel und zum anderen aus einem erneuerbaren Energieträger.

Zwei Energieträger

  • Öl-Brennwertkessel + Solarthermieanlage
  • Öl-Brennwertkessel + Wärmepumpe
  • Öl-Brennwertkessel + Holzofen

Drei Energieträger

  • Öl-Brennwertkessel + Photovoltaikanlage + Heizstab
  • Öl-Brennwertkessel + Photovoltaikanlage + Brauchwasserwärmepumpe

Ölheizung mit Solar

Die Kombination aus Öl-Hybridheizung und Solarthermie ist das verbreitetste Öl-Hybridsystem: Gut ein Drittel aller modernen Öl-Heizungen mit Brennwertkessel werden mit Solarwärme kombiniert. Solarthermie wird entweder zur Warmwasserbereitung genutzt oder unterstützt zusätzlich die Heizung. Das spart ordentlich Heizöl und Heizkosten und leistet einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz.

  • Eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung kostet zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Sie sparen im Jahresdurchschnitt um die 60 Prozent der Kosten für die Warmwasserbereitung.
  • Eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kosten mit 6.000 bis 12.000 Euro ungefähr das Doppelte einer Warmwasseranlage. Die Ersparnisse sind schwieriger zu beziffern: Einsparungen von 15 bis 30 Prozent der Energiekosten für Warmwasser und Heizung insgesamt sind aber möglich.

Doch inwieweit reicht die Solarthermieanlage zur Versorgung aus? Klar ist: Je länger und intensiver die Sonne scheint, desto stärker kann sie die Öl-Heizung unterstützen. Eine Solarthermieanlage als einziges Heizsystem ist unrealistisch, weshalb die Kombination aus Ölheizung mit Solar eine optimale Lösung darstellt – das ganze Jahr hinweg:

  • Frühling: Die Sonnenstunden und die Intensität der Sonnenstrahlung reichen größtenteils zur Warmwasserbereitung aus – zum Heizen muss allerdings die Öl-Hybridheizung genutzt werden.
  • Sommer: Die Öl-Heizung kann kalt bleiben, denn geheizt wird in der Regel nicht und die Solarthermieanlage inklusive Wärmespeicher übernimmt vollständig die Warmwasserbereitung.
  • Herbst: Die Sonnenenergie reicht in der Regel zur Warmwasserbereitung aus. Bei viel Sonnenschein kann die Solaranlage zudem zum Heizen genutzt werden. Reicht die Solarenergie nicht aus, springt die Ölheizung zur Unterstützung ein.
  • Winter: Die Solarthermieanlage kann in der kalten Jahreszeit kaum unterstützen. Jetzt übernimmt vor allem die Ölheizung die Versorgung mit Warmwasser und Heizungswärme.

Wann ist die Hybridheizung Öl + Solar empfehlenswert? Eine Ölheizung mit Solarthermie zu verbinden ist nicht ohne Grund die Lösung, die am häufigsten gewählt wird. Eine Solarthermieanlage benötigt im Vergleich zur Photovoltaik recht wenig Platz auf dem Dach und stellt nicht so hohe Anforderungen wie eine Wärmepumpe. Gleichzeitig ist die Hybridheizung Öl Solar günstiger als eine Wärmepumpe und erlaubt es so einfacher, den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes zu genügen. Diese Öl Hybridheizung mit Solar wird vor allem im Altbau häufig verbaut.

Deckt eine Ölheizung mit einer Warmwasser-Solarthermieanlage die Erfordernisse des GEG an die Mindestmenge solarer Energie ab? Das GEG legt in Paragraph 35 GEG fest, dass 15 Prozent der gesamten Wärmebedarfes durch die Solarthermieanlage abgedeckt werden muss. Bei Neubauten beziehungsweise in den letzten Jahren errichteten Gebäuden stellt diese Anforderung generell kein Problem dar. Diese benötigen nur wenig Heizenergie und ein relativ großer Anteil des Wärmebedarfes entfällt auf die Warmwasserbereitung, den die Anlage dann sehr gut abdecken kan.

