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    Förderung für eine neue Ölheizung

    Wenn Sie Ihre alte Ölheizung modernisieren und gegen eine neue Ölheizung austauschen wollen, erhalten Sie bei verschiedenen Stellen finanzielle Zuschüsse. So übernimmt derzeit die KfW Bankengruppe 10 Prozent der Sanierungskosten. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) vergibt eine Förderung von 250€. Und wenn Sie in Bayern wohnen, können Sie zusätzlich 1.000€ Förderung für Ihren Kesseltausch beantragen. Vorausgesetzt, Sie tauschen Ihre alte Ölheizung gegen ein neues Modell mit Brennwerttechnik.
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    Förderung für den Austausch einer Ölheizung

    Erste Anlaufstelle für Zuschüsse ist derzeit die KfW Bankengruppe. Die hier gewährte Förderung wird bundesweit vergeben und ist im Vergleich zu anderen Förderprogrammen mit den "geringsten" Auflagen verbunden. So bedingt die Förderung des Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO), dass Sie Ihre neue Ölheizung aus einem bestimmten Pool von Herstellern wählen und zusätzlich eine gewisse Menge Heizöl bei teilnehmenden Mineralölhändlern tanken müssen. Ansonsten wird die Förderung nicht gewährt. Die Förderung für Bayern ist zwangsläufig nur in diesem Bundesland zu bekommen und macht zusätzlich eine Einschränkung hinsichtlich des Alters der Ölheizung. So sind nur Kessel förderfähig, die zwischen 25 und 30 Jahre alt sind. Ist die Ölheizung jüngeren oder älteren Datums, kann auch hier der Kesseltausch nicht bezuschusst werden.

    Fachbetriebe für die Modernsisierung einer Ölheizung finden

    1.) Förderung von der KfW Bankengruppe

    Förderung für den Austausch einer Ölheizung vergibt die KfW im Programm 430 "Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss" im Rahmen der Einzelmaßnahme "Erneuerung der Heizungsanlage". Hier bekommen Sie 10 Prozent der Modernisierungskosten Ihrer Ölheizung (Bruttokosten inkl. MwSt. bis max. 5.000€ pro Wohneinheit) als Einmalzahlung zurück. Zuschussbeträge unter 300€ werden nicht ausbezahlt. Die Förderung kann mit anderen öffentlichen Fördermitteln für eine Ölheizung kombiniert werden. Eine steuerliche Geltendmachung ist jedoch ausgeschlossen.

    Antragsberechtigt sind:

    • Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit max. zwei Wohneinheiten (Bauantrag vor 01.02.2002)
    • Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften (Bauantrag vor 01.02.2002)
    • für Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Wochenendhäuser gibt es keine Förderung

    Bedingung für die KfW Förderung ist, dass die alte Ölheizung gegen eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik (Brennwertkessel) ausgetauscht wird. Zusätzlich müssen die Heizflächen überprüft werden, ob diese für die geplante Heizungsanlage geeignet und ausreichend dimensioniert sind. Ebenso muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt und nachgewiesen werden.

    Den Antrag stellen Sie vor Beginn des Vorhabens (Start der Bauarbeiten) direkt bei der KfW. Die Bank empfiehlt für die Antragsstellung ist einen sachverständigen Energieberater einzubeziehen, der auf Basis einer Energieberatung ein grundlegendes Sanierungskonzept erstellt. Ausführen muss die Sanierung Ihrer Ölheizung ein Fachunternehmen des Bauhandwerks.

