Heizkörperthermostat aussuchen, austauschen und einbauen

Das wichtigste Bauteil eines Heizkörpers ist das Thermostat Ventil. Es entscheidet darüber, wie genau die Raumtemperatur und Heizdauer eingestellt werden kann. Da Heizkörper meist mit einem universellen Heizkörperthermostat ausgeliefert werden, kann sich ein Austausch rechnen. Denn der Einbau ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Im Fachhandel sind neben mechanischen Thermostaten auch programmier­bare oder funkgesteuerte Heizkörperthermostate erhältlich. Die verschiedenen Hersteller hat Stiftung Warentest getestet.

Heizkörperthermostat: mechanisch oder elektronisch?

Heizkörper ThermostatBild: OBI GmbH & Co. Deutschland KG Heizkörper Thermostate gibt es in verschiedenen Ausführungen: es gibt programmierbare Heizkörperthermostate, die bei manchen Modellen auch als Funk Heizkörperthermostat arbeiten können, ebenso wie ein rein mechanische Heizkörperthermostate.

Für welchen Thermostat man sich entscheidet, hängt vor allem von den individuellen Umständen und Vorlieben ab: programmierbare Heizkörperthermostate erlauben es, die Heizleistung an den eigenen Tagesablauf anzupassen. So Heizt man genau dann, wenn man dies auch wirklich möchte. Wer zu unregelmäßigen Zeiten heizt oder eine reine Mechanik ohne elektronische Bauteile bevorzugt, ist mit einem normalem Thermostat gut beraten.

Stiftung Warentest vergibt gute Noten an moderne Thermostate

Stiftung Warentest hat zwölf Thermostate für Heizkörper getestet: die meisten Modelle schnitten mit "gut" und einige mit "befriedigend" ab. Jedes Heizkörperthermostat hat die Solltemperatur korrekt eingehalten und die Zeit- und Temperatureinstellungen richtig umgesetzt.

Die programmierbaren Einheiten waren zwischen 30 Euro und 120 Euro teuer, die rein mechanischen Heizkörperthermostate mit 8 Euro bis 17 Euro deutlich billiger. Die qualitativ höherwertigen Thermostate schnitten im Test besser ab als ihre billigerenn Konkurrenten und sparten mehr Heizkosten ein.

Ein altes und ineffektives Heizkörperthermostat verschwendet Energie

Bei bestehenden Heizanlagen macht es Sinn, vorhandene Heizkörperthermostate auszutauschen, wenn sie schwergängig sind, der Heizkörper kalt bleibt oder trotz erreichter Raumtemperatur weiterhin heizt, also nicht abschaltet. Auch beim Heizkörper einer neuen Heizung kann ein Austausch Sinn machen: zum einen, wenn ein programmierbares oder funkgesteuertes Heizkörperthermostat für die Heizkörper gewünscht wird. Zum anderen, wenn ein sehr ineffektives Thermostat mitgeliefert wurde.

Heizkörper Thermostat austauschen - so geht's

Ist das innenliegende Unterteil vom Heizkörperventil voll funktionsfähig, muss der alte Ventilkopf lediglich herunter geschraubt und der neue Ventilkopf aufgeschraubt werden. Wenn der Heizkörper aber alt ist und nicht mehr ordentlich heizt, sollte man auch das Ventilunterteil austauschen. In diesem Fall sollte das gebrauchte Heizkörperthermostat zum Fachhändler mitgenommen werden, um beim Einbau eines neuen Heizkörper Thermostat ein passendes Thermostat zu erhalten.

Ein neues Heizkörperthermostat inklusive Ventilunterteil erfordert etwas mehr Arbeit beim austauschen. Nach Entleerung des Heizkreislauf werden Ventilkopf und Heizkörper abmontiert. Dann schraubt man mittels Spezialschlüssel das Ventilunterteil herunter.  Bei diesen Arbeiten kann Schmutzwasser austreten - Lappen und Auffangbehälter sollten deshalb parat stehen. Anschließend müssen das Rohranschlussstück und das neue Ventil eingehanft werden. Mit dem Spezialsschlüssel wird das neue Heizkörperthermostat aufgeschraubt, der Heizkörper wieder auf der Halterung angebracht und alles sauber verschraubt, worauf der Heizkörper in Betrieb gehen kann.

 

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