In Altbauten kann die Lage etwas komplexer ausfallen, da die Heizenergie hier noch stärker ins Gewicht fällt als die Warmwasserbereitung. Hier könnte eine Warmwasseranlage eventuell nicht ausreichen. Ziehen Sie in diesem Fall einen Fachbetrieb heran, der die entsprechenden Berechnungen vornehmen kann.

Öl-Hybridheizung plus Wärmepumpe

In Neubauten überzeugt die Wärmepumpe bereits seit einigen Jahren als beliebtestes Heizsystem. Doch auch in sanierten Altbauten, die sich in einem guten energetischen Zustand befinden, kann eine Wärmepumpe ihre Stärken ausspielen und als effizientes, zuverlässiges Heizsystem glänzen. Dies ist ebenfalls in Kombination mit einer Öl-Hybridheizung möglich. Wenn Sie bereits einen modernen Öl-Brennwertkessel besitzen, können Sie diesen um eine Wärmepumpe ergänzen. Müssen Sie Ihren alten Ölkessel austauschen, empfiehlt es sich, bei einem Hersteller einen neuen Öl-Brennwertkessel gleich im Paket mit einer Wärmepumpe zu kaufen.

Und wie genau funktioniert dieses Zusammenspiel? Ein intelligenter Systemregler steuert und optimiert den Betrieb der einzelnen Heizgeräte. Er sorgt dafür, dass, wann immer möglich, die Umweltwärme der Wärmepumpe zum Heizen verwendet wird. Gerade im Sommer und in den Übergangsmonaten reicht die Wärmepumpe als Heizsystem oftmals aus. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art der Wärmepumpe Sie haben, sprich welche Art Umweltwärme Sie nutzen – ob aus Außenluft, Erdreich oder Grundwasser.

Denkbar sind die Kombinationen aus

  • Öl-Hybridheizung plus Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Öl-Hybridheizung plus Wasser-Wasser-Wärmepumpe
  • Öl-Hybridheizung plus Sole-Wasser-Wärmepumpe

Kann die Wärmepumpe nicht effizient arbeiten, übernimmt die Öl-Heizung und stellt so die Versorgung sicher.

Wärmepumpen Kosten im Überblick

Was kostet eine Wärmepumpe?

Erdwärme-pumpe

Luftwärme-pumpe

Brauchwasser-Wärmepumpe

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Anschaffungskosten

ca. 10.000 bis 12.000 EUR

ca. 8.000 bis 15.000 EUR

ca. 2.000 bis 3.000 EUR

ca. 9.000 bis 12.000 EUR

Installationskosten

ca. 2.000 bis 20.000 EUR

ca. 3.000 bis 6.000 EUR

ca. 350 EUR

ca. 15.000 bis 22.000 EUR

Stromkosten (Haus 120 qm)

ca. 900 EUR/p. a.

ca. 1.200 EUR/p. a.

ca. 60 EUR/Person/Jahr

ca. 720 EUR/p. a.

Wartungskosten

ca. 150 EUR/p. a.

ca. 200 EUR/p. a.

nicht vorgegeben

ca. 150 EUR/p. a. zzgl. Prüf- und Genehmigungsgebühren

JAZ

4

3

3

5

förderfähig?

ja

ja

nein

ja

Gut zu wissen: Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen in gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizungen oder anderen Flächenheizungen, da diese nur eine geringe Vorlauftemperatur benötigen.

Öl-Hybridheizung plus Photovoltaik

Möglichkeiten ergeben sich auch in der Kombination aus Ölheizung und Photovoltaikanlage. Denn eine Öl-Hybridheizung kann genau genommen sogar mit zwei weiteren Energieträgern kombiniert werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie eine Öl-Hybridheizung mit einem strombetriebenen Wärmeerzeuger koppeln, zum Beispiel mit

  • einer Brauchwasserwärmepumpe oder
  • einem Heizstab.

