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Kaminofen Heizleistung in kW richtig bestimmen

Die Heizleistung von einem Kaminofen muss auf den Wärmebedarf des zu beheizenden Raumes abgestimmt werden. Denn Kaminöfen sind oft als Zusatz-Heizungen zu bereits vorhandenen Zentralheizungen gedacht und müssen selten ein ganzes Haus heizen. Bei der Bestimmung der notwendigen Heizleistung in kW gibt es weitere Faktoren, die den Wirkungsgrad vom Kaminofen weiter beeinflussen, zum Beispiel das individuelle Heizverhalten und die Länge des Ofenrohres.
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Kaminofen Heizleistung: kW & Wirkungsgrad hängen vom Umfeld ab

kW Kaminofen HeizleistungAuch die Wahl des richtigen Brennstoffes wirkt sich auf den
Wirkungsgrad des Kaminofens aus,
Bild: Rika Innovative Ofentechnik GmbH
Mit Heizleistung und Wirkungsgrad wird die Effizienz eines Kaminofens bestimmt. Dabei gilt als Faustregel: mit 1 bis 2 kW können durchschnittlich zehn Quadratmeter normaler Wohnraum beheizt werden.

Das entspricht bei einer Normraumhöhe von 2,40 Meter ungefähr 25 Kubikmetern Rauminhalt. Als Basis für diese Berechnungen dient immer ein standardmäßig gedämmter Raum mit Normraumhöhe. Bei schlecht gedämmten Altbauten sollte entsprechend eine höhere Heizleistung einkalkuliert werden.

Laut Herstellerangaben schwankt der Wirkungsgrad der Kaminofen Heizung zwischen 70 und 89 Prozent. Eine Nennleistung von 1 kW, 2 kW, 3 kW oder 7 kw, 8 kW und 10 kW kann durch äußere Bedingungen verändert werden.

Die individuelle Heizleistung muss also immer anhand der individuellen räumlichen Gegebenheiten angepasst werden - ein Fachmann vor Ort ist da der beste Ansprechpartner.

Auch das Ofenrohr beeinflusst die Kaminofen Heizleistung

Eigentlich ist es selten, dass ein Kaminofen mit zu wenig Heizleistung erworben wird, häufiger werden Kaminöfen zu groß dimensioniert. Trotzdem kann auch eine niedrige Nennleistung mit 2 kW oder 3 kW effizient ausgenutzt werden. Zunächst spielt die Raumgröße eine wichtige Rolle: je kleiner der zu heizende Raum, desto eher lassen sich angenehme Temperaturen realisieren. Auch das Ofenrohr sollte bei der Kalkulation der Heizleistung mit einbezogen werden. Denn ein langes Ofenrohr stellt eine Erhöhung der Heizleistung dar, hier erfolgt die Wärmeabgabe der Abgase durch die Ofenrohr-Länge.

Häufiges Anfeuern reduziert die Heizleistung vom Kaminofen

Das beste Anzeichen für einen zu groß dimensionierten Kaminofen sind sehr hohe Temperaturen im Aufstellraum. Der Raum heizt sich sehr schnell auf über 25 Grad auf, was letztlich unangenehm werden kann: angrenzende nicht über den Kaminofen beheizte Raume erscheinen trotz normaler Raumtemperatur als zu kühl.

Prinzipiell können kurze, vor allem rückwärtige, Ofenrohranschlüsse die Strahlungswärme verringern. Auch längere Heizintervalle mit Pausen zwischen dem vollständigen Abbrand und der nächsten Anfeuerung, längere Glutzeiten und Weichholz statt Hartholz können Heizleistung und Wirkungsgrad senken.

Konvektions- und Strahlungswärme als Faktoren der Heizleistung

Kaminöfen bieten unterschiedliche Ausführungen an, die verschiedene Formen der Wärmeabgabe ermöglichen. Neben dem Guss Kaminofen und dem Edelstahl Kaminofen ist auch der wasserführende Kaminofen oder der Kaminofen mit Pelletheizung eine mögliche Ausführung. Ist der Kaminofen mit schweren Specksteinplatten verkleidet, bewegt sich die Nennleistung oft im Bereich von 6 kw bis 14 kW, da Speckstein lange Wärme speichert.

Konvektionswärme erwärmt den Raum langsamer, sorgt aber für eine gleichmäßige Verteilung der Wärmestrahlung. Die Strahlungswärme in der unmittelbaren Umgebung vom Kaminofen ist sehr angenehm, erwärmt den Raum aber nicht so vollständig wie Konvektionswärme.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de