    Umfang der Förderung

    Erfreulich ist, dass die KfW nahezu sämtliche Nebenkosten, die bei der Sanierung einer Ölheizung anfallen, anerkennt und in die Berechnung der Förderhöhe mit einbezieht. Die förderfähigen Gesamtkosten (von denen Sie 10 Prozent erstattet bekommen), können laut KfW folgende Einzelpositionen beinhalten:

    • den Ausbau und die Entsorgung der Altheizung
    • den Austausch des Heizkessels inkl. Rohrnetz und Heizflächen (Heizkörper oder Flächenheizungen)
    • die Erneuerung des Schornsteins oder die Erstellung von Steigsträngen inkl. Verkleidung
    • bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum bzw. die Errichtung oder den Neubau eines Heizraums
    • den Aus- und Einbau des Öltanks einschließlich der Entsorgung des Alt-Tanks inkl. Wiederherstellung der Außenanlagen (bei Erdtanks)
    • Fußbodenheizungen (inkl. Estrich, Trittschalldämmung und Bodenbelag)
    • den Austausch vorhandener Heizkörper durch Niedertemperaturheizkörper und Heizleisten, wenn die Vorlauftemperatur auf max. 60°C begrenzt wird
    • den erstmaliger Einbau von Flächenheizsystemen mit System-Vorlauftemperaturen < / = 35°C
    • die Anpassung und Erneuerung von Rohrleitungen
    • den erstmaliger Einbau und Austausch von Komponenten zur Durchflussbegrenzung und Einzelraum-Temperaturregelung
    • den Einbau oder Austausch voreinstellbarer Thermostatventile
    • die Umstellung des Warmwassersystems (Integration in die Heizungsanlage)
    • den Ersatz und erstmaligen Einbau von Pufferspeichern
    • den Ersatz bestehender Pumpen durch hocheffiziente Umwälzpumpen bzw. hocheffiziente Trinkwasserzirkulationspumpen
    • die nachträgliche Dämmung von ungedämmten Rohrleitungen
    • den Einbau von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie notwendige Elektroarbeiten
    • Nutzerinterface und Smart Metering Systeme
    • den hydraulischen Abgleich des Zentralheizungssystems
    • notwendige Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen
    • den Austausch oder die Anpassung von Fensterbänken und Fensternischen
    • notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
    • sowie die Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung

    Alle weiteren Informationen sowie die Antragsformulare zur Förderung Ihrer neuen Ölheizung finden Sie auf der Webseite der KfW.

    2.) Förderung vom Institut für Wärme und Oeltechnik

    Beim IWO in Hamburg können Sie für die Sanierung Ihrer Ölheizung zusätzlich 250€ Förderung bekommen. Unter zwei Bedingungen:

    • Der neue Öl-Brennwertkessel, den Sie installieren, muss von einem Hersteller stammen, der an der Aktion des IWO teilnimmt. Das Portfolio umfasst ausgewählte Kessel von Buderus, Giersch, Hoval, Junkers, MHG, Oertli, Rotex, Viessmann und Wolf.
    • Innerhalb von 9 Monaten nach Installation Ihrer neuen Ölheizung müssen Sie mindestens 1.500 Liter Heizöl bei einem Mineralölhändler beziehen, der ebenso wie die Kesselhersteller an der Aktion des IWO teilnimmt.

    Eine Übersicht der teilnehmenden Mineralölhändler und förderfähigen Brennwertkessel hat das IWO auf seiner Internetseite zusammengestellt. Bis zum 31.12.2017 läuft derzeit noch die Aktion.



    3.) Förderung in Bayern

    Wenn Ihr Eigenheim auf bayerischem Boden steht, können Sie im Rahmen des "10.000 Häuser Programms" den "EnergieBonusBayern" in Anspruch nehmen. Im Programmteil Heizungstausch bekommen Sie eine Förderung von 1.000€ für den Austausch Ihrer alten Ölheizung, den sog. "HeizanlagenBonus". Träger dieser Förderung ist der Freistaat Bayern. (Soll die Ölheizung erstmals in einen Neu- oder Bestandsbau eingebaut werden, kann die Förderung nicht in Anspruch genommen werden.)

    Die Förderung ist zunächst bis zum Jahr 2018 (einschließlich) befristet und auf einige tausend Anträge pro Jahr begrenzt. So werden 2015 "nur" 4.000 Anträge bewilligt, 2016 5.000 Anträge und in den Jahren 2017 / 2018 jeweils 8.000 Anträge. Entscheidend für die Förderung ist die Reihenfolge der Antragsstellung.