Wärmepumpen und Heizstab arbeiten mit Strom – wenn dieser aus der eignen Photovoltaikanlage stammt, lassen sich die Energiekosten deutlich senken. Und gut für die Umwelt ist diese Kopplung von Öl mit PV-Strom und einem strombetriebenen Wärmeerzeuger noch dazu!

Achtung: Sowohl eine Brauchwasserwärmepumpe als auch ein Heizstab dienen als Wärmeerzeuger für die Warmwasserbereitung. Sie produzieren keine Heizungswärme!

  • Öl-Hybridheizung plus Photovoltaik plus Brauchwasserwärmepumpe

Brauchwasserwärmepumpen, auch Warmwasser-Wärmepumpen genannt, sind ausschließlich für die Erzeugung von Warmwasser zuständig, können aber nicht für das Heizen von Räumen verwendet werden.

Eine Brauchwasserwärmepumpe nutzt die warme Luft im Innenraum (z. B. im Heizungskeller) als Wärmequelle. Je wärmer die Umgebungsluft ist, desto weniger Strom benötigt sie und desto effizienter kann sie arbeiten. Handelt es sich bei dem Strom um überschüssigen Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage, arbeitet die Warmwasserwärmepumpe besonders ökonomisch und ökologisch. Um die Brauchwasserwärmepumpe als hybrides System mit einer Ölheizung zu nutzen, wird ein Speicher benötigt, der von der Wärmepumpe und vom Öl-Brennwertkessel beheizt werden kann. Die Ölheizung wird dadurch bei der Warmwasserbereitung entlastet – das sorgt für deutlich geringere Heizkosten.

  • Öl-Hybridheizung plus Photovoltaik plus Heizstab

Die Brennwertkessel der Öl-Heizung versorgt den Pufferspeicher mit Wärme. Hier wird die Wärme gespeichert und im Bedarfsfall genutzt, um entweder zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung gebraucht zu werden. Betreiben Sie mit dem überschüssigen Strom Ihrer Photovoltaikanlage einen Heizstab, der das Wasser im Pufferspeicher auf die gewünschte Temperatur bringt, so entlasten Sie Ihre Ölheizung und sparen dadurch Heizölkosten ein.

Öl-Hybridheizung plus Kaminofen

Auch ein Kaminofen kann mit einer Öl-Hybridheizung kombiniert werden. Voraussetzungen sind, dass

1.) der Kaminofen mit einer Wassertasche ausgestattet ist und

2.) die Öl-Heizung mit einem Pufferspeicher kombiniert ist.

Die Wassertasche muss mit dem Pufferspeicher verbunden werden. Sobald im Kaminofen ein Feuer brennt, erwärmt sich das Wasser in der Wassertasche. Diese Wärme wird dann in den Pufferspeicher eingespeist und kann dort sowohl zur Warmwasserbereitung als auch für die Heizung verwendet werden. Kurzum: Durch das Verfeuern vom nachwachsenden Rohstoff Holz (Briketts, Scheitholz oder Pellets) kann der Verbrauch des fossilen Brennstoffs Öl eingespart werden.

Preis-Check: Was sollte eine Öl Hybridheizung kosten?

Ölheizungen waren viele Jahrzehnte neben der Gasheizung ein Fundament der hiesigen Wärmeversorgung, weil sie in der Anschaffung vergleichsweise günstig sind. Zusätzlich waren sie vor allem in Gebieten die Heizung der Wahl, die keinen einfachen Zugang zu einem Gasanschluss hatten. Moderne Öl-Brennwertkessel muss man deutlich weniger bezahlen als für Wärmepumpe, Pelletheizung und Co. Allerdings steigen die Brennstoffkosten für Öl nicht zuletzt aufgrund der CO2-Steuer deutlich – Tendenz steigend! Ein Umstieg auf ein Hybridsystem mit erneuerbaren Energien zahlt sich aber nicht nur mit Blick auf die Betriebskosten aus. Auch die CO2-Emissionen werden deutlich reduziert – ein wichtiger und notwendiger Schritt für Klimaschutz und Energiewende.

Doch wie hoch sind die Kosten einer Ölheizung? Die folgende Tabelle bietet einen groben Überblick. Bedenken Sie bitte, dass es sich nur um Orientierungswerte handelt, da die Kosten von Modell, Leistung, Installationskosten etc. abhängen.

Heizsystem

Anschaffungskosten

Brennstoffkosten

Öl-Brennwertkessel

8.000 bis 12.000 Euro

ca. 6,75 Cent/kWh

Wärmepumpe

12.000 bis 25.000 Euro

Stromkosten für den Betrieb

Solarthermie zur Ergänzung einer Öl-Hybridheizung

5.000 bis 12.000 Euro

Stromkosten für die Umwälzpumpe

Kaminofen mit Wassertasche

1.500 bis 5.000 Euro

4,85 Cent/kWh (Holzpellets)

PV-Anlage

1.300 bis 1.700 Euro pro kWp

/

Brauchwasserwärmepumpe

1.000 bis 3.000 Euro

Stromkosten für den Betrieb; alternativ anteilig PV-Strom

Heizstab

100 bis 250 Euro

Stromkosten für den Betrieb; alternativ anteilig PV-Strom

Gibt es für eine Öl Hybridheizung Förderung vom Staat?

Staatliche Förderprogramme wie das Bundesprogramm für effiziente Gebäude (BEG) bieten einen Anreiz, auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Eine explizite Öl-Hybridheizung-Förderung gibt es nicht mehr. Allerdings werden die Komponenten auf Basis erneuerbarer Energien von staatlicher Seite gefördert. Wie hoch die Förderung genau ist, hängt davon ab, für welches Hybridsystem Sie sich entscheiden. So liegt der Fördersatz für eine Wärmepumpe bei 35 % und bei einer Solarthermieanlage bei 30 % der förderfähigen Kosten.

Alternativ erhalten Sie zusätzliche Boni über das BEG, wenn Sie die alte Ölheizung durch eine andere Heizung ersetzen anstatt eine Öl Hybridheizung zu installieren. Rüsten Sie auf ein anderes System um, zum Beispiel eine Gashybridheizung oder eine Wärmepumpe oder Pelletheizung, so erhalten Sie zusätzliche zehn Prozent Zuschuss auf die Fördermittel.

Mehr dazu erfahren Sie in unseren Artikeln zur Förderung von Heizungen 2022 und den Alternativen zur Ölheizung.

Pufferspeicher, Heizkörper und Co: Was gibt es beim Kauf einer Öl-Hybridheizung zu beachten?

Damit Ihre Öl-Hybridheizung funktioniert und effizient arbeiten kann, sollten Sie beim Kauf, bei der Installation und vor allem bei der Entscheidung für ein bestimmtes Hybridsystem einige Punkte beachten.

  • Pufferspeicher: Für jedes Hybridsystem aus Ölheizung plus erneuerbarer Energieerzeuger ist ein Pufferspeicher notwendig. In diesem wird das Wärme gespeichert, die Solarthermieanlage, Wärmepumpe und Co an das Wasser im Wärmespeicher abgeben. Erst wenn die gespeicherte Wärme im Pufferspeicher aufgebraucht ist, springt die Ölheizung an.
  • Systemregler: Ein Regler steuert, wann welche Komponente eingesetzt wird, damit das System am effizientesten arbeiten kann.
  • Heizkörper: Vor allem Wärmepumpen arbeiten wirtschaftlich, wenn sie mit Heizkörpern mit einer niedrigen Vorlauftemperatur kombiniert werden. Das ist vor allem bei Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen der Fall.


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