Der Energieausweis im Überblick

Seit dem 1. Juli 2009 muss jedes Gebäude einen Energieausweis haben. Der Energieausweis muss vorliegen, sobald der Eigentümer vermietet, verpachtet oder verkauft. Diesen müssen Sie Interessenten laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 einem Interessenten vorgelegen. Hier zeigen wir den Unterschied zwischen Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis und wo Sie den Energieausweis bekommen.

Der Energieausweis nach Energieeinsparverordnung 2014

Energieausweis 2014 - MusterBeispiel aus dem Energieausweis 2014, Quelle: Muster des BMVI,
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Seit dem 01. Mai 2014 sieht man in Immobilienanzeigen etwas Neues: seit diesem Datum finden Sie in kommerziellen Anzeigen Angaben zum Energieverbrauch eines Objektes, meist in Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m2a).

Bereits seit 2009 war ein Energieausweis grundsätzlich nötig, wenn man vermietet, verpachtet oder verkauft. Kann man Interessenten keinen Energieausweis vorzeigen, droht ein saftiges Bußgeld. Mit dem Energieausweis sehen Sie so schon im Voraus, ob hohe Heizkosten auf Sie zukommen. In Zeiten steigender durchschnittlicher Heizkosten ist das bei Kauf oder Miete nicht nebensächlich.

Der Energieausweis ist nicht nur dort wichtig. Die EnEV 2014 schreibt vor, dass bei der Errichtung, der Änderung oder der Erweiterung eines Gebäudes ein Energieausweis auszustellen ist.  Eine Ausnahme gilt für denkmalgeschützte Gebäude, diese benötigen keinen Energieausweis. Ein ausgestellter Energieausweis ist für 10 Jahre gültig.

Auf Grundlage des Energiebedarfes oder des Energieverbrauches

Der Energieausweis 2014 wird auf Grundlage des Energiebedarfes oder des Energieverbrauches ausgestellt.

Der bedarfsorientierte Energiebedarfsausweis (Bedarfsausweis) gilt für Neubauten oder bei Änderungen von Gebäuden. Dieser Energieausweis zeigt anhand Umfangreicher Berechnungen detailliert den Primärenergiebedarf einer Immobilie auf. Das obige Bild ist ein Beispiel für einen bedarfsorientierten Energieausweis nach EnEV 2014.

Der Energieausweis auf Grundlage des Energiebedarfes zeigt Ihnen den Endenergiebedarf und den Primärenergiebedarf. Der Endenergiebedarf ist das Ergebnis einer theoretischen Berechnung des Gebäudes. Ein niedriger Bedarf kann durch folgende Maßnahme erreicht werden: gute Wärmedämmung, Fenster mit Wärmeschutzverglasung und eine effiziente Anlagentechnik und dessen Steuerung sowie Überwachung. Dieser Wert und auch der Wert des Primärenergiebedarfes werden in der Einheit kWh angegeben. Der Primärenergiebedarf zeigt auf der Skala an, welchen Wert das Gebäude in Sachen Umweltverträglichkeit einnimmt. Der bedarfsorientierte Energieausweis nach EnEV 2014 bewegt sich im Preisrahmen zwischen 250 - 500 Euro.

Ein verbrauchsorientierter Energieausweis (Verbrauchsausweis) ist für bestehende Gebäude. Dafür sind Abrechnungen für die Heizkosten über drei Abrechnungsperioden notwendig, so dass daraus der Mittelwert errechnet werden kann. Dieses Verfahren nennt man Witterungsbereinigung. Es soll wechselndem Nutzerverhalten und unerwarteten Witterungsverhältnissen entgegenwirken. Der Energieausweis, der auf Grundlage des Energieverbrauches erstellt wurde, sagt Ihnen den realen Verbrauchswert aus den letzten drei Jahren. Daraus können Sie die Energiekosten des beobachteten Zeitraums anhand der genauen Kilowattstunden-Zahl erkennen. Der verbrauchsorientierte Energieausweis kostet weniger als der bedarfsorientierte Energieausweis.

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Autor: Thorben Frahm