    Der EnergieBonusBayern ist mit anderen Förderprogrammen des Bundes kombinierbar. Sollte die oben genannte KfW Förderung ebenfalls in Anspruch genommen werden, kann der HeizanlagenBonus auf 10 Prozent der förderfähigen Kosten der KfW gekürzt werden.

    Voraussetzungen für die Förderung

    • Antragsberechtigt sind Gebäudeeigentümer von selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern. Der Erstwohnsitz muss in dem Eigenheim liegen, in dem die Ölheizung ausgetauscht werden soll.
    • Die bisherige Ölheizung muss zwischen 25 und 30 Jahre alt sein, gemessen anhand ihres Baujahrs. Maßgeblich ist hierbei das Alter der Basisanlage, sollten technische Änderungen an der Ölheizung vorgenommen worden sein. Jüngere und ältere Anlagen werden nicht gefördert. (Das Alter kann am Typenschild der Ölheizung oder im Messprotokoll des Kaminkehrers abgelesen werden.)
    • Folgende Jahrgänge kommen für die Förderung in Frage:

      • Antragsstellung 2015: Baujahr der Ölheizung 1986 - 1990
      • Antragsstellung 2016: Baujahr der Ölheizung 1987 - 1991
      • Antragsstellung 2017: Baujahr der Ölheizung 1988 - 1992
      • Antragsstellung 2018: Baujahr der Ölheizung 1989 - 1993
    • Der alte Heizkessel muss noch uneingeschränkt funktionsfähig sein und darf nicht der gesetzlichen Austauschpflicht unterliegen.

    Soweit die Anforderungen. Sind diese erfüllt, können Sie sich den Austausch Ihrer Ölheizung fördern lassen. Wichtig hierbei, wie auch in allen anderen Förderprogrammen: Ihr neuer Kessel muss mit Brennwerttechnik heizen, sprich ein Öl-Brennwertkessel sein. Das Förderprogramm schreibt zusätzlich einen hydraulischen Abgleich und eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe der Effizienzklasse A vor. Durchzuführen sind die Arbeiten von einem SHK-Fachbetrieb.

    Zusätzliche Förderung für eine Solarthermie-Anlage

    Viele Ölheizungen werden heute mit einer Solarthermie-Anlage kombiniert, um vor allem im Frühjahr und Sommer einen großen Teil Heizöl einzusparen. Das bayerische Förderprogramm bezuschusst die Neuinstallation einer Solarthermie-Anlage beim Kesseltausch zusätzlich mit 500€ oder 1.000€: 500€ Förderung wenn die Solarthermie-Anlage die Brauchwassererwärmung unterstützt, 1.000€ Förderung bei kombinierter Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Die technischen Anforderungen an die Solarthermie-Anlage entsprechen den Vorgaben des Marktanreizgramms vom BAFA. Eine Mindestgröße für die Anlage oder den thermischen Speicher gibt es nicht.

    Antragsstellung

    Das Antragsformular für die Förderung finden Sie in elektronischer Form im Internet auf der Seite des Energieatlas Bayern. Dort sehen Sie auch direkt, wieviele Anträge im aktuellen Jahr noch bewilligt werden (Online-Antrag). Das ausgefüllte Formular reichen Sie dann binnen eines Monats zusammen mit einem Angebot eines Fachbetriebs per Post ein. Vergeben können Sie den Auftrag an den Handwerker dann, wenn Sie die Bewilligung in Form des Zuwendungsbescheids bekommen haben. Liegt dieser vor, können Sie Ihre Ölheizung innerhalb von 6 Monaten austauschen lassen.

    Angebote, die Sie für die Förderung brauchen, können Sie direkt bei uns auf der Webseite kostenfrei anfordern bei Fachbetrieben aus Ihrer Nähe